Warum will mir kein Händler ein Auto verkaufen?
Hallo zusammen,
-vorweg- ich weiß, dass ich in dieses Forum nicht 100%ig reingehöre, hab aber kein passenderes gefunden.
Mein Geschichte: ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Kompakten oder Mittelklasse, ein bis drei Jahre alt, leistungsstark und mit überdurchschnittlicher Ausstattung. Es soll nichts in Zahlung gehen und ich werde bar bezahlen.
Da ich zeitlich nicht unter Druck stehe und mich auch auf keine Marke festgelegt habe, hab ich mittlerweile einige Objekte gefunden, die mich interessieren würden (z.B. Ford Focus, Citroen C4 Coupe oder den Alfa GT, Kostenpunkt zw. 12t und 15t €).
Ich spreche also mit den Händlern/Verkäufern, kläre ab, ob das jeweilige Objekt auch wirklich zu mir passt und sobald alles geklärt ist, versuche ich über den Preis zu sprechen. Aber trotz Zusage, dass ich sofort und in bar bezahlen möchte, hat mir bisher noch keiner mehr als 100-300€ Nachlass eingeräumt.
Ich bin dagegen der Meinung, dass in dieser Preisklasse, bei Fahrzeugen, die wochen-, manchmal monatelang angeboten werden, zudem mit relativ hohem Spritverbrauch, 1000€ drin sein müssten (was ich aber nicht ausspreche). Also drehe ich mich um und gehe. Was mich nun wundert: nicht einer versucht mir ein besseres Angebot zu machen oder mir ein anderes Fahrzeug anzubieten. Wollen die nichts verkaufen oder wollen sie nur "mir" nichts verkaufen? (Ich habe keinen Ausschlag, bin gewaschen und höflich - ich schwör's!)
Ich verstehe ja, dass mancher seine Gebrauchtwagen wirklich und echt kalkuliert, so dass er wirklich nicht mehr runtergehen kann, aber alle?
Die Schwacke-Liste habe ich natürlich konsultiert, musste aber feststellen, dass es abhängig vom Modell doch ganz schöne Abweichungen zur Realität (=autoscout oder mobile ;-) gibt.
Welche Erfahrungen habt Ihr beim Gebrauchtwagenkauf habt, wie kalkulieren die Händler, wie verhandelt man geschickt?
Für Eure Antworten schon mal vielen Dank!
Beste Antwort im Thema
Moin,
hast du dem Händler auch deine Preisvorstellung gesagt? Wenn 13.8 T dransteht und er sagt dir, na gut, 13.6 T für dich, musst du ihm sagen, dass du bereit bist ihm z.B. genau 13 zu geben. Oder für die 13.6 noch einen Satz neuer Winterreifen. Oder oder...
Wenn er "nö" sagt (warum soll er dir auch ein Auto verkaufen, dass er wem anders für mehr verkaufen kann?), sagst du halt "schade, dann nicht" oder "kann man da echt nix mehr machen?". Wenn er verneint, ist das halt Pech.
Wenn du aber wirklich Zeit und hast und weißt, dass das Objekt deiner Begierde da schon länger steht, dann geh' nach einiger (!) Zeit nochmal hin und teile dem Händler mit, dass dein Angebot von vor drei Monaten immer noch steht und dass er froh sein kann, dir den Wagen verkaufen zu können. Vielleicht erinnert er sich an dich und ist froh, die Karre vom Hof zu haben; oder er wird stinkig und jagt dich ohne Auto vom Hof - dann geh' acht Wochen später wieder vorbei 😁
88 Antworten
Gebt doch einfach mal auf www.ebundesanzeiger.de links oben im Feld Suche den Begriff "Autohaus" ein.
Dann bekommt ihr eine Auflistung mit den gespeicherten Bilanzen aller GmbH´s die im Namen das Wort "Autohaus" haben.
Dort könnt ihr euch ja mal bei den veröffentlichten Bilanzen die Jahresüberschüsse - und vor allem das Verhältnis von Kapitaleinsatz zum Jahresüberschuss ansehen.
Und nein, nicht alle Bilanzen sind "geschönt".
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Gebt doch einfach mal auf www.ebundesanzeiger.de links oben im Feld Suche den Begriff "Autohaus" ein.
Dann bekommt ihr eine Auflistung mit den gespeicherten Bilanzen aller GmbH´s die im Namen das Wort "Autohaus" haben.Dort könnt ihr euch ja mal bei den veröffentlichten Bilanzen die Jahresüberschüsse - und vor allem das Verhältnis von Kapitaleinsatz zum Jahresüberschuss ansehen.
Und nein, nicht alle Bilanzen sind "geschönt".
Hi Nr..5 lebt,
ok ok du hast gewonnen. Ich werde morgen gleich in der Früh zu allen Händlern, mit denen ich die letzten Monate Kontakt hatte gehen und mich persönlich entschuldigen weil ich mir erlaubt habe die Verkäufer auf preisliche Zugeständnisse anzusprechen. Ferner werde ich evtl. dann mein Sparstrumpf mitnehmen und auf alle zu gleichen Teilen verteilen, damit die Bilanz zumindest von mir positiv unterstützt wird.
Ich hoffe Dir damit einen Dienst zu tun, damit Du nicht solche Ängeste um die Existenz der Autohändler haben musst.
Ich werde auch meine "in Deinen Augen falschen Ansichten" jetzt nicht mehr kund tun damit wirklich hier jetzt Nr.5 lebt mit seiner Meinung gewinnt.
Achja, vielleicht sagst Du mir noch bei welchem Händler Du Deine Autos kaufst, weil die müssen ja ne super Bilanz haben, wenn Du so verständnisvoll Dein Geld da ablieferst. Die Stimmung wird sicherlich dort gut sein und ich werde dann noch einen Teil meiner Ersparnisse da auch abliefern und die Stimmung geniesen.
So und nu ist das Thema für mich durch und ich beglückwünsche Dich zum Sieg der Meinungen.
Gruß
alpini
PS: hoffentlich kann ich mich vor weiteren Kommentaren beherrschen.
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Und nein, nicht alle Bilanzen sind "geschönt".
die bilanzen sind alle geschönt, aber im rechtlichen rahmen, was völlig legitim ist
Stimmt,so manche Bilanz sieht wird auch auf gruselig getrimmt damit der Pleitegeier in Berlin nicht zuviel abbekommt.
Spass beiseite,jede Bilanz ist im gesetzlich zulässigen Rahmen in irgendeine Richtung optimiert.Die einen stellen sie besser dar als sie ist damit sie bei den Banken noch was bekommen und Andere machen das Gegenteil um Steuern zu senken.Nicht umsonst sollte man bei Firmenübernahmen keiner Bilanz vertrauen sondern eigene Wirtschaftsprüfer damit beauftragen die Bücher auseinanderzunehmen um Tricksereien zu endecken.
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Habe mir (selber Autoverkäufer - und das schon viele Jahre) mal wieder die neuen Treets hier angetan. Da tauchen vor allem Gedankengänge über recht junge Gebrauchtwagen der sog. Premiummarken auf, deren Preisgestaltungsverläufe über den Zeitraum zwischen Erstauspreisung und Verkauf Rätsel aufwerfen. Wieviel Marge ist denn nun an einem zwei Jahre alten Dreier oder A4 dran? Wieviel Kohle stecken sich die gierigen Händler ein? Warum können die nicht gleich mit dem Preis runter?
Kurze Erklärung: Die angebotenen Autos sind i.d.R. Leasingrückläufer (oder wieviele davon wurden ohne Mehrwertsteuerausweis gesichtet?), die mit festen Rücknahmewerten kalkuliert wurden. Man nehme z.B. mal den Preis eines, sagen wir mal, Toyota Avensis und eines Dreier BMWs - hohler Vogel oder volle Hütte ist dabei schnurz - und man kommt auf eine rechte große Listenpreisdifferenz bei vergleichbaren Modellen zu Gunsten des Japaners. Jetzt gehen wir mal alle gemeinsam ins Internet oder zum Händler und lassen uns ein Leasing ausrechnen. Obwohl ich das jetzt nicht mache, wird jeder, der diesem Aufruf folgt feststellen, dass der viel teurere BMW im Leasing billiger ist. Potz Blitz! Das Auto hat natürlich weil Deutsch und Premium einen super Werterhalt und kann dadurch für so günstige Raten angeboten werden. Die Preise, die dann nach Leasingende von den Händlern (die armen Säcke müssen die Kisten tatsächlich zu den ehemals kalkulierten Konditionen zurücknehmen - mit etwas Glück lassen die ehemaligen Leasingnehmer noch ein paar Euronen für Mehrkilometer oder Schäden da) im GW-Geschäft ausgerufen werden, sind dann meist die Rücknahmewerte plus Dreifuffzich für ´ne Garantie.
Und nun kommt die Konfrontation mit der Realität, sprich dem tollen Werterhalt in der Theorie und dem zu erzielenden Kaufpreis in der Praxis. Die Testphasen laufen je nach Händler, Bestand, Region und Pfiffigkeit des Steuerberaters zwischen 3 und 24 Monate, bis die Hütte zum marktüblichen Wert verscherbelt wird. Der Verlust wird i.d.R. durch kumuliertes Wirtschaften oder eben nicht ausgeglichen.
Gibt es ein Patentrezept, diese Frist zum eigenen Vorteil zu verkürzen? Nein. Verhandlungsgeschick, Glück, der richtige Zeitpunkt, die richtige Chemie zwischen Verkäufer und Kunde und und und...
Einen Exkurs über Betriebswirtschaft im Autohaus in Verbindung mit der aktuellen Marktlage nebst Druck von Hersteller und Wettbewerb spare ich mir, da jeder, der hier gelandet ist, sicher auch Herrn Google aus Amerika mehr Informationen zum Thema entlocken kann.
Gruß, Wolf (weder Toyota-, noch BMW-Verkäufer)
Wenn das Leasing wegen der vielen Rückläufer tatsächlich so unattraktiv für die Händler ist, dann hätten sie es doch letztlich selbst in der Hand, den Kunden an Stelle dessen eine Finanzierung schmackhaft zu machen.
Aus der Praxis hat man aber eher den Eindruck, daß die meisten Beratungen, bei denen der Kunde noch unschlüssig ist, eher zum Leasing hin tendieren.
Warum?
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Wenn das Leasing wegen der vielen Rückläufer tatsächlich so unattraktiv für die Händler ist, dann hätten sie es doch letztlich selbst in der Hand, den Kunden an Stelle dessen eine Finanzierung schmackhaft zu machen.Aus der Praxis hat man aber eher den Eindruck, daß die meisten Beratungen, bei denen der Kunde noch unschlüssig ist, eher zum Leasing hin tendieren.
Warum?
Da simma wieda ma beim Thema "Premium" angekommen. Wir können hier getrost von Fahrzeugen reden, deren billigste Nacktmulle so bei 25.000 Öcken anfangen. Diese Autos, vor allem die Nicht-Nacktmule, werden zu einem großen Teil geschäftlich verleast, wie sich leicht in der täglich auf Augen und Ohren niederprasselnde Werbung wahrnehmen lässt. Es geht um die Rate und um nix anderes. Wenn nun Händler A der Marke Y meint, da macht er nicht mehr mit und passt seine Rücknahmewerte an, wird Händler B der Marke Y mehr verkaufen und Händler C der Marke Z Freudensprünge machen. Händler A kann seine Absatzziele nicht mehr erfüllen, bekommt seine für die Gesamtkakulation notwendigen Prämien nicht mehr und kann dann zügig dazu übergehen, die Geschäfte an den Insolvenzverwalter zu übergeben. Also wird fleißig weiter verleast - und solange die Mischkalkulation aufgeht, läuft der Laden mehr oder weniger rund.
Finanzierungen werden zwar im Privatkundenbereich oft angeboten - aber auch hier sehr häufig mit überzogenen Schlussraten, auf dass der Käufer sich ewig an die Marke binde. Den klassischen Barkäufer oder Finanzierungkunden findet man eher im Brot- und Buttersegment. Zwar wird auch hier viel mit Leasing gemacht, das Risiko für den Händler ist aber deutlich geringer.
Da ich gottseidank bei einem Händler arbeite, dessen Stärke der Kleinwagenbereich ist, kann die paar Kunden verschmerzen, die im Oberklassebereich zu anderen Marken gehen, weil meine Leasingkalkulation keine niedrigeren Raten zulässt. Beim Kauf würde es zwar wesentliche Preisunterschiede zwischen, sagen wir mal, einem Espace und einer R-Klasse geben, die Leasingrate für den Schwaben würde aber geringer ausfallen.
Warum?
Weil bei einer niedrigeren Leasingrate ein viel zu hoher Rücknahmewert stehen würde und die paar Euro Ertrag aus dem Neuwagenverkauf plus ´ne unbestimmte Summe extra notwendig sind, um den Verlust bei der GW-Vermarktung wieder auszugleichen. Also entweder verlease ich ein Auto ab der gehobenen Mittelklasse zu realistischen Konditionen oder verkaufe es gegen Bares (ob der private Sparstrumpf geleert oder eine Finanzierung gewünscht wird, ist dabei Wurscht) - oder ich sage einmal NEIN zu dem "Geschäft" und habe damit mehr verdient als ´ne Ku´dammnutte mit dreimal JA sagen.
Gruß, Wolf.
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Wenn das Leasing wegen der vielen Rückläufer tatsächlich so unattraktiv für die Händler ist, dann hätten sie es doch letztlich selbst in der Hand, den Kunden an Stelle dessen eine Finanzierung schmackhaft zu machen.
Wer sagt dir, dass es nicht die Poltik des Herstellers ist, den auch die Sorgen plagen (s.u.) ?
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Aus der Praxis hat man aber eher den Eindruck, daß die meisten Beratungen, bei denen der Kunde noch unschlüssig ist, eher zum Leasing hin tendieren.
Vielleicht, weil der Kunde beim Leasing ja "nur" die Leasingraten hat und nicht den Gesamtpreis des Wagens sieht. 200 Euro monatlich klingen doch anders als 40.000 Euro zu finanzieren.
Das Problem besteht - was ich gesehen habe - umso stärker, je höher der Neupreis eines Autos war oder ist. Autos im Alter von 1, 2 oder 3 Jahren stehen bei den Autohäusern in rauen Mengen herum, der klassische 5-6jährige Gebrauchtwagen aus erster Hand ist hingegen eine Seltenheit. Da die Finanzkraft der meisten Menschen eher gesunken ist und - gekaufte - Autos tendenziell länger gehalten werden, sind das wohl alles Werkswagen und Leasingrückläufer. Die Preise, die dafür aufgerufen werden, sind teilweise so hoch, dass meinen könnte, die Autos sollen gar nicht verkauft werden (und ich rede noch nicht mal von Premiummarken). Insofern kann ich das Argument, die Restwerte werden zu hoch kalkuliert, durchaus nachvollziehen.
Die Zeche soll dann der Gebrauchtwagenkäufer zahlen. Der aber hustet dem Händler was, wie wir hier im Thread schön sehen.
Was zeigt uns das? Neuwagen sind zu billig oder Gebrauchtwagen zu teuer, vielleicht auch beides. Stellt sich die Frage warum. Ich vermute mal, dass die meisten Hersteller - ja, auch und gerade die Premiumhersteller - gar keine andere Chance mehr haben, als Neuwagen massenweise als Werkswagen, Dienstwagen und Leasingfahrzeuge möglichst billig auf den Markt zu werfen, weil sich die Masse der Menschen die Autos neu gar nicht mehr leisten kann. Und von denen, die es können, viele nicht wollen.
Bei preiswerten Autos, also im Kleinst- und Kleinwagenbereich oder bei Dacia ist die Welt noch eher in Ordnung, da stehen keine Halden junger Gebrauchtwagen herum. Vermutlich ist das Preisniveau der Neuwagen also tatsächlich zu hoch.
Die Frage ist, wer in diesem Spielchen den Kürzesten zieht. Der Hersteller, der Händler oder der Kunde? Ich fürchte der Händler, allerdings ist der Hersteller auf diesen angewiesen. Dem Kunden kann es relativ egal sein, solange er von irgendwoher immer noch Autos bekommt.
Hallo Düsentrieb77,
und wieder bist Du ein Forumsmitglied, der die Lage genau checkt. Genau so wie Du es beschreibst ist es derzeit. Hier noch ein Beispiel wie es zur Zeit läuft.
Ich verfolge den Markt schon ne ganze Zeit. Habe auch einen 5er BMW im Visier gehabt. Der stand bei meinem Freundlichen. EZ 2006. 10000 km auf dem Tacho, angeblicher Neupreis 80000,00 Euro. Der Freundliche wollte für das Auto ca. 45000,00 Euro. Das war mir zuviel. Verhandlungsbereitschaft besteht derzeit sehr wenig vom Händler. Auch wenn Nr.5 lebt bereits meinte, auf solche Kunden wie mich würde er verzichten bei meinem Gebaren überhaupt Preisverhandlungen anzustreben.Lach
So und nun der Hammer. Das Auto wurde jetzt vom Freundlichen an einen freien Händler weitergegeben. Und was stelle ich fest jetzt möchte der freie Händler für das gleiche Auto mit den gleichen KM noch ca. 39000,00 Euro.
So und nun eine Frage an Nr.5 lebt. Anscheinend war hier doch eine "exorbitante Gewinnerwartung" von ca. 6000,00 Euro einkalkuliert. Und der freie Händler, der jetzt noch 39000,00 Euro haben möchte, der denke ich mal möchte jetzt auch noch verdienen. Hat das Auto wahrscheinlich wesentlich günstiger vom Freundlichen bekommen, da ja er auch was verdienen muss als Kaufmann.
Bei solch einem Vorgehen verliert man doch das Vertrauen und die Lust am Autokauf. Also ich weiß nicht, was die sich da alles dabei denken. Aber mit Fairness hat das doch reichlich wenig zu tun oder???
Was habt Ihr für Erfahrungen, ist es Euch auch schon so ergangen?????
Erfahrungsaustausch wäre nett.
Gruß
alpini
Zitat:
Original geschrieben von Düsentrieb77
... Neuwagen sind zu billig oder Gebrauchtwagen zu teuer, vielleicht auch beides. Stellt sich die Frage warum. Ich vermute mal, dass die meisten Hersteller - ja, auch und gerade die Premiumhersteller - gar keine andere Chance mehr haben, als Neuwagen massenweise als Werkswagen, Dienstwagen und Leasingfahrzeuge möglichst billig auf den Markt zu werfen, ......
Hallo,
als billig empfinde ich Neuwagen nicht gerade. Ich kenne jetzt keine Statistik, aber ich vermute, dass man heute mehr Netto-Arbeitslöhne für einen Neuwagen ausgeben "muss" als vor 20 Jahren. Es sind allerdings auch einige Features selbstverständlich geworden (ABS, ESP, Airbags ...) die es vor 20 Jahren noch nicht einmal gegen Aufpreis gab.
Der preisliche Abstand zwischen Neuwagen und jungen Gebrauchten ist allerdings in der Tat sehr gering. Schon 1 oder 2 größere EXTRAS bei einem Gebrauchten, die man bei einer eigenen Konfiguration nicht bestellen würde (Leder, Navi, Xenon...), machen einen Gebrauchtwagen finanziell uninteressant.
Mein Fazit war: Es gibt was Neues.
Michael
alpini du bist echt ein Witzbold.
Erstmal wundert mich woher du weißt wohin der Wagen verkauft wird und zu was für einen Preis.
Als ob ein Händler seine Einkaufspreise sowie seine erzielten Verkaufspreise verrät.
Hast du dir schon mal gedanken darüber gemacht das Händler auch unter Einkaufspreis an andere Händler verkaufen weil ein Fahrzeug weg muss.
Schreib doch mal was du den Händlern so bietest.
Preisauzeichnung : 45.000 €
Dann kommt alpini!
Ich geben dir 35.000 € ?????
Sry, aber ich glaube gar nichts von dem was du schreibst. Ich habe das Gefühl du hast dir eine Meinung gebildet und malst sie dir aus.
Was für ein Auto hattest du dir denn zuletzt wann und wo gekauft, würde mich brennend interessieren. Ebenso dein Beruf.
Zitat:
Original geschrieben von alpini
Was habt Ihr für Erfahrungen, ist es Euch auch schon so ergangen?????
Ich habe vor kurzem nach einem Auto gesucht. Es sollte ein gebrauchter Kompaktwagen werden (gepflegter Ersthandwagen, etwa 5 Jahre alt), eingeschossen hatte ich mich auf den Ford Focus.
Wie ich feststellen musste, ist so etwas nur schwer zu bekommen. Bei den Fordhändlern sah ich massenweise ein bis zwei, seltener drei Jahre alte Focusse, zu zwei Dritteln Diesel, zu zwei Dritteln Kombis.
Das Extremste war ein 16 Monate alter Wagen mit 55 tkm, der 1000 Euro über Basisneupreis liegen sollte. Gut, er hatte einen Diesel (den ich nicht wollte), aber nicht mehr als durchschnittliche Ausstattung. 10% Rabatt auf den Listenpreis gerechnet, wäre mein Wunschauto - 1.6er Benziner, 5Türer - neu (!) kaum teurer gekommen als dieses Angebot.
Da ich so viel nicht ausgeben wollte und die Gebrauchtwagen bei freien Händlern zum Teil ziemliche Grotten waren, habe ich für 2990 Euro den alten Benz aus meiner Signatur gekauft. Vom Verbrauch abgesehen ein tolles Auto.
Zitat:
Original geschrieben von michael60
als billig empfinde ich Neuwagen nicht gerade. Ich kenne jetzt keine Statistik, aber ich vermute, dass man heute mehr Netto-Arbeitslöhne für einen Neuwagen ausgeben "muss" als vor 20 Jahren. Es sind allerdings auch einige Features selbstverständlich geworden (ABS, ESP, Airbags ...) die es vor 20 Jahren noch nicht einmal gegen Aufpreis gab.
Michael, wir meinen beide das gleiche. Das Verhältnis zwischen Neuwagen und jungen Gebrauchten ist sehr gering, wie du schreibst - zu gering, wie ich meine. Du hast deine Entscheidung getroffen, indem du einen Neuwagen gekauft hast, ich habe sie getroffen, indem ich einen älteren Gebrauchten gekauft habe.
Voilá, zwei junge Gebrauchte mehr, die sich nicht verkauft haben und weiter rumstehen.
Sicher sind Neuwagen im Verhältnis zum Netto-Einkommen nicht billiger geworden. Das ist es ja: Sie werden z.B. über günstige Leasingverträge, an denen der Händler zu wenig verdient (siehe AutoMensch), wieder billig gemacht und der Zweitbesitzer soll den Ausgleich dafür zahlen, was dieser verständlicherweise nicht will.
Neuwagen werden also nicht zu billig für den Kunden abgegeben, sondern für den Hersteller und den Händler. Warum? Weil sie sonst nicht oder zahlenmäßig weniger gekauft werden. Und das lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Listen-Neuwagenpreise ab der Kompaktwagenklasse (siehe meinen potentiellen Ford Focus) zu hoch sind.
Die Autos müssen wieder weniger aufwendig werden, damit Hersteller und Händler bei günstigeren Verkaufspreisen ausreichend verdienen. Sonst kaufen die Menschen einfach kleinere Autos und die Stückzahlen sind bei größeren Modellen nicht zu halten, was sie mittelfristig weiter verteuert.
Zitat:
Original geschrieben von Durchschnittstyp
Erstmal wundert mich woher du weißt wohin der Wagen verkauft wird und zu was für einen Preis.Als ob ein Händler seine Einkaufspreise sowie seine erzielten Verkaufspreise verrät.
Hast du dir schon mal gedanken darüber gemacht das Händler auch unter Einkaufspreis an andere Händler verkaufen weil ein Fahrzeug weg muss.
Schreib doch mal was du den Händlern so bietest.
Preisauzeichnung : 45.000 €
Dann kommt alpini!
Ich geben dir 35.000 € ?????
Warum diese Polemik?
Ich denke nicht, dass Alpini einen übertriebenen Rabatt wollte. Vielleicht lief das so ab, dass er gefragt hat, ob an dem Preis noch etwas zu machen ist. Der Verkäufer lies ihm 1000 Euro runter. Alpini bot ihm 42T, was der Verkäufer ablehnte. Wenn der Wagen dann Monate später bei einem freien Händler für 39T auftauchte, kann man nur sagen, dass sich der Verkäufer ordentlich verkalkuliert hat und den Wagen nur deshalb unter Einkaufspreis abgeben musste, weil er ungeschickt genug war, ihn nicht vorher für mehr zu verkaufen.
Eines hat er aber damit erreicht: Er hat sich nicht sein Preisniveau versaut. Ob das für ihn ein Vorteil ist, soll er selbst entscheiden.
Nur mal so ein Gedankenspiel zum Verhältnis Neuwagenpreise/Gebrauchtwagenpreise.
These hier Thread: Neuwagen sind zu billig, Gebrauchte zu teuer.
Na dann, machen wir doch einfach die Neuwagen teurer. Schade nur, dass dann einige Neuwagenkäufer (egal ob gekauft oder geleast) zu Gebrauchtwagenkäufern werden, weil sie sich dann Neuwagen nicht mehr leisten können/wollen. Macht aber nix, die kaufen dann halt auch Gebrauchte. Wenn aber weniger Neuwagen zugelassen werden gibts folgerichtig auch weniger Gebrauchte und dass bei hörere Nachfrage, Dann brauchen wir ja nicht lange zu warten, bis die Preise für die Gebrauchten noch weiter steigen. 😉
Zitat:
Original geschrieben von Durchschnittstyp
alpini du bist echt ein Witzbold.Erstmal wundert mich woher du weißt wohin der Wagen verkauft wird und zu was für einen Preis.
Als ob ein Händler seine Einkaufspreise sowie seine erzielten Verkaufspreise verrät.Hast du dir schon mal gedanken darüber gemacht das Händler auch unter Einkaufspreis an andere Händler verkaufen weil ein Fahrzeug weg muss.
Schreib doch mal was du den Händlern so bietest.
Preisauzeichnung : 45.000 €
Dann kommt alpini!
Ich geben dir 35.000 € ?????
Sry, aber ich glaube gar nichts von dem was du schreibst. Ich habe das Gefühl du hast dir eine Meinung gebildet und malst sie dir aus.
Was für ein Auto hattest du dir denn zuletzt wann und wo gekauft, würde mich brennend interessieren. Ebenso dein Beruf.
Hallo Durchschnittstyp,
danke für Deine Antwort.
Hier mal ein paar Infos zu Deinen Vorwürfen.
Wenn ein Auto für 45000,00 Euro ausgezeichnet werden würde, dann ist mir klar, dass ich es nicht für 35000,00 Euro bekommen werde. Aber wenn ich nur Angebote bekomme ala ich kann Ihnen 500,00 Euro oder 1000,00 Euro entgegenkommen, dann bekomm ich das Graußen. Ich bin schon Realist. Mein letztes Auto war ein BMW e39 EZ 2000. Ich habe Ihn als BMW-Geschäftswagen im März 2001 mit 15000 km auf der Uhr gekauft. Und zwar vom Freundlichen von einem sehr kompetenten Verkäufer, der mittlerweile in meinem BMW-Betrieb leider leider nicht mehr beschäftigt ist.
Lieber Durchschnittstyp, schade dass Du mir nicht glaubst. Aber ich habe die heutigen Angebote bezüglich des 540 i vor mir liegen. Einmal das vom Freundlichen mit ca. 45000,00 Euro und einmal das vom freien Händler mit ca. 39000,00 Euro.
So und nun kannst Du mir das glauben oder nicht, aber es ist eben so. Ob nun mit oder ohne Deinem Angriff.
Ich werde auf alle Fälle immer noch vorsichtiger und mißtrauischer beim Autokauf und beim Kontakt mit Autoverkäufern. Das kann aber jeder halten wie er will.
So wie es bereits Düsentrieb77 beschrieben hat mit dem Angebot auf 1000,00 Euro Entgegenkommen ist es bei mir gelaufen. Und das war mir, wie es hier auch vielen anderen so ergehen würde, viel zu wenig.
Aber jetzt der neu aufgerufene Preis beim freien Händler bestätigt mir, dass es gut war nicht auf das erste Angebot des Freundlichen einzugehen. Aber das Misstrauen wird dadurch eben nicht geringer.
Gruß
alpini