Welche Kabel usw. benötigt man?

Hallo,
seit ein paar Stunden suche ich nach Infos, was ich für Kabel brauche. Also ich meine vom Campingplatz bis zur Einspeisungssteckdose.
Ich frage mich, wie viel Meter Kabel ich brauche und ob ich lieber eine Kabeltrommel nehmen soll, oder ein Kabel ohne Trommel. Und welches Kabel, also mit welchem Querschnitt und welche Stecker bzw. Adapter.
Ich habe im Netz diese Trommel gefunden. Gefällt mir eigentlich ganz gut, aber 20m scheint mir etwas kurz zu sein. Was haltet ihr von der: http://www.amazon.de/.../ref=wl_it_dp_o_pC_S_nC?... ?

Wie habt ihr euren Camper zuhause am Strom? Ich kenne eigentlich niemand, der eine CEE-Dose an sein Haus gebaut hat.

Beste Antwort im Thema

Servus,
mir rollt es gerade fast die Fußnägel hoch wenn ich diese Diskussionen lese 🙂

Bitte an fast alle Beteiligten:
1.) Sich über die Funktionsweise eines RCD (FI-Schutzschalter)mit einem Bemessungsdifferenzfehlerstrom kleiner 30mA kundig machen, danach dürfte alles was den Personenschutz angeht, unabhängig vom Querschnitt,Leitungslänge, etc. geklärt sein.
2.) Auch kann ich die Lektüre zum Schutz gegen elektrischen Schlag VDE 0100-410 empfehlen.
3.) Danach bitte mit dem dem Schutz von Kabel und Leitungen bei Überstrom (DIN VDE 0100-430) beschäftigen. Danach dürfte dann, wenn das Überstromschutzorgan korekt zum Querschnitt ausgeählt ist, die Depatte über die Überlastung der Leitungen auch erledigt sein.
4.) Erst wenn das alles verstanden ist, bitte in die Normengruppe für besondere Räume und Anlagen (zusätzliche bzw. ergänzende Anforderungen zu den Teilen der VDE 0100), hier speziell des Teils 721 der VDE 0100 schauen.
5.) Fast vergessen: Natürlich alle HInweise / Warnungen des Herstellers von Kabeltrommeln beachten.

Ob jetzt jeder oder alle die Anforderungen (angesprochen in der VDE sind ja nur die Fachkräfte) umsetzt muss jeder selbst wissen. Die VDE ist kein Gesetz, jedoch wird man sie im Schadensfall als "Stand der Technik" heranziehen.
Mir persönlich ist gerede vom "Gesetz" eigentlich egal, denn ich liege meist mit meinen Persönlichen Anforderungen meist über der VDE, da es mir um das Wohl meiner Familie geht und ich mehr Geld für unnötigeres ausgebe 🙂.

Gruß
Tess

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@gesperrt:

Zitat:

Und der löst dann auch sicher aus????

Hast Du nen eigenen Erdspieß gesetzt??

Nicht erst, wenn Du das entspr. defekte Gerät berührst und damit evtl. erst den nötigen Erdkontakt herstellst, der zum Ansprechen benötigt wird!! Denn evtl. ist eine dünnere Leitung gerade so unwirksam was den mitgeführten PE angeht. Stichwort Ableitwiderstand, Berührungsspannung

Ob etwas sicher auslöst oder nicht, kann ich nicht beantworten, das hängt vom Einzelfall ab.

Es ging hier doch darum, welchen Einfluss auf das Auslösen eines 30mA-FI's der Unterschied im reinen Kupferwiderstand eines 25m langen Anschlusskabel hat, wenn ich anstatt 2,5mm² 1,5mm² verwende.

Wenn es nur einen Ableitstrom über die Erde gibt, ist, was das Anschlusskabel betrifft, lediglich eine Ader (L) zu betrachten und bei einer Ader wäre der Unterschied im Widerstandsunterschied 0,175 Ohm (2,5mm²) zu 0,3 Ohm (1,5mm²).
Erkläre doch mal an einem konkreten Beispiel, welchen Unterschied diese Differenz von 0,125 Ohm für den 30mA-FI macht.

Damit 50V Berührungsspannung nicht überschritten werden, darf ein Gesamtwiderstand (inkl. Erde) von ca 1600 Ohm nicht überschritten werden. Meinst du, dass da 0,125 Ohm irgendeine relevante Rolle spielen?

Wenn der Erdwiderstand wirklich zu hoch ist, löst der FI weder bei 2,5 noch bei 1,5mm² aus, bzw ist die Berührungsspannung zu hoch.

Servus,
mir rollt es gerade fast die Fußnägel hoch wenn ich diese Diskussionen lese 🙂

Bitte an fast alle Beteiligten:
1.) Sich über die Funktionsweise eines RCD (FI-Schutzschalter)mit einem Bemessungsdifferenzfehlerstrom kleiner 30mA kundig machen, danach dürfte alles was den Personenschutz angeht, unabhängig vom Querschnitt,Leitungslänge, etc. geklärt sein.
2.) Auch kann ich die Lektüre zum Schutz gegen elektrischen Schlag VDE 0100-410 empfehlen.
3.) Danach bitte mit dem dem Schutz von Kabel und Leitungen bei Überstrom (DIN VDE 0100-430) beschäftigen. Danach dürfte dann, wenn das Überstromschutzorgan korekt zum Querschnitt ausgeählt ist, die Depatte über die Überlastung der Leitungen auch erledigt sein.
4.) Erst wenn das alles verstanden ist, bitte in die Normengruppe für besondere Räume und Anlagen (zusätzliche bzw. ergänzende Anforderungen zu den Teilen der VDE 0100), hier speziell des Teils 721 der VDE 0100 schauen.
5.) Fast vergessen: Natürlich alle HInweise / Warnungen des Herstellers von Kabeltrommeln beachten.

Ob jetzt jeder oder alle die Anforderungen (angesprochen in der VDE sind ja nur die Fachkräfte) umsetzt muss jeder selbst wissen. Die VDE ist kein Gesetz, jedoch wird man sie im Schadensfall als "Stand der Technik" heranziehen.
Mir persönlich ist gerede vom "Gesetz" eigentlich egal, denn ich liege meist mit meinen Persönlichen Anforderungen meist über der VDE, da es mir um das Wohl meiner Familie geht und ich mehr Geld für unnötigeres ausgebe 🙂.

Gruß
Tess

Ich kann immer wieder einfach nicht verstehen, wie Leute bei sicherheitsrelevanten Sachen anfangen können rumzugeizen, während sie bei völlig Blödsinn absolut unnötigen Ausgaben nicht einmal mit der Wimper zucken.
Teilweise wirklich fehlgeleitetes Verständnis.

Mit mir kann man prima darüber streiten, obs jetzt Sinn macht VPower statt normalen Sprit zu tanken. Meinetwegen auch darüber, obs das Super-sonder-Luxusöl für 35€/l sein muß oder obs auch das normale herstellernormerfüllende Öl für 15€/l tut.
Meinetwegen auch darüber, ob MCD oder BK besser schmeckt.

Aber Geizdiskussionen bei Reifen, Bremsen, Kabeln usw. hab ich keinerlei Verständnis entgegen zu bringen.

Ob auf dem Dach bullert die Klimaanlage für 2200W. Unten summt der Kühlschrank für 100W und an der Rundsitzgruppe läuft die Unterhaltungselektronik für 200W. Und die Beleuchtung ist auch noch an.
Und wahrscheinlich ist der Boiler auch noch elektrisch.
Das sind 11-12A die da fließen, ohne den Boiler. Das ist Hausstrom.
Hier gehts nicht nur um die 3 Glühbirnen wie in den 60ern.

@Tessala:
Anstatt Vorschriften mit dem erhobenen Zeigefinger auf zu zählen, wäre es m.E. interessanter, sich mal konkret zu dem Unterschied im Auslöseverhalten bei Verwendung der aufgezählten, unterschiedlichen Anschlusskabel, möglichst mit Beispielen, zu äußern.

Es ging hier nur um das Verständnis, nicht darum vorgegebene Richtlinien an zu zweifeln.
Wenn irgend eine relevante Organisation für CP-Bedingungen beschlossen hat, dass in jedem Fall eine 2,5mm² Leitung verwendet werden soll, während dies im häuslichen Garten m.E. nicht vorgeschrieben ist, ist das eben so und wer ganz sicher gehen will, sollte sich natürlich daran halten.
Wer ganz sicher gehen will, sollte sich allerdings konsequenterweise gleich ein Anschlusskabel mit PRCD-S zulegen.

Ich habe nur eine 1,5mm² Anschlussleitung, sowie einen 30mA-FI (der eigentlich ja gar nicht nötig ist, wenn sich der CP-Betreiber auch nur ansatzweise so ordnungsgemäß verhält, wie hier gefordert ) und 2 Sicherungen von je 10A und ich denke, das damit alles, egal ob für den FI oder den Leitungsquerschnitt, richtig dimensioniert ist.
Eine fette 2,5mm² Gummileitung werde ich mir, solange die restliche Anlage so bleibt, ganz bestimmt nicht extra kaufen.

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Navec, du gehst immer von einem unbelastetem Ader zu Ader Schluß aus. Und das ist dein Problem, wieso du es nicht und wahrscheinlich auch nie verstehen wirst.
Es geht um eine belastete Leitung, in der schon ein Strom fließt und um einen Ader zu Gehäuse bzw. Gehäuse zu Erde Schluß.

In einem FI-Schalter oder auch RCD steckt kein Computer, der jedes Elektron einzeln zählt.
Er vergleicht Induktionen miteinander. Wenn die Induktionen sowieso schon recht hoch sind, sind Differenzen Prozentual recht klein, was die Auslösezeit verringert oder im Extremfall sogar die Auslösung nicht durchführt.

Wenn jetzt 2,5KW als Dauerlast auftritt, und die Leitung sehr klein und sehr lang ist, reicht der Induktionsabfall eventuell nicht mehr aus bzw. muß deutlich größer sein, um ein Auslösen vervorzurufen.

Als nächstes kann das magnetische Feld, was auftritt bei einem stromdurchflössenen Leiter, in einem paralellen Leiter einen Induktionsstrom erzeugen. Das sind dann ein paar mV, die auf dem Erdleiter liegen, sofern du keinen eigenen Erdspieß einsetzt.

Wenn das alles zusammenfällt, kann ein Kurzschluß, der nicht Ader zu Ader liegt, eben nicht erkannt werden. Und wenn der blöd liegt und genug Zeit hat, kann es an einem Punkt sehr warm werden und denk dran, innen bestehen Wohnwagen aus Pappe und Holz.
Es geht ja nicht nur darum, beim Anfassen keinen Stromschlag zu bekommen. Kriechströme, und genau das wäre sowas, sind sehr beliebte Brandauslöser.

Zitat:

Wenn das alles zusammenfällt, kann ein Kurzschluß, der nicht Ader zu Ader liegt, eben nicht erkannt werden.

Hier muss ich Dir klar widersprechen. Der RCD funktioniert entsprechend seiner Spezifikation im gesamten zulässigen Lastbereich.

Es geht hier beim geforderten Querschnitt tatsächlich um den Kurzschluss von Ader zu Ader und nicht um den Erdschluss. Und wenn die Schleifenimpedanz nicht niedrig genug ist um bei einem C-Automaten den 5-fachen Nennstrom sicher zu überschreiten, dann fängt einfach was zu schmoren an. Das Kabel hält einen 2-3-fachen Nennstrom meist noch einigermaßen aus, wenn es ausgerollt und gut gekühlt ist.

Aber bei den Steckern sieht es dann oft anders aus. Die Schmoren dann vor sich hin. Das sieht dann eventuell so wie auf den Bildern unten aus. Der 16A Sicherungsautomat in der Gebäudeinstallation hat in diesem Fall gar nicht ausgelöst, obwohl das ein 2,5 qmm Anschlusskabel mit nur 5 m war. Der Übergangswiderstand war eben zu hoch und der Kurzschlussstrom hat eben nicht zum Auslösen ausgereicht.

Natürlich geht im Normalfall auch alles mit dem 50 m langen 1,5 qmm Kabel gut. Aber man muss halt noch mehr darauf achten, dass das Kabel und die Stecker in Ordnung sind, Kabeltrommeln abgerollt werden und man die Leitung nicht wirklich bis an die Grenze belastet. Eine Absicherung mit nur 10 A ist sowieso empfehlenswert, wenn man irgendwo noch Schukostecker einsetzt. Die halten meist ohne zusätzliche Kühlung keine Dauerbelastung von mehr als 10 A aus. Diese traurige Erfahrung haben viele Elektromobilfahrer mit leistungsfähigen Ladegeräten an Schukosteckdosen schon machen müssen.

Pic-0422
Pic-0423
Pic-0424
+2

@Bruder Tac, konstruiere doch einfach mal einen realistischen Fall, meinetwegen mit 10A Last, wo sich der Unterschied zwischen einer 1,5mm² und einer 2,5mm²-25m-Anschlussleitung, auf das Auslöseverhalten des 30mA-FI an der CP-Anschlussdose deutlich zeigt.
Wenn das dann eindeutig und physikalisch richtig ist, verstehe ich das ganz bestimmt...

Die braunen und verkockelten Stecker und Dosen kann ich aus jedem Winter, da die Halle mit Strom beheizt wurde und 2,5KW Elektroheizlüfter an den Schucosteckdosen hingen. Im besten Fall waren die nur braun. Eine grundsätzlich, die mit der längsten Leitung, zusammengeschmolzen und manchmal sogar verlötet. 😁

Öhm, der FI funktioniert doch durch 2 Induktionsströme, die gegeneinander laufen und als Summe Null ergeben. Wenn einer der beiden Größer als der andere wird, liegt ein Fehlerstrom vor und der aktiviert das Schloss, was den Riegel rausdrückt.
Wenn ich jetzt eine hohen Grundstrom habe, der sich ja mehr als stromlos auswirkt, durch die ganzen Übergänge usw, müßte doch die Erkennung der 30mA nach oben verschoben sein, oder nicht?

Zitat:

Original geschrieben von Bruder Tac


oder nicht?

"Oder nicht" ist richtig.

53 Beiträge und bald 1.000 Hits ohne jede neue Erkenntniss sind eine schöne Leistung für einen VDE-2,5-mm²-Thread.

@Bruder Tac:
...was mit Fehlerstrom gemeint ist, weißt du aber schon....?
Ist schon etwas heftig: die ganze Zeit schreibst du hier mit und jetzt kristallisiert sich langsam heraus, dass du dir nicht einmal über die Funktion eines FI's im Klaren bist.

ansonsten schließe ich mich @situ an.

FI-Schalter
Über L fließt der Strom runter und über N wieder hoch. Beide Ströme induzieren ein Magnetfeld durch den Ringmagneten [3], welche sich durch ihre gegensätzlichen Richtungen aufheben. Deswegen auch Summenstromschutzschalter. Solange die beiden Magnetfelder gleich groß sind, kann über die Spule [2] kein Strom auftreten und der Auslöser [1] tut nichts.
Leitet man jetzt von L einen Teilstrom (Fehlerstrom) ab, nach dem FI, ist das induzierte Magnetfeld von L größer als von N, an der Spule [2] tritt ein Strom auf und der Auslöser [1] unterbricht den Stromfluß auf L und N, wenn die Differenz zwischen L und N größer ist, als der Schutzwert.

Und ja ich weiß, das sich die Fließrichtungen von L und N 50 mal in der Sekunde ändern, ist ja Wechselstrom.

Da es sich hierbei aber prinzipiell um einen Transformator handelt, U1xI1=U2xI2, schließlich wartet der FI ja nur darauf, das auf der Stromseite sich durch unterschiedliche Magnetfeldinduktion von L und N ein U1xI1=P1 ergibt. U2xI2 ist ja ein fest eingestellter Leistungswert P2, der ein Relais schaltet, welches die Schalter öffnet und so L und N unterbricht.
Bei definiertem P2 und konstantem U1, ist I1 auch eine feste Größe. z.B. 30mA.
Wenn jetzt aber U1, also die Spannung im normalen Stromkreis, durch Leitungswiderstände sinkt, muß I1 steigen um die Leistung P2 zu erzeugen.
230V x 30mA sind 6,9W. Bei 226,5V sinds dann 31mA. Bei 220V 32mA.
Sind zugegebener Maßen sehr kleine Steigerungen.

Hallo,

oh mein Gott..habe in meiner langjährigen Campingzeit wohl alles falsch gemacht!

Ich muß doch nicht jetzt einen Elektromeister o.ä. mit auf Womourlaub nehmen??

🙂😁😁😁

Gruß aus der Eifel

@tac:
Dein U1 ist nicht die Netzspannung, sondern der Spannungsabfall über die Impedanz der Wicklung des RSD. Diese wiederum ist linear mit dem fließenden Strom verknüpft. Die Netzspannung kommt in der Rechnung nicht vor.

@sketchup: Nein, musst du nicht. Die Kenntnis der Vorschrift und deren Umsetzung genügt vollkommen. Die - sehr oft falschen - Erläuterungsspekulationen in Foren kannst du getrost ignorieren (wenn du selbst den Quatsch nicht vom Vernünftigen trennen kannst. Wenn ja, brauchst du die Erläuterungen ja nicht).

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