W124 - Der Weltmeister im Rosten
Nachdem ich bis letztes Jahr Rostprobleme am Schiebedach hatte, musste ich heute das neuste Schreckensszenarie entdecken. In meiner Reserveradmulde, insbesondere an den Ränder und in den Kanten hat sich der Rost so richtig schön voran und vor allem tief hinein gefressen. Allmählich gehen mir diese W124 Rostprobleme wirklich auf die Nerven.
Aber drüber Jammern bringt mir auch keine Besserung, also bleibt nichts anderes über als die Problematik anzugehen. Wer von euch hatte den schon Rostprobleme an der besagten Stelle und hat diese erfolgreich beseitig? Ich habe mir sagen lassen, es gäbe passende Aufsätze für die Bohrmaschine um die Roststellen und Kanten abzuschleifen. Und dann soll es noch so eine Art Rostumwandler geben, den man in die rostigen Spalte geben kann um den Fraß zu stoppen. Ist da was dran? Und im schlimmsten Fall, wäre es möglich die gesamte Reserveradwanne auszuwechseln?
40 Antworten
Rost?
Also ich denke der W124 und W126 sind bei guter Pflege (gelegentlich Dichtungen kontrollieren, Schiebedachablauf, Spritzschutz im Radlaug egen die Mulde usw) fast nicht zum rosten zu bekommen! Das grenzt fast un Mutwill!
Wann hast su den letzten W123, R107 oder W116 gesehen, haben alle immer die gleichen Stellen in Deutschland (Italie nicht-Klima). W114 ist ein Chaos auch zum schweissen. Der W111-113 hat immer die gleichen Stellen ist aber unkomplizierter!
Also nicht nur immer Waschen, auch mal nachschauen, denn nach 15 Jahren haben Sie das verdient!
Gruss pagodino
Rost am W124?
Kann ich nicht bestätigen.
Mein Winterauto, ein 230E, Bj.90, hat kein Rost.
Habe ihn seit 10 Jahren und sieht noch verdammt gut aus.
Hat auch noch nie Probleme gamacht.
bissel Rost gibts auch bei frühen W124
- Wagenheberaufnahme
- Radlauf hinten
Mit /8ern und W123 gleichen Alters nicht zu vergleichen...
mein Kombi ist Baujahr 86 - td - kaum Rost - und wenn dann gehe ich sofort ran
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Aber irgendwie trotzdem spannend.
2006…verrückt…
Würde man den Thread heute neu starten, würden alle den TE bestätigen und noch tausend andere Gruselgeschichten rausholen 😉
Zitat:
@Hutchison123 schrieb am 17. November 2022 um 05:13:47 Uhr:
Aber irgendwie trotzdem spannend.
2006…verrückt…Würde man den Thread heute neu starten, würden alle den TE bestätigen und noch tausend andere Gruselgeschichten rausholen 😉
Da wirst du wohl Recht haben - Trotzdem finde ich die Titel des Threads sehr unpassend. Ja ein W124 rostet, aber so gut wie allen anderen Autos auch. Man muss das immer im Verhältnis sehen und im Verhältnis zu anderen Autos ist der W124 sicher keine Rostlaube - Sonst würden davon nicht noch so viele herumfahren.
Zudem muss man auch aufpassen, man darf von seinem eigenen Auto nicht auf die ganze Modellreihe schließen. Beispiel: Wer sein Auto nicht pflegt, nie Rostvorsorge betreibt und viel im Salz fährt und das Auto dann noch in einer warmen Garage parkt darf sich nicht wundern.
Beim W124 kommt hinzu dass es, zumindest bei Mopf2, einfach auch schlechte und gute Chargen gibt.
Also die ersten 15 Jahre war Rost an den Autos eigentlich gar kein Thema.
Dann ging das so langsam los, mal n Stück Radhaus hinten, Wischwasserbehälter, und Wagenheberaufnahmen.
Aber in der Regel alles bei 15+ Jahre alten Autos mit deutlich über 200.000km auf der Uhr...
Also, ich kann nicht für DE sprechen, aber wer in Ö ein Auto ganzjährig ohne zusätzliche Rostvorsorge über die geplanten 15 Jahre fahren möchte, wird Stammkunde entweder beim Karosseriebauer oder Neuwagenhändler.
Wie gesagt, bei uns in der Region war das die ersten 15 Jahre nach Auslieferung gar kein Thema, da gabs kein Rost bei Benz, mag an der Nordseeküste anders ausgesehen haben oder bei nem Bauerndiesel der Zeitlebens auf ner Wiese stand, aber ansonsten hatte man bei nem W124 Zeitlebens nix mit Rost zu tun, in der "normalen" Laufzeit so eines Autos.
Ich kann dieses Mantra des rostenden Altmercedes auch nur begrenzt nachvollziehen.
Der Eindruck dürfte deswegen entstanden sein, weil bis auf ältere Mercedesfahrzeuge kaum Autos je in das Alter vorgestoßen sind, in dem Rost überhaupt zum Thema wird.
Dass man auch 30 Jahre später noch die Modellpflege 1992 diskutiert zeigt, auf welchem qualitativen Niveau man unterwegs ist bzw. war.
Wer heute durch Hamburg fährt, wird auf ganz regulärer Basis W124 oder W201 begegnen - auch wenn es in den letzten Jahren zugegebenermaßen weniger geworden sind. Auch W123 als offensichtliche Alltagsautos gibt es ab und zu noch. Die Gegenstücke von BMW wären e28 und e34 - im Grunde fast ausgestorben. Audi 100 C2? Habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Und auch so Opel Omega A, Ford Scorpio etc... Alles weg.
Bei uns sind schon die E39, genau wie die W210 und W140 im Alltagsverkehr ausgestorben. Mitlerweile sind auch die W126 größtenteils weg aus dem alltäglichen Straßenbild. Auch die 740er Volvos die noch weniger rosten als W124er sind mittlerweile (fast) alle weg.
Deckt sich mit meinem Eindruck. In dieser Intensität gefühlt aber ein Ergebnis der letzten 5 Jahre, dieser scharfe Knick nach unten.
Aber Leasing war ja auch nie billiger ??
Wovon ich wirklich noch viele sehe, sind W202.
Die gute Autos aus den 80ern sind schon längst in festen Hände. Vereinzelt gibt es was zu verkaufen aber meistens nach einem Todesfall und selten wegen Platzmangel. Händler bieten gute Autos nur noch für astronomischen Preisen, aber so wie bei allem, Angebot und Nachfrage und vor allem in dieser Zeit die Inflation.
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 21. November 2022 um 08:13:21 Uhr:
Deckt sich mit meinem Eindruck. In dieser Intensität gefühlt aber ein Ergebnis der letzten 5 Jahre, dieser scharfe Knick nach unten.Aber Leasing war ja auch nie billiger ??
Wovon ich wirklich noch viele sehe, sind W202.
Allerdings sind das meist Möhren, die totgefahren werden. Der W202 ist nur selten ein Liebhaberobjekt.