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Welches Material wird von Alkohol angegriffen ?

Themenstarteram 16. September 2013 um 1:03

Moin Autofreunde und Materialkenner,

Es gibt ja diese Tabellen wo drinsteht welcher PKW E5, E10, E85 verträgt.

Und es gibt mutige Protagonisten die selbst einen Oldtimer oder ein Moped mit E85 (oder auf E30 verdünnt) tanken.

Da bei nicht mehr existenten Herstellern sicherlich keine Tabellen mehr existieren wollte ich mal ganz anders fragen (zumal ich mich auch für Materialien, Legierungen, Chemie und Werkstoffkunde interessiere).

Auf welche einzelteile zwischen Tank und Motor wäre zu gucken ?

Die Materialien die zwischen Tank und Motor verbaut sein solllten wären z.B. im Vergaser evtl, Messing, Zamak (Zinkaluminiumdruckguß), (Edel)stahl (austenitisch/ferritisch), Polymere (z,B, Polyester, irgendwelche Nitropolymere (wo ich nicht genau weiß welche Kunststoff das ist)).

Bei Aliminium besteht ja ein Korrosionsschutz durch die graue Oxidschicht, der aber völlig versagt wenn das Medium Alumiumoxid löst sprich für diesen Schutz waschaktiv ist (ich weiß nicht wie sich dabei Alumium und Alkohol zusammen verhalten).

Praktischer Bezug:

Ich habe jetzt diverse Mopeds z.B. eine Simson und ein Chinaroller sowie meinen "Schrotti" (so nenne ich meinen Seat Marbella, der praktisch mein überdachtes Moped ist). Das sind alles Vergaserfahrzeuge (Marbella ist Elektronikvergaser)...von daher müßten die Materialien (Schläuche, Dichtungen, Vergasermaterial) ja an fünf Fingern abzuzählen sein die verbaut sind.

Vielleicht steht ja irgendwo in Tabellen ob eines meiner Fahrzeuge Alkoholbeimischungen verträgt viel interessanter wäre aber zu wissen auf welche Materialien man achten soll und wo der Teufel im Detail sitzt.

Zusatzfrage (Tank Metall/Kunststoff):

Hat Alkohol eine höhere Korrosion bezüglich Stahltanks im Ggs. zu Benzin, Bei Benzin ist ja der vorteil, daß es hygroskopisch ist sodaß es im bestimmten Maße Kondenswasser im Tank (aus Luftfeuchte) wegschlucken kann). Wenn das Fahrzeug aber gefahren wird und dadurch mit dem E30, E50, E85 auch eine Benzinbeimischung dabei ist sollte das doch ausreichen oder ?

Würde mich freuen wenn ich Antworten zu meiner allgemeinen Frage bekomme.

LG .. mehr auf

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78 Antworten

Die USA haben Bleizusatz an D geliefert, die damit ihre Jagtflugzeufen und Bombern Hochoktaniges Flugbenzin betanken konnten. Ohne das wären sie angeschissen gewesen. Wie gut das Sie nur bis England fliegen konnten. Die ersten Fahrzeuge waren Ethanoler, nur weil der Pentroliumproduktion so viel Abfall übrig bliebt, hat man angefangen das zeug zu verkaufen als Treibstoff. Das macht man heute noch, siehe Schweröl.

Mit dem Kartoffelsprit wollte man teures Hydrierbenzin aus Kohle sparen.

Zitat:

Original geschrieben von DomiAleman

blablabla....

Alkohol MUSS in Deutschland vergällt werden,blablabla......

Dummerweise haben einige dieser Zusatzstoffe die Eigenschaft, Kunststoffe zu erweichen bzw. anzulösen.

Es nützt also nichts, wenn dein Kunststoff garantiert Ethanolbeständig ist, sich aber durch einen der erlaubten Zusatzstoffe schädigen lässt.

DoMi

Witzig

Zitat:

Für die Herstellung von Kraftstoff wird der Alkohol mit 2 % Benzin oder ETBE vergällt.

Quelle

Es ist immer wieder erstaunlich, mit was für einem Blödsinn 'Alkoholgegner' kommen. Gedungen von der Mineralölindustrie?:D

Zitat:

Dummerweise haben einige dieser Zusatzstoffe die Eigenschaft, Kunststoffe zu erweichen bzw. anzulösen.

ok, richtig betrachtet, macht Benzin das ja auch. Wenn ich da an die auf den letzten Seiten gepostete Verträglichkeitsliste denke:eek:

LG Anja

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

 

Holzvergaser, Importverbote bestimmter Rohstoffe, usw. Ob nun im Deutschen Reich zuviel Alkohol im Keller sass oder ob man nicht Blei aus den USA von der Ethyl Corporation kaufen wollte. Wer weiss das schon?

Wikipedia weiß das ;)

"Aufgrund der Versorgungslage bei Benzin gab es in Deutschland mit der 1925 gegründeten Reichskraftsprit (RKS) einen Hersteller von Spiritus (Kartoffelschnaps) zur Verwendung als Ottokraftstoff. Allerdings diente der Einsatz weniger als Mittel zur Erhöhung der Klopffestigkeit, sondern vielmehr zur Unterstützung der anbauenden Landwirtschaft. Die RKS vertrieb ihr Benzingemisch mit einem ca. 25-prozentigen Anteil Spiritus unter dem Markennamen Monopolin. 1930 trat in Deutschland die Bezugsverordnung von Spiritus zu Treibstoffzwecken für alle Treibstofffirmen in Kraft. Jeweils 2,5 Gewichtsprozente der produzierten oder eingeführten Treibstoffmenge waren von der Reichsmonopolverwaltung zu beziehen und dem Benzin beizumischen. Diese Quote erhöhte sich bis Oktober 1932 schrittweise auf 10 %."

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanolkraftstoff

 

Für TEL hat Dtl. Lizenzen genommen und es selbst produziert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bleitetraethyl

http://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklung_der_Ottokraftstoffe

@ kat2

Danke, gute Erklaerung. :)

In dem verlinkten PDF war ab der Erwähnung "Ankauf von der Reichs-Branntweinmonopolverwaltung" oder eine noch teurere Strafzahlung doch klar, dass diese Zwangsbeimischung nichts anderes als eine Zwangsumlage zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft war.

Unser heutiges EEG funktioniert eigentlich genauso, nur dass die Zahlungen eben nicht über die Monopolstelle laufen.

Ah, jetzt ist es also das Vergällungsmittel im Alkohol was alles angreift ^^

Ist klar kinders, alles wird gut...

Nebenbei, den Alkohol nur mit Benzin zu vergällen, wäre ziemlich uneffektiv, da sich die Stoffe recht einfach auseinander trennen lassen.

Wenn du in Benzin/Ethanolgemisch mehr Wasser beigibst, als das Ethanol binden kann, führt das dazu, das sich das Wasser mit dem Ethanol bindet und vom Benzin trennt.

Das heist, das Wasser setzt sich mit dem Alkohol zusammen ab. Jetzt könntest du die flüssigkeiten trennen und dann kannst du den Alkohol aus dem Wasser destillieren und erhälst reinen Alkohol, wenn da kein Vergällungsmittel drin wäre.

So kannst du auch, wenn du langeweile hast und wissen willst, wie viel Ethanol im E10 / E5 wirklich drinnen ist, 1000ml E10 nehmen, gibst 100ml Wasser dabei und kannst dann im Prinzip im Glaskolben ablesen, wie viel ml Wasser/Ethanol drin ist. Davon ziehst du die 100ml Wasser ab und hast den Ethanolanteil.

Mfg, Mark

Dem seinen Autos das so egal ist wie im selbst.

Ob das nun funktioniert oder nicht, Benzin ist das -rechtlich einwandfreie- Vergällungsmittel. Warum sollte der Kraftstoffhändler da noch ein zweites beikippen. Kaufmännisch widersinnig.

Zitat:

Original geschrieben von Kung Fu

Ob das nun funktioniert oder nicht, Benzin ist das -rechtlich einwandfreie- Vergällungsmittel. Warum sollte der Kraftstoffhändler da noch ein zweites beikippen. Kaufmännisch widersinnig.

Noch bekloppter waere 1 Liter Benzin kaufen, Distille kaufen, 8 Briketts verheizen, einen halben Tag wertvoller Zeit verplembern um dann 1 bis 2 Glaeser Schnaps zu ernten. :rolleyes:

Also wieviele Penner werden all das Geld und Zeit investieren um den Staat um seine hart verdiente Alkoholsteuer zu prellen??? :confused:

 

 

Gruss, Pete

Du kannst das aus E85 destillieren, das hat idr. 10% Benzin und 90% Alkohol und ist günstiger und evtl. kannst du dann mit den 10% Benzin sogar den Alkohol ausm Wasser rausdestillieren (dürfte wahrscheinlich nciht ganz klappen) und erhälst 0,9l reinen Alkohol für 1,20€ :)

Wer erzählt so ein schmu das E85 aus 90% Alkohol und 10% Benzin besteht.

Mark, die NSA liest mit; bring die nicht auf dumme Gedanken. :D

mfg

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Wer erzählt so ein schmu das E85 aus 90% Alkohol und 10% Benzin besteht.

Das sind halt Leute die nicht von 85 auf 100 zaehlen koennen. Oder sich gar Gedanken machen was die 85 meinen koennte... :D

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen.

Meine Antwort: die Leber!

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Wer erzählt so ein schmu das E85 aus 90% Alkohol und 10% Benzin besteht.

Jemand der das an 2 Tankstellen nachgemessen hat und der ne Zeit lang im E85 Forum war wo Leute sich damit auch praktisch beschäftigt haben.

Das ist genau wie das E10 BIS ZU 10% Ethanol enthält, oft sind das die gleichen ~4% wie im ganz normalen Super Benzin, ist 1:1 die selbe Brühe ;)

Die Frage ist in dem Falle halt, was drin ist, und nicht was auf der Packung steht, so fand ich im Budget 15W40 in Wirklichkeit 10W40...

 

Nebenbei könnte man auch die Wasser Ethanolmischung die man aus E85 gewinnt gar nicht trennen und direkt mit Fruchtsaft weiterverarbeiten ;)

Das Problem ist nur, dass ich keine Ahnung habe, was da neben Ethanol noch an Methanol & Co drinnen ist und an sonstigen Stoffen, die ich nicht kenne, vor allem Stoffe die aus dem Benzinteil bei der Trennung durch Wasser mit ins Ethanol gegangen sind ;)

Und weil an einer Tankstelle mehr Alkohol drin war, ist das bei allen so?

Vllt schon mal überlegt das es noch andere Alkohole gibt die im super schon drin sind? Mit der Wassermethode kannst aber nicht erkennen.

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