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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 19:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 2. März 2004 um 0:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Das mit der abgsenkten HTHS kenne ich auch. Aber da es sich um 100%ig die gleichen Motoren bei Seat und VW handelt (gleicher MKB) ist das höchstes teuer und läßtig. Einzig die Software ist bei Seat nicht WIV fähig.

Ich hab hier die original Liste von Ford, demnach ist für die meisten Benziner bis Mj98 das Formula E empfohlen und anscheined MUSS 5W30 eine dieser beiden Ford-Normen erfüllen, bei 10W30 reicht A1/B1 bis A3/B3 und bei 5 und 10W40 ACEA A3/B3. Es gibt bei den Motoren ein paar Ausnahmen z.B. 1,6 CVH Turbo, 2,8 V6 CD; 2,0 Cosworth; 1,4 OHC; 2,2 OHC; 2,9 12V; 2,9 24V; 2,4 OHC 12V.

Und da steht noch: Für Zetec / Zetec-E Motoren wird dringend SAE 5W30 Motoröl mit den o.g. Ford Spezifikationen empfohlen (TIS 24/1997)

Hallo und erstmal vielen Dank!

Tja, da haben wirs also wieder: Einer sagt "...bei älteren Motoren absolut nicht empfehlenswert", der andere "...wird bei Zetec-E Motoren dringend empfohlen".

Ich habe einen älteren Zetec-E-Motor - und nun???

So meinte ich meinen ersten Beitrag - es wird mit jedem neuen Argument eher schwieriger, das richtige Öl zu finden.

Vielleicht kann Sterndoctor als "Ölexperte" ja noch was beitragen?

@Jebo76

Ich werd am besten in der werkstatt vor dem Ölwechsel prüfen, ob das 0W30 auch die Ford-Freigaben erfüllt. Und wenn ja, kommts wohl rein. Ich denke nämlich, aus den vorhergehenden 32 Seiten gelernt zu haben, dass ein 0W besser ist als ein 5W oder 10W, beim zweiten Wert aber besser ein höherer stehen sollte. Vielleicht gibts da ja auch ein freigegebenes 0W40?

Jens

Zitat:

Ich denke nämlich, aus den vorhergehenden 32 Seiten gelernt zu haben, dass ein 0W besser ist als ein 5W oder 10W, beim zweiten Wert aber besser ein höherer stehen sollte.

so einfach war es auch nicht ;) aber im prinzip schon fast.

Im Endeffekt macht die gesunde Mischung das Rennen. Soll heißen: Die 0W-Öle sind nicht so scherstabil, wie die guten 5W-40er Öle. Sie dünnen bei sehr hohen Temperaturen stärker aus, wodurch der Schmierfilm dünner wird. Die 40er-Visko beschreibt ja lediglich die Eigenschaft des Öles bei 100°C. Üblich im Motor sind aber Temp. von über 140°C, an den Kolben auch (wortlaut Sterndoktor) von über 200°C.

Der Vorteil eines 30er Öles besteht maximal in einer Reduzierung des Benzinverbrauchs, da dieses Öl den inneren Widerstand des Motors verringert.

Warum Ford die eigenen Ölnormen so kompliziert hält ist für mich nicht ganz klar. Meine mich aber in einem Ford Focus Thread an die Nennung eines 5W-50er Öles errinern zu können.

am 6. Oktober 2004 um 18:52

Hallo Sterndocktor,

ich fahre einen Golf mit AAM Maschine (1,8l 55 kW / 75 PS bei 5000 1/min und 140 Nm bei 2500 1/min) hauptsächlich auf Langstrecken (das bedeutet für mich 200km am Stück oder mehr).

zur Zeit habe ich eine Mischung aus TOTAL Quartz 7000 10W40 und einem vollsynthetischen LM 5W40 drin.

Nun zur eigentlichen Frage:

Welches Öl würdest du mir empfehlen. Taugt das billige "High Star" HC - Öl 5W- 40 vom Praktiker Baumarkt, sollte ich auf das von der LM-Homepage empfohlene SUPER LEICHTLAUF 10 W-40 HD bzw das LEICHTLAUF 10 W-40 HD wechseln oder welches Öl wäre deine persönliche Wahl für ein langes Motorenleben?

Der Motor ist ja wahrlich kein high-tech Wunder, ich gönne ihm ja eine gute Pflege möchte jedoch auch keine "Perlen vor die Säue" werfen.

Ist der Spritverbrauch bei einfachen Motorenölen merklich höher als bei hochwertigen Ölen?

am 7. Oktober 2004 um 0:34

Hallo Klaus,

ich antworte mal für Dr Stern- er hat ja bereits längst beantwortet, was er bevorzugt: nimm LM Synthoil High Tech 5 W- 40 vollsynthetisch oder an 2. Stelle das LM Superleichtlauf 10 W 40 (teilsynthetisch).

Was du nicht geschrieben hast: wie fährst du die Langstrecken und mit welchen Drehzahlen bist du hauptsächlich unterwegs ? Wieviel km hat der Motor und welches Öl bekam er bisher?

Bei anständiger Pflege geb ich dem Motor mind 300 Tkm.

Gruß

Man kann natürlich auch 5W40 in einem Zetec benutzen. Haupsache es ist 0W oder 5W, sonst gibts Probleme mit den Hydrostößeln. Das ist Ford Formula S, ist aber teuerer als Formula E, deswegen würde ich eher ein billiges HC 5W-40 nehmen. Bei den neueren Zetec Motoren gibts ja keine Hydrostößel mehr (Die mit den schwarzen Ventilseckel). Ich nehm auch immer das 5W-40 von Gut & Billig vom Marktkauf. Steht zwar was von Poweroil drauf, ein bekannter Mitarbeiter von Marktkauf sagte aber das ist nur der Abfüller, eigendlich kommt die Suppe von Aral. Ausserdem ist die Nockenwelle früher oder später bei jedem Endura fällig, meine hat schon über 40000km runter, aber mal schauen ob sie die 100000 schafft.

Zitat:

Original geschrieben von Jebo76

Steht zwar was von Poweroil drauf, ein bekannter Mitarbeiter von Marktkauf sagte aber das ist nur der Abfüller, eigendlich kommt die Suppe von Aral. Ausserdem ist die Nockenwelle früher oder später

Also nichts für ungut, aber ob das so eine verlässliche Quelle ist ?

Kann mir kaum vorstellen das der das genau weiß. Kenne mich ein bißchen mit Zweitmarken usw. aus und normalerweise steht das weder auf der angelieferten Ware drauf, noch weiß das jeder x-beliebige Angestellte...Aber kann ja gut sein...Wusste aber gar nicht das Aral selber auch Öle herstellt. Hätte gedacht das die das selber zukaufen...Und dann wird die o.g. Aussage irgendwie noch unwahrscheinlicher, oder ? Heißt, warum sollte Aral ein selber zugekauftes Öl umlabeln und dann weiterverkaufen ?

 

Gruß

browi

am 7. Oktober 2004 um 10:52

Zitat:

Original geschrieben von Smileymanni

Hallo Klaus,

ich antworte mal für Dr Stern- er hat ja bereits längst beantwortet, was er bevorzugt: nimm LM Synthoil High Tech 5 W- 40 vollsynthetisch oder an 2. Stelle das LM Superleichtlauf 10 W 40 (teilsynthetisch).

Was du nicht geschrieben hast: wie fährst du die Langstrecken und mit welchen Drehzahlen bist du hauptsächlich unterwegs ? Wieviel km hat der Motor und welches Öl bekam er bisher?

Bei anständiger Pflege geb ich dem Motor mind 300 Tkm.

Gruß

Ok meine frage war ob er das teure 5W40 auch für diesen nicht sonderlich geforderten motor empfielt ;)

Also im allgemeinen bin ich immer bei drehzahlen zw. 2000-3000 1/min unterwegs nur im 5 gang wenn es er auf höchstgeschwindigkeit (170) beschleunigt geht er natürlich höher.

Ja, ich hab' auch 400.000 km mit dem motor geplant ;) Ich denke mal der AAM war einer der ganz robusten benziner den VW gebaut hat.

Schade auch, daß es keine Werkstatt hier gibt die das LM öl einfüllen würde, dort wird nur das Shell Helix Ultra 5W40 (VW) oder was von BP angeboten

Da VW auch ein 5W40 einfüllt hätte ich mit dem LM 5W40 keine bauchschmerzen obwohl ich es eigentlich bevorzuge bei den Spezifikationen zu bleiben, die die entwickler des Motors ausgegeben haben

am 7. Oktober 2004 um 13:44

Hallo Klaus,

die ursprüngliche Spezifikation von VW für die Benzin-Motoren war die Norm 500.000, ( 10W-40) irgendwann kamen noch zusätzlich Forderungen nach Spriteinsparungen (neue EC - Norm --siehe Umstellung der Angaben zum Normverbrauch , jetzt mußte der Verbrauchszyklus gleich nach dem Starten bei kaltem Motor gemessen werden, vorher dagegen immer nur bei warmem Motor )dazu, dies war mit einem 10 W- 40 in der Warmlaufphase wegen der höheren Visko nicht zu erreichen, also kam diese Anforderung in der VW- Norm 50200 zum Ausdruck (deswegen sind Öle nach VW 50200 mind 5W- XX oder 0 W-XX).

Wie wichtig und wie teuer ist dir persönlich ein sehr gutes Öl ?

Ich kenne den AAM, eine Bekannte fährt den, es macht Spaß, aus dem Drehzahlkeller das Drehmoment zu spüren, was eine äußerst schaltfaule Fahrweise ermöglicht. Der Motor ist sehr robust und beansprucht imho das Öl wenig, wenn man nicht dauernd Höchstdrehzahlen oder nur Kurzstrecken fährt.

Wenn du nicht soviel Geld für das Öl ausgeben willst und auch regelmäßig Öl wechselst, empfehle ich dir das Praktiker - Öl "High- Star " 5 W- 40 HC, hat alle erforderliche Normen, von BMW als Longlife Öl (98) freigegeben, hat von Porsche eine namentliche Freigabe. Es entspricht (imho ist es identisch) dem Addinol Super Light MV 0546.

http://www.addinol.de/deutsch/data/prod/pneu/kfz/pkw-motoren.htm

Ich fahre es in meinem TD und hab keine Beanstandungen.

Gruß

Zitat:

Schade auch, daß es keine Werkstatt hier gibt die das LM öl einfüllen würde, dort wird nur das Shell Helix Ultra 5W40 (VW) oder was von BP angeboten

Du kannst auch das Öl bei ebay kaufen und nach Absprache der Werkstatt zur Inspektion (falls du sowas machst?) mitgeben. Wenn du das vorher telefonisch vereinbarst gibt das normalerweise keine Probleme. Die Werkstatt verdient ja auch am Lohn und an Reparaturen.

Ansonsten hat smileymanni die Sache schon dargelegt. Ein Standardmotor braucht nur ein Standardöl. Ein gutes 5W-40er ist zwar gerade in der Kaltlaufphase noch etwas schonender für den Motor, aber das ist eben eine Kosten-/Nutzenfrage, die schwer zu beantworten sein wird.

Hallo, nach dem Studium der letzten 33 Seiten (PUH!) suche ich nun auch etwas Rat:

Meine Autos:

Mazda MX-5 NB, 70.000km, bisher ausschließlich betrieben mit Castrol 0W-40, kein Ölverbrauch zwischen den Wechslen (15.000km) feststellbar, Betrieb regelmäßg sowohl in Kurz- (Arbeit) als auch Langstrecken (2*wöchentlich >450km Autobahn) sowie gelegentlich auf der Rennstrecke

Mazda Xedos 6 V6 178.000km, die letzten 90.000km ebenfalls mit Castrol 0W-40 betrieben, Wechselintervall 10.000km, Winterfahrzeug, ebenfalls Kurzstrecke als auch 2*wöchentlich 450km Autobahn.

Ölverbrauch 0,25 l/1000km, zuletzt (die letzten 20.000km) leicht steigend auf 0,3l/1000km)

Nachdem ich nun gelesen hab, dass das Castrol 0W-40 nicht das beste 0W-Öl ist, überlege ich, beim Xedos sofort und mein MX-5 im Frühjahr auf Mobil1 5W-50 zu wechseln.

Etwas Gedanken macht mir der Xedos (alles auf Castrol 0W-40 bezogen):

Nach einem Ölwechsel klingt er leise und ruhig.

Nach etwa 2000km beginnt er im Standgas (warmer Motor) leicht zu Tackern (Hydrostösel!?). Dieses steigert sich bis zu 10.000km immer mehr, fast Diesel-like. Nach dem Ölwechseln beginnt das Spiel von neuem.

Und: Nach den meisten Kaltstarts kommt die ersten 100-200 m eine ordentliche Portion blauer Dunst aus dem Auspuff (Drehzahl max. 2500 1/min). Ölverbauch jedoch wie gesagt 0,3l / 1000km.

Der blaue Dunst kommt kurz ebenfalls nach längeren Gefällestrecken im Schubbetrieb, sobald ich wieder

aufs Gas gehe.

Was ich jedoch konkret wissen will:

Da das 0W-40 von Mobil keine nennenswerten Vorteile bringt (Durchölung), schwanke ich nun zwischen dem 5W-40 und dem 5W-50 von Mobil.

Welche Vor- und Nachteile?

5W-40 VI=175

5W-50 VI=184

HTHS 5W-40=3,8

HTHS 5W-50=4,21

dyn. Visk. (100°C)

5W-40: 14,6 mm2/s

5W-50: 17,5 mm2/s

dyn. Visk. (40°C)

5W-40: 87,2 mm2/s

5W-50: 104,9 mm2/s

Ausser dem etwas zäheren Verhalten bei Kälte spricht doch nichts gegen das 5W-50, oder?

Ich erhoffe mir vom erhöhten HTHS-Wert des Mobil 5W-50 im Vergleich zum Castrol ein "stabileres" Öl, welches nicht zum Ende des Wechselintervalls hin verbraucht ist (ich schlussfolgere einfach mal, dass die Geräusche aufgrund des älter werdenden Öls entstehen).

Wenn sich jetzt auch (warum auch immer...) der Ölverbauch wieder stabilisiert bzw. die Ölfahne legt, bin ich zufrieden.;-) Das dürfte allerdings weniger am Öl selbst sondern vielmehr am Motor selbst liegen, aber man darf ja noch hoffen.

Schonmal vielen Dank an den Doktor.

Bye Thomas

Ich dachte immer die Öle mit niedriger NOACK Volatilität sorgen für weniger Ölverbrauch.

http://www.1st-in-synthetics.com/10W30APIc.htm

Die HTHS zeigt doch an ob die Additive länger halten oder nicht...richtig?

Zitat:

Original geschrieben von Hammerhead NEW

Ich dachte immer die Öle mit niedriger NOACK Volatilität sorgen für weniger Ölverbrauch.

http://www.1st-in-synthetics.com/10W30APIc.htm

"Ölverbrauch" liegt meiner Meinung nach im Motor aufbau/- beschaffenheit begründet (Verluste an den Kolbenusw.)

Verdunstung ist jedoch ein natürlicher Vorgang, der lediglich vom Motorenöl selbst bzw. evtl noch von der Öltemperatur abhängig. Dieses Verflüchtigen würde ich nicht als Ölverbrauch eines Motors rechnen.

Solange mein Öl "verdunstet" bzw. eher verkocht wird, mach ich mir keine ernsthaften Gedanken, da die Ursache nicht motorenseitig liegt, sondern am Öl selbst.

Die Volatilität wäre somit erst ein Kriterium bei der Ölwahl, das recht weit hinten ansteht.

Zitat:

Original geschrieben von MX5-Driver

"Ölverbrauch" liegt meiner Meinung nach im Motor aufbau/- beschaffenheit begründet (Verluste an den Kolbenusw.)

Verdunstung ist jedoch ein natürlicher Vorgang, der lediglich vom Motorenöl selbst bzw. evtl noch von der Öltemperatur abhängig. Dieses Verflüchtigen würde ich nicht als Ölverbrauch eines Motors rechnen.

Solange mein Öl "verdunstet" bzw. eher verkocht wird, mach ich mir keine ernsthaften Gedanken, da die Ursache nicht motorenseitig liegt, sondern am Öl selbst.

Die Volatilität wäre somit erst ein Kriterium bei der Ölwahl, das recht weit hinten ansteht.

na ja dann bist du wohl nur daran interessiert, ob dein motor dicht ist? das öl, daß beim arbeiten des motorsverbraucht wird scheint dich also nicht zu interessieren.

wenn du unter dem fahrzeug keine flecken findest, dann wird der motor schon dicht sein...

Ölverbrauch

 

Vermutlich hast Du schon einen Ölverbrauch, der Rauch ist ein klares Zeichen dafür. Das Öl kommt in den Brennraum und wird dann verbrannt, sobald die normale Verbrennung einsetzt, also nach dem Starten oder wenn nach dem Schiebebetrieb wieder Leistung verlangt wird und damit die Schubabschaltung endet.

Können die Kolbenringe oder die Ventilschadtdichtungen sind. Die Ringe kannst Du nur versuchen mit einem Motorreiniger sauber zu bekommen, falls Schmutz und nicht Verschleiß die Ursache ist, Sterndocktor empfiehlt den MC von LM. Wenn es die Dichtungen sind, dann kannst Du versuchen es mit einem Öl für alte Motoren zu versuchen, wurde von AutoBild auch positiv getestet oder einem entsprechendem Ölzusatz, der verhärtete Dichtungen wieder geschmeidig macht. Steht alles irgendwo in diesem Thread drinn.

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