Wer hat hier Vorfahrt?
Hallo Forum,
ich möchte gerne einmal in Erfahrung bringen, wer hier an dieser Stelle Vorfahrt hat?
Es ist so, dass mir gestern eine Dame aus der Straße in die ich fotografiert habe, entgegen gekommen ist.
Hier ist es so gewesen, dass rechts in der Markierung auch noch parkende Autos standen.
Links stehen auch immer Autos. Wenn ich nun aus der fotografierten Straße komme, dann stehen ja links die parkenden Autos und auf der Gegenfahrbahn die Autos die parken. Vor diesen Autos ist ja die Straße breit genug für zwei Autos. Wenn Sie nun rechts fährt, dann hat sie ja die parkenden Autos in ihrer Spur und müsste warten, oder? Ich habe zwar diese Ausbuchtung durch den Grünstreifen , der sich ja aber nicht auf die Fahrbahn erstreckt.
Könnt ihr mich aufklären? Die Dame hat nämlich meinen Außenspiegel im vorbeifahren angefahren, da sie nicht stehen blieb.
Besten Dank.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@Seelze 01 schrieb am 4. September 2017 um 18:05:57 Uhr:
Sonst hast du keine Probleme,
Wieso? Wo ist dein Problem? Sie sagte, sie hat Vorfahrt. Also frage ich. Wenn es dir nicht passt, dann ist es mir egal.
Also wenn du nix beizutragen hast, außer diesen Schund, dann mach das woanders. Hier soll Leuten geholfen werden, wenn du den Sinn nicht verstanden hast, dann geh woanders trollen.
48 Antworten
Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 5. September 2017 um 21:52:36 Uhr:
Zitat:
@birscherl schrieb am 5. September 2017 um 14:52:53 Uhr:
....muss sich darauf einstellen. Ggf. muss er trotz seines Vorrechts zurückstehen. Jedenfalls muss er gemäß § 2 Abs. 2 StVO so weit wie möglich rechts fahren, um eine Kollision zu vermeiden....Auch die Message an Dich, das gilt für jede Situation im Straßenverkehr. …
Schau noch mal genau hin: Der Text ist von einer Anwaltskanzlei, ich habe ihn hier nur hineinkopiert. Deine "Message an" mich musst du bitte an die Kanzlei richten, nicht an mich.
Jeder zahlt seinen eigenen Schaden, weil beide zu doof waren. Bei dem gebotenem Tempo müssen beide jederzeit in der Lage sein einen Unfall zu vermeiden und mit Rücksicht nehmen und defensivem Fahren wird hier jeder Richter über beide den Kopp schütteln.
Die Situation habe ich noch nicht mal komplett verstanden. Hier hilft es erheblich wenn man eine Zeichnung macht und diese hier einstellt. Die Fotos sind da deutlich schwerer mit Prosa zu erklären.
Geht hier evtl. auch noch rechts-vor-links rein, weil eine nicht beschilderte T-Kreuzung vorliegt?
Ganz einfach:
Der TE kam aus der Straße auf den Fotos, rechts von ihm die Querparker, links von ihm die Längsparker. Ihm kam dann eine Frau entgegen, auf der Seite der Längsparker, aber anstatt in etwa auf Höhe der Kreuzung zu warten, fuhr sie einfach in die enge Straße, in der sich der TE bereits befand.
Wobei: Auf den Fotos ist es "nur" vorne so eng, weil da ein 5,5 bis 6 m Transporter steht bzw. dahinter (in Fahrtrichtung des TE) wo der Grünstreifen ist. Wo kürzere Autos stehen, weiter hinten im Bild, ist die Fahrbahn breit genug für zwei Autos.
Die Frage ist für mich wo sich die beiden berührten. Auf Höhe des Transporters bzw. des Grünstreifens? Dann hätte die Frau nicht einfahren dürfen. Weiter hinten? Dann hätte der TE durchaus nach rechts ausweichen können, die Fahrbahn scheint hier auch nicht durch eine durchgezogene Linie markiert zu sein.
Dazu kommen weitere Fragen wie: Wer fuhr wie schnell? Wer wie weit rechts?
Blöd ist eben, dass solche Situationen wohl gerne auf 50:50 rauslaufen. Beide werden behaupten, dass der andere "mitten in der Straße" fuhr und "mit Vollgas draufgehalten" hat. Wie soll man auch gegenteiliges beweisen? (außer durch Zeugen oder andere Beweise - mein Zweitwagen hat z. B. kein ABS, ich würde eben die Stelle "markieren"😉
PS:
Nur meine Meinung, ganz unverbindlich. 😉
Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 5. September 2017 um 21:52:36 Uhr:
Ich schätze so entstehen 50 % aller Unfälle, Regelignoranz trifft auf Rechthaberei.
Ähm, naja, ich sehe das etwas anders.
Es gibt auch das Vertrauen darauf, dass der andere sich regelkonform verhält. Wenn ich zwar keine Vorfahrt an der Engstelle habe, aber aus Erfahrung davon ausgehe, dass der Platz für beide reicht, und einfahre, habe ich erst mal nicht von vornherein falsch gehandelt. 6 m Restbreite sind zwar ein schönes Maß, aber wenn ich danach gehe, dürfte ich hier im Stadtteil (Rostock-KTV, wer's kennt) so gut wie KEINE Straße befahren, wenn mir einer entgegenkommt.
Das Problem entsteht nicht nur, wenn der Platz tatsächlich nicht reicht. Bei 4 m ist schon irgendwie 'ne physische Grenze, klar. Sondern z. B. dann, wenn ein solcher erfahrener Autofahrer auf einen unerfahrenen oder ängstlichen trifft. Der lässt 1 m Platz nach rechts statt 50 cm - und dann reicht es eben nicht mehr.
In solchen Fällen kommt es natürlich für die Schuldfrage auch darauf an, wann der eine erkennen musste, dass der andere erwartungswidrig eben nicht (genug) Platz macht. Das wird im Nachhinein jedoch schwer zu entscheiden sein.
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Zitat:
@Erwachsener schrieb am 6. September 2017 um 21:06:00 Uhr:
Ähm, naja, ich sehe das etwas anders.Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 5. September 2017 um 21:52:36 Uhr:
Ich schätze so entstehen 50 % aller Unfälle, Regelignoranz trifft auf Rechthaberei.Es gibt auch das Vertrauen darauf, dass der andere sich regelkonform verhält. Wenn ich zwar keine Vorfahrt an der Engstelle habe, aber aus Erfahrung davon ausgehe, dass der Platz für beide reicht, und einfahre, habe ich erst mal nicht von vornherein falsch gehandelt. 6 m Restbreite sind zwar ein schönes Maß, aber wenn ich danach gehe, dürfte ich hier im Stadtteil (Rostock-KTV, wer's kennt) so gut wie KEINE Straße befahren, wenn mir einer entgegenkommt.
Das Problem entsteht nicht nur, wenn der Platz tatsächlich nicht reicht. Bei 4 m ist schon irgendwie 'ne physische Grenze, klar. Sondern z. B. dann, wenn ein solcher erfahrener Autofahrer auf einen unerfahrenen oder ängstlichen trifft. Der lässt 1 m Platz nach rechts statt 50 cm - und dann reicht es eben nicht mehr.
In solchen Fällen kommt es natürlich für die Schuldfrage auch darauf an, wann der eine erkennen musste, dass der andere erwartungswidrig eben nicht (genug) Platz macht. Das wird im Nachhinein jedoch schwer zu entscheiden sein.
Meine Schätzung bezieht sich auf alle Situationen aus denen ein Unfall entsteht, nicht nur auf den hier besprochenen Fall. Mehr defensive würde viele Unfälle verhindern. Man sieht es immer wieder, es wird noch extra Gas gegeben, extra drauf zu gehalten, extra zu dicht aufgefahren......extra....man ist ja im "Recht".
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 6. September 2017 um 21:06:00 Uhr:
Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 5. September 2017 um 21:52:36 Uhr:
Ich schätze so entstehen 50 % aller Unfälle, Regelignoranz trifft auf Rechthaberei.
...
Das Problem entsteht nicht nur, wenn der Platz tatsächlich nicht reicht. Bei 4 m ist schon irgendwie 'ne physische Grenze, klar. Sondern z. B. dann, wenn ein solcher erfahrener Autofahrer auf einen unerfahrenen oder ängstlichen trifft. Der lässt 1 m Platz nach rechts statt 50 cm - und dann reicht es eben nicht mehr.
...
das ist eben der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wenn jeder in der Praxis, gerade in Innen-Städten - so fahren würde wie theoretisch gefordert, dann würde teilweise der Verkehr zum Erliegen kommen.
Theoretisch ist einzuhaltende Abstand beim Vorbeifahren an einem parkenden KFZ nämlich 1m, und nicht 50 cm. Probleme gibt es halt oft, wenn ein routinierter auf einen unroutinierten trifft, oder ein Rechthaber auf einen Chancennutzer.
Und der Verkehrsrichter, der urteilt in der Regel nach Gesetzes- und Aktenlage.
D.h. als normaler Autofahrer gehst du täglich ein gewisses Risiko der Mithaftung ein, wenn du dich "normal" auf der Straße bewegen willst. Willst du es regelgerecht machen, kommst du entweder nicht voran oder weckst die Aggressionen deiner Mitmenschen.
Ja, so sieht die Realität aus. Gemessen daran muss man allerdings sagen: Es "passiert" im Straßenverkehr viel, viel weniger, als man anhand der zahlreichen Risiken annehmen sollte. Das System funktioniert erstaunlich gut.
Wobei jeder dennoch passierende Unfall selbstverständlich einer zuviel ist.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 7. September 2017 um 13:38:55 Uhr:
Ja, so sieht die Realität aus. Gemessen daran muss man allerdings sagen: Es "passiert" im Straßenverkehr viel, viel weniger, als man anhand der zahlreichen Risiken annehmen sollte. Das System funktioniert erstaunlich gut.Wobei jeder dennoch passierende Unfall selbstverständlich einer zuviel ist.
Wenn man ca. 7200 registrierte Unfälle am Tag als "gut" bezeichnen kann, dann aber auch nur weil es noch VTs gibt die bereit sind zu geben. Leider gibt es aber auch sehr viele VTs die sind nicht bereit etwas zu geben, sie nehmen nur und schmarotzen sich so durch den Straßenverkehr.
Also ich bin fest der Überzeugung, das ich täglich weitaus mehr Unfälle verhindere oder brenzliche Situationen entschärfe als ich Unfälle provoziere bzw. brenzlige Situation selbst entstehen lasse.
Zitat:
@KNUT-VIII. schrieb am 7. September 2017 um 16:15:48 Uhr:
*
😰😰 wow - Diedicke1300 4 VM!!! 😮
😉 (man beachte die erste Zeile der Signatur) 😁😁😁😁*Spassmodus aus
Den Witz musst Du (mir) erklären, ich möchte auch auch lachen.
Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 7. September 2017 um 14:15:35 Uhr:
Wenn man ca. 7200 registrierte Unfälle am Tag als "gut" bezeichnen kann, dann aber auch nur weil es noch VTs gibt die bereit sind zu geben.
Ganz recht. Es funktioniert nur, wenn man Fehler anderer auch ausgleicht. Das lernt man übrigens in einer guten Fahrschule. (Mein Fahrlehrer legte da zumindest Wert drauf.)
Ich kann die Zahl 7200 jetzt nicht prüfen, aber angesichts von 62 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen in Deutschland, von denen nach meiner groben Schätzung ein Drittel (im Durchschnitt) täglich bewegt wird, sind das tatsächlich recht wenige Vorfälle.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 7. September 2017 um 22:25:15 Uhr:
Ganz recht. Es funktioniert nur, wenn man Fehler anderer auch ausgleicht. Das lernt man übrigens in einer guten Fahrschule. (Mein Fahrlehrer legte da zumindest Wert drauf.)Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 7. September 2017 um 14:15:35 Uhr:
Wenn man ca. 7200 registrierte Unfälle am Tag als "gut" bezeichnen kann, dann aber auch nur weil es noch VTs gibt die bereit sind zu geben.Ich kann die Zahl 7200 jetzt nicht prüfen, aber angesichts von 62 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen in Deutschland, von denen nach meiner groben Schätzung ein Drittel (im Durchschnitt) täglich bewegt wird, sind das tatsächlich recht wenige Vorfälle.
Und wenn man jetzt davon ausgeht, das von deinem angesprochenen Drittel ganze zwei Drittel nie einen Unfall haben werden oder hatten,bleibt genau das eine Drittel übrig, welches ich als Problem ansehe, da es in einer "unheimlich" kurzen Abfolge in einen Unfall verwickelt sein muss um auf die Statistik zu kommen.
Die 7200 kommen übrigens von den 2,6 Millionen registrierten Unfällen 2016 (2,6 Mio durch 365)
2,6 Mio. Unfälle pro Jahr bei 20 Millionen (täglich bewegten) Fahrzeugen heißt nichts weiter als: Jeder ist nur alle ca. acht Jahre mal "dran". Im Durchschnitt. Ich bleibe dabei, ich halte das für wenig.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 8. September 2017 um 16:44:19 Uhr:
2,6 Mio. Unfälle pro Jahr bei 20 Millionen (täglich bewegten) Fahrzeugen heißt nichts weiter als: Jeder ist nur alle ca. acht Jahre mal "dran". Im Durchschnitt. Ich bleibe dabei, ich halte das für wenig.
Da aber 2/3 von den 20 Mio. nie "dran" sind, ist das letzte Drittel sehr oft dran, ca. alle 2,5 Jahre.
Das halte ich für viel.
Klar ist Dein SCHNITT richtig, aber hinterleuchtet wird da was anderes draus.
Wenn im Schnitt täglich 25 % der VT über eine Rote Ampel fahren ist es eine Sache, wenn es aber täglich die gleichen VTs sind, ist das eine andere Sache. So meine ich das.
Mein letzter Unfall, in den ich verwickelt war, war vor ca. 20 Jahren.