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Versicherung kündigt Vertrag - was nun

Themenstarteram 19. Mai 2017 um 13:12

Hallo,

wenn´s läuft dann läuft´s, leider auch in die falsche Richtung. Ich bin selbständig im Transportgewerbe und bin Nachts mit einem geleasten Sprinter unterwegs. 18 Jahre ging alles gut, aber seit Januar 2016 verfolgt mich das Pech. Erst ein Totalschaden Anfang Januar 2016 mit einem geleasten Ford Transit 2 Monate vor Vertragsende. Neuwagen hab ich nicht mehr eingesehen, also habe ich einen gebrauchten Sprinter mit sehr wenig Kilometern geleast. Im Juni hab ich dann auf einem dunklen Parkplatz bei einem Kunden nach der Anlieferung einen PKW beim Rangieren touchiert. Bei mir kein Schaden,aber den PKW habe ich mit der Anhängerkupplung erwischt. Im August Wollte icahn einer Kreuzung rechts abbiegen, da drängelt sich ein Opi mit seinem Mercedes an mir vorbei und reißt mir die Stoßstange ab. Opi behauptete natürlich, ich sei ihm reingefahren, dabei hab ich nachweislich gestanden. Opi kommt aber damit durch. Dann Ruhe bis Ende März. Wieder ein dunkler Kundenparkplatz Ich fahre rückwärts von der Rampe weg, alles ziemlich gut zugeparkt und äußerst schlecht beleuchtet. Dabei hab ich dann einen PKW übersehen, Kleine Delle im Kotflügel und das Blinkerglas kaputt. Der Besitzer des PKW war zwar happy, das ich mich gemeldet habe, aber er hat auf Abrechnung mit der Versicherung bestanden. Gestern kam dann die Kündigung der Versicherung. Ich habe denen zwar heute vorgeschlagen, das sie die Kündigung zurückziehen und ich dann meinerseits kündige, aber ein Spaß wird es trotzdem, eine neue Versicherung zu finden. Ein besonders schlauer Kollege meinte, ich hätte beide Male bei den Rangierunfällen abhauen sollen, aber das ist für mich ein NoGo und das wird es auch bleiben. Für gute Tipps bin ich sehr empfänglich..

Gruß

Meandog

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12 Antworten

Vers. Makler mal fragen.

Beantrage doch bei der Versicherung deiner Wahl, den gewünschten Versicherungsschutz.

Zumindest in der Haftpflicht müssen Sie dich nehmen. Kasko müssen Sie nicht.

Wenn dein SF eher gegen 0 tendiert, wissen die eh das du gekündigt wurdest.

Um solche Risiken wird sich keine Versicherung reißen.

Dir bleibt jetzt wohl nur die Möglichkeit Klinken zu putzen, kleine Brötchen zu backen und die SB drastisch zu erhöhen.

Themenstarteram 19. Mai 2017 um 18:11

Vielen Dank für die Antworten. Versicherungsmakler fragen war eine gute Idee. Der konnte zwar nichts für mich tun, hatte aber einen Tipp: da das Auto über die Mercedes Bank geleast ist, könnte ich meinen Händler vor Ort oder den, von dem ich das Auto habe, fragen, ob ich bei deren Versicherung unterkomme. Die Händler haben nämlich kein Interesse daran, dass das Leasingfahrzeug vorzeitig zurückkommt. Ein Bekannter, auch selbständiger Transportunternehmer, hatte das gleiche Problem, allerdings gleich mit mehreren LKW, und bei dem hat es funktioniert.

Die alter Versicherung hat meine Anfrage übrigens abgelehnt.

Grade der letzte Schaden klingt recht klein für mich, den muss man nicht durch die Versicherung regulieren lassen.

Klar, der Geschädigte hat jederzeit das Recht es über die Versicherung laufen zu lassen, aber du hast das Recht es selbst zu regulieren, so dass es zu keinem Schadensfall im Sinne der Versicherung kommt.

Ansonsten ist das ja alles schon recht viel gewesen.

Versuch mal mit Deiner Versicherung zu handeln, ob die die Kündigung zurück ziehen, wenn Du einen oder evtl. zwei Schäden zurück kaufst.

Wird vielleicht nicht ganz billig, aber besser als als gekündigter Kunde keinen neuen Versicherer zu finden.

Hast Du Deine anderen Versicherungen auch bei Deinem Sprinter-/ Transit-Versicherer? Wenn nein, vielleicht mal Neugeschäft in aussicht stellen.

Themenstarteram 19. Mai 2017 um 22:54

@jupp78: Ich habe der Versicherung damals angeboten, den Schaden selber zu regulieren. Man sagte mir nur, ich solle es in der Schadensmeldung angeben, was ich aus getan habe. Auf spätere Nachfrage bekam ich lediglich die Antwort, das der Schaden noch nicht abgeschlossen sei. Da ich jede Nacht bei diesem Kunden Ware anliefere und dort auch das betreffende Auto steht, konnte ich nicht erkennen, wann der Schaden abgeschlossen ist, da dieses Auto bis heute nicht repariert ist.

@remarque4711: Als ich zu der Versicherung kam, hab ich nicht nur den Sprinter mitgebracht sondern hatte dort bereits einen neuen Ford Ranger, einen Chrysler Saratoga (1995) und eine 2012 Harley Davidson. Den Ranger hab ich in Februar 2016 verkauft, da ich ihn nicht mehr brauchte. Den Chrysler habe ich dieses Jahr Anfang April verkauft, da ich herausgefunden habe,, das mir der Vorbesitzer einen Hochwasserschaden verschwiegen hat und das Auto von innen nach außen anfing zu rosten. Der Schaden war zwar schlampig repariert, aber gut vertuscht, zumal der Chrysler jede HU ohne Mängel geschafft hat. Ich habe im Januar ein neues VW Beeile Cabrio bestellt und hatte bereits eine EVB Nummer der Versicherung. Anfang Mai habe die mich sogar angeschrieben, und gefragt, ob das mit dem Beeile noch aktuell sei. Ich antwortete, dass das Auto wohl Ende Mai/Anfang Juni geliefert würde, genau könne ich das nicht sagen, aber aktuell sei es noch, das Auto sei verbindlich bestellt. Die Antwort: Dann sei alles in Ordnung.

Das das neue Auto nun woanders versichert wird und die Harley zum Ende des Jahres auch weg ist, das ist selbstredend.

Aber das alles zu gegebener Zeit, jetzt werde ich mich erstmal intensiv um eine neue Versicherung bemühen, sollte das nicht klappen, fällt mir sicher noch irgendwas ein. Die Tipps, die man hier teilweise kriegt, helfen dabei. Nach Ende des Leasingvertrag ist für mich eh Schluß mit Selbständig. Lohnt sich einfach nicht mehr.

Die Versicherung teilte mir heute per eMail mit, das sie auf jeden Fall an ihrer Kündigung festhalten werden. Ich hebe vorhin einem Bekannten eine Whaisapp geschickt, das er sich nächste Woche, wenn er aus dem Urlaub zurück ist, bei mir melden möchte. Der war bis vor wenigen Jahren noch hauptberuflich Versicherungsmakler und zwar nicht der schlechteste. Der könnte hier sehr hilfreich sein

Einerseits hat das Dich "verfolgende Pech" die Versicherung ja eine schöne Stange Geld gekostet, aber auf der anderen Seite ist es heute ja so, dass selbst (sogenannte) Verbraucherschutz-Organisationen dazu raten, "kleine" Schäden (bis ca. 1.000 €) selbst zu bezahlen (und das nicht nur bei KFZ-Versicherungen) und die Versicherung nur bei einer hohen "existenzbedrohenden" Schadensumme in Anspruch zu nehmen, um nicht Gefahr zu laufen das die Versicherung den Vertrag kündigt und man keine neue Versicherung findet.

Und weil auch Politik und Justiz in Deutschland den Versicherungsunternehmen sehr gut gesonnen sind (Stichwort: "Lobbyarbeit") werden das leider nur die Anfänge dessen sein, was da auf Versicherungsnehmer zukommt.

Bei Rechtschutzversicherern ist es ja fast schon die Regel, das sie Verträge schon nach dem ersten Schadensfall aufkündigen!

 

Oh je, jetzt werden die Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen hier wieder den Prügel auspacken!:D:D

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