Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Uschrub
Der Flammpunkt von Ester müßte doch höher sein als ein Vollsynthe. ohne Ester oder?Zitat:
Original geschrieben von quakex
Ja man weiss nicht genau welche Ester verwendet werden da man die Einsatztstoffe nicht kennt...
In der Regel sind es lange Olefin-Alkohol-Ketten + Carbonsaeure...Die Dinger werden so bei Temperaturen von 200 - 250 Grad Celsius syntethisiert...
Bei diesen Temperaturen koennen Sie auch gespalten werden mit Wasser...Bei diesen Temperaturen wird wohl weniger als 1000ppm Wasser im System sein...
Die sind schon stabil... vor allem wenn wir im leicht basischen Bereich sind bzw. die TBN stimmt..Gruss
Ester ist ja besser als nur vollsynthet.!?
Ueber den Flammpunkt kann man pauschal so nichts sagen.. Kann so und so sein..
Ester = Vollsynthetisch da es aus synthetisch aus gezielten Monomeren gewonnen wird genauso wie PAO..
Es ist nur ein anderes vollsynthetisches Oel 😁
Ester haben von Natur aus einen hoeheren Viskositätsindex und somit brauchen in der Regel keine oder wenig VI-Verbesserer um bei hohen Temperaturen eine noch ausreichend hohe Viskositaet zu erhalten..
Die 300V-Produkte habe zwar VI´s von 150 -170 das aber ohne VI-Verbesserer.. siehe hohen HTHS
Und wie hoch ist der Esteranteil im Basisöl? Du scheinst zu denken, da wäre viel drin. Das ist allenfalls ein PAO mit Esteranteil. Und einen hohen HTHS kann ich mir ganz einfach her zaubern, indem ich Reibwertverminderer schlicht weg lasse. Und schon sind alle beeindruckt. 😉
Daraus zu konstruieren, dass keine VI Verbesserer drin sind, ist blanker Unsinn.
Ihr diskutiert hier... 🙄
Guckt was ich gefunden habe:
Zitat:
Auch die Geschichte mit dem DOPPEL-Ester von Motul ist nur ein Marketing-Gag. Die von Motul verwendeten Ester der Öle aus der 300V-Serie, welche ebenfalls NICHT auf Ester-Basis sind, sondern auch nur eine Ester-Komponente enthalten (aber im Gegensatz zum "E-tech" in einer Größenordnung die auch etwas bewirkt) kann man aufgrund der chemischen Struktur nochmals in Diester u. Polyol-Ester unterscheiden. Daher das "DOPPEL". Das ist alles.
Ist bei dieser Art von Ester aber eben so und deshalb nicht extra erwähnenswert. Hört sich aber irgendwie nach "besonders" an - was mit diesem "doppel" ja auch gegenüber dem Verbraucher beabsichtigt ist. = Kategorie Marketing-Gag.
Edit: Hatte anfangs versehentlich geschr., dass das E-tech hauptsächlich auf synth. Estern basiert. Wie man aus dem restl. Text schon erkennen konnte, hätte das natürlich nicht hauptsächlich auf synth. Estern, sondern hauptsächlich auf synth. PAOs heißen müssen - vor lauter Ester vorher hatte ich da Anfangs ebenfalls Ester geschr. Habe ich jetzt noch geändert - so dass es jetzt stimmt.
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Zitat:
Original geschrieben von Jan0815
Und wie hoch ist der Esteranteil im Basisöl? Du scheinst zu denken, da wäre viel drin. Das ist allenfalls ein PAO mit Esteranteil. Und einen hohen HTHS kann ich mir ganz einfach her zaubern, indem ich Reibwertverminderer schlicht weg lasse. Und schon sind alle beeindruckt. 😉
Daraus zu konstruieren, dass keine VI Verbesserer drin sind, ist blanker Unsinn.
Ihr diskutiert hier... 🙄
Das ist richtig..
man muss sich entscheiden was man will einen reissenden Oelfilm mit viel Reibminderern und Mischreibung welche aber durch Reibminderer mehr oder weniger abgemildert wird oder einen hohen HTHS der dafür sorgt dass der Film nicht abreisst und es nicht zur Mischreibung kommt... 🙂
Glaube die erste Variante ist fuer meinen Motor schlechter 🙂 Siehe Kolbenkipperproblematik..
Das da auch auch PAO mit drin ist muss ja sein.. Ester haben ja einen VI von 200.. PAO ca. 150
schwer zu sagen wie die zusammensetzung ist...
Gruss
Du hast offensichtlich nicht verstanden, dass Reibwertverminderer nicht die Viskosität (bei 150°C) senken, sondern lediglich deren Messwert im Rotationsviskosimeter nach unten verfälschen. Der einzige Grund, sie weg zu lassen, ist Kunden wie Dich in die Irre zu führen und/oder Kosten zu sparen.
Ein höherer HTHS bedeutet nicht automatisch einen stabileren Ölfilm. Ist hier eigentlich seit Jahren bekannt. Übrigens kommt es an den Kolbenringen ohnehin zu Mischreibung, nämlich im UT und OT.
Zitat:
Original geschrieben von notyboy
Na dann, Gibt es hier jemand der mir eine Empfehlung für den VW 1.9 BXE TDI mit PD ohne DPF geben kann? Welche Freigaben wären neben der 50700 noch gut?Zitat:
ich wuerd glaub ich nicht 100%ig auf die Hersteller hoeren.. und schon gar nicht auf VW
Die geben Freigaben gewinnmaximierend aus und der technische Aspekt kommt bei denen zu kurz.
Hi,
fahre auch nen Passat PD-TDI mit 130Ps. Man muss nur nach einem 5W40 Öl mit der Freigabe nach VW 50501 schaun. Gibt genaug Öle... Meguin oder Fuchs hat (te) welche. Das Total Quartz 9000 anscheinend auch.
Ich fahre momentan ein DBV 5W40 PD. Bekomme das über einen Kollegen im 20-Liter-Fass für um die 3,60 Euro pro Liter... Habe auf dem 15000km Intervall höchstens nen halben Liter Ölverbrauch! Und das bei 235000km und dem ersten Turbolader...
Grüße
Sascha
Zitat:
Original geschrieben von Jan0815
Du hast offensichtlich nicht verstanden, dass Reibwertverminderer nicht die Viskosität (bei 150°C) senken, sondern lediglich deren Messwert im Rotationsviskosimeter nach unten verfälschen. Der einzige Grund, sie weg zu lassen, ist Kunden wie Dich in die Irre zu führen und/oder Kosten zu sparen.
Ein höherer HTHS bedeutet nicht automatisch einen stabileren �?lfilm. Ist hier eigentlich seit Jahren bekannt. �?brigens kommt es an den Kolbenringen ohnehin zu Mischreibung, nämlich im UT und OT.
ja und hast du schon mal ueberlegt warum der wert verfaelscht ist? weil die adhäsionskraefte an der grenzflaeche so gut wie aufgehoben sind.. somit gleitet dein schmierfilm einfach runter.. und nur die polaren reibwertminderer bleiben an der wand kleben.. und dann kriegst du verstaerkt mischreibung weil metall naeher an metal ist...
Zitat:
Original geschrieben von quakex
ja und hast du schon mal ueberlegt warum der wert verfaelscht ist? weil die adhäsionskraefte an der grenzflaeche so gut wie aufgehoben sind.. somit gleitet dein schmierfilm einfach runter.. und nur die polaren reibwertminderer bleiben an der wand kleben.. und dann kriegst du verstaerkt mischreibung weil metall naeher an metal ist...Zitat:
Original geschrieben von Jan0815
Du hast offensichtlich nicht verstanden, dass Reibwertverminderer nicht die Viskosität (bei 150°C) senken, sondern lediglich deren Messwert im Rotationsviskosimeter nach unten verfälschen. Der einzige Grund, sie weg zu lassen, ist Kunden wie Dich in die Irre zu führen und/oder Kosten zu sparen.
Ein höherer HTHS bedeutet nicht automatisch einen stabileren �?lfilm. Ist hier eigentlich seit Jahren bekannt. �?brigens kommt es an den Kolbenringen ohnehin zu Mischreibung, nämlich im UT und OT.
Wer hat dir den den Floh ins Ohr gesetzte? Schon mal ein Rotationsviskosimeter gesehen? Ich wüsste nicht wo da das Öl hin soll wenn es abgleiten würde.
Ein Reibwertverminderer wirkt auch als Verschleißschutz und ist in modernen Ölen Teil eines mehrstufigen Verschleißschutzkonzeptes
Wenn das alles so schlecht funktioniert wie erklärt man sich dann meine perfekte Ölanalyse ?
Zitat:
Original geschrieben von Provaider
Wer hat dir den den Floh ins Ohr gesetzte? Schon mal ein Rotationsviskosimeter gesehen? Ich wüsste nicht wo da das Öl hin soll wenn es abgleiten würde.Zitat:
Original geschrieben von quakex
ja und hast du schon mal ueberlegt warum der wert verfaelscht ist? weil die adhäsionskraefte an der grenzflaeche so gut wie aufgehoben sind.. somit gleitet dein schmierfilm einfach runter.. und nur die polaren reibwertminderer bleiben an der wand kleben.. und dann kriegst du verstaerkt mischreibung weil metall naeher an metal ist...
Also ich bin jetzt kein Motoroelspezialist...
jepp im Rotationsviskosimeter kann es nirgendwo abgleiten oder wegfließen.... weil es im Becher oder behaelter ist...
Der Kegel oder die Spindel dreht sich und das oel dreht sich nicht mit weil keine/geringe abhaesion Metall - Oel
-->geringe drehmomente die gemessen werden da der Kegel nen Schlupf erleidet --> schlupf wird groesser wenn die Drehzahl hoeher wird --> grösserer Schlupf --> hths gering
Das oel haftet einfach nicht am Metall und mit steigender Drehzahl/Temperatur noch weniger...
Wie beim reifendurchdrehen 😁 bei niedrigen umdrehungen ist die haftung noch da.. aber druckt man auf die tube wird sie immer geringer und wir haben einschoenes gequitsche...
So im Viskobehaelter bleibt natuerlich das oel an der Stelle wo es soll... da wir ja kein Loch im Becher haben 🙂
Aber zwischen Zylinderwand und Kolbenring ?
es fließt einfach runter wenn die drehzahl zu hoch ist und die schmierschicht wird immer duenner bis wir nur noch Metal - Reibwertmiderer - Metall haben..
Irgendwann ist auch die Reibwertmindererschutzschicht weggefressen und dann Metall - Metall-Heirat
Zitat:
Irgendwann ist auch die Reibwertmindererschutzschicht weggefressen und dann Metall - Metall-Heirat
Erstens baut sich auch eine Reibwertmindererschutzschicht permanent neu auf und zweitens kommen dann andere Verschleißschutzadditive zum tragen... auch in den modernen Ölen sind ja noch die "Klassiker" Zink ,Phosphor und Schwefel drin, nur nicht mehr soviel... man hat festgestellt daß der Verschleißschutz erheblich besser ist wenn man ein fein abgestimmtes Verhältniss von klassischen Verschleißschutz Additiven, Reibwertminderern und neuen Additiven verwendet
Es gibt dazu ein Dokument eines Additivherstellers, weiß nicht mehr obs Lubrizol oder wer anders war.. ich suchs bei Gelegenheit mal raus
Zitat:
Original geschrieben von HL66
Erstens baut sich auch eine Reibwertmindererschutzschicht permanent neu auf und zweitens kommen dann andere Verschleißschutzadditive zum tragen... auch in den modernen Ölen sind ja noch die "Klassiker" Zink ,Phosphor und Schwefel drin, nur nicht mehr soviel... man hat festgestellt daß der Verschleißschutz erheblich besser ist wenn man ein fein abgestimmtes Verhältniss von klassischen Verschleißschutz Additiven, Reibwertminderern und neuen Additiven verwendetZitat:
Irgendwann ist auch die Reibwertmindererschutzschicht weggefressen und dann Metall - Metall-Heirat
Es gibt dazu ein Dokument eines Additivherstellers, weiß nicht mehr obs Lubrizol oder wer anders war.. ich suchs bei Gelegenheit mal raus
Voellig richtig ...
aber leider ist das nicht allgemeingültig fuer alle Motoren..
Will jetzt nicht sagen dass Reibwertminderer schlecht sind.. die sind gut..
Es ensteht weniger waerme durch weniger Reibung und auch das Verlustmoment ist nicht so hoch und man kann sprit sparen..
Aber einmal einen kritischen punkt uberschritten gerade bei Langhubern welche hoehere Temperaturen entwickeln durch die hohen Kolbengeschwindigkeiten..
Dann ist es extrem kontraproduktiv ....
Man versucht es durch das Temperaturmanagementsystem diesen Punkt nicht zu überschreiten..
Aber wenn sich die Ingenieure da ein wenig verrechnen hat man den Salat 😁
Und das ist bei VW wahrscheinlich passiert 😁
Gruss
Ich fahre keinen VW und werde auch keinen fahren... die KOnstrukteure meiner bisherigen Motoren haben sich nicht verrechnet, auch wenn der Rest drum rum noch so mies war
Und was ist jetzt mit dem V300?
Thema noch nicht abgeschlossen und jetzt in ein anders gerutscht :-) Wie so oft hier!