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Versicherung kürzt einfach das Gutachten !

Themenstarteram 13. Dezember 2018 um 21:18

Guten Abend liebes Forum,

ich hatte am 24. August 2018 abends gegen 21:45 Uhr einen Verkehrsunfall.

Schilderung: Ich fuhr abends auf der 2 spurigen Hauptstraße die Straße entlang, von rechts aus der Seitenstraße (30 er Zone) kam ein Mercedes bis an die Kreuzung vorgefahren, blieb stehen und unmittelbar als ich die Kreuzung überqueren wollte, zog er plötzlich raus mitten auf die Kreuzung, trotz Vollbremsung war der Aufprall unvermeidbar. Ich blieb natürlich sofort stehen und stieg von meinem Kfz aus, und siehe da, der Verursacher fuhr mit Vollgas von der Unfallstelle. Habe natürlich sofort die Polizei angerufen und habe den Unfall angegeben und auch den Verursacher der flüchtig gewesen ist. ( hatte 3 Augenzeugen ).

Ca 20-25 Minuten später kam der Verursacher zurück zum Unfallort, plötzlich waren sie im Auto zu viert !!!! Ich bin mir sicher, als es geknallt hat, saß nur der Fahrer im Auto, ALLEINE.

Kurz darauf kam die Polizei auch hinzu, habe meine Aussage gemacht, der Verursacher hat naturlich seine Schuld abgestritten. Aussage gegen Aussage. Die Polizei meinte aber, dass ich klar im Recht bin und hat das in der Unfallaufnahme auch so notiert.

Habe am nächsten Tag einen Gutachter beauftragt und auch meinen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Habe angegeben, dass ich FIKTIV abrechnen möchte

das Gutachten hat folgendes ergeben:

Reparaturkosten ohne MwSt 8011,64€

Mehrwertsteuer 19% 1522,21€

Reparaturkosten mit MwSt 9533,85€

Die Versicherung hat sich erstmal geweigert den Schaden zu regulieren.... dann rief mich aber vor knapp einem Monat mein Rechtsanwalt bei mir an und meinte er hat eine Zahlung erhalten, allerdings nicht die volle Summe.

Erhaltener Betrag von der gegnerischen Versicherung:

 

Nutzungsausfall 520,00€

Sachverständigengebühren. 989,83€

Kostenpauschale. 25,00 €

Abrechnung Fahrzeugschaden 5546,36€

Abzgl. Zahlung an Sachverständiger 1011,50€

Verbleibt. 6069,69€

Kurz gefasst, ich hätte 8011€ NETTO zu kriegen, allerdings habe ich 6069€ erhalten, mir fehlen fast 1950€.

Grund der Versicherung: man könnte das Auto günstiger reparieren, als auf dem Gutachten errechneten Preis.

Ist doch völlig egal, wenn ich fiktiv abrechne, oder ??

Wenn ich unschuldig bin, wieso musste ich eine Selbstbeteiligung an meinen Anwalt bezahlen? (300€)

Wenn ich unschuldig bin, wieso musste ich den Gutachter von meinem Geld bezahlen? (ca. 1000€)

 

Nun meine Frage:

Kommt die Sache euch auch ein wenig seltsam vor?

Darf die Versicherung sowas einfach kürzen?

Könnten Probleme auftreten, weil ich mein Auto mittlerweile verkauft habe?

Wie lange dauert so etwas, wenn es vor Gericht geht?

Wer hat welche Erfahrungen gemacht?

 

PS: der Anwalt hat mittlerweile Klage im Gericht eingereicht.

Bin für jede Antwort sehr dankbar.

Liebe Grüße

Beste Antwort im Thema

@MG5959 Was sagt denn dein Anwalt dazu? Der sollte sein Wissen eigentlich aus der gleichen Quelle wie Berlin-Paul schöpfen...

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Da wird man wohl die Streicher von _carexpert_ zum Kürzen der Stundensätze und Erfinden billigerer Reparaturwege rangesetzt haben. Soweit alles der übliche Wahnsinn.

Zum Unfallhergang: die gegnerische HP scheint die Haftung anerkannt zu haben. Ihr streitet nur noch über die Schadenshöhe. Fiktive Abrechnung steht Dir zu. Da sind übrigens rund 2,5 k€ + Nebenkosten offen.

Wenn Du in Berlin beim großen Manko der Justiz landest, wirst Du ungefähr in 1,8 Jahren einen Verhandlungstermin haben. Üblich sind sonst 3 bis 6 Monate.

Themenstarteram 13. Dezember 2018 um 21:46

@berlin-paul

Danke für deine schnelle Antwort.

Wie kommst du denn auf 2500€ + NK? Klär mich bitte auf, kenne mich bei sowas leider absolut nicht aus.

Ich sollte bei fiktiver Abrechnung 8011€ netto bekommen, doch die Versicherung hat mir ca. 7100€ überwiesen, davon sind knapp 1000€ an den Gutachter abgegangen, mir blieben 6069€ netto und davon musste ich 300€ Selbstbeteiligung an meinen Anwalt bezahlen, unterm Strich bleiben mir knapp 5800€.

Dir stehen rund 8.000,- € netto Sachschaden zu. Dazu kommen die rund 500,- € Nutzungsausfall (oder mehr) und die Sachverständigen- und Anwaltskosten und den ganzen anderen Kleinrkam gibts noch oben drauf. Ist grob gerundet 2,5 k€ zzgl. der angefallenen und noch anfallenden Kosten.

Der Anwalt hat doch Klage vor Gericht eingereicht. Für ihn scheint die Sachlage klar zu sein.

Kürzen kann die Versicherung alles. Ist nur die Frage, ob sie damit durch kommt. Diese Spielchen kenne ich aus eigener Erfahrung.

@MG5959 Was sagt denn dein Anwalt dazu? Der sollte sein Wissen eigentlich aus der gleichen Quelle wie Berlin-Paul schöpfen...

:)

Themenstarteram 14. Dezember 2018 um 0:15

Zitat:

@Karliseppel666 schrieb am 13. Dezember 2018 um 22:30:25 Uhr:

@MG5959 Was sagt denn dein Anwalt dazu? Der sollte sein Wissen eigentlich aus der gleichen Quelle wie Berlin-Paul schöpfen...

Der Anwalt sagt: egal was ich jetzt zu Ihnen sagen würde, wäre wie Kaffeesatz lesen.

Diese Aussage von Ohm ist gerade nicht motivierend.

Ist vielleicht nicht der Beste in der Zunft.....

Themenstarteram 14. Dezember 2018 um 0:24

Zitat:

@NDLimit schrieb am 14. Dezember 2018 um 00:20:16 Uhr:

Ist vielleicht nicht der Beste in der Zunft.....

Bevor ich den Anwalt genommen habe, habe ich mich etwas umgehört, sehr viel meinte , dass der Anwalt echt gut sein soll...

Naja. Er bekommt ja sein Geld so direkt. Ganz ohne Rechtstreit.. und lange warten. Du bekommst halt so weniger...

Zitat:

@NDLimit schrieb am 14. Dezember 2018 um 00:20:16 Uhr:

Ist vielleicht nicht der Beste in der Zunft.....

Kein seriöser Anwalt wird sagen "So, Mandant am 3.01.2019 bekommst du 8500 EUR auf dein Konto":D

Die wissen auch, nix ist unmöglich in der Juristerien ... hohe See und Gericht, da gibt es doch den Spruch , eine Richtung können sie aber schon vorhersagen inkl. Kostenbereich wenn alles schief anders kommt...Meistens warten die Anwälte auch die Unfallakte ab, kann mir vorstellen, das der ein oder andere Mandant eine falsche (nur seine)Sicht der Dinge schildert...:D

Ich habe einen sehr guten Anwalt, 100% konnte er mir auch nie sagen , es wird genau so ausgehen, die Entschädigungen waren einfach plötzlich auf dem Konto und immer weitaus mehr, als man hätte selber erreichen können..

Und ganz wichtig, man gibt die Abwicklung an den Anwalt ab, im besten Fall hat man einmal die Unterschrift zur Abtretung zu leisten und dann ab und zu mal auf das Konto linsen ob Geld eingegangen ist...;) Das ist ja der Sinn, das man sich damit nicht rumärgern braucht

eine 100% Zusage meines Anwalt´s bekam ich nie aber wie und in welche Richtung es geht oder ging sollte er schon sagen können zumal er solches ja nicht zum ersten mal macht . Und ja , Gutachter usw. oder Selbstbeteiligungen habe ich bei nicht verschuldeten Unfällen noch nie gehabt , schon komisch oder seltsam das ganze .

Themenstarteram 14. Dezember 2018 um 13:22

Kann ich den Anwalt einfach wechseln, auch wenn wir schon mitten in der Verhandlung sind?

theoretisch ja nur ob es auch Sinn macht bleibt ein anderes Thema .

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