Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Sterndocktor
Mein aktueller (Dienstwagen) ist ein Diesel mit RPF. Der wird seit Anfang an mit der speziellen Diesel-Ausführung vom 0W-40er M1 betrieben. km-Stand knapp 70.tsd. Ölverbrauch = Null!
Mein alter, der immer noch in der Familie läuft, hat momentan ebenfalls dieses drin. km-Stand = 235tsd Ölverbrauch = Null! Bei dem wollte ich jetzt für den Sommer wieder auf das 5W-50er M1 wechseln. Da er aber auch mit dem 0W-40er keinerlei Öl verbraucht hat, bin ich mir momentan selber nicht sicher, ob ich bei dem nicht auch ganzjährig bei der Dieselvariante vom 0W-40er bleiben soll. Werde wohl auch hier wieder dieses nehmen. Weil, ist einmal ein spezielles für Diesel, Verdünnung durch Sprit ist beim Diesel eh kein Thema. Und wird durch den Rußeintrag mit der Zeit eh zähflüssiger.
Hallo Sterndocktor,
Du hattest mal geschrieben (z.B. auf Seite 29), daß ein hervorragendes Öl dabei herauskommt, wenn man das normale Mobil 1 0W-40 und das Mobil 1 5W-50 mischt. So müßte man doch auch die Dieselvariante des 0W-40 mit dem 5W-50 mischen können (z.B. 2:1): Man hätte dann ein Öl, bei dem die Rußaufnahmefähigkeit etwas vermindert wäre (gegenüber dem reinen 0W-40 Turbo Diesel), aber immer noch besser als das 5W-50; gleichzeitig wäre die Schmierfilmstabilität höher als bei der Dieselvariante des 0W-40 im Urzustand. Oder habe ich einen Denkfehler?
Eine Frage zu Getriebeölen hätte ich noch:
PSA benutzt bei ihren Getrieben ein Öl (Datenblatt) mit einer Viskosität (bei 40 Grad 49 mm2/s, bei 100 Grad 8 mm2/s), die gegenüber den meisten anderen, die verwandt werden, recht gering ist. Auch das Castrol TAF-X (Viskosität bei 40 Grad 72,8 mm2/s, bei 100 Grad 14,4 mm2/s) liegt da höher. Kann ich das Castrol TAF-X in das Getriebe meines Citroen (Berlingo 2.0 HDi, Bj. 2003) einfüllen?
Danke!
Gruß Stephan
hallo,
und nicht erschlagen falls die frage schon irgendwo mal aufgetaucht ist... der thread ist mit 106 Seiten nicht gerade kurz.
In Fragen "Öl" wird man von anderen Foren hierher verwiesen.
Fahre ne Toyota Celica T18 Gti /156ps/ 118Tkm/ Motor: 3S-GE
jährliche Fahrleistung ca. 15Tkm
Wollte fragen ob man auch was besseres als 10W40 in das Auto kippen kann? Falls ja, welches wäre ein gutes Öl? Und wenn nein, WARUM?
Wie würde es mit 0W40 von Mobil1 aussehen? Einige behaupten, dass würde die ZKD nicht mitmachen weil es zu dünn ist etc und der Motor für sowas nicht ausgelegt ist.
Gruß an den Sternendocktor an der Stelle... ;-)
Ist ungefähr auf jeder Seite schon gestellt worden, nur immer mit etwas anderen Autos. 😉
Die Antwort ist Liqui Moly Synthoil High Tech 5W-40 oder Mobil 1 0W-40 bzw. 5W-50. Die Sache mit dem angeblich zu dünnen Öl wurde auch schon einige Male beantwortet bzw. widerlegt. Auf den letzten paar Seiten findest zu Links zu einer Zusammenfassung des Threads und zu einem "Inhaltsverzeichnis". Das ist auch auf Seite 43 zu finden.
>Wie würde es mit 0W40 von Mobil1 aussehen? >Einige behaupten, dass würde die ZKD nicht >mitmachen weil es zu dünn ist etc und der Motor >für sowas nicht ausgelegt ist.
Mein Opel macht es seit 10 Jahren und 277.000km mit... erste Kopfdichtung, keinerlei Undichtigkeiten, KOmpression wie bei einem neuen MOtor.. also kann soviel nicht falsch daran sein
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alles klar, dann danke ich für die aufklärung...
verstehe halt nicht warum KFZ Mechaniker (auch Meister) solche Sachen behaupten von wegen der Motor wäre undicht wenn so ein Öl rein kommt und immer das alte weiter empfohlen wird.
Zitat:
Original geschrieben von GOLf_CL
alles klar, dann danke ich für die aufklärung...
verstehe halt nicht warum KFZ Mechaniker (auch Meister) solche Sachen behaupten von wegen der Motor wäre undicht wenn so ein Öl rein kommt und immer das alte weiter empfohlen wird.
weil sich viele Mechaniker bzw. Meister anscheinend nicht tiefgründig genug mit dem Thema befassen. Gibt ja auch kaum Bücher / Informationen zum Thema und ist wohl (ich weiss es nicht sicher) auch nicht Bestandteil der Ausbildung.
Immerhin kennen sich die meisten Werkstätten ganz gut mit den Normen aus.
verstehe...
in einen anderen forum wurde geschrieben das die dichtigkeit bei einen kalten motor net so gut wäre wie bei einem warmen. mit der wärme kommt es zur ausdehnung (der dichtungen?) aber da gleichzeitg mit der wärmeentwicklung das Öl flüssiger wird hebt sich beides so zusagen auf, da die dichtungen das nun flüssigere öl besser halten können. Sprich im kalten Zustand wo das öl dicker (zäher) ist hat es nicht die Möglichkeit auszutreten.
Bsp wäre das 10W40
trifft die Aussage irgendwo zu?
Angenommen man hat immer 15W40 oder 10W40 verwendet und will jetzt auf 0W40 umsteigen, sollte es "eigentlich" zu keinen unerwünschten austritt kommen.
Wo wir schon bei den Herstellern sind, wer ist eigentlich der Hersteller von den Castrol Ölen die Aral verkauft, Aral oder Castrol? Ich glaube nicht dass beide ihre eigenen Öle zusammenbrauen um sie dann getrennt zu verpacken und zusammen zu verkaufen?!
Wie sieht es eigentlich aus mit den Aral Ölen? Ich bin eigentlich immer überzeugt gewesen von Aral.
Noch mal für Golf_CL und alle anderen 'Neulinge' hier:
Der Thread beginnt in sachkundigen Informationen hier auf Seite 8, also hier:
http://www.motor-talk.de/showthread.php?...
Hier ist auch noch mal eine Übersicht seiner wichtigsten Beiträge, für alle, die sich ein Bild von der Schmierstoffmaterie machen und nicht gleich tagelang lesen wollen:http://www.motor-talk.de/showthread.php?...
wofür auch die Zusammenfassung von meyster: Welches Motoröl? - PDF-Zusammenschnitt dient, die er hier bekanntgegeben hat: http://www.motor-talk.de/showthread.php?...
Alle Leser des Threads möchte ich doch bitten diese Hinweise (alle Links soweit sie nicht im Klartext zu sehen sind kann man durch drücken auf 'Zitieren' dieses Postings herauskopieren) zusammen mit der dringenden Aufforderung diese auch vor einem Beitrag hier zu lesen, jedem Verweis auf diesen Thread sofort beizufügen. Nur so können wir uns hier eine fortlaufende Diskussion aufrechterhalten, ohne immer wieder von den selben Fragen unterbrochen zu werden, weil die Threadgröße eben doch die meißten Neulinge vom Lesen abhält.
Mal ne allgemeine Frage: Wird es in Zukunft noch dünneres Öl als 0W... geben? Weniger als 0 geht ja nicht, oder? Ich weiß ja, das es 0er eigentlich garnicht geben kann, denn selbst Wasser braucht eine gewisse Zeit um eine best. Fläche zu füllen. Vielleicht gibts ja bald ein -10W-30 oder so.
Früher hab ich auf meinem Motorrad immer 20W-50, mineralisch, gefahren. Hatte mit anderen Ölen immer Probleme mit dem Öldruck bei heißen Temperaturen (Ölwanne ca. 120°C) im Leerlauf.
Wenn der Motor in Deinem Motorrad auf solche hochviskosen Öle ausgelegt ist, Ölpumpe etc. drauf ausgelegt, dann könnte ich mir schon Probleme vorstellen... auf der anderen Seite, ein niedriger Öldruck im Leerlauf muß nicht schlimm sein... niedriger ÖlDRUCK muß nicht schlechte Schmierung heißen solange vom Volumen her genug Öl dort hinkommt wo es soll.... es heißt daß die Pumpe nicht so hohen Druck aufbringen muß um das Öl zu befördern...sofern der Druck beim Gasgeben sofort wieder drastisch ansteigt ist das in gewissem Rahmen normal..wobei Motorrad Motoren durchaus etwas anders sein können als PKW Maschinen...
bei den alten Mercedes mit Öldruckanzeige ist die im Leerlauf je nach Öl und Temperatur auch deutlich unter 1 bar abgefallen, das hat aber gar nicht gemacht... bei vollsynthetischen Ölen war übrigens zu beobachten, daß der Öldruck nicht so tief abfiel da die Viskosität über den Temperaturbereich insgesamt stabiler war.....
Leider gibt es heute kaum mehr Auto mit Öldruck- oder Temperaturanzeige, ja oftmals nicht mal mehr eine Anzeige der Wassertemperatur.... somit auch keine Chance mehr, einen ausfallenden Thermostat o.ä. Defekte frühzeitig zu erkennen..denn oftmals kündigen sich diese schon früh mit noch relativ harmlosen Symptomen an ...warum der Kunde Autofahrer immer mehr als Depp hingestellt wird, weiß ich nicht ... so eine Anzeige kann keine Unsummen kostet und wenn doch soll sie bitte gegen Aufpreis lieferbar sein .. mir ist auf jedenfall eine Temperaturanzeige wichtiger als ein beheizbares Lenkrad, Schminkspiegel oder 21" Alufelgen.... es ist doch idiotisch, rein gar nichts zu wissen wie es um den Wärmehaushalt des Motors steht... eine Warnlampe iszt quatsch, das ist dann die "bitte bestellen sie sich eine neue ZKD"-Warnlampe denn dann ist es schon zu spät
HL
Anzeigen im Auto
Zitat:
Original geschrieben von HL66
Leider gibt es heute kaum mehr Autos mit Öldruck- oder Temperaturanzeige, ja oftmals nicht mal mehr eine Anzeige der Wassertemperatur.... somit auch keine Chance mehr, einen ausfallenden Thermostat o.ä. Defekte frühzeitig zu erkennen...warum der Kunde Autofahrer immer mehr als Depp hingestellt wird, weiß ich nicht ...
HL
Hallo HL66,
ich gebe Dir zu 100% recht. Sinnvolle Anzeigen sind:
Wassertemp., Öltemp., Voltmeter für Netzspannung (diese 4 Anzeigen hat mein alter Audi A6 TDI). Die alten Benze hatten bis zum W140/W124 auch die absolut sinnvolle Öldruckanzeige. Auch den jeweils aktuellen Ladedruck wüsste ich bei einem Turbo gerne.
Ein Fahr-Profi achtet zum einen auf den Verkehr und die immer extremeren Fahrfehler der anderen Autofahrer, und zum anderen auf seine Technik. Damit hat er genug zu tun; die weniger Begabten im Verkehr sind zwar bereits damit schon überfordert, beschäftigen sich während der Fahrt aber trotzdem gerne mit Handy, Navi und Schminkspiegel. Für solche Leute sind Motorzustandsanzeigen echte Verschwendung; scheinbar werden Autos also heute für die Minderbegabten gebaut - schade. Fahre ich eben lieber die alten von früher!
Grüße
Bernd
Re: Anzeigen im Auto
Zitat:
Original geschrieben von 300SEL6.3
...scheinbar werden Autos also heute für die Minderbegabten gebaut - schade. Fahre ich eben lieber die alten von früher!
In der Tat - siehe diesen ganzen ESP- und sonstigen Kram.
Re: Re: Anzeigen im Auto
Zitat:
Original geschrieben von resonatorman
In der Tat - siehe diesen ganzen ESP- und sonstigen Kram.
wird etwas Offtopic, aber ESP verhindert nunmal bei "normalen" PKW ca. 40% aller Unfälle und Geländewagen sogar ca. 70%.
Dass der Öltemp.-Sensor heutzutage kaum eine Relevanz hat, wurde in diesem Thread sogar schon geschrieben. Und nen Wassertemp.-Sensor hat nun wirklich eigentlich jedes Auto.
Und denkt immer dran: British Airways spart dadurch, dass sie ihre Board-Salate mit einr Olive weniger bestücken im Jahr ca. 40.000 Dollar. Rechnet dass mal auf hunderte von Teilen in einem PKW bei einem Millionenvolumen hoch 😉