Vernetzte Mobilität (+Anforderungen auf den Einkauf)
Hallo Liebe Community,
wie ihr sicher bereits im Titel lesen konntet, geht es bei meinem Problem um die "vernetzte Mobilität". Und zwar kam mein Dozent vor einigen Tagen auf mich zu und bescherte mich mit der folgenden Aufgabenstellung:
//
Die Prüfungsleistung besteht aus einer Ausarbeitung und einer Präsentation über das Thema „Vernetzte Mobilität“.
Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden:
• Was bedeutet Vernetzte Mobilität (VM)?
• Was gehört zur VM?
• Wieso ist VM heutzutage besonders wichtig/richtig?
o Technology Push?
• Welche Anforderungen auf Seiten der Automobilhersteller (bspw. Porsche) existieren
in Bezug auf VM? (Kapazitäten, Geografische Lage)
o Qualitativ
//
Nun versuche ich mich seit 2 Wochen in das Thema einzulesen und war schon auf diversen Expertenberichten über vernetzte Mobilität etc. Bisher habe ich lediglich eine halbe A4 Seite darüber geschrieben, dass die Ölpreise im letzten halbe Jahrhundert angestiegen sind und eine Vernetzung der Mobilität aufgrund steigender Preise durchaus notwendig ist, vor allem in Großstädten.
Auch habe ich herausgefunden, dass Einkäufer im Bereich Automotiv ein anderes Anforderungsprofil als bspw. vor 10 Jahren haben müssen. Allerdings kann ich keinerlei stichhaltigen Details dazu ausfindig machen.
Ebenso fehlt mir die Verknüpfung zwischen der vernetzten Mobilität und den Anforderungen an den Einkauf (in dem Beispiel Porsche).
Da ich auch bisher bei allen Belangen rund um das Thema KFZ in diesem Forum fündig geworden bin, dachte ich ich richte mein Anliegen mal an euch mit der Hoffnung, dass mir jemand Quellen o.Ä. nennen kann. Über jegliche andere Hilfe freue ich mich selbstverständlich genau so sehr 🙂
Ich bedanke mich schonmal und hoffe auf ein paar hilfreiche Antworten.
Mit besten Grüßen
Volker Denninghoff
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von piven89
Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden:
• Was bedeutet Vernetzte Mobilität (VM)?
• Was gehört zur VM?
• Wieso ist VM heutzutage besonders wichtig/richtig?
o Technology Push?
• Welche Anforderungen auf Seiten der Automobilhersteller (bspw. Porsche) existieren
in Bezug auf VM? (Kapazitäten, Geografische Lage)
o Qualitativ
Schlechtes Thema, den es ist eindeutig Pro VM.
1. Es bedeutet das wir alle bald überall vernetzt sind und bestenfalls noch im Schlaf offline sind.
2. Totale Überwachung und Volksverdummung
3. Weil die Gesellschaft immer mehr degeneriert und verkommt, keiner ist mehr in der Lage selber zu denken oder etwas zu entscheiden. Ohne Assistenten kann doch kaum jemand der in den letzten 5 Jahren den Führerschein gemacht hat noch alleine gefahrlos von Düsseldorf nach Köln fahren.
4. Anforderungen? Es bringt Geld in die Kassen der Hersteller. Genauso wie jeder andere elektronische Firlefanz der im Auto drin ist. Alles nur Geldmacherei.
Sorry, es gibt nichts schlimmeres als die totale Vernetzung, grade im Fahrzeugbereich.
26 Antworten
Eigentlich hast du da ein ziemlich interessantes Thema bekommen.
Vernetzte Mobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung gerade auch dadurch, dass das Internet (mobiles Internet) Einzug ins Kfz gefunden hat. Such -, Infornations-, und Transporkosten gewinnen eine andere Bedeutung als vor 20 Jahren.
Verkehr und Modal Split, Verlagerung des Verkehrs.
Verkehr ändert sich zunehmend in dem Maß der Wirtschaftsleistung und der gebotenen Infrastruktur.
Staatliche Eingriffe in den Verkehr z.B. City Maut , Maut allgemein, jährliche TÜV Hauptuntersuchung führen dazu, dass auch das Interesse am Fahrzeug sinkt. Vermehrt kommen anbieter wie Car2go (venetzt) auf dem Markt.
Gruß
Wie definierst du den Begriff "vernetzte Mobilität" überhaupt?
Ich hätte darunter eher das Zusammenspiel zwischen Bahn, Bus und (Leih)auto auf einem Weg von A nach B verstanden und sehe im Moment nicht so ganz, was der KFZ Hersteller direkt damit zu tun haben sollte (außer vielleicht eine Möglichkeit zur elektronischen Buchung / Reservierung).
Andere meinen damit scheinbar einfach ein Auto mit Internetzugang?
Wieder andere die drahtlose Kommunikation zwischen Fahrzeugen, zur Meidung des toten Winkels, von Auffahrunfällen usw.
Edit & PS:
Nimm mal deinen Voll- & Klarnamen aus dem Eröffnungsbeitrag 🙄
Ich vermute hier eher einen Fake. Kaum jemand ist heutzutage noch so naiv und unbeholfen im Umgang mit dem Internet, schon garnicht wenn er/sie im üblichen Alter für Studenten ist.
PPS:
IT und Computer- Zeugs im PKW wurde hier schonmal diskutiert:
http://www.motor-talk.de/.../...-hol-schon-mal-den-wagen-t3970894.html
...ich bin zwar eher Laie, aber gehört die in der Praxis m.W. schon gebräuchliche Nutzung von Mobilfunkdaten zur Erkennung von Staus nicht auch zu diesem Thema?
Und bei dem Aufgabenspektrum einer/s Einkäufers/in im Automotive-Bereich kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich die Anforderungen in den letzten 10 Jahren sehr deutlich verändert haben.
Geänderte Technik, zunehmender Einsatz von Elektronik und IT-Technik, sowie der nochmalige Schub der Globalisierung, gesteigerter Quantität an Zulieferteilen statt Eigenproduktion etc. etc. haben sicherlich zu Änderungen geführt, möglicherweise auch zur weiteren Spezialierung der einzelnen Person auf Detailbereiche. Ein Can-/Bus-/IT-Experte ist möglicherweise nicht für den Einkauf von Stahl, Glas, Zündkerzen etc. verantwortlich.
Insgesamt eigentlich zwei Themen (Vernetzung /Einkauf), anspruchsvoll und interessant. Ich drück Dir die Daumen und wünsche gutes Gelingen!
Gruss kirschv
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von piven89
Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden:
• Was bedeutet Vernetzte Mobilität (VM)?
• Was gehört zur VM?
• Wieso ist VM heutzutage besonders wichtig/richtig?
o Technology Push?
• Welche Anforderungen auf Seiten der Automobilhersteller (bspw. Porsche) existieren
in Bezug auf VM? (Kapazitäten, Geografische Lage)
o Qualitativ
Schlechtes Thema, den es ist eindeutig Pro VM.
1. Es bedeutet das wir alle bald überall vernetzt sind und bestenfalls noch im Schlaf offline sind.
2. Totale Überwachung und Volksverdummung
3. Weil die Gesellschaft immer mehr degeneriert und verkommt, keiner ist mehr in der Lage selber zu denken oder etwas zu entscheiden. Ohne Assistenten kann doch kaum jemand der in den letzten 5 Jahren den Führerschein gemacht hat noch alleine gefahrlos von Düsseldorf nach Köln fahren.
4. Anforderungen? Es bringt Geld in die Kassen der Hersteller. Genauso wie jeder andere elektronische Firlefanz der im Auto drin ist. Alles nur Geldmacherei.
Sorry, es gibt nichts schlimmeres als die totale Vernetzung, grade im Fahrzeugbereich.
Zitat:
Original geschrieben von wazzup
3. Weil die Gesellschaft immer mehr degeneriert und verkommt, keiner ist mehr in der Lage selber zu denken oder etwas zu entscheiden. Ohne Assistenten kann doch kaum jemand der in den letzten 5 Jahren den Führerschein gemacht hat noch alleine gefahrlos von Düsseldorf nach Köln fahren.
Sorry, OT, aber ich kann es mir gerade nicht verkneifen...
Wer fährt denn freiwillig von D´dorf nach Köln? 😛 Mit oder ohne Assistenten....
Zitat:
Original geschrieben von wazzup
1. Es bedeutet das wir alle bald überall vernetzt sind und bestenfalls noch im Schlaf offline sind.
Ist bei mir und im Bekanntenkreis eigentlich heute schon so.
Zitat:
Original geschrieben von wazzup
2. Totale Überwachung und Volksverdummung
3. Weil die Gesellschaft immer mehr degeneriert und verkommt, keiner ist mehr in der Lage selber zu denken oder etwas zu entscheiden. Ohne Assistenten kann doch kaum jemand der in den letzten 5 Jahren den Führerschein gemacht hat noch alleine gefahrlos von Düsseldorf nach Köln fahren.
Es kommt immer drauf an, was man daraus macht.
Der schnelle, einfache Zugriff auf Informationen ist nicht per se schlecht.
Vernetzung und Internet bedeuten aber, daß man eine gewisse Medienkompetenz braucht, um diese Flut auch entsprechend zu filtern.
Zitat:
Original geschrieben von wazzup
4. Anforderungen? Es bringt Geld in die Kassen der Hersteller.
😕 Natürlich.
Alles andere ja auch.
Zitat:
Original geschrieben von wazzup
Genauso wie jeder andere elektronische Firlefanz der im Auto drin ist. Alles nur Geldmacherei.
Die Kunden wollen es - s. Motor- Talk, da kann man das jeden Tag überprüfen.
Zitat:
Zitat
//
Die Prüfungsleistung besteht aus einer Ausarbeitung und einer Präsentation über das Thema „Vernetzte Mobilität“.Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden:
• Was bedeutet Vernetzte Mobilität (VM)?
• Was gehört zur VM?
• Wieso ist VM heutzutage besonders wichtig/richtig?
o Technology Push?
• Welche Anforderungen auf Seiten der Automobilhersteller (bspw. Porsche) existieren
in Bezug auf VM? (Kapazitäten, Geografische Lage)
o QualitativEbenso fehlt mir die Verknüpfung zwischen der vernetzten Mobilität und den Anforderungen an den Einkauf (in dem Beispiel Porsche).
Mit besten Grüßen
Volker Denninghoff
Moin,
Autofahren ist mehr als nur der Weg zur Arbeit.
Besonders in der Freizeit, sollte alles Informatives zur Verfügung stehen.
- Alles zum Thema, jetzige Verkehrslage und Möglichkeiten der
Verbesserung der Verkehrslage.
- Alle Infos über Internet, zu allen möglichen Fragen.
Damit kommt man schon super durch €U.
- Was nicht angestrebt werden sollte, sind alle Systeme,
welche das Autofahren derart automatisieren,
- das man gleich mit der Bahn oder Bus, fahren kann!
Dann kann man auf einen Porsche verzichten, und sich lieber
nach einem Helicopter umschauen!
schönen Gruß
Hallo,
dass eine so ungenaue google suche wie du sie eingegeben hast so ein verwaschenes ergebnis ausspuckt wundert mich nicht. danke, für dein kommentar.
ich bin mittlerweile auch so weit, dass ich in meiner präsentation behaupte, dass VM -zumindest in großstädten- so gut wie unabdingbar ist. steigende ölpreise, immer weitere arbeitswege im zuge der globalisireung, klimaschutz, etc. pp. sind die gründe.
und ich weiß, dass ein einkäufer heute wesentlich mehr vehandlungsmacht hat als er das beispielsweise vor 15 jahren hatte. ebenso die zulieferer.
aber wieso ist das so? und speziell auf die VM ausgerichtet: wie werden sich die anforderungen an einen einkäufer dahingehend ändern?
Zitat:
Original geschrieben von piven89
... und speziell auf die VM ausgerichtet ...
Welche VM ?
Wie bereits schon angeklungen war, es gibt mehrere, sehr verschiedene Bereiche, die unter einer, aber nicht der selben, "vernetzten Mobilität" arbeiten.
Unter VM laufen Dinge wie
- die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander, auch unter Hinzuziehung von zentralen Daten wie zB. über Handy erfasste Bewegungsprofile zur Stauumfahrung oder auch Verkehrlenkung über Navi-Anzeige oder kommunaler Verkehrsleitsysteme zur Stauvermeidung oder auch zB. bei der Parkplatzsuche.
- die Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel im Rahmen von Infratsrukturdingen. Die Kombination von Bus, Bahn, Mietwagen, Fahrrad, um "ohne Ansehen" des Verkehrsmittels möglichst optimal (eher schnell, eher unter Umweltgesichtspunkten, ...) von A nach B zu kommen
- die Vernetzung innerhalb einer Automobilproduktion, wo schon Zulieferer komplett in den Konstruktionsvorgang eingebunden sind, um ihre Zulieferteile rechtzeitig passend für die Konstruktionsvorgaben parallel entwickeln können (die Rückleuchte in eine vorgegebene Karosserieform) oder auch in umgekehrter Richtung, wo für bestimmte Zulieferteile eine konstruktive Berücksichtigung bei der Fahrzeugstruktur schon in deren Entwicklungsphase berücksichtigt werden muss
"Vernetzte Mobilität" ist so ein Begriff, den sich viele unterschiedliche Bereiche gegriffen haben, weil er so schön modern und auch nicht sonderlich eindeutig ist.
Über welche VM sollst Du etwas ausarbeiten?
Zitat:
Original geschrieben von piven89
und ich weiß, dass ein einkäufer heute wesentlich mehr vehandlungsmacht hat als er das beispielsweise vor 15 jahren hatte.
Weil Herstellungskosten immer stärker in das Gewicht fallen, Materialeinkauf gehören nicht unwesentlich dazu.
Weil es immer mehr Zulieferer gibt und aufgrund der Konkurrenzsituation ein stärker werdender Preiskampf existiert und ein nicht erteilter Auftrag eines Automobilherstellers das Gesamtaus eines Zulieferunternehmen bedeuten kann.
Zitat:
ebenso die zulieferer.
Weil sie die eigentlichen Innovationsträgerschaft haben. Die eigentlichen Automobilhersteller ziehen sich aus vielen Entwicklungsbereichen immer weiter zurück, diese "Kernbereichs"-Diskussion.
Dann kommen komplett neue Aufgabengebiete und Zulieferer dazu, die bisher ohne jede Beachtung waren. Elektromotore und Batterien waren bisher nebensächlich, für den Scheibenwischermotor und die Starterbatterie benötig man keine eigene, eine sogenannte "Kernkompetenz".
Sieht aber jetzt deutlich anders aus, wenn der E-Motor nun das gesamte Fahrzeug antreibt und die Batterie nun auch "fahrerische" Auswirkungen bekommt.
Zitat:
Original geschrieben von Roadwin
Welche VM ?Zitat:
Original geschrieben von piven89
... und speziell auf die VM ausgerichtet ...Wie bereits schon angeklungen war, es gibt mehrere, sehr verschiedene Bereiche, die unter einer, aber nicht der selben, "vernetzten Mobilität" arbeiten.
Unter VM laufen Dinge wie
- die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander, auch unter Hinzuziehung von zentralen Daten wie zB. über Handy erfasste Bewegungsprofile zur Stauumfahrung oder auch Verkehrlenkung über Navi-Anzeige oder kommunaler Verkehrsleitsysteme zur Stauvermeidung oder auch zB. bei der Parkplatzsuche.- die Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel im Rahmen von Infratsrukturdingen. Die Kombination von Bus, Bahn, Mietwagen, Fahrrad, um "ohne Ansehen" des Verkehrsmittels möglichst optimal (eher schnell, eher unter Umweltgesichtspunkten, ...) von A nach B zu kommen
- die Vernetzung innerhalb einer Automobilproduktion, wo schon Zulieferer komplett in den Konstruktionsvorgang eingebunden sind, um ihre Zulieferteile rechtzeitig passend für die Konstruktionsvorgaben parallel entwickeln können (die Rückleuchte in eine vorgegebene Karosserieform) oder auch in umgekehrter Richtung, wo für bestimmte Zulieferteile eine konstruktive Berücksichtigung bei der Fahrzeugstruktur schon in deren Entwicklungsphase berücksichtigt werden muss
"Vernetzte Mobilität" ist so ein Begriff, den sich viele unterschiedliche Bereiche gegriffen haben, weil er so schön modern und auch nicht sonderlich eindeutig ist.
Über welche VM sollst Du etwas ausarbeiten?
Zunächst einmal vielen Dank für deine Antwort.
Ich bin bisher einfach mal davon ausgegangen, dass VM im Sinne der vernetzten Infrastruktur gemeint ist, also dein Punkt 2.
Hab dem Dozenten aber mal ne Mail geschrieben und gefragt, was er im Sinn hatte.
Also sind wir weg von der Auftragsproduktion und hin zur Konzentration auf die Kernkompetenzen? Also wirkt heutzutage der Zulieferer auf das Design eines Auto (nur als beispiel) mehr ein, als früher?
Grüße
Zitat:
Original geschrieben von piven89
Also sind wir weg von der Auftragsproduktion und hin zur Konzentration auf die Kernkompetenzen?
Bei dieser "Kernkompetenz" geht es um Forschung und Entwicklung, oft auch Produktion und sind die Bereiche, um die sich primär ein Hersteller selbst kümmert. Gegenüber den eher sekundären Bereichen, die vollständig bei den Zulieferern liegen.
ZB. bei Porsche wohl zweifelsfrei der Boxermotor als Kernkompetenz zu bezeichnen und zB. die Sitze dem Zulieferer praktisch vollständig überlassen werden. Irgendwelche Designvorgaben schon, aber welche genauen Materialien für die innere Polsterung benutzt werden, wie das innere Sitzgestell aufgebaut sein muss um nicht nach 50.000 km zu brechen, das ist die Kernkompetenz von dem Sitzhersteller, nicht von Porsche.
In derartigen Situationen hat dann oft auch der Zulieferer "vorrangige Bestimmungsrechte" über die Konstruktion des Fahrzeugs. Der gibt dann vor, wie sein Sitz an die Karosserie befestigt werden muss und der Fahrzeughersteller hat dann die Karosserie im Bodenbereich inkl. notwendiger Verstärkungen (Gurtbefestigungen) so zu planen und bauen, dass es dann auch hinterher zusammen passt.
Porsche wird keinerlei "Kernkompetenz" für Sitze haben, aber dafür gibt es dann zB. das Unternehmen Recaro, von nichts eine Ahnung außer Sitze zu bauen (um es etwas sehr flapsig zu formulieren), aber genau den braucht man dafür.
Wozu sollte Porsche nun eine eigene Kernkompetenz (Forschung, Entwicklung und Produktion) für Sitze, Reifen, Glühbirnen, ... haben müssen?
Zitat:
Also wirkt heutzutage der Zulieferer auf das Design eines Auto (nur als beispiel) mehr ein, als früher?
Auf Teilbereiche bezogen sicherlich.
Immer dann, wenn Fahrzeug-Designer irgendwas herausarbeiten, was dann nicht oder noch nicht in einer Großserie grundsätzlich oder zu vertretbaren Kosten realisierbar ist.
Ob das nun Scheinwerfer vorn oder auch die bis weit in das Dach hineinreichenden Panorama-Windschutzscheiben sind. Erkennt man immer gut daran, wenn Fahrzeughersteller irgendwelche "seriennahe" Studien vorstellen und man zwei Jahre später die Studie mit dem tatsächlichen Serienmodell vergleicht.
In diesen Teilbereichen gibt es dann auch die "umgedrehte" Entwicklung. Ein Scheinwerferhersteller entwickelt eine neue Licht-Technologie, die besonders flache Scheinwerfer ermöglicht und dies wird dann an die Designabteilungen der Fahrzeug-Hersteller geschickt, mit einem freundlichen: "Schaut mal, mit unserem System könnt ihr jetzt eure Fahrzeugfront in diese oder jene Richtung weiterentwickeln".
Der deutlich größere Posten ist jedoch nicht das Design, sondern die "innere" Technik, zB. wie das ABS von Bosch. Das ist ja nicht nur ein Wort im Prospekt, sondern ein schweres Bauteil, was irgendwo im Motorraum verbaut werden muss und von seiner Montage und hier auch Leitungsverlegung in der Fahrzeugkonstruktion integriert werden muss.
Hier kommt dann schon Jahre bevor ein Fahrzeug beim Händler steht auch schon der Einkäufer ins Spiel. Der Konstrukteur kann sich nicht einfach so mit der Fa. Bosch zusammensetzen, vielleicht hat der Zulieferer Lukas das bessere Angebot und kann ein ABS-Gerät für 15 Euro weniger anbieten. Bei 100.000 Fahrzeuge pro Jahr sind das 1,5 Millionen Euro, die da ganz fix zusammen kommen können.
Ein wenig aufwändiger ist das alles schon, nur bleibt die große Fragestellung: ist das genau die "vernetzte Mobilität", nach der hier Dein Dozent gefragt hat und Du berichten sollst.
... nur: was hat das mit "Vernetzter Mobilität" zu tun?
Welche besonderen Anforderungen an ein Fahrzeug entstehen denn überhaupt daraus, daß am Zielbahnhof ein Poolfahrzeug wartet? Und wer würde dafür ausgerechnet Porsches wählen?
Oder ist die Richtung der Frage durch den Threadersteller immer noch nicht geklärt?