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warum eigentlich Vollkasko??? ist doch alles "grob fahrlässig"

Themenstarteram 24. Juni 2006 um 11:15

Hallo Leute,

kennt ihr den Begriff "grob fahrlässig", der von Versicherungen gern genutzt wird um sich vor der Zahlung zu drücken?? Grob fahrlässig ist z.B.

• Zu schnell -> Unfall

• Alkohol/Drogen –> Unfall

• Abgefahrende Reifen (Aquaplaning) -> Unfall

• Zündschlüssel stecken lassen -> Diebstahl

• Handy am Ohr -> Unfall

• Ampel/Schild übersehen -> Unfall

• Runtergefallene Zigarette aufgehoben ->Unfall

meine These: wenn ich mich grob fahrlässig verhalte (kann ja auch mal Zufall sein) zahlt die Versicherung nicht. Halte ich mich an die Regeln, brauche ich keine Vollkasko, da das Risiko nahe Null tendiert. Baue ich einen Unfall, findet die Versicherung immer einen Grund, warum es grob fahrlässig sein könnte

Was sagt ihr??

Ich trage mich mit dem Gedanken, bei meinen Auto, auch wegen Zeitwert, die Vollkasko zu kündigen. Macht meiner Meinung nach keinen Sinn

Ciao,

Eric

Beste Antwort im Thema

Der Robert hat seinen Wissenshorizont in den letzten Tagen leider nicht erweitern können :rolleyes:

Das Schlimme ist, diejenigen Leser welche keine/wenig Ahnung haben und sich informieren wollen glauben das auch noch, weil die, die es richtig beschreiben, ja für die bösen Versicherungen arbeiten :confused: :rolleyes: :D

Das gefällt mir :D:

Zitat:

Deine Aussagen sind einfach undifferenzierte Stammtischparolen. Du vermischt Dinge die nichts miteinander zu tun haben und fügst deine Meinung hinzu. So weckst du niemanden mit Verstand auf.

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Themenstarteram 25. Juni 2006 um 11:09

ja Danke, madcruiser. werd mal drüber nachdenken. Da nächstes Jahr 3% Märchensteuer draufkommen such ich noch nach ner Sparmöglichkeit ;)

Märchensteuer kommt keine drauf,

allerdings steigt die Versicherungssteuer auf 19 Prozent.

Ist schon stark:

Erst kassiert der Staat 19 Versicherungssteuer,

dann bei der Schadenreparatur nochmal 19 Mehrwertsteuer. ;)

Grob vereinfaacht:

2 * 19 = 38 Prozent Staatsquote auf Versicherungsleistungen.

Schadenfreude kommt da nur beim Staatshaushalt auf. :confused:

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser

Märchensteuer kommt keine drauf,

allerdings steigt die Versicherungssteuer auf 19 Prozent.

Ist schon stark:

Erst kassiert der Staat 19 Versicherungssteuer,

dann bei der Schadenreparatur nochmal 19 Mehrwertsteuer. ;)

Grob vereinfaacht:

2 * 19 = 38 Prozent Staatsquote auf Versicherungsleistungen.

Schadenfreude kommt da nur beim Staatshaushalt auf. :confused:

Der größte Beschi.. ist doch, daß die Versicherungssteuer wie die Mwst. erhöht, aber nicht gleich behandelt wird (Stichwort Vorsteuerabzug). :mad:

Stimmt,

Das ist kein Zufall, sondern Methode.

Wenn man die Erhöhung der Versicherungssteuer mal zum Anlass nimmt, seinen Bestand an Versicherungen kritisch zu durchforsten, hat mancher mindestens die Mehrkosten wieder raus.

Ich habe schon immer auf eine Kasko verzichtet und zahle den Schaden, der sich bei einem älteren Auto stets in Grenzen hält, notfalls aus eigener Tasche. Dazu muss man dann natürlich auch in der Lage sein.

Eine gegenüber der Versicherungssteuer bedeutendere Steuererhöhung ab 2008 zeichnet sich ja schon ab: Der "Gesundheitssoli", also ein Zuschlag auf die Einkommensteuer oder eine direkte Erhöhung der Einkommensteuersätze, wird aller Voraussicht nach kommen. Vielleicht auch eine Begrenzung des Ehegattensplittings. Anders sind die nötigen 20 Mrd. Euro realistisch betrachtet kaum zu finanzieren.

Zitat:

Original geschrieben von VW-Hawky

Anders sind die nötigen 20 Mrd. Euro realistisch betrachtet kaum zu finanzieren.

Das ist genauso falsch wie die Politik dazu.

Mit "realistisch betrachtet" meinte ich übrigens, dass es zwar andere Möglichkeiten gibt (Einsparpotentiale), aber die Politik diese mit Rücksicht auf Interessengruppen und Wählerklientel kaum nutzen bzw. durchsetzen wird.

Re: warum eigentlich Vollkasko??? ist doch alles "grob fahrlässig"

 

Zitat:

Original geschrieben von Eric L.

Hallo Leute,

.....#

die Vollkasko zu kündigen. Macht meiner Meinung nach keinen Sinn

Ciao,

Eric

Hallo Eric!

Frag doch mal bei Deiner Vers. nach, wie hoch Dein Einsparpotential ohne VK ist.

Es ist oft geringer, als man denkt!

Gruß

weflydus

...& bis gleich im Elchforum ;)

U.U. gibt es auch Einsparpotenziale ohne, daß man seinen Versicherungsschutz redzieren kann. Zum einem sind neuere Tarife oft günstiger als ältere, und wenn man schon die aktuellste Tarifgeneration zugrunde liegen hat, einfach mal nach einem Nachlass fragen. Viele Agenturen/Makler sind mit Vollmachten ausgestattet bestimmte Nachlässe zu gewähren. Und bevor sie einen Vertrag ganz verlieren, werden diese oft gewährt. Allerdings natürlich nur für gut verlaufende Verträge. Und Fragen kostet ja nix. ;)

und trotzdem

wer mit blanken Sommerreifen auf Schnee / Eis in den Graben rutscht, hat keinen vollen VK-Schutz

wer besoffen Ski fährt und sich 1 Bein bricht, dagegen schon (KV)

sicher

es gibt Einsparpotentiale

aber z.B. die Bayern (...) sind dagegen, das Risiko der Skifahrer aus der KV herauszunehmen

die Niedersachsen z.B. hätten jedoch nichts dagegen

und vice versa

...

Die Bestätigung der abgrenzung Augenblicksversagen - grobe Gahrlässigkeit durch ein OLG

Zitat:

+++ Kasko zahlt nicht bei Rotverstoß +++

28.06.2006

Wer grob fahrlässig eine rote Ampel überfährt und dadurch einen Unfall verursacht, kann nicht mit Leistungen seines Vollkaskoversicherers rechnen, das zeigt ein aktuelles Urteil des Kammergerichts Berlin (Az. 6 U 78/05).

Ein Taxifahrer hatte an einer roten Ampel zuerst gehalten, war aber dann geradeaus weitergefahren, obwohl nur das Lichtzeichen für Rechtsabbieger auf grün gesprungen war. Auf der Kreuzung kollidierte das Taxi mit einem Fahrzeug aus dem Querverkehr. Er sei durch ein Funkgespräch mit einem Kollegen kurz abgelenkt gewesen, so die Begründung des Taxifahrers.

Sein KFZ-Vollkaskoversicherer unterstellte ihm grob fahrlässiges Verhalten und weigerte sich, den Schaden am Taxi zu regulieren. Daraufhin klagte der Taxifahrer auf Zahlung. Durch das Umspringen der Rechtsabbieger-Ampel und den gleichzeitigen Funkruf sei er plötzlich irritiert worden, so seine Begründung. Sein Fehler sei deshalb ein so genanntes Augenblicksversagen gewesen, das nicht als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden dürfe.

Die Kammerrichter aus der Hauptstadt waren jedoch anderer Meinung: Die Kreuzung sei sehr übersichtlich und außerdem großzügig mit Lichtzeichen ausgestattet. Der Taxifahrer habe während eines mehrere Sekunden langen Zeitraums gleich mehrere Ampeln in seinem direkten Blickfeld übersehen müssen, um bis auf die Querspur zu gelangen. Von einem Augenblicksversagen könne deshalb keine Rede sein. Wer mehrere Ampeln missachte, handle in jedem Fall grob fahrlässig, auch wenn er durch ein kurzes Funkgespräch abgelenkt sei. Der Taxifahrer bleibt nun auf seinem Schaden sitzen.

Warum nicht eine Kosten-Nutzen-Analyse durchführen?

Eine Vollkasko ist immer dann obligatorisch, wenn man sich einen selbst verursachten Schaden am Kfz nicht leisten kann. Ausschließen kann man den nicht, den selbst der beste und sicherste Autofahrer ist irgendwann einmal abgelenkt. Und dann gibt es auch noch fremdverusachte Schäden, deren Urherber nicht zu ermitteln ist.

Andernfalls bemisst sich ihr Wert statistisch gesehen daran, wieweit man zu Unaufmerksamkeit oder Ungeschicklichkeit neigt.

Als nächstes finde ich interessant, dass die Kaskobeiträge nur lose an den Zeitwert eines Fahrzeugs gekoppelt sind (im Gegensatz zu den Leistungen der Versicherung bei Totalschaden!). Man vergleiche einmal den Wert eines Fahrzeugs über die Jahre mit den Beiträgen für die Vollkasko; das korreliert kaum.

Fazit: ungeschickte Menschen oder Neuwagenbesitzer leben sicher gut mit einer Vollkasko. Es ist auch gut, dass die Vollkasko nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit zahlt - denn das finanzieren schließlich die Versicherten. Ob man die VK bei einem gebrauchten Fahrzeug haben will, muß jeder für sich selbst entscheiden.

Grüße, Ulrich

Hi,

das ist zwar ein altes Thema, aber ich hätte dazu die Frage, ob es für grobe Fahrlässigkeit bei Alkoholeinfluss eine Promillegrenze gibt, ab der von grober Fahrlässigkeit gesprochen werden kann?

Imho kommt bei Alkohol eher Vorsatz zum tragen als grobe Fahrlässigkeit. Egal wieviel man trinkt, man weiß es. Wer sich mit Alkohol hinters Steuer setzt, handelt vorsätzlich. Und zwar immer ... egal mit welchem Promillanteil.

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