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Warum bezahlen wir Steuerzahler die Firmenwagenraserei?

Themenstarteram 21. Oktober 2008 um 21:51

Als ich mal wieder für einige Stunden auf der Autobahn unterwegs war und aufgrund der Spritpreise nicht die Höchstgeschwindigkeit meines Autos nutzte, habe ich mich gefragt wieso das nicht alle tun.

Ein Ergebnis meiner Überlegung: Wer die Spritkosten nicht aus eigener Taschebezahlen muss, für den gibt es gar keinen Anlass!!.

Aber was noch schlimmer ist: ich als Steuerzahler muss für diese Raserei bezahlen!!

Erklärung Firmen bekommen die MwSt vom Finanzamt erstattet und sie können darüberhinaus die Spritkosten voll von der Steuer absetzen! Also bezahlt eine Firma, die Gewinn macht effektiv nur 60-70 ct je Liter! Den Rest bezahlt das Finanzamt. Ich dagegen kann meine ersten 20 Km nicht absetzen.

Mein Lösungsvorschlag: Beim PKW können nur bis 120 g CO2 / Km die Spritkosten abgesetzt werden.

Dann bleibt noch das Problem mit dem Fahrer der nicht selbst bezahlen muss.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von ECar

Als ich mal wieder für einige Stunden auf der Autobahn unterwegs war und aufgrund der Spritpreise nicht die Höchstgeschwindigkeit meines Autos nutzte, habe ich mich gefragt wieso das nicht alle tun.

Ein Ergebnis meiner Überlegung: Wer die Spritkosten nicht aus eigener Taschebezahlen muss, für den gibt es gar keinen Anlass!!.

Aber was noch schlimmer ist: ich als Steuerzahler muss für diese Raserei bezahlen!!

Erklärung Firmen bekommen die MwSt vom Finanzamt erstattet und sie können darüberhinaus die Spritkosten voll von der Steuer absetzen! Also bezahlt eine Firma, die Gewinn macht effektiv nur 60-70 ct je Liter! Den Rest bezahlt das Finanzamt. Ich dagegen kann meine ersten 20 Km nicht absetzen.

Mein Lösungsvorschlag: Beim PKW können nur bis 120 g CO2 / Km die Spritkosten abgesetzt werden.

Dann bleibt noch das Problem mit dem Fahrer der nicht selbst bezahlen muss.

Sinnlose gruene hetze mit neidfaktor, weiter nichts.

Du zahlst natuerlich _nicht_ firmewagen anderer. Das finanzamt zahlt sie auch nicht.

Goenn' den anderen ihre autos und spirtkosten, die goennen dir doch auch alles was du dir erarbeitet hast. :)

willy

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144 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von ECar

Dann bleibt noch das Problem mit dem Fahrer der nicht selbst bezahlen muss.

Das kann man nicht pauschalisieren. Beim Einzelunternehmer werden geschäftliche Fahrten zwar auch über die Firma abgerechnet, schmälern aber den Gewinn.

am 21. Oktober 2008 um 21:55

Zeit ist Geld. :D

Gruß

Frank

Und Kosten im Zusammenhang mit der Firma sind Aufwendungen, welche sich steuermindernd auf den Gewinn auswirken.

Zitat:

Original geschrieben von ECar

Als ich mal wieder für einige Stunden auf der Autobahn unterwegs war und aufgrund der Spritpreise nicht die Höchstgeschwindigkeit meines Autos nutzte, habe ich mich gefragt wieso das nicht alle tun.

Ein Ergebnis meiner Überlegung: Wer die Spritkosten nicht aus eigener Taschebezahlen muss, für den gibt es gar keinen Anlass!!.

Aber was noch schlimmer ist: ich als Steuerzahler muss für diese Raserei bezahlen!!

Erklärung Firmen bekommen die MwSt vom Finanzamt erstattet und sie können darüberhinaus die Spritkosten voll von der Steuer absetzen! Also bezahlt eine Firma, die Gewinn macht effektiv nur 60-70 ct je Liter! Den Rest bezahlt das Finanzamt. Ich dagegen kann meine ersten 20 Km nicht absetzen.

Mein Lösungsvorschlag: Beim PKW können nur bis 120 g CO2 / Km die Spritkosten abgesetzt werden.

Dann bleibt noch das Problem mit dem Fahrer der nicht selbst bezahlen muss.

Sinnlose gruene hetze mit neidfaktor, weiter nichts.

Du zahlst natuerlich _nicht_ firmewagen anderer. Das finanzamt zahlt sie auch nicht.

Goenn' den anderen ihre autos und spirtkosten, die goennen dir doch auch alles was du dir erarbeitet hast. :)

willy

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Und Kosten im Zusammenhang mit der Firma sind Aufwendungen, welche sich steuermindernd auf den Gewinn auswirken.

Oder einfacher gesagt, ausgaben sind kein gewinn.

Und auch der gewoehnliche (meine ich jetzt nicht boes') arbeitnehmer zahlt die betriebskosten seiner firma nicht von seinem gehalt/lohn. Nichtmal den strom von aufzug morgens ins buero.

willy

Moin,

Tja ... der Zusammenhang, dass man erstmal Gewinne einfahren muss, damit man überhaupt Steuern absetzen kann ... ist leider nicht so landläufig bekannt. Und was das FA von den Fahrtkosten dann noch anerkennt ... steht auch noch immer in den Sternen...

Es ist Irrsinn ... was ich alles ausfüllen muss, um Fahrtkosten mit Dienstfahrzeug erstattet zu bekommen, oder um eine Tankkarte zu erhalten ...

MFG Kester

Bezahlt wird der Sprit natürlich vom erwirtschafteten Gewinn der Firma.

am 21. Oktober 2008 um 22:10

Alle die neidig auf die rasenden Firmenwagenfahrer sind.

Bei einer Firma anstellen lassen, die ihnen einen Firmenwagen gibt und auch rasen. :D:D

Probleme gibt's. :rolleyes:

Gruß

Frank

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Bezahlt wird der Sprit natürlich vom erwirtschafteten Gewinn der Firma.

Bezahlen wird man mit dem was man zuvor erarbeitet hat, weil das finanzamt zahlt irgendwie nie. :)

Und der Themenstarter wirds auch nicht zahlen, obwohl ers ja behauptet. :)

willy

Zitat:

Original geschrieben von Frank128

Alle die neidig auf die rasenden Firmenwagenfahrer sind.

Bei einer Firma anstellen lassen, die ihnen einen Firmenwagen gibt und auch rasen. :D:D

Probleme gibt's. :rolleyes:

Gruß

Frank

Genau, als taxifahrer ist immer ein job zu haben.

In der stadt kann man, gerade bei grossen wagen, sowieso viel mehr sprit verbrauchen als auf der langweiligen AB. Sozusagen ein traumjob und alles bezahlt vom steuerzahler, deswegen gehts den kutschern auch so gut.

willy

In den Ferien war ich einmal mit dem Firmenwagen unterwegs...

Einmal angenommen die Stunde kostet die Firma 15 € an Lohn (inkl. Nebenkosten...).

Ich soll 100 km fahren... über die Landstraße.

 

Wenn ich schnell fahre (Ortschild zu Ortsschild mit 100), brauche ich etwa 1 1/4 Stunden. Fahre ich langsam (ausrollen, beschleunigen im 5. Gang) sind es meinetwegen 1 3/4 Stunden.

Der Unterschied beträgt also 7,50 €.

 

Und 7,50 € lässt sich auf 100 km kaum einsparen - entweder der Wagen benötigt 7 Liter oder 10 Liter, das sind 5 € Unterschied.

Dann muss man das natürlich auch so sehen, dass ich, wenn ich 30 Minuten früher ankomme, diese 30 Minuten wiederum gewinnbringend nutzen kann.

 

Einmal angenommen es gäbe eine Alternativstrecke über die Autobahn, auf der man die Strecke in einer 3/4 Stunde zurücklegen könnte.

 

Zwischen sparsamer Landstraßenfahrt und der schnellen Autobahnfahrt liegen nun 15 € an Lohn, aber wohl nur etwa 6 € an Sprit, die sich durch die gewinnbringende Arbeit weiter schmälern.

 

=> Schneller kommt günstiger !

 

Warum manche Leute zusätzlich für Privat einen Firmenwagen samt Tankkarte bekommen, kann ich zwar nicht nachvollziehen, da ich persönlich deren Arbeit nicht einschätzen kann (ich habe keine solchen Leute in meinem Umfeld), aber warum sollte es sowas nicht geben ?

Die haben eben irgendwas geleistet, wofür sie das verdienen... Da muss man eben sehen, dass man irgendwann, irgendwie an deren Position kommt.

 

Edit:

Ist zwar blöd, dass der Privatmann als Umweltsünder hingestellt wird und "bezahlen" muss, aber so ist es nunmal.

Der Sprit ist eben immernoch zu günstig und unsere Wirtschaft, die auf Verschwendung basiert - davon leben wir alle - nutzt das natürlich aus !

Zitat:

Original geschrieben von ECar

Aber was noch schlimmer ist: ich als Steuerzahler muss für diese Raserei bezahlen!!

Erklärung Firmen bekommen die MwSt vom Finanzamt erstattet und sie können darüberhinaus die Spritkosten voll von der Steuer absetzen! Also bezahlt eine Firma, die Gewinn macht effektiv nur 60-70 ct je Liter! Den Rest bezahlt das Finanzamt. Ich dagegen kann meine ersten 20 Km nicht absetzen.

Du regst Dich völlig unnötig auf. Der Großteil der Firmenwagen wird auch privat genutzt und kräftig pauschalversteuert. Bevor der erste Liter Sprit verbrannt ist, werden Monat für Monat kräfitg Steuern abgeführt, allein weil der Wagen vor der Tür steht und verfügbar ist.

Oliver

 

Zitat:

Original geschrieben von LSirion

In den Ferien war ich einmal mit dem Firmenwagen unterwegs...

Einmal angenommen die Stunde kostet die Firma 15 € an Lohn (inkl. Nebenkosten...).

Ich soll 100 km fahren... über die Landstraße.

 

Wenn ich schnell fahre (Ortschild zu Ortsschild mit 100), brauche ich etwa 1 1/4 Stunden. Fahre ich langsam (ausrollen, beschleunigen im 5. Gang) sind es meinetwegen 1 3/4 Stunden.

Der Unterschied beträgt also 7,50 €.

 

Und 7,50 € lässt sich auf 100 km kaum einsparen - entweder der Wagen benötigt 7 Liter oder 10 Liter, das sind 5 € Unterschied.

Dann muss man das natürlich auch so sehen, dass ich, wenn ich 30 Minuten früher ankomme, diese 30 Minuten wiederum gewinnbringend nutzen kann.

 

Einmal angenommen es gäbe eine Alternativstrecke über die Autobahn, auf der man die Strecke in einer 3/4 Stunde zurücklegen könnte.

 

Zwischen sparsamer Landstraßenfahrt und der schnellen Autobahnfahrt liegen nun 15 € an Lohn, aber wohl nur etwa 6 € an Sprit, die sich durch die gewinnbringende Arbeit weiter schmälern.

 

=> Schneller kommt günstiger !

 

Warum manche Leute zusätzlich für Privat einen Firmenwagen samt Tankkarte bekommen, kann ich zwar nicht nachvollziehen, da ich persönlich deren Arbeit nicht einschätzen kann (ich habe keine solchen Leute in meinem Umfeld), aber warum sollte es sowas nicht geben ?

Die haben eben irgendwas geleistet, wofür sie das verdienen... Da muss man eben sehen, dass man irgendwann, irgendwie an deren Position kommt.

Hallo,

ich gebe dir da grob recht, moechte aber noch 2 sachen erwaehnen.

1.) AN sind (ausser vielleicht studenten) sehr viel teurer als 15EUR/h.

Unter 30eur kommst du nicht weg, auch wenn der AN weit unter 2000EUR netto verdient.

2.) AN die den firmenwagen privat nutzen duerfen koennen das als extra bezahlung (bonus) betrachten. Das sieht das finanzamt aber auch so und versteueret dieses "einkommen".

Grundsaetzlich hast du recht.

willy

Lassen wir mal die Neiddiffamierung weg. Dann bleibt folgendes übrig:

Häufig werden Firmenwagen mit "Vollverpflegung"den AN zur Verfügung gestellt. D.h. sie können alle Privatfahrten für die 1% Regel durchführen - Sprit und Wartung zahlt die Firma kompeltt. Dann gibt es keinen Anreiz zu umweltbewusstem Verhalten - im Gegenteil ich muss die Versteuerung des geldwerten Vorteils "amortisieren". Also viel (und schnell?) fahren. Gleichzeitig führt das dazu das (der Kunde will es ja - aber er bezahlt es ja nicht) grosse und schnelle Autos gebaut werden (bei BMW gehen 60% in den Leasingmarkt). Es spricht nichts dagegen, diesen Nebeneffekt durch Verteurung der Privatfahrten einzudämmen. Das geht ganz einfach indem man aus der 1% z.B. eine 3% Regel macht. Dann ist die Pauschale so hoch, dass genügend Leute aufs Fahrtenbuch umsteigen und dann kostet jeder Kilometer "einzeln". Denn schliesslich sind Firmenwagen ursprünglich nicht dazu gedacht, einen hohen geldwerten Vorteil zu kleinem effektiven Preis zum AN zu bringen.

Wie sich die Firmenwagenfahrer im tatsächlichen Auftrag der Firma verhalten ist ein anderes Blatt. Jede Firma kann zur Gewinnerzielung ihre Ressourcen so einsetzen, wie sie es für richtig hält . Dagegen hilft nur eine faktische CO2 - Steuer durch Erhöhung der Benzinpreise. Aber auch die können sich Firmen immer eher leisten als Privatleute.

Alex

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