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wer kann Wartburgmotor identifizieren ?

Hallo Leute, ich habe einen Wartburgmotor bekommen und kann nicht feststellen ob er 900 od. 1000 ccm hat,od. hat er Gleit od. Nadellager. Die Mot. Nr. ist nicht eingeschlagen sondern am Zylinder aufgedruckt. Da mehrere Nr. da sind schreibe ich alles auf

353 001 001 01

11. 1067

E17 Kann jamand das Bj. bestimmen od. um was es sich handelt

Danke für Eure Mühe

Reiner

Beste Antwort im Thema

Entschuldigung, dass ich mich mal einmische. Ich muß Proximus im letzten Absatz widersprechen. Alle 353 und 312 (damit meine ich das Schraubenfederfahrgestell) hatte die Wasserpumpe im Zylinderkopf. Durch die geänderte Auspufführung wurde auch ein anderer Krümmer verwendet und somit wäre kein Platz für eine seitlich angeordnete Wapu gewesen.

Hier noch ein Schmankerl für Liebhaber von Zweitaktmotoren. Das gute Stück entstand in Eigenregie um die Hubraumklasse bis 1600 ccm im Autocross mit einem Zweitakter zu besetzen

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Hallo Reiner,

Ich kann Dir zwar nicht sagen woran du den Hubraum von außen unterscheiden kannst,aber wenn Du mal ein paar Fotos zeigst,kann ich Dir sagen ob er 45 oder 50 PS hat. Das erkennt man an der Kurbelwellenriemenscheibe.Der 50 PS-Motor hat an der Riemenscheibe einen Schwingungsdämpfer ,der 45 Ps-Motor nicht.

Gruß Maik

 

 

Original geschrieben von RH 52

Hallo Leute, ich habe einen Wartburgmotor bekommen und kann nicht feststellen ob er 900 od. 1000 ccm hat,od. hat er Gleit od. Nadellager. Die Mot. Nr. ist nicht eingeschlagen sondern am Zylinder aufgedruckt. Da mehrere Nr. da sind schreibe ich alles auf

353 001 001 01

11. 1067

E17 Kann jamand das Bj. bestimmen od. um was es sich handelt

Danke für Eure Mühe

Reiner

Zitat:

Original geschrieben von schraubermaik

Hallo Reiner,

Ich kann Dir zwar nicht sagen woran du den Hubraum von außen unterscheiden kannst,aber wenn Du mal ein paar Fotos zeigst,kann ich Dir sagen ob er 45 oder 50 PS hat. Das erkennt man an der Kurbelwellenriemenscheibe.Der 50 PS-Motor hat an der Riemenscheibe einen Schwingungsdämpfer ,der 45 Ps-Motor nicht.

Gruß Maik

 

 

Original geschrieben von RH 52

Hallo Leute, ich habe einen Wartburgmotor bekommen und kann nicht feststellen ob er 900 od. 1000 ccm hat,od. hat er Gleit od. Nadellager. Die Mot. Nr. ist nicht eingeschlagen sondern am Zylinder aufgedruckt. Da mehrere Nr. da sind schreibe ich alles auf

353 001 001 01

11. 1067

E17 Kann jamand das Bj. bestimmen od. um was es sich handelt

Danke für Eure Mühe

Reiner

[/quote

Hallo Maik, ich kann es eben NICHT unterscheiden ob 900 od. 1000 und die 900er vom 311 haben ja auch nur 30 od.38 PS

deswegen auch meine Frage wer an Hand der Mot.Nr. etwas herausbekommt

Gruß Reiner

Hallo Reiner,

Da kann ich dir nicht helfen,ich habe in meiner Lehrzeit 353er reparieren dürfen 311er seltener.

Kommt darauf an wo du wohnst, vieleicht gab es bei euch in der Nähe eine Werkstatt die früher (1970er-1989)Wartburg repariert hat.

Die können da bestimmt noch was zu sagen.

Ich frage die Woche mal bei mir einen alten Hasen der hat Wartbug und co lange vor meiner Lehrzeit repariert und kennt mich noch als kleinen Lausbub. Mal sehen ob ich ihn antreffe.

Ich melde mich dann noch mal.

Gruß Maik

Laut Nummer handelt es sich um einen 1000ccm-Motor mit 45 PS, Gussdatum im September 1967. Ob es allerdings noch ein 45PS-Motor ist oder er doch schon auf 50PS umgebaut wurde, kann man so nicht sicher sagen.

Schöne Grüße

Micha

Themenstarteram 15. Januar 2013 um 19:24

Hallo Micha, danke für die Antwort , und wie erkennt man einen 45 od. 50 PS Motor ?

Gruß Reiner

am 24. Januar 2013 um 14:23

Wie vom Vorgänger beschrieben handelt es sich zu 100% um einen 1000er Block, da alle 2-Takt Wartburgmotoren mit der Prägung 353.... 1000cm3 hatten. Ich habe die PS-Abstufungen nicht mehr ganz genau im Kopf, aber die 900er aus F9 und Wartburg fingen wohl mit 28-33-36-38 PS-Steigerung an. Und die 1000er Blöcke (311-312-353) mit 42-45-50 PS, wobei es den 50PS-Motor (werksseitig) nur im 353er ab Anfang der 70er gab. Umzurüsten ging da natürlich alles was einen F9 oder Wartburgmotor verbaut hatte. Wenn ich mich richtig erinnere spielte der aufgesetzte Vergasertyp (Berliner Vergaserfabrik) BVF-Vergaser eine wesentliche Rolle! Da gab es (alte) Querstrom (311er) umzurüsten auf verschiedene Fallstrom (312-353er)-Vergaser. Das hat nichts mit den späteren CSSR-Vergasern (Jivkof o.ä) zu tun. Dies waren beides 50-PS-Vergaser, nur mit dem Unterschied Fallstromvergaser (BVF) und Registervergaser (CSSR-Verg). Letzterer sollte "sparsamer" sein, war aber ein störanfälliger Müllvergaser! Und nochwas zur Kurbelwellenlagerung: Das Motorenprinzip geht auf DKW zurück. Wobei nur die uralten Zweizylinder-DKW-Motoren bronzegelgerte (Gleitlager) Kurbelwellenlager hatten. Nadel-oder gleitgelagert war da bis zum Ende der Wartburg 353-Ära garnichts! Dort wurden offene Wälzlager verbaut und das letzte (kupplungsseitige) Lager war ein Kugellager.

Themenstarteram 24. Januar 2013 um 17:38

Hallo 87 KW,

danke für Deine Ausführung, da kann ich davon ausgehen das es ein 311 mit 42 PS oder ein 312 mit 45 PS ist hab ich das richtig verstanden ? ein 353 kann es nicht sein denn mein Motor hat noch keine Wasserpumpe .

Gruß Reiner

am 24. Januar 2013 um 18:24

Zitat:

Original geschrieben von RH 52

Hallo 87 KW,

danke für Deine Ausführung, da kann ich davon ausgehen das es ein 311 mit 42 PS oder ein 312 mit 45 PS ist hab ich das richtig verstanden ? ein 353 kann es nicht sein denn mein Motor hat noch keine Wasserpumpe .

Gruß Reiner

Nein! Siehst Du völlig falsch! Wenn auf dem Block die Teilenummer mit 353... anfängt, kann es nur ein 1000cm3 45 PS-Motor sein, der auch zum 50-PS Motor mit entsprechenden Vergaser und Zylinderkopf (Wasserpumpe im Kopf) werden könnte. Und selbstverständlich gehörte zu dem Motor in jedem Fall eine Wasserpumpe. Die Modifikation für die 50PS bestand nach meiner Erinnerung nur aus Zylinderkopf, Vergaser und Luftfiltergehäuse. Ist aber auch schon ein bisschen her, als ich dies auswendig daherbeeten konnte. Ich weiß auch nicht mehr, ob die 312er mit dem 353er Kopf (WP im Kopf) verbaut wurden, die waren wohl "zwittrig" wenn nicht sogar mit Blöcken der 353..-Serie verbaut. Könnte aber auch sein, dass die am Anfang eine 312.... Blocknummer hatten in 42 und 45PS-Auslegung. Wie gesagt, die Kompettierungsteile zeichen für die PS nicht der Block!

Freundliche Grüße! ;)

Themenstarteram 25. Januar 2013 um 15:19

Hallo 87 KW nochmal danke für Deine Mühe ,ich habe nochmal nachgesehen und es steht am Motorblock 353 am Anfang und am Kopf

beginnen die Zahlen mit 312 ohne Wasserpumpe da haben die zu DDR Zeiten warscheinlich genommen was gerade da war an Teilen.

Gruß Reiner

am 25. Januar 2013 um 15:37

Zitat:

Original geschrieben von RH 52

.....haben die zu DDR Zeiten warscheinlich genommen was gerade da war an Teilen.

:):):) Nicht immer mit den "Mangelwirtschaftsthesen" kommen!:D Nein, dass war anders! Der 312er war mit 311 und 353 "zwittrig" aber sowas gab es im Westen auch!;):p

Grüße!

Zitat:

Original geschrieben von 87 KW

. Letzterer sollte "sparsamer" sein, war aber ein störanfälliger Müllvergaser!

Also dem muss ich entschieden widersprechen, der Jiko-Vergaser war mitnichten "Müll", sondern der deutlich bessere Vergaser. Eben nur nicht so "primitiv" wie die BVF-Vergaser und damit nicht für jedermann so leicht zu handhaben. Dennoch ist ein sauber eingestellter Jikov jedem BVF-Vergaser um Welten überlegen, sowohl was Laufkultur als auch Leistungsentfaltung und Benzinverbrauch angeht.

Zur PS-Debatte: Der 50-PS-Motor (ab Mai 1969) unterscheidet sich gegenüber der 45-PS-Ausführung im Vergaser inkl. Ansaugsystem (40er BVF statt 36er), der Kurbelwelle (Vollwangenwelle statt Halbwangen, damit erhöhte Vorverdichtung; verbesserte Abdichtung mittels Kolbenringen statt Wellendichtring) sowie den Kolben (3mm kürzer, damit veränderte Steuerzeiten). Der Zylinderkopf hatte damit nichts zu tun. Die Kurbelwellengeschichte ist allerdings nicht ganz so einfach, da später, mit Einführung des Jikov-Vergasers in Verbindung mit dem Elektrolüfter wieder die Halbwangenwelle verbaut wurde, damit wollte man eine Verbrauchssenkung durch eine Anhebung des maximalen Drehmomentes im unteren Drehzahlbereich erreichen und ein Überschreiten der Nennleistung von 50 PS vermeiden, da sowohl der Jikov-Vergaser als auch der Entfall des mechanisch angetrieben Lüfters zu einer Leistungssteigerung geführt hätten (ca. +5PS).

Des Weiteren wurde in den Barkas-Motoren (Nennleistung anfangs 42, bis zum bitteren Ende dann 46 PS) durchgehend die Halbwangenwelle verbaut, um in Verbindung mit der anders aufgebauten Auspuffanlage eine günstigere Drehmomentcharakteristik zu erzielen (Md_max bei niedrigeren Drehzahlen).

Es gibt noch weitere Detailunterschiede, die an dieser Stelle allerdings den Rahmen sprengen würden.

Zu deiner Motorausführung: Wenn man voraussetzt, dass der Motor im Werkszustand vorliegt, bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder handelt es sich um einen Motor für den Wartburg 312 bzw. ersten 353er mit 45 PS oder um einen Barkas-Motor mit nominell im Barkas erreichbaren 42 PS. Bei allen drei wurde ein Zylinderkopf mit 312-er-Kennung und eine seitlich an den Block angeflanschte Wasserpumpe eingebaut.

Schöne Grüße

Micha

am 26. Januar 2013 um 12:30

Zitat:

Original geschrieben von Proximus1

 

Also dem muss ich entschieden widersprechen, der Jiko-Vergaser war mitnichten "Müll",

Schon gut! Gewiss, ich bin aus eigener Erfahrung zu dieser subjektiven Meinung gelangt, da mein Kumpel ständig Ärger mit Jivkof hatte. Auch andere befreundete Wartburg-Fahrer berichteten von Problemen mit dem Teil. Wenn er denn funktionierte, mag es schon sein, dass er geschilderte Vorteile brachte.

Ansonsten Zustimmung zu Deinem Beitrag!:) Die Sache mit der optimierten Kurbelwelle (Schwungmassen) ist mir jetzt auch wieder in Erinnerung. Danke für den Hinweis!;)

@Proximus 

Daumen für deine Erläuterung!

Sachlich vollkommen richtig.

Hat mir ein Ostteileschrauber der früher mit

WABU und Barkas seine Kohle verdient hat

so bestätigt.

 

Grüße vom Trabifahrer

Entschuldigung, dass ich mich mal einmische. Ich muß Proximus im letzten Absatz widersprechen. Alle 353 und 312 (damit meine ich das Schraubenfederfahrgestell) hatte die Wasserpumpe im Zylinderkopf. Durch die geänderte Auspufführung wurde auch ein anderer Krümmer verwendet und somit wäre kein Platz für eine seitlich angeordnete Wapu gewesen.

Hier noch ein Schmankerl für Liebhaber von Zweitaktmotoren. Das gute Stück entstand in Eigenregie um die Hubraumklasse bis 1600 ccm im Autocross mit einem Zweitakter zu besetzen

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