Wartung Betriebsflüssigkeiten

Tesla Model 3 Model 3

Hallo,

gibt es seitens Teslas eigentlich irgendwelche konkrete Aussagen bezüglich der Wartungsintervalle des Kühlmittels und des Öls, abseits der Standardaussage, dass es wartungsfrei sei?

28 Antworten

Zitat:

@radio schrieb am 6. Dezember 2020 um 20:17:41 Uhr:


So ein Test testet sowieso nur den Frostschutzgehalt.
Aber nicht den Korrosionsschutz.

Naja, auf den Teststreifen steht zumindest was von "Corrosion/Acidity Level",

klingt jetzt schon passend...

Zitat:

@CaptainDickei schrieb am 6. Dezember 2020 um 19:31:16 Uhr:


Bitte niemals den Behälter für die Kühlflüssigkeit der Batterie öffnen!
Danach kann man sich abschleppen lassen

Warum nicht? Tesla wird den (alle 4 Jahre) auch öffnen, nehme ich mal an.

Eine Routinewartung ist normalerweise kein Hexenwerk.

Es müsste mal jemand nachschauen, aber ich vermute ganz stark, dass der Einfüllstutzen verplombt ist (habe ich schon bei anderen Fahrzeugen gesehen) - und dann würde ich da auch keinesfalls selbst rangehen, sonst kann das bzgl. Garantieansprüchen böse ausgehen, sollte irgendein Problem danach auftreten.

Das Model 3 ist zwar nun noch etwas jung für derlei Aktivitäten, aber das Model S ja nicht mehr. Tausch & Prüfung der Kühlflüssigkeit werden wohl technisch keine große Kunst sein. Der Freundliche braucht einen Hochvoltschein, aber das gilt ja wohl nicht für Eigentümer?

Zitat:

@reznor schrieb am 7. Dezember 2020 um 08:18:33 Uhr:


Das Model 3 ist zwar nun noch etwas jung für derlei Aktivitäten, aber das Model S ja nicht mehr. Tausch & Prüfung der Kühlflüssigkeit werden wohl technisch keine große Kunst sein. Der Freundliche braucht einen Hochvoltschein, aber das gilt ja wohl nicht für Eigentümer?

Da würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen bevor niemand weiß ob nicht eine Aufwendige Entlüftung durchgeführt werden muss.

Hier in dem Video sieht man unter anderem, wie die Kühlflüssigkeit bei einem Chevy Bolt aufgefüllt wird:

https://youtu.be/VUvAW6skwrA
ab 27:33

Zitat:

@Seppi-1604 schrieb am 7. Dezember 2020 um 09:56:34 Uhr:


Da würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen bevor niemand weiß ob nicht eine Aufwendige Entlüftung durchgeführt werden muss.

Bevor ich irgendeine Wartung oder Reparatur an meinem Kfz durch führe, stelle ich sicher, dass ICH genau weiß wie das korrekt durchzuführen ist - logisch. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen. Dazu zähle ich den Akku, mein Hinterteil ist nicht feuerfest. Dazu gehört auch, dass ich es überhaupt darf. Beim meinem Verbrenner darf ich alles, bei einem Elektroauto weiß ich das derzeit nicht.

Eine Entlüftung empfinde ich nicht als rocket science, dass man das wg. mangelndem Know-How, Equipment, Zeit und/oder Lust nicht selbst machen möchte, mag ja sein.

Also ich wüsste noch nicht Mal, welches Kühlmittel da rein muss und wenn dann gibt's das bestimmt nur bei Tesla direkt.

Was auf jeden Fall zu beachten ist und glaube ich noch keiner geschrieben hat, Tesla schreibt:

"Das Batteriekühlmittel braucht unter den meisten Umständen über die Lebensdauer des Fahrzeugs hinweg nicht gewechselt zu werden."
"ANMERKUNG: Alle Schäden, die darauf zurückzuführen sind, dass der Batteriekühlmittel-Ausgleichsbehälter geöffnet wurde, sind von der Garantie ausgenommen."

Also sollte man auch davon ausgehen, dass es nicht gewechselt werden muss.

Das ist genauso wie bei Getrieben. Meist ist eine Lebensdauerfüllung drin, trotzdem meinen einige man müsse es unbedingt tauschen. Bei dem ein oder anderen Getriebe kann das sogar tatsächlich was Bringen, aus diesen paar Fällen wird dann aber eine allgemeingültige Regel abgeleitet, dass man es immer machen MUSS. 😉 Kann jeder machen was er will mit seinem Auto. Wenn es danach nicht schlechter läuft wie vorher ist alles gut.

Tjaja, wie definiert ein Hersteller denn Lebensdauer? Z.B. 8 Jahre / 150.000 km? Man sieht das selbst ggf. anders...
Mercedes hat beim 7G-Automatikgetriebe in meinem CLK einen einmaligen Getriebeölwechsel bei 60tkm vorgesehen, danach "Lifetime". Von diesem Vorgehen ist man seinerzeit wieder abgerückt, ab da sollte alle 60tkm gewechselt werden. Da war die "Lifetime" wohl sogar für Mercedes zu kurz, gelle? 😰
Klar, wenn Getriebe oder Auto kaputt ist, ist die Lebenszeit vorbei. Sehr schlüssig. 😉

Zitat:

@marc4177 schrieb am 7. Dezember 2020 um 15:39:55 Uhr:


"Das Batteriekühlmittel braucht unter den meisten Umständen über die Lebensdauer des Fahrzeugs hinweg nicht gewechselt zu werden."

Top, danke! Das behalte ich mal im Hinterkopf. Dann halt nach 15 Jahren / 200.000 km oder so.

Lebensdauer bedeutet 10 Jahre und 300-350‘000 km bei den Autos bzw. Lastenheften welche ich kenne. Das 7G Getriebe habe ich auch im Mercedes W207, das hat halt die bereits erwähnte Ausnahme. Das BMW 6 Gang Getriebe von meinem BMW davor brauchte kein Wechsel und die Schaltgetriebe sowieso nicht (die habe ich teilweise bis weit über 300‘000 km gefahren).

Tesla gibt auf Model S und Model X 8 Jahre oder 240.000 km Neuwagengarantie
(auf Batterie- und Antriebseinheit). 240.000 km ist ja echt ordentlich.

Zitat:

@VentoRenner schrieb am 8. Dezember 2020 um 06:43:47 Uhr:


Lebensdauer bedeutet 10 Jahre und 300-350‘000 km bei den Autos bzw. Lastenheften welche ich kenne.

Eine Lebensdauer von 10 Jahren? Mein aktuelles Fahrzeug wird nächstes Frühjahr 15 und ich sehe keinen Grund, warum es nicht noch mal so lange halten sollte. Ich selbst bin Wenigfahrer, aber auch bei einer typischen durchschnittlichen Fahrleistung von ~14.000 km pro Jahr, sehe ich da nach 10 Jahren noch sehr viel Lebensdauer.

Mein Mercedes Serviceplan sieht einen Wechsel des Kühlmittels alle 15 Jahre vor. Ich kann mir zumindest gut vorstellen, dass es altersbedingt sinnvoll ist, jenes oder welches Betriebsmittel nach einer solchen Zeit zu tauschen, unabhängig von der Laufleistung.

Klar halten Autos oft länger als in den Lastenheften angegeben, da bei den Lebensdauerprüfungen alle DAUs welche draussen unterwegs sind zusammenaddiert werden. Trotzdem ist die design-Richtlinie bei 10 Jahren. Schau mal an die ersten Gummis am Fahrwerk kaputt gehen. Auf die hat der Fahrer wenig Einfluss, das sind in erster Linie Alterungs-Effekte. Nach ungefähr(!) 10 Jahren ist da oft das grosse Tauschen angesagt. Ausgeschlagene Gelenke, etc. sind ein anderes Thema. Das ist laufleistungsabhängig.
Das mit den 10 Jahren heisst natürlich nicht, dass Teile zu dem Zeitpunkt kaputt gehen müssen. Sie müssen nur mindestens so lange halten. 15 oder 20 Jahre akzeptieren die OEMs auch, wenn dadurch keine Mehrkosten entstehen.

Ein abgenutztes Fahrwerk bedeutet ja (zumindest für die meisten Fahrzeuge / Preisklassen) keinen wirtschaftlichen Totalschaden. Das macht man alle 100.000 - 250.000 km neu und gut ist. Früher sind die Autos weggerostet, solche Probleme gibt's ja eigentlich nicht mehr.

Mir ging es um den Begriff "Lifetime". Ist natürlich doof, falls z.B. das Getriebe nach 200.000 km verreckt, weil der Serviceplan sowas nach der "Lifetime" nicht berücksichtigt. Mercedes zumindest hat das gefixt, in meinem Serviceheft von 2006 finden sich Intervalle wie 15 Jahre und 250.000 km (z.B. Kühlmittel & Kraftstofffilter).

Tesla scheint da ja besonders schwammig zu sein. Beim Kühlmittel finde ich das besonders toll:
Alle 4 Jahre oder nie. 🙄

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