Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Ich habe vor knapp 2 Wochen einen Ölwechsel gemacht, also so wie es sich gehört, vorher wieder Motorclean 😁
Bei den letzten Ölwechseln ist mir aufgefallen, dass das Öl schon nach 1-2 spätestens nach 3 Tagen und einigen km wieder gut geschwärzt war.
Das war eigentlich die letzten Ölwechsel immer so.
Jetzt ist das anders, wodran liegt das ?
Ich habe ganz normal den Ölwechsel gemacht und bin seit dem auch sicherlich schon wieder gute 1.000 km gefahren und da mein Ölstand etwas hoch ist beim ( beim Einfüllen nicht ganz aufgepasst ) kontrolliere ich den Ölstand momentan täglich.
Dabei fällt mir auf, dass das Öl immer noch blitzeblank ist.
Ich könnte es also in die Kanne zurückkippen und würde den Unterschied nicht sehen.
An sich ja ganz gut, aber woher kommt das ?
Ich hatte die letzten Male auch vorher Motorclean benutzt und der Motor war danach hoffentlich sauber.
Ist das Meguin doch ein kleinwenig besser was die Sauberkeit angeht ?
Normalerwiese wurde doch gesagt, dass es ein gutes Zeichen sei, wenn das Öl recht fix wieder durchgeschwärzt ist, da das zeigt, dass die Reinigungsadditive ihre Arbeit gut verrichten.
Es war immer nach 2-3 Tagen schwarz, trotz vorheriger Reinigung, aber jetzt ist es nach 1 Wochen noch glasklar, also so ein leichter Honigfarbton.
Zitat:
Original geschrieben von Holt
War es wenigstens herabgesetzt oder wollten sie obendrein noch den vollen Preis dafür?
der volle Preis, die anderen Motoröle waren auch schon Jahre alt, also eigentlich alles Ausschußware.
pdm80, das ist ja ganz schön übel und zeigt mal wieder, wie sehr man als Kunde aufpassen muß. Zum Glück gibt es das Mobil 1 SuperSyn noch nicht so lange, daß die beiden Kanister, die ich dort vor Ostern gekauft habe, schon überlagert sein könnten.
jimmy007, welches Öl ist es denn jetzt und welches war es vorher? Wenn es noch schön sauber ist, was bei meinem Mobil 1 nach dem Wechsel auch lange so war, dann ist das entweder ein Zeichen, daß die Reiniguns- und Reinhalteadditive nicht arbeiten oder der Motor sauber ist und auch das Öl selbst ihn nicht wieder verschmutzt. Ist jetzt ein überaltertes Mineralöl drin, würde ich auf ersters tippen, bei einem neuen Spitzenöl aus guter Quelle, auch schon vor dem Ölwechsel, auf letzteres.
@Holt:
Respekt! Genauso ist das, was Du dem jimmy007 geantwortet hast. Erlaube mir nur noch die Anmerkung, dass sicher letzteres der Fall ist. Kann auch gar nicht anders sein, wenn er auch schon vorher das gute Meguin verwendet hat, und bei den letzten Wechseln sogar auch jedesmal eine Spülung gemacht hat.
Und dem jimmy möchte ich noch sagen, dass er sich die Spülungen künftig sparen kann. Ist künftig unnötig, und wäre weiterhin bei jedem Ölwechsel wirklich rausgeworfenes Geld. Weil der Motor mit dem betr. von Meguin auch schon sehr sauber bleiben wird - also nicht wieder verschmutzen wird.
Grüße
P. S. Mit dem M1 dauerts sogar bei meinem Diesel eine ganze Weile, bis sich das Öl durch den Rußeintrag sichtlich schwarz färbt. Diese guten Öle werden ja selbst nicht dunkler. Werden nur durch den dispergierten Schmutz mit der Zeit dunkler. Und wenn der Motor innen immer sehr sauber ist (wie das mit diesen eben der Fall ist), dann dauert das halt eine Weile - selbst bei einem Diesel.
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Danke euch beiden.
So hab ich mir das zwar schon gedacht, nur machte mich etwas stutzig.
Da ich die letzten 2. Ölwechsel auch schon mit LM Syntoil 5w40 fahre, seit etwa 1 Jahr, ich vorher ebenfalls eine Spülung gemacht hatte und es war eigentlich recht fix dunkel, kam mir das komisch vor.
Ich weis, dass der Wagen die ersten ca 20.000 km nur billigstes Mineralöl bekommen hat ( leider ).
Erst danach hab ich ihn mir geholt und hab auf besseres Öl umgestellt und seit letztem Jahr halt LM 5w40 oder jetzt halt direkt Megiun.
Und es war bei jedem Ölwechsel recht fix wieder dunkel, obwohl ich vorher auch eine Motorspülung gemacht habe.
Und das was aus der Ablassschraube die ersten Male rauskam, war echt heftig, zum teil sogar leicht klumpig.
Das war dann mit dem LM Öl schon mal weg, aber auch dann war es immer schnell dunkel und beim Ablassen nach 30 Minuten Motorclean kam jetzt auch schon ne gute Brühe raus.
Kann das dann etwa so sein, dass der Motor einfach von Anfang an so verdreckt war, dass die ersten beiden Ölwechsel trotz Motorspülung mit LM nicht ausgereicht haben, dass der Dreck komplett herausgelöst wurde ?
Das also ein großteil Dreck rauskam, ich neues Öl reingekippt, dann wieder ein Großteil der Dispergantien oder Detergentien ( oder welche jetzt für die Reinigung waren ) schon sofort mit bestehendem Dreck im Motor gekämpft haben und so das Öl schon kurze Zeit nach dem Einfüllen gesättigt war ?
Und das dies 2 Ölwechsel komplett überlebt hat und erst jetzt mein Motor deutlich sauberer ist ?
Mir ist auch wieder ein Effekt ausgefallen ( sogar ziemlich stark und das würde ja auch schon für meine Theorie sprechen )
Beim Umstieg auf LM 5w40 ist der Motor deutlich leiser geworden, man hat es wirklich deutlich gehört !
Jetzt ist es nochmals hörbar leiser geworden.
Ich hatte immer das Gefühl, dass mein Motor schon ein wenig laut ist und auch komisch tackert, nicht die Hydros, sondern so vom Motorlauf her, recht hart klinkt, ähnlich wie ein Diesel.
Bei der letzten AU, hatte der Typ auch für den Diesel einstellen wollen, und hat sich dann gewundert, dass es sich um einen Benziner handelt.
Vom Motorgeräusch meinte er auch sofort, hört sich wie ein Diesel an, dann kam sogar ncoh ein anderer Mechaniker vorbei und sagte das gleiche.
Und das ist mir auch schon immer aufgefallen.
Aber dieses Tackern ist auch deutlich leiser geworden, zwar ist das Geräusch vom Charakter her immer noch ein Diesel 😁
aber von der Intensität ist es viel leiser.
Kann so was auch von "Überdreckung" kommen ?
Ich pflege meinen Wagen eigentlich ziemlich gut, schon annähern tip top, aber Vorbesitzer halt 😛
ich hatte mal gelesen, dass bei einem Ölwechsel nicht das ganze Öl rausläuft. Es bleiben Reste im Motor. Wenn am Anfang wirklich so eine Dreckbrühe drinne war, könnte ich mir vorstellen, dass ein Rest noch vorhanden war und sich mit dem frischen Öl gemischt hat. Dadurch könnte es schneller dunkler geworden sein. Beim nächsten Wechsel wieder ein bisschen bis "alles" raus war.
Ich weiß nicht, wie gut die Öle und MotorClean sind, aber wäre es nicht auch möglich, dass anfangs so viel Dreck drinne war, das es nicht in der schwebe gehalten werden konnte und sich somit abgesetzt und auch drinne geblieben ist?
20Tkm ist ja nun keine Welt, aber, wenn es das erste Öl war (also kein Wechsel), dürfte ja jede Menge anfallen...
Zitat:
Original geschrieben von CyberTim
ich hatte mal gelesen, dass bei einem Ölwechsel nicht das ganze Öl rausläuft. Es bleiben Reste im Motor. Wenn am Anfang wirklich so eine Dreckbrühe drinne war, könnte ich mir vorstellen, dass ein Rest noch vorhanden war und sich mit dem frischen Öl gemischt hat. Dadurch könnte es schneller dunkler geworden sein. Beim nächsten Wechsel wieder ein bisschen bis "alles" raus war.
Hallo,
beim Ölwechsel nehme ich mir Zeit und drehe den bereits ausgebauten Ölfilter (vorher ausgekippt und an leerer Ölwanne wieder Stopfen angesetzt) wieder ein. Dann starte ich den Motor für 2-3 Sek. Dann Stopfen wieder raus und Filter endgültig erneuern.
Nach dieser Methode habe ich ca. 1/4 Ltr. Altöl mehr herausgebracht weil der Filter immer beim 2. Abschraubenl wieder mit Altöl voll ist.
Was hält Sterndocktor von dieser Methode?
MfG
Hallo,
habe heute am Problem Golf IV mit Verkokungen den Ölwechsel gemacht. Der Wagen lief sofort deutlich ruhiger. Jetzt wird solange gefahren bis sich die Serviceanzeige meldet und wieder gespült Es war ja ein zwischengeschobener Wechsel. Gleichzeitig habe ich auch das Getriebeöl gewechselt (TAF-X). Vorm Wechsel ging der Schalthebel nicht mehr in die Mittelposition zurück, wenn er zwischen dem 1. und 2. war. Nach dem Wechsel war dies sofort weg und die Gänge ließen sofort besser einlegen.
Gruß Chris
Hallo,
wenn wir es jetzt gerade vom Ölwechsel haben: Was passiert eigentlich mit dem zurückgegebenen Altöl? Böse Zungen behaupten ja dass billige Öle aufbereites Altöl wären.
Thorsten
Zitat:
Original geschrieben von tmovbm
Was passiert eigentlich mit dem zurückgegebenen Altöl? Böse Zungen behaupten ja dass billige Öle aufbereites Altöl wären.
Hatten wir schonmal : da werden Kunststoffe draus gemacht (oder doch Hautcremes?😉).
Zitat:
Original geschrieben von tmovbm
Hallo,
wenn wir es jetzt gerade vom Ölwechsel haben: Was passiert eigentlich mit dem zurückgegebenen Altöl? Böse Zungen behaupten ja dass billige Öle aufbereites Altöl wären.
Thorsten
Altöl endet meist als Front- oder Heckschürze, lt Aussage von "Sterndocktor".
Gruß
Und auch billige Öle, aber in Deutschland verkaufen die sich schlecht. Aus diesem Grund sind selbst die allerbilligsten Baumarktöle fast immer Erstraffinate und das steht dann auch auf den Gebinden.
Zitat:
Original geschrieben von Samy
Was hält Sterndocktor von dieser Methode?
Nicht viel. Weil ja nach dem Ablassen schon kein Öl mehr in der Wanne ist und die Pumpe bereits Luft ansaugt. Wird dann also nur das was noch zwischen Pumpe u. Filter in den Kanälen war in den Filter gepumpt. Und beim ersten Starten nach dem Ölwechsel dauerts dann noch länger, bis die Schmierstellen mit Öl-Nachschub versorgt werden. Weil jetzt ja nicht nur der Filter, sondern auch noch die Kanäle leer sind.
Andererseits sind die Schmierstellen aber natürlich nicht trocken, sondern ist da immer noch ein dünner Ölfilm vorhanden. Jetzt müßte man also abwägen was für den Motor das größere o. kleinere Übel ist. Also ob ein schnellerer Öldruckaufbau und eine schnellere Ölversorgung nach dem ersten Start, oder ein bisschen mehr vom alten Öl aus dem Motor besser ist. Wenn ich ein Motor wäre, würde ich das Erste wählen.
Bei meinem gehe ich sogar soweit, dass ich das Filtergehäuse nach dem Ölwechsel schon von Hand wieder mit Öl auffülle. Dadurch ist selbst beim ersten Start nach dem Ölwechsel sofort der Öldruck da. Kann ich deshalb machen, weil sich bei meinem der Ölfilter oben im Motorraum befindet. Und man da nur den Filtereinsatz wechseln muß. Und weil das Filtergehäuse senkrecht ist, kann man das auch mit frischem Öl auffüllen, ohne dass da etwas auslaufen würde. Tja, ist halt ein Mercedes. Und da gibt es halt Leute, die solche Dinge bei der Konstruktion berücksichtigen.
Wobei der Hauptgrund dafür natürlich der ist, dass man von oben gut an den Filter kommt. Und man dadurch beim Wechsel weder das Auto anheben, noch die untere Motorabdeckung abmontieren muß - sondern eben sowohl das Öl von oben absaugen, und auch gut von oben an den Filter kommt.
EDIT: Hatte ich noch vergessen: Ich sauge auch die Vertiefungen im Filtergehäuse und von da auch den Kanal leer. Nur fülle ich das halt dann wieder mit frischem Öl auf.
Grüße
@ Sterndocktor..... und auch alle anderen
Als aller erstes meinen großen Respekt ! Du/Ihr habt mir seit gestern und auch div. anderen Leuten, zum ersten Mal die Materie plausibel näher gebracht.
Hatte heute ne lange und klasse Diskussion im Audi Betrieb, (DTMler ) die mir alles bestätigt haben.
So, und nun eigentlich ....- ich hab nen A6 mit der 2,4 V6 aus 2/98 und hab mir eigentlich, obwohl ich erst bis Seite 21 hier bin, daß LM Vollsynth 5W 40 für mein Schätzchen ausgekuckt. Nach Recherche im Internet hab ich ne Quelle gefunden wo genau dieses Öl im 5 L Kanister nur 31 Euronen kostet.
Wäre das nicht das ideale für mich ? Den Preis find ich obendrein fantastisch. Motor hat nun 115000 runter und es steht die "grosse" an. - Soll heißen Zahnriemen..... aua
Gäbs ausser der Wasserpumpe noch was zu beachten ?
Ölverbrauch hab ich auf 6000 km nun ca. 0,5 Liter. Drin ist "leider" das Vollsynth aus Praktiker mit 5W 40, aber nach diesem absolut informativen Thread werd ich wohl mir den Gefallen tun und das Liqui Moly einführen. Länger fahr ich ihn noch nicht - bin aber absolut zufrieden mit Teil, so macht Reisen Spaß.
Grüße an Alle und nochmals Dank für die super Infos und das Engagement hier.
Doppel-T
Zitat:
Original geschrieben von Sterndocktor
Und weil das Filtergehäuse senkrecht ist, kann man das auch mit frischem Öl auffüllen, ohne dass da etwas auslaufen würde. Tja, ist halt ein Mercedes. Und da gibt es halt Leute, die solche Dinge bei der Konstruktion berücksichtigen.
Lol...da muß ich an den 944er Porsche denken, den ich mal hatte - da war der Ölfilter auch senkrecht eingebaut, aber
nach unten!!Beim Filterwechsel lief also zwangsläufig die Brühe über die Servopumpe und deren Keilriemen...