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Was bedeutet Ansprechverhalten

Themenstarteram 20. Dezember 2012 um 11:09

Hallo community

Ich schreibe aktuell eine wissenschaftl. Arbeit und tue mich schwer das Wort Ansprechverhalten zu recherchieren. Ich weiss, dass es bedeutet, wie schnell das Fahrzeug auf Gasbefehle reagiert. Weiss einer von euch evtl. Ob es noch ein synonym für dieses Wort außer Gas Annahme gibt? Danke euch schon mal im voraus

Beste Antwort im Thema

Synonyme für Ansprechverhalten wären noch: Agilität, Spontaniteit, (Sportlichkeit).

"Ansprechverhalten" (engl. response behaviour) erscheint mir aber noch am geeignesten, da man über die Messung der Ansprechzeit (engl. response time) auch gleich einen objektiven Wert zuordnen kann.

 

Im strengen Sinne schließe ich die genannten Einflüsse der Elastizität aus, da es beim Ansprechverhalten darum geht, wie schnell das Fahrzeug auf eine Gaspedaländerung reagiert. Nicht die Höhe der Reaktion, sondern ihre zeitliche Verzögerung soll bewertet werden. Deshalb kann (theoretisch) ein VW Lupo ein besseres Ansprechverhalten als ein Porsche haben.

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Gasanahme/Ansprechverhalten ist eine subjektive Äusserung. Das hängt meistens von der Elastizität der Leistung im Drehzahlbereich ab (damit solltest du was anfangen können. Ist die Elastizität >1 wird das als gutes Ansprechverhalten wahrgenommen) sowie von der Verzögerung "Befehl-Ausführung", welche vor allem bei (älteren) Turbomotoren sehr hoch ist.

Edit:

Bzw. gibt es auch eine mathematisch festgehaltene Elastizität beim Kraftfahrzeug. Das von der "normalen" Elastizität zu übertragen ist nichtmal notwendig.

Schlechtes Ansprechverhalten wird oft auch Turboloch oder Anfahrschwäche genannt, kommt bei Downsizing wieder öfter vor, Automatikgetriebe kaschieren das recht gut. Übrigens können auch Motorlaufruhemaßnahmen das Ansprechverhalten verschlechtern(mehr Schwungmassen) oder längere Übersetzungen.

Synonyme für Ansprechverhalten wären noch: Agilität, Spontaniteit, (Sportlichkeit).

"Ansprechverhalten" (engl. response behaviour) erscheint mir aber noch am geeignesten, da man über die Messung der Ansprechzeit (engl. response time) auch gleich einen objektiven Wert zuordnen kann.

 

Im strengen Sinne schließe ich die genannten Einflüsse der Elastizität aus, da es beim Ansprechverhalten darum geht, wie schnell das Fahrzeug auf eine Gaspedaländerung reagiert. Nicht die Höhe der Reaktion, sondern ihre zeitliche Verzögerung soll bewertet werden. Deshalb kann (theoretisch) ein VW Lupo ein besseres Ansprechverhalten als ein Porsche haben.

@Real_Imperial:

Deine Variante mag ja die Wissenschaftlich/Technisch richtige sein. Hätte aber für den Benutzer keine wirkliche Aussagekraft oder?

Was wäre denn dann maßgeblich für eine Verbesserung oder Verschlechterung dieser Ansprechzeit verantwortlich zu machen?

Mir käme da ja nur der reine Signalweg als relevanter Faktor in den Sinn. Da kann es sich ja nur um Differenzen im ms bereich (oder vielleicht noch kürzer), eben bedingt durch die Elektronik, handeln.

Die Elastizität sagt aber auch aus wie stark der Motor "hochdreht" und damit eine subjektives "Ansprechverhalten" erzeugt.

Ein Boxer aus dem 986/987 hat im hohen Drehzahlbereich ein niedrigeres Ansprechverhalten als einer aus dem 996/997, weil diese dort nochmal eine Leistungsspitze haben und (noch) Leistungselastisch sind.

Und das spürt man im Gefühl.

Zitat:

Original geschrieben von Felyxorez

Und das spürt man im Gefühl.

Schöner hätte Poldi das auch nicht sagen können ;-)

Zitat:

Original geschrieben von bnutzinger

@Real_Imperial:

Deine Variante mag ja die Wissenschaftlich/Technisch richtige sein. Hätte aber für den Benutzer keine wirkliche Aussagekraft oder?

Was wäre denn dann maßgeblich für eine Verbesserung oder Verschlechterung dieser Ansprechzeit verantwortlich zu machen?

 

Mir käme da ja nur der reine Signalweg als relevanter Faktor in den Sinn. Da kann es sich ja nur um Differenzen im ms bereich (oder vielleicht noch kürzer), eben bedingt durch die Elektronik, handeln.

Deine Denkrichtung passt schon. Tatsächlich handelt es sich aber eher um zig bis hundert Millisekunden. Wobei die Spanne zwischen "gut" und "schlecht" relativ klein ist. Bis ca. 150 ms empfindet man als extrem direkt, um die 200-250 ms liegt in dem Bereich, den die meisten Fahrer als "unauffällig" oder "normal" empfinden würden. 300 bis 400 ms wirken schon etwas träge und lustlos, ab 500 ms fühlt es sich wie die sprichwörtliche "gefühlte Ewigkeit" an.

 

Neben dem Signalweg spielt es natürlich auch eine Rolle, wie schnell der Motor Luft und Kraftstoff bekommt. Bei einem Turbomotor kommt da im Ansaugsystem so einiges an Länge zusammen, bzw. Volumen (Ladeluftkühler!). Beim Benziner muss nach Öffnen der Drosselklappe die ganze Strecke erstmal mit Luft gefüllt werden, bevor davon etwas Verwertbares im Brennraum ankommt. Das dauert ... :o

Das Empfinden, was schnell und was langsam ist, muß hierbei auch mit unserer Biologie zu tun haben. Zwischen dem sensorischen Auslöser (z.B. Finger drückt auf eine scharfe Kante) und dem Eingang des Signals im Gehirn und Erkennen der Bedeutung (es handelt sich um eine scharfe Klinge, Druck vermindern!) vergeht eine kurze Zeitspanne, die uns als Erfahrungswert immanent ist.

Beim Gasgeben erwarten wir entsprechend nach kurzer Zeit den Druck im Rücken = Beschleunigung. Damit dürfte das Ansprechverhalten auch von verschiedenen Menschen (in engen Grenzen) unterschiedlich empfunden werden.

Themenstarteram 21. Dezember 2012 um 9:24

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Zitat:

Original geschrieben von bnutzinger

@Real_Imperial:

Deine Variante mag ja die Wissenschaftlich/Technisch richtige sein. Hätte aber für den Benutzer keine wirkliche Aussagekraft oder?

Was wäre denn dann maßgeblich für eine Verbesserung oder Verschlechterung dieser Ansprechzeit verantwortlich zu machen?

Mir käme da ja nur der reine Signalweg als relevanter Faktor in den Sinn. Da kann es sich ja nur um Differenzen im ms bereich (oder vielleicht noch kürzer), eben bedingt durch die Elektronik, handeln.

Deine Denkrichtung passt schon. Tatsächlich handelt es sich aber eher um zig bis hundert Millisekunden. Wobei die Spanne zwischen "gut" und "schlecht" relativ klein ist. Bis ca. 150 ms empfindet man als extrem direkt, um die 200-250 ms liegt in dem Bereich, den die meisten Fahrer als "unauffällig" oder "normal" empfinden würden. 300 bis 400 ms wirken schon etwas träge und lustlos, ab 500 ms fühlt es sich wie die sprichwörtliche "gefühlte Ewigkeit" an.

Neben dem Signalweg spielt es natürlich auch eine Rolle, wie schnell der Motor Luft und Kraftstoff bekommt. Bei einem Turbomotor kommt da im Ansaugsystem so einiges an Länge zusammen, bzw. Volumen (Ladeluftkühler!). Beim Benziner muss nach Öffnen der Drosselklappe die ganze Strecke erstmal mit Luft gefüllt werden, bevor davon etwas Verwertbares im Brennraum ankommt. Das dauert ... :o

Woher habt ihr diese Informationen? Könnt ihr euch auf spezielle Fachliteratur beziehen? Wie gesagt von Verständnis her gleicht mein wissen so in etwa den euren. Mir fehlt es nur an quellen!

Zitat:

Original geschrieben von reanima

Woher habt ihr diese Informationen? Könnt ihr euch auf spezielle Fachliteratur beziehen? Wie gesagt von Verständnis her gleicht mein wissen so in etwa den euren. Mir fehlt es nur an quellen!

Mit Quellen kann ich leider nicht dienen. Ist alles Zeug das ich hier und da aufgeschnappt habe.

Bin auch nur Laie. Ich glaube aber Real_Imperial beschäftigt sich hauptberuflich mit Fahrzeugelektronik. Der hat vielleicht auch Seriöse Quellen an zu bieten ;)

Zitat:

Original geschrieben von reanima

Woher habt ihr diese Informationen? Könnt ihr euch auf spezielle Fachliteratur beziehen? Wie gesagt von Verständnis her gleicht mein wissen so in etwa den euren. Mir fehlt es nur an quellen!

Im Wesentlichen habe ich zwei Arten von Quellen:

- Diplomarbeiten/Dissertationen (die sich teilweise mit etwas Geschick per Google finden lassen)

- ich selbst :D (sprich: Berufserfahrung und gezielte Untersuchungen in der Richtung)

Ich denke es geht ihm um Stichworte nach dem er nach Quellen suchen kann.

Zitat:

Original geschrieben von Felyxorez

Ich denke es geht ihm um Stichworte nach dem er nach Quellen suchen kann.

Ich habe die Quellen auch selbst gefunden. Jemanden, der eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, traue ich das schon zu. Und ein paar Begriffe habe ich genannt.

Zitat:

Beim Benziner muss nach Öffnen der Drosselklappe die ganze Strecke erstmal mit Luft gefüllt werden, bevor davon etwas Verwertbares im Brennraum ankommt. Das dauert ...

Die Drosselklappe sitzt immer am gleichen Fleck vorm Kruemmer. Da ist es egal ob Turbo oder nicht, LLK oder nicht...

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