Wagen mündlich reserviert und dennoch weiterverkauft
Verehrte Gemeinde,
folgenden Sachverhalt über einen Mercedes - Händler in Bad Belzig möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Auf bekannter Internetseite „.....24.de“ inserierte die Niederlassung Bad Belzig einen perlitgrauen Mercedes Benz E280 (Typ W211, "junger Stern", Unfall und SmartRep - Frei). Der verantwortliche Ansprechpartner sendete mir ein Exposé. Einige Tage später führten wir ein Telefongespräch und vereinbarten eine ausführliche Besichtigung für den 12. Juni 2012. Dabei zeigte sich der verantwortliche Verkäufer zuvorkommend, offen und sehr auskunftsbereit. Er würde das Auto bis einschließlich den 12. Juni reservieren. Die mir erteilten Auskünfte und Informationen veranlassten mich, direkte Kaufabsicht zu signalisieren und die eigene Durchsicht des Wagens nur noch als formelle Sicherheitsmaßnahme zu betrachten.
Ich nahm mir frei, buchte Hotel, Zugticket, etc.....
Am heutigen Morgen, 5 Minuten vor der Abreise vom Frankfurter Hbf und bereits im Zug sitzend, setzte mich der Herr telefonisch in Kenntnis, dass ein Mitarbeiter geschlampt hätte und den Wagen – trotz der Reservierung zu meinen Gunsten – verkauft habe.
Sämtliche Dispositionen, Reservierungen, Terminverschiebungen, die ich ausschließlich für dieses Auto getätigt habe, sind nunmehr nutzlos und für mich verschwendete Zeit.
Und so was pflastert seine HP mit "Sale Awards"! Pah!
MB in Stuttgart ist, GF/Inhaber der Vertragshändler - GmbH und AMS werden informiert.
Rumheulen will ich nicht. Ich denke nur, dass so Dinger einfach publik sein sollten.
Beste Antwort im Thema
Ihr seid ja lustig. Versetzt euch mal in die Situation des Verkäufers:
Ihr wollt ein Fahrzeug verkaufen, was u.U. schon Monate rumsteht, und keiner es haben will. Auf einmal melden sich 2 Käufer, und wollen beide das Fahrzeug kaufen. Was macht ihr? Natürlich beiden sagen, das Fahrzeug wäre für denjenigen reserviert. Man kann sich ja nicht leisten einen der beiden Kunden zu verlieren, das Auto nochmals Monate stehen zu lassen und am Ende mit großem Verlust zu verkaufen.
Das große Problem an Privatkunden ist ja meistens dieser Schlussatz: "Ja ich habe mir das Auto angeschaut, 3 Stunden Probefahrt gemacht..alles in Ordnung, ich werde es mir noch über das Wochenende überlegen und melde mich dann..". Natürlich meldet sich in der Regel keiner mehr. Super, schon konnte man das Fahrzeug nicht verkaufen.
Ich will euch mal bei einem Autoverkauf erleben, wie Ihr einen Kunden, der das Fahrzeug auf der Stelle bezahlen und abholen will, zurückschickt, weil dieses Auto für einen Kunden der erst am nächstem Tag kommt, reserviert habt. Natürlich komplett unklar, ob er es kauft oder nicht (s.O.). Ich persönlich glaube nicht, dass das jemand machen würde. Spätestens dann nicht, wenn man diese Situation bereits 4-5 mal erlebt hat 🙂
Deshalb: Kaufvertrag vorher machen, von mir aus auch vorbehaltlich Besichtigung vermerken lassen. Dann kann man sich aber nicht mit einem "zu sportlich ausgelegtem Fahrwerk" rausreden - ist aber dafür sicher, dass man das Fahrzeug praktisch gekauft hat.
34 Antworten
Hi,
dumme sache das ganze. da sieht man mal wieder, dass etwas "in die hand versprochen" nichts mehr wert ist. wie heisst es doch: " wer schreibt, der bleibt".
würde das nächste mal eine mail verfassen und mir das bestätigen lassen.
übrigens ne ganz üble nummer, dass auf einen kollegen zu schieben. ein einfacher din a4 zettel im fahrzeug, hätte jeder kollege gesehen.....
grüsse zoekie
...wenn ich mir die letzten beiträge so durchlese, da häuft sich dieses vorkommen und immer hat der kollege das auto aus versehen verkauft... so recht fehlt mir hier der glaube... vielleicht ist es wirklich ne masche und ja, da hilft nur eine VERBINDLICHE reservierung, ein vertrag mit aufschiebender wirkung oder gleich ein kompletter vertrag, alles andere is nice to have aber im ernstfall nicht hilfreich...
...die gute nachricht liest sich irgendwie in etwa so, dass sich die leute regelrecht um die e-klassen prügeln, konnte ich beim verkauf meines w211 nicht feststellen, aber vielleicht lags an mir und/oder meinem auto...
Ihr seid ja lustig. Versetzt euch mal in die Situation des Verkäufers:
Ihr wollt ein Fahrzeug verkaufen, was u.U. schon Monate rumsteht, und keiner es haben will. Auf einmal melden sich 2 Käufer, und wollen beide das Fahrzeug kaufen. Was macht ihr? Natürlich beiden sagen, das Fahrzeug wäre für denjenigen reserviert. Man kann sich ja nicht leisten einen der beiden Kunden zu verlieren, das Auto nochmals Monate stehen zu lassen und am Ende mit großem Verlust zu verkaufen.
Das große Problem an Privatkunden ist ja meistens dieser Schlussatz: "Ja ich habe mir das Auto angeschaut, 3 Stunden Probefahrt gemacht..alles in Ordnung, ich werde es mir noch über das Wochenende überlegen und melde mich dann..". Natürlich meldet sich in der Regel keiner mehr. Super, schon konnte man das Fahrzeug nicht verkaufen.
Ich will euch mal bei einem Autoverkauf erleben, wie Ihr einen Kunden, der das Fahrzeug auf der Stelle bezahlen und abholen will, zurückschickt, weil dieses Auto für einen Kunden der erst am nächstem Tag kommt, reserviert habt. Natürlich komplett unklar, ob er es kauft oder nicht (s.O.). Ich persönlich glaube nicht, dass das jemand machen würde. Spätestens dann nicht, wenn man diese Situation bereits 4-5 mal erlebt hat 🙂
Deshalb: Kaufvertrag vorher machen, von mir aus auch vorbehaltlich Besichtigung vermerken lassen. Dann kann man sich aber nicht mit einem "zu sportlich ausgelegtem Fahrwerk" rausreden - ist aber dafür sicher, dass man das Fahrzeug praktisch gekauft hat.
Deswegen macht es nicht wirklich Sinn, fur das Superschnappchen oder den einen 200cdi mitt gelbem Leder, Panoramadach und Standheizung quer durch die Republik zu fahren.
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Zitat:
Original geschrieben von novesori
Ihr seid ja lustig. Versetzt euch mal in die Situation des Verkäufers:Ihr wollt ein Fahrzeug verkaufen, was u.U. schon Monate rumsteht, und keiner es haben will. Auf einmal melden sich 2 Käufer, und wollen beide das Fahrzeug kaufen. Was macht ihr? Natürlich beiden sagen, das Fahrzeug wäre für denjenigen reserviert. Man kann sich ja nicht leisten einen der beiden Kunden zu verlieren, das Auto nochmals Monate stehen zu lassen und am Ende mit großem Verlust zu verkaufen.
Das große Problem an Privatkunden ist ja meistens dieser Schlussatz: "Ja ich habe mir das Auto angeschaut, 3 Stunden Probefahrt gemacht..alles in Ordnung, ich werde es mir noch über das Wochenende überlegen und melde mich dann..". Natürlich meldet sich in der Regel keiner mehr. Super, schon konnte man das Fahrzeug nicht verkaufen.
Ich will euch mal bei einem Autoverkauf erleben, wie Ihr einen Kunden, der das Fahrzeug auf der Stelle bezahlen und abholen will, zurückschickt, weil dieses Auto für einen Kunden der erst am nächstem Tag kommt, reserviert habt. Natürlich komplett unklar, ob er es kauft oder nicht (s.O.). Ich persönlich glaube nicht, dass das jemand machen würde. Spätestens dann nicht, wenn man diese Situation bereits 4-5 mal erlebt hat 🙂
Deshalb: Kaufvertrag vorher machen, von mir aus auch vorbehaltlich Besichtigung vermerken lassen. Dann kann man sich aber nicht mit einem "zu sportlich ausgelegtem Fahrwerk" rausreden - ist aber dafür sicher, dass man das Fahrzeug praktisch gekauft hat.
Genau so war es bei mir!
Habe das Auto quasi blind gekauft, da es noch in der Aufbereitung war.
Hatte eine Rücktrittsklausel im Vertrag, aber der Verkäufer sagte ganz offen: "...aber nicht, dass Sie mir dann kommen dass ihnen die Farbe nicht gefällt..."
Fand ich offen und fair!