Verkehrsberuhigter Bereich Merkblatt gesucht

Hallo,

wir haben bei uns in der Straße ein Problem. Obwohl es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich (v-max 4-7 km/h) handelt rasen die Leute (zum Teil mit Handy am Ohr) durch die Straße. Zum Teil zwischen den Kindern hindurch.

Da die persönliche Ansprache relativ erfolglos ist, war mein Gedanke jetzt eine Art Merkblatt mit dem Hinweis auf die rechtliche Lage und der Bitte wegen der Kinder die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. Hat jemand von Euch so etwas oder weiß wor so etwas zu finden ist?

Beste Grüße
Matthias

77 Antworten

Draussen spielen heisst ja nicht dass uns unsere Eltern nicht eingeimpft haben auf die Autos zu achten.

Gruß Meik

Was heißt denn aufpassen?

Klar steht bei uns in der Strasse immer ein Elternteil mit auf der Strasse wenn die Kinder dort spielen.

Aber so wie hier der eine oder andere argumentiert, müßte hinter jedem Kind ein Elternteil stehen um sein Kind bei einem Auto am Horizont von der Straße zu reißen.

Nein, die Ausrede die Eltern müssen auf Ihre Kinder aufpassen ist zu einfach. Es gibt Regeln für die verkehrsberuhigten Bereiche, warum ist es so schwer sich daran zu halten und so einfach die Verantwortung auf andere abzuwälzen?

Ein ganz anderer Aspekt: Ich selber halte mich schon an die Geschwindigkeiten, weil ich es mir immer selber vorwerfen würde und keine Nacht mehr schlafen würde, wenn ich ein Kind anfahren und schwer verletzen oder gar töten würde.

Matthias
P.S.: Auch ich fahre gerne schnell. Dort wo es erlaubt ist und innerhalb der bestehenden Regeln.

Zitat:

Original geschrieben von Meik´s 190er


Klar, setzt die Kinder zuhause vor die Glotze, hauptsache sie rennen nicht draussen rum 😠

Für Kinder gibts nichts schöneres als einen verkehrsberuhigten Bereich vor der Tür, ich bin selber in so einem gross geworden. Und war fast täglich draussen zum spielen. Da sind auch alle langsam gefahren.

Weder Glotze noch Straße sind "kindgerecht".

Es gibt Gärten, Hinter- bzw. Innenhöfe, Spielplätze, Wiesen und Felder.

Wer von alle dem Nichts hat, der muss sich fragen ob er in einem Umfeld wohnt, das man Kindern zumuten sollte.

Das Problem sind doch die 30 Zonen. Es ist absolut richtig, daß in Wohngebieten oft bzw. überall 30er Zonen sind. Nur wenn es halt überall ist, halten sich die Leute weniger dran. Aber nochmals, finde sie auch sinnvoll!

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Wie immer,verkehrsberuhigte Bereiche und tempo 30 Zonen ja,wenn sie vor der eigenen Haustür sins.Aber sich an die "negativen" Folgen wie den zwangsläufig dazugehörenden Limits halten?Kein Gedanke.Wie diverse Messungen quer durch ganz Deutschland schon oft genug erwiesen haben sind die Anwohner beim zuschnellfahren sehr gut dabei.

Zitat:

750prm im 1. gang sind 6,4km/h > unfahrbar da der motor stottert dabei wenner kalt is

Komisch,habe dabei keine Probleme,kann ohne Gas zu geben anfahren,die Kiste bei Leerlaufdrehzahl ruckelfrei rollen lassen,sogar im 2. Gang, und dabei ist es auch ein Diesel.Die Benziner davor machten da auch keine Problem.😁 Ob es daran liegt das ich keine Opel fahre?Oder am Wartungszustand des Autos,oder ......

Hab auch eine 30er Zone vor der Haustür. Wenn jemand dann vielleicht 40 fährt, ok... auch nicht richtig, ich weiß. Aber mit 60, 70 oder nochmehr... irgendwo hört der Spaß auf und ich bin niemand, der normalwerweise für Tempolimits plädiert.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Wie diverse Messungen quer durch ganz Deutschland schon oft genug erwiesen haben sind die Anwohner beim zuschnellfahren sehr gut dabei.

Nun kann man versuchen die Leute zu erziehen.

Der Gesetzgeber könnte es aber auch lassen,
Dinge erzwingen zu wollen,
die offensichtlich mehrheitlich nicht funktionieren.

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser


Weder Glotze noch Straße sind "kindgerecht".

Es gibt Gärten, Hinter- bzw. Innenhöfe, Spielplätze, Wiesen und Felder.

Wer von alle dem Nichts hat, der muss sich fragen ob er in einem Umfeld wohnt, das man Kindern zumuten sollte.

Und genau dafür gibts die verkehrsberhuhigten Bereiche 😉

Gruß Meik

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser


Nun kann man versuchen die Leute zu erziehen.

Der Gesetzgeber könnte es aber auch lassen,
Dinge erzwingen zu wollen,
die offensichtlich mehrheitlich nicht funktionieren.

Versucht der Gesetzgeber ja und zwar dort wo es wehtut,am Geldbeutel und bei Extremfällen wird dem Fahrer Zeit gegeben während der den ÖPNV nutzt über seie Fehler nachzudenken.

Zum zweiten Punkt,alle Verkehrsregeln abschaffen? Egal welche Verkehrsregel man nimmt,sie wird täglich in Massen mißachtet.Somit könnte man sie deiner Meinung nach ja abschaffen weil es der Gesetzgeber nicht schafft trotz Zwang die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung zu bewegen.
Übrigens,es sind sehr oft die Anwohner die verkehrsberuhigte Bereiche oder 30er Zonen vor ihrer Haustür fordern und wenn sie dann da ist fröhlich mißachten.

Re: Was heißt denn aufpassen?

Zitat:

Original geschrieben von popi27


Es gibt Regeln für die verkehrsberuhigten Bereiche, warum ist es so schwer sich daran zu halten und so einfach die Verantwortung auf andere abzuwälzen?

Schade, ich habe extra einige Argumente angeführt, die aufzeigen sollen, dass die vielgenannten 4-7 km/h technisch nicht immer ohne erhöhten Verschleiss nötig ist und dass der Bremsweg von 1-2m bei vorrausschauender Fahrweise nicht das Problem sein dürfte.

Wenn es im Gesetz heißt, dass Fußgänger und Kinder keine Autos behindern dürfen, muss ein Autofahrer doch nicht damit rechnen, dass ein Kind 1m vors Auto rennt (da wären auch 7 km/h zuviel wegen der Reaktionszeit). Sorry, aber DA sind die Eltern gefragt. Man kann die Verkehrserziehung doch nicht fahrlässig auslassen, nur weil man in einem verkehrsberuhigten Bereich wohnt. Es sagt ja auch niemand, dass man mit 15 km/h durch eine Gruppe spielender Kinder fährt - diese Geschwindigkeit wird vernünftigerweise nur gefahren, wenn freie Sicht herrscht.

Wenn man hier jetzt vorgeworfen bekommt, grob fahrlässig zu handeln und gegen das Gesetz zu verstossen, kann ich nur nochmals auf das bereits genannte Urteil verweisen. Alles trockene Theorie, aber ich finde die im Urteil genannte Schrittgeschwindigkeit realitätsnaher als die nicht vorhandene im Gesetz, die einige immernoch als 4-7 km/h definieren möchten.

ALSO: Wirfst du mir/uns vor, sich nicht an Gesetze zu halten, ohne weitere Umstände zu bedenken, werfe ich dir vor, ein Amtsgerichtsurteil als nicht existent zu behandeln. Zwar ist es nicht das einzige zu dem Thema, aber es zeigt doch, dass man nicht stur auf seinen 4,5,6,7 km/h bestehen darf!

Naja, das ganze entwickelt sich langsam zu einer Diskussion um die höchstmögliche Risikovermeidung. Als nächstes fahren wir dann 25 innerorts und 50 auf der Autobahn, Eile ist ja kein Argument.

Nein, es geht um den Sinn einer "Spielstrasse". Auf einer normalen Strasse weiss jeder dass Autos 30, 50, ... fahren wie erlaubt und man geht entsprechend mit um. In einem Bereich wo explizit Kinderspiele erlaubt sind sehe ich das anders. Da geht der Schutz der Kinder ganz klar vor der Eile. 15 sind in Ordnung wenn es frei ist. Aber an vielen Einmündungen oder bei spielenden Kindern können auch die zuviel sein. Da gilt es angepasst zu fahren.

So ein Urteil führt oft zu dem Irrglauben dass man ein Recht habe hier mind. 15 zu fahren. Es gibt auch genug anderslautende, gerade wenn es zu einem Unfall kommt werden 15 oder mehr meist als zu schnell angesehen. Läuft ein Kind vors Auto ist es für die Unfallvermeidung egal wie schnell, nicht aber für die Unfallfolgen.

Gruß Meik

Zitat:

Original geschrieben von Meik´s 190er


Und genau dafür gibts die verkehrsberhuhigten Bereiche 😉

wenn Eltern und Stadtplaner versagen,

dann und nur dann

braucht man verkehrsberuhigte Zonen.

Es ist aber dennoch krank ein Kind zum Spielen auf die Straße zu schicken.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Zum zweiten Punkt, alle Verkehrsregeln abschaffen?

Beliebte rhetorische Variante.

Da regt jemand zum Reflektieren über den sinn bzw. Unsinn von Verkehrsberuhigten Zonen an,
und dann kommt das Totschlägerargument:
alle Verkehrsregeln abschaffen.

Wer für verkehrsberuhigte Zonen ist,
der baut Straßen durch Sandkästen. 😠

Ja, sie haben versagt, Leuten wie dir denn Sinn verständlich zu machen 🙁

Gruß Meik

Zitat:

Original geschrieben von madcruiser


wenn Eltern und Stadtplaner versagen,
dann und nur dann
braucht man verkehrsberuhigte Zonen.

Theoretisch ja --- in der Praxis sind die verkehrberuhigten Zonen aber meist in ohnehin schon ruhigen Vorstädten und Dörfern, wo Kinder wirklich genug andere Plätze zum Spielen hätten als die Straße.

Auch manchmal zu sehen: Beliebte "Schleichwege" werden verkehrsberuhigt, und dort wird dann auch geblitzt --- um den "Schleichverkehr" herauszuhalten.

Zitat:

Es ist aber dennoch krank ein Kind zum Spielen auf die Straße zu schicken.

Ja, v.a. wenn ich da an so ein paar Hardcore-Autohasser denke...🙁

Ansonsten weitgehend ACK zu deinen Beiträgen.

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