Wasserdichtes Smartphone statt Motorrad-Navi?
Hallo,
ich wollte fragen, ob schon jemand Erfahrungen mit einem wasserdichten Smartphone für die Motorrad-Navigation hat? Es gibt einige Android-Smartphones, z. B. von Sony, die wasserdicht sind. Für einen unwesentlich höheren Preis erhalte ich ein vollkommen flexibles System, bei dem ich die Navi-Software selber auswählen kann, z. B. von Navigon oder Tomtom mit Livetime Maps. Des weiteren habe ich noch die Möglichkeit, MP3 zu hören und ins Internet zu gehen, um meine weitere Reise zu planen. In vielen Hotels ist heute WLAN kostenlos.
Somit spricht eigentlich kaum noch etwas für die relativ teuren Motorrad-Navis.
27 Antworten
Naja... Preisfrage ist relativ...
Kaufe ich mir alle 2-3 Jahre ein neues Smartphone für rund 500€ (zzgl. Halterung, Stromadapter usw.) weil das Motorrad es zerrüttelt hat, oder lege ich mir gleich ein Motorradnavi zu?
Zitat:
Original geschrieben von WorldEater666
Naja... Preisfrage ist relativ...Kaufe ich mir alle 2-3 Jahre ein neues Smartphone für rund 500€ (zzgl. Halterung, Stromadapter usw.) weil das Motorrad es zerrüttelt hat, oder lege ich mir gleich ein Motorradnavi zu?
Man kann die Frage natürlich auch anders stellen: kaufe ich mir nicht ohnehin alle 2 bis 3 Jahre ein neues Smartphone, weil mein altes bis dahin hoffnungslos veraltet ist? 😁
...gibt es wirklich praktische Erfahrungen mit Vibrationsschäden an Smartphones die am Motorrad als Navi befestigt waren? Oder handelt es sich hier um Mutmaßungen und Abfärbungen von Marketingargumenten der Navigerätehersteller?
Zu meiner Ausgangslage und Frage:
Ich habe aktuell 2 Smartphones und ein Samsungs Ipad, und bin auf der Suche nach einer guten Navigationslösung für Europa. Das Samsung Galaxy S2 ist 2 jahre alt. Das Iphone 5c ca. 5 Monate, das Samsung Galaxy Tablett ca. 2 Jahre. Für die Handys habe ich eine bei 3 Stunden Regenfahrt erprobte regenfeste Lenkertasche (für 15 Euro von Conrad + 7 Euro Halter von Conradähnlichem Versandhaus, ich glaube es war Westfalia). Die Stromversorgung hat den Regen auch überstanden. Parallel habe ich das Samsung Galaxy Tablet im Tankrucksack im Kartenfach - hat die erste Regenfahrt auch heillos überstanden.
Wie schon hier mehrmals berichtet machte auch ich mit dieser Kombination folgende Erfahrungen:
1. Sichtbarkeit bei Sonneneinstrahlung schlecht
2. Bedienbarkeit bei Regen (also durch die Regenschutzfolie) weder mit noch ohne Handschuhe praktisch unmöglich.
3. Akkulaufzeit des Smartphones durch GPS Signal auf ca 1 Std reduziert => Betrieb für längere Fahrt nur mit Anschluß an (bei Regen regenfeste) Stromversorgung möglich. Die Akkulaufzeit des Tabletts war deutlich länger.
4. Da ich die 3 Geräte schon alle hatte, konnte ich kostenlosen Navi apps navigieren ohne gleich Geld in ein Navigerät zu investieren.
Für die kommende Saison möchte ich mich nach einer Navilösung umschauen die folgendes bietet:
MUß
1. Option wie kurvenreiche Strecke / schöne Strecke
2. Lesbar bei Sonnenschein (darf auch durch ein Sonnendach erreicht werden)
3. Hörbare Ansage (ich meide Strahlungen jeder Art, daher ist mir ein laute Geräteton lieber als ein Bluetooth Kopfhörer. Bei Bluetooth werden z.B. dauernd zwischen dem Handy und dem Kopfhörer Signale gesendet - auch wenn nicht gesprochen wird. Biologisch gesehen ist Bluetooth eine Fehlkonstruktion)
4. Europakarte, Offline-Nutzung ohne Internetzugang im Ausland
Wenn möglich:
5. absolut regenfest (ggfs. darf das auch durch regenfeste Taschen erreicht werden)
6. Automatische Änderung der Route bei Verkehrsstörungen wie z.B. bei M8 von Telmap. (Ich hätte der Navi vertrauen sollen, dann wäre ich nicht voll in de Stau reingefahren)
7. Geringe Investitionskosten
8. Einspielen von Dateien von am PC geplanten Routen
Was ich bis jetzt fand, jedoch noch nich vollständig auf Erfüllbarkeitsgrad meiner obige Kriterien überprüfen konnte:
a. Tom Tom Rider Navigerät
b. Tom Tom App für Smartphone
c. Zumo 340
Frage:
Kann mich jemand mit Eueren Erfahrungen und Information bei meiner Auswahl + Recherche unterstützen?
danke Erich
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Also ich habe das zumo 340, kann alles bis auf kurvenreiche strecke, ich nehme immer kürzeste strecke, das passt auch immer... Absolut wasserdicht und extrem helles Display,seit 18 monaten im dauereinsatz...
Bevor ich mir irgendwann 2009 ein Moppednavi gekauft habe, bin ich ungefähr zwei Jahre mit Smartphones herumgefahren. Die Usability war unterirdisch, und insgesamt viermal ist mir der USB-Stromversorgungsadapter durchgeknallt.
@Sampleman
die Smartphones vor 2009 waren wohl insgesamt unterirdisch 😉
Bin Besitzer eines Sony Z1 compact. Und das das Ding is
- wasserdicht
- in der prallen Sonne gut lesbar (in der Beziehung ist Sony vielen anderen Herstellern ein Stück voraus!). Im direkten Vergleich mit meinem zumo340: Gleichstand; siehe Anhang
- bei Regen (bzw in meinem Kurztest: die Dusche) einigermaßen bedienbar; sowohl mit trockenen als auch mit durchnäßten Handschuhen - solang nur einzelne Tropfen auf das Display prasseln. Bei fließendem Wasser gibts scheinbar sehr viele Fehlklicks
- Mit den extra Ladeanschlüssen könnte sogar die Stromversorgung funktionieren.
bei Amazon hab ich schon vor einiger Zeit eine passende Halterung rausgesucht. Was noch fehlt ist eine passende Navi-Software und dann könnte ich mich evtl. man dazu durchreißen, dass auch noch auszuprobieren. Denn mein zumo340 ist nicht gerade das Gelbe vom Ei
Ein Smsrtphone ist nur solange wasserdicht, wie es nicht über die extremst vibrationsanfällige Mini USB Buchse versorgt wird. Und zumindest ein Eierfön ist nach 3 h Navibetrieb platt ... oder stellt im Klarsichtfach des Tankrucksacks, wegen Überhitzung, die Arbeit ein. Und das Display kann man mit Handschuhen auch nicht bedienen.
Ja, ich liebe meinen Navigator 4 und die mittlerweile ca 300 selbstgestrickten Routen dafür. Da ist man mit jedem Handy dagegen sehr schlecht aufgestellt.
Aber man muss sich erst mal mit der Materie befassen. Einfach einen Track aufzeichnen und nachfahren ... das schaffen die wenigsten auf Anhieb .... und geht mit einem. Handy gar nicht.
Ich navigier im Auto mit dem Iphone5. Das wird nicht warm, es wird so heiß, das es schon unagenehm anzufassen ist. Das jetzt noch in eine Hülle, kein wunder, dass es kollabiert.
Die Option "kurvenreiche Strecke" gibt es bei Garmin erst ab dem 390. Das 340/350 haben es nicht (aktiviert).
Ablesbarkeit bei Sonne, Bedienung mit Handschuhen bei Regen können nur Motorradnavis.
Es ist die Sache mit dem Werkzeug. Man kann mit der Rohrzange Schrauben anziehen und lösen. Man kann auch mit dem Knarrenkasten arbeiten. Beides führt zum gleichen Ziel.
Aber der Weg "Knarrenkasten" ist leichter und effektiver und langfristig auch billiger. Trotz höherer Anfangsinvestition.
Zitat:
Original geschrieben von Lewellyn
Es ist die Sache mit dem Werkzeug. Man kann mit der Rohrzange Schrauben anziehen und lösen. Man kann auch mit dem Knarrenkasten arbeiten. Beides führt zum gleichen Ziel.
Aber der Weg "Knarrenkasten" ist leichter und effektiver und langfristig auch billiger. Trotz höherer Anfangsinvestition.
Ich kenne mich und meinen Gehaltszettel, und ich bin keiner, der einfach mal bei einem Navi für 400 Euro sagt, scheiß drauf, Schnäppchen, das nehme ich jetzt mal so eben mit. Deshalb habe ich auch zunächst sehr lange mit Smartphones herumprobiert, bis ich mir schließlich nach langem Zögern ein Motorradnavi gekauft habe. Und ich bereue die Entscheidung nicht, weil das Ding eben für den Einsatz auf einem Motorrad optimiert ist. Wenn ich damals nicht das große Paket gekauft hätte (TTR 2 plus Aktivhalterung plus Auto-Halterung plus große Europakarte), dann hätte ich auch keine 400 Euro ausgeben müssen. Unterm Strich habe ich die Autohalterung selten benutzt, weil sie nicht gut funktioniert hat, und im Zweifel habe ich sie vor allem dann benutzt, wenn ich schöne Touren, die ich mit dem Motorrad schon mal gemacht haben, mit meiner Frau im Auto noch einmal abfahren wollte. Ich habe das glaube ich schon mal erwähnt: Man kann auch mit BW-Springerstiefeln fahren, aber richtige gute Motorradstiefel sind dann eben doch eine bessere Investition.
Im Auto navigiere ich inzwischen mit dem Handy, das hat aber auch noch andere Gründe. So habe ich im Auto eine Freisprecheinrichtung und kann das Handy damit in Grenzen sprachsteuern. Außerdem nutze ich mein Handy auch im Auto als Musik-Zuspieler, insofern ist es da schon sehr gut, wenn es an Bord ist. Die Bedienung ist objektiv (bis auf die Sprachsteuerung) schlechter als beim normalen Navi, allerdings habe ich im Auto keine Handschuhe an und kann das Ding viel einfacher mal aus der Halterung nehmen und etwas eingeben. Rein funktional hat so ein Handy natürlich schon Vorteile. So erlaubt meine kostenlose Navi-App nicht nur die Adress-Suche im eigenen Kartenmaterial sondern auch bei Google. Dort findet man dann auch mal irgendwelche Landmarks, die keine Adresse haben.
Was das Geld angeht, gibt es einen recht einfachen Weg um zu sparen: Wer sich statt eines aktuellen iPhone 5s das Google-Topmodell Nexus 5 kauft, hat ein mindestens gleichwertiges Handy und 350 Euro gespart. Davon kann man schon ein Mopped-Navi kaufen. Und wo man auch sparen kann, das ist bei den Landkarten. Ich würde zwar bei einem neu zu kaufenden Navi drauf gucken, dass ein Lifetime-Support dabei ist, aber ehrlich gesagt kommt man in 99% aller Fälle auch mit zwei Jahre altem Kartenmaterial gut zurecht - man hat sich früher ja auch nicht alle Vierteljahre neue Papierkarten gekauft.
Und wovon ich noch träume, das ist ein gutes Routen-Planungsprogramm, das auf einem Tablet läuft und das die geplante Route anschließend per Bluetooth auf ein Navi spielt. Routenplanung ohne vernünftig große Kartendarstellung ist nämlich immer noch eine Plage, da nehmen sich Navis und Smartphones recht wenig.
Routenplanung am Garmin 350 ist auch die Pest. Und das muss ich häufiger mal machen, wenn die Wettervorhersage die geplante Tour zu feucht erscheinen läßt.
Es ist auch nicht das Garmin an sich, es ist die Programmierung, die einen zur Weißglut treibt. Daran merkt man, dass die Programmierer vom eigentlichen Einsatzzweck in der Praxis leider keine Ahnung haben.
Immer wieder gerne drüber geärgert:
wenn ich am Gerät die Route planen will, indem ich Wegpunkte auf Strassen setzen will, muss ich dafür die Option "Karte durchsuchen" anklicken. Dafür muss ich ins Menü und dort zweimal scrollen durch für die Unterwegsplanung völlig überflüssige Wegpunktsetzoptionen.
Hab ich dann den Wegpunkt gesetzt, erscheint dieser nicht auf der Karte. Genausowenig wie die Route. Die kommen erst, wenn ich fertig bin mit Wegpunktsetzen und die Route starte.
Das mag ja ok sein, wenn ich von A nach B will. In der Regel will man aber von A über 5 bis 10 Wegpunkte nach B.
Das ist so unnötig kompliziert programmiert, da reg ich mich jedes mal drüber auf. Man braucht für die Planung pro wegpunkt fast ne Minute. Und dann gehts auch gerne mal einfach aus zwischendurch und die geplante Route ist futsch.
Das gilt, wie gesagt, nur bei Planung am Gerät. Aber die ist vollkommen daneben.
Zitat:
Original geschrieben von Lewellyn
Die Option "kurvenreiche Strecke" gibt es bei Garmin erst ab dem 390. Das 340/350 haben es nicht (aktiviert).
Von Comkor gibt es für Garmin eine DACH Karte, die führt dich (übertrieben gesagt) durch das Esszimmer eines Bauernhofes ...
Und ansonsten stricke ich mir meine kurvenreiche Strecke daheim, mit einer guten Landkarte vor der Tastatur. Das kann kein Navi automatisch wirklich gut, zumindest nicht solange es nicht nur von A nach B gehen soll ... und erst recht keine Navihandysoftware.
Aber meine Ansprüche sind da wohl auch ziemlich groß.
Ich hab das auch noch nie gebraucht. Ich bin mir auch sicher, wenn ich bei mir mitten im Ruhrgebiet die Option nutzen würde, kämen keine einsamen Landstraßen bei raus...