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Verhalten des TAXI-Personals gegenüber der Kundschaft und umgekehrt

Themenstarteram 24. Juli 2009 um 3:02

Mahlzeit !!!!

Ich bin mittlerweile knappe 10 Jahre im Taxi-Gewerbe als Disponent (Telefon und Funk) hier in unserer Zentrale tätig.

 

In den letzten 1-2 Jahren ist mir aufgefallen, daß sich das Verhältnis zwischen dem Taxi-Personal und der Kundschaft immer mehr anspannt. Sprich: Aggressivität/Streiterein, Abzockerein jeglicher Art, Respektlosigkeit vor dem Anderen und und und nehmen meiner Ansicht nach kontinuierlich zu. Und zwar von beiden Parteien aus !!!

Ehrlich gesagt frage ich mich, warum das so ist?

Trifft das in anderen Dienstleistungssparten auch zu??

Habt ihr schon mal Ärger mit dem Taxi-Personal (Fahrer/Zentrale) bzw. mit der Kundschaft gehabt ? Und wenn ja, warum???

Grüße aus der Nachtschicht

Beste Antwort im Thema

Hallo Leute,

ich arbeite am Wochenende und an Feiertagen als Taxi-Fahrerin.

Ich fahre oft angetrunkene Nachtschwärmer, aber auch Geschäftsleute, Dialysepatienten, Rentner und so weiter.

Da ich in einer Kleinstadt unweit von Bremen fahre, hab ich es besser als meine Kollegen aus der Großstadt. Hier ist vieles persönlicher und ein Großteil meiner Fahrgäste sind Stammkunden.

Haben wir einen miesen Tag (Umsatz unter 100€ in 11 Stunden) bekommen wir wenigstens 30€ für den Tag.

Ich bekomme mal mehr und mal weniger Trinkgeld (von denen, die es haben eher weniger, aber das ist ja weit verbreitet!)

Habe ich einen Fahrgast an Bord, fahre ich genau nach Straßenverkehrsordnung.

Bin ich auf dem Weg zum nächsten Fahrgast, darf es auch schon mal etwas mehr sein, aber nie so, dass mein Lappen auf dem Spiel steht! Auch rote Ampeln achte ich.

Was den Stress mit Fahrgästen betrifft, kann ich nur sagen:"Wie es in den Wald reinschallt, so kriegt Ihr auch das Echo."

Ich habe oft mal Menschen mit schlechter Laune einsteigen lassen und nachdem wir angekommen waren, sind sie besser gelaunt wieder ausgestiegen. Wir sind nun mal sowas wie "´ne Klapse auf Rädern" und bekommen eine ganze Menge zu hören.

Damit muss man umgehen können! Und wer immer alles persönlich nimmt, gehört nicht in den Fahrgastbetrieb!!!

Was die Abzocke betrifft, kann ich folgendes Beispiel nennen:

Ich bekam gegen Mittag einen Anruf von einem Handy. Ein Mann dran und wollte mit seiner Frau aus Hamburg von der Endo-Klinik abgeholt werden.

Da ich so große Touren nicht alleine abmache, hab ich Chef angerufen, ihm die Nummer gegeben und er sollte alles nötige klären.

Auf meinem Block hatte ich übrigens Touren für gute 150€ und es war erst mittag.

Egal.

Ich krieg das O.K., fahre nach Hamburg, rufe auf der Handynummer an und soll noch etwas warten, da seine Frau nicht schnell genug laufen kann. Nach einer halben Stunde gehe in die Klinik, frage mich durch, aber den Patienten gibt es garnicht. Ich rufe die Handynummer an, da geht keiner mehr dran. An der Rezeption der Klinik erfahre ich, dass das innerhalb von 14 Tagen schon der 4. Taxinepp war. Der weiteste kam aus Ostfriesland.

Also:

Tour im Eimer, kein Geld verdient, denn als ich wieder da war, war ich 13,5 Stunden im Einsatz und ich war völig K.O..

Chef hat noch versucht über die Polizei und die Handynummer an denjenigen ran zu kommen, aber nix ist passiert.

Sowas ist mehr als mies, zumal ich den Block noch voll hatte und mir das Geld auf jeden Fall sicher gewesen wäre!!!

Ansonsten ist mir noch nichts passiert, mit dem ich nicht klar gekommen wäre.

Einzig die Idioten, die ständig die Taxenplätze dicht parken (und da meine ich nicht die, die nur kurz mal jemanden aussteigen lassen) sind mir ein Dorn im Auge und auf dumme Sprüche folgt nicht selten eine Anzeige (Fotohandy hab ich ja immer dabei).

Taxenplätze sind unser Arbeitsplatz und DAS nehme ich sehr persönlich!!!

Lieben Gruß,

Turbobiene

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51 Antworten
Themenstarteram 24. Juli 2009 um 3:12

oje, bitte ins Taxi Forum verschieben... sorry!!!

am 25. Juli 2009 um 14:25

Das stimmt allerdings,... der selben Meinung bin ich auch.

Sowohl im Taxi, als auch am Telefon ist es nicht mehr so einfach wie vor ein paar Jahren.

Hauptsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, das es die Jugend ist, die gerne und oft Ärger macht.

Unsere Fahrer sagen das Selbe, und wenn die Fahrgäste schon stänkernt in´s Auto kommen, reagiert der Fahrer natürlich auch dementsprechend.

Zitat:

Original geschrieben von MaxiTaxi

Das stimmt allerdings,... der selben Meinung bin ich auch.

Sowohl im Taxi, als auch am Telefon ist es nicht mehr so einfach wie vor ein paar Jahren.

Hauptsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, das es die Jugend ist, die gerne und oft Ärger macht.

Unsere Fahrer sagen das Selbe, und wenn die Fahrgäste schon stänkernt in´s Auto kommen, reagiert der Fahrer natürlich auch dementsprechend.

Genau das sollte der Fahrer natürlich nicht machen, aber den Ärger kann ich schon verstehen.

Viel mehr Probleme verursachen aber alte, ungepflegte, verrostete und wenig ansehnliche Fahrzeuge, die immer noch - mit noch so vielen Beschädigungen - als Taxi eingesetzt werden. In dem Punkt verstehe ich die Kundschaft, dass sie nicht in das Erste in der Reihe stehende Taxi steigen, sondern sich ein gepflegtes Fahrzeug aussuchen (und das wird auch kein D*cia sein....). Das wiederum bringt Unmut bei den Fahrern, die teilweise auch was für den Zustand ihres Fahrzeuges beitragen könnten.

Zu meinen Kunden kann ich einige Taxiunternehmer zählen, mit denen ich immer wieder über die üblichen Probleme im Gewerbe reden kann. Leider können sie nicht immer neue Fahrzeuge anschaffen, auch wenn sie es gerne möchten. Jedoch ist der Wettbewerb dermaßen groß und der Markt ist wohl teilweise sehr hart umkämpft, dass es immer mehr zu Unannehmlichkeiten kommt. Hinzu kommen immer merkwürdigere Auflagen seitens der Behörden (Bsp. Flughafenaufschlag - TXL), so dass Ruhe nicht aufkommen kann. Das trägt alles nicht zur gegenseitigen Zufriedenheit bei.

Zitat:

In den letzten 1-2 Jahren ist mir aufgefallen, daß sich das Verhältnis zwischen dem Taxi-Personal und der Kundschaft immer mehr anspannt. Sprich: Aggressivität/Streiterein, Abzockerein jeglicher Art, Respektlosigkeit vor dem Anderen und nehmen meiner Ansicht nach kontinuierlich zu. Und zwar von beiden Parteien aus !!!

Das ist nicht nur in dienstleistenden Betrieben so, sondern allgemein feststellbar! Ich habe noch die Bedeutung und Anwendung der Worte "Bitte und Danke" gelernt, das erscheint heute zunehmend unüblich. Meine Einstellungen anderen gegenüber werden sich auch nicht ändern, denn bis heute bin ich mit Höflichkeit gut gefahren und empfehle es jedem!

 

Früher gab es das nicht in dem Umfang, es liegt aber auch daran, dass die Fahrer oftmals gestresst und genervt sind, daher schnell zu Unfreundlichkeit und dergleichen neigen. Das sollte von der Kundschaft natürlich auch nicht still ertragen werden, ist klar, denn mit einer Fahrt versorgt man ja quasi den Taxifahrer mit seinem Lohn (wenn man um die Ecke denkt, ist es ja so!!), aber in Streitereien sollte es nicht gipfeln. Im Zweifelsfall sollte man sich gar nicht unterhalten, wenn ein genervter Fahrer oder das andere Extrem, ein besoffener oder einfach rüpelhafter Fahrgast im Taxi sitzt und den anderen ignorieren, nur dann sich bemerkbar machen, wenn's um Endstation und Zahlung geht.

Zitat:

Original geschrieben von italeri1947

Früher gab es das nicht in dem Umfang, es liegt aber auch daran, dass die Fahrer oftmals gestresst und genervt sind, daher schnell zu Unfreundlichkeit und dergleichen neigen. Das sollte von der Kundschaft natürlich auch nicht still ertragen werden, ist klar, denn mit einer Fahrt versorgt man ja quasi den Taxifahrer mit seinem Lohn (wenn man um die Ecke denkt, ist es ja so!!), aber in Streitereien sollte es nicht gipfeln. Im Zweifelsfall sollte man sich gar nicht unterhalten, wenn ein genervter Fahrer oder das andere Extrem, ein besoffener oder einfach rüpelhafter Fahrgast im Taxi sitzt und den anderen ignorieren, nur dann sich bemerkbar machen, wenn's um Endstation und Zahlung geht.

Es ist eben nunmal so, den Fahrer kann man sich aussuchen, den Kunden in den meisten Fällen nicht.

Trotzdem dürfen genervte bzw. gestresste Fahrer ihren Unmut nicht offen dem Fahrgast gegenüber zeigen, in dem sie unfreundlich reagieren, denn die Fahrer sind nunmal abhängig vom Kunden. Es ist nur selten umgekehrt!

Erzählen lasse ich mir während meiner Taxifahrten aber gerne, warum die Fahrer so reagieren, das deckt sich mit meinen Annahmen und dem, was ich auch von den Taxiunternehmern mitbekomme.

Und ich denke damit stehe ich nicht alleine da, wer als Fahrer freundlich und hilfsbereit ist, bekommt sein gutes Trinkgeld - zumindest halte ich es so. Wer mich aber als Fahrer schon genervt aufnimmt, egal wie lang die Fahrstrecke ist, hat KEINE Chance auf ein Trinkgeld, im Gegenteil, dem gucke ich auf die Finger, dass er auch ja die günstigste Strecke fährt!

am 23. August 2009 um 18:04

Fahrer und Fahrgäste werden immer jünger, jeder wird geduzt, keiner hat mehr Respekt, die guten Manieren sind allen abhanden gekommen. So einfach ist das.

taxifahrer.......aus dieser bande werde ich net schlau, wenn die allein unterwegs sind knüppeln die teilweise mit 80km/h durch die innenstadt um so schnell wie möglich an den zentralen punkten wie hbf, flughafen oder altstadt zu sein, es wird abgebogen/ gehalten wo man nicht darf, die schneiden einen um als erster an der ampel stehen zu können oder autobahnen werden im letzten moment benutzt um den bremsenden abfarhtsverkehr zu umfahren und nachts werden rote ampeln in den randgebieten ignoriert.....ich fahre 1000km in der woche, beruflich und privat durchs rheinland und wenn ich sowas sehe kriege die kotze.

man bekommt dumme kommentare von den droschkenkutschern wenn man nur "um die ecke" will, weil er sich dann wieder hinten anstellen muss und er eventuell eine fernfahrt verpasst......

apropos dumme kommentare, die meisten taxifahrer sind ja nicht mal des deutschen mächtig, und wenn man nicht aufpasst gibts eine stadtrundfahrt obendrauf.

auch wenns eventuell diskriminierend klingt, die einzigen guten erfahrungen mache ich mit deutschen und schwarzafrikanischen kutschern.

 

cheers rod

am 30. August 2009 um 12:52

Zitat:

Original geschrieben von bigruderod

taxifahrer.......aus dieser bande werde ich net schlau, wenn die allein unterwegs sind knüppeln die teilweise mit 80km/h durch die innenstadt um so schnell wie möglich an den zentralen punkten wie hbf, flughafen oder altstadt zu sein, es wird abgebogen/ gehalten wo man nicht darf, die schneiden einen um als erster an der ampel stehen zu können oder autobahnen werden im letzten moment benutzt um den bremsenden abfarhtsverkehr zu umfahren und nachts werden rote ampeln in den randgebieten ignoriert.....ich fahre 1000km in der woche, beruflich und privat durchs rheinland und wenn ich sowas sehe kriege die kotze.

 

man bekommt dumme kommentare von den droschkenkutschern wenn man nur "um die ecke" will, weil er sich dann wieder hinten anstellen muss und er eventuell eine fernfahrt verpasst......

 

apropos dumme kommentare, die meisten taxifahrer sind ja nicht mal des deutschen mächtig, und wenn man nicht aufpasst gibts eine stadtrundfahrt obendrauf.

 

auch wenns eventuell diskriminierend klingt, die einzigen guten erfahrungen mache ich mit deutschen und schwarzafrikanischen kutschern.

 

 

cheers rod

Genau wie die Kurierfahrer, Vertreter, Busfahrer und Trucker. Alles Berufskraftfahrer, die den Druck ihrer Chefs und der Konkurenz kaum standhalten können. Wohl dem, der im Büro sitzen darf.;)

Die meisten Taxifahrer fahren auch mit Fahrgast mit 80 durch die Innenstadt, vorallem spät abends wenn eh wenig los ist. Mich stört das nicht, werde oft von denen überholt wo 50 erlaubt ist. Die besoffenen Fahrgäste sind doch viel schlimmer

Hallo Leute,

ich arbeite am Wochenende und an Feiertagen als Taxi-Fahrerin.

Ich fahre oft angetrunkene Nachtschwärmer, aber auch Geschäftsleute, Dialysepatienten, Rentner und so weiter.

Da ich in einer Kleinstadt unweit von Bremen fahre, hab ich es besser als meine Kollegen aus der Großstadt. Hier ist vieles persönlicher und ein Großteil meiner Fahrgäste sind Stammkunden.

Haben wir einen miesen Tag (Umsatz unter 100€ in 11 Stunden) bekommen wir wenigstens 30€ für den Tag.

Ich bekomme mal mehr und mal weniger Trinkgeld (von denen, die es haben eher weniger, aber das ist ja weit verbreitet!)

Habe ich einen Fahrgast an Bord, fahre ich genau nach Straßenverkehrsordnung.

Bin ich auf dem Weg zum nächsten Fahrgast, darf es auch schon mal etwas mehr sein, aber nie so, dass mein Lappen auf dem Spiel steht! Auch rote Ampeln achte ich.

Was den Stress mit Fahrgästen betrifft, kann ich nur sagen:"Wie es in den Wald reinschallt, so kriegt Ihr auch das Echo."

Ich habe oft mal Menschen mit schlechter Laune einsteigen lassen und nachdem wir angekommen waren, sind sie besser gelaunt wieder ausgestiegen. Wir sind nun mal sowas wie "´ne Klapse auf Rädern" und bekommen eine ganze Menge zu hören.

Damit muss man umgehen können! Und wer immer alles persönlich nimmt, gehört nicht in den Fahrgastbetrieb!!!

Was die Abzocke betrifft, kann ich folgendes Beispiel nennen:

Ich bekam gegen Mittag einen Anruf von einem Handy. Ein Mann dran und wollte mit seiner Frau aus Hamburg von der Endo-Klinik abgeholt werden.

Da ich so große Touren nicht alleine abmache, hab ich Chef angerufen, ihm die Nummer gegeben und er sollte alles nötige klären.

Auf meinem Block hatte ich übrigens Touren für gute 150€ und es war erst mittag.

Egal.

Ich krieg das O.K., fahre nach Hamburg, rufe auf der Handynummer an und soll noch etwas warten, da seine Frau nicht schnell genug laufen kann. Nach einer halben Stunde gehe in die Klinik, frage mich durch, aber den Patienten gibt es garnicht. Ich rufe die Handynummer an, da geht keiner mehr dran. An der Rezeption der Klinik erfahre ich, dass das innerhalb von 14 Tagen schon der 4. Taxinepp war. Der weiteste kam aus Ostfriesland.

Also:

Tour im Eimer, kein Geld verdient, denn als ich wieder da war, war ich 13,5 Stunden im Einsatz und ich war völig K.O..

Chef hat noch versucht über die Polizei und die Handynummer an denjenigen ran zu kommen, aber nix ist passiert.

Sowas ist mehr als mies, zumal ich den Block noch voll hatte und mir das Geld auf jeden Fall sicher gewesen wäre!!!

Ansonsten ist mir noch nichts passiert, mit dem ich nicht klar gekommen wäre.

Einzig die Idioten, die ständig die Taxenplätze dicht parken (und da meine ich nicht die, die nur kurz mal jemanden aussteigen lassen) sind mir ein Dorn im Auge und auf dumme Sprüche folgt nicht selten eine Anzeige (Fotohandy hab ich ja immer dabei).

Taxenplätze sind unser Arbeitsplatz und DAS nehme ich sehr persönlich!!!

Lieben Gruß,

Turbobiene

Es kommt halt immer auf die Taxis (Unternehmen) an wir haben hier in der Gegend ein Unternehmer der einen Ruf weg hat das er Abzockt Teils Preisunterschiede von 50%. Insbesondere wenn die Gäste ein Paar getrunken haben wird hingelangt. Andere wollen wenn viel los ist nur nach Festpreis und nicht nach Uhr abrechnen (Abzocke). Und letztens hat einer seinen W211 mit nem Sportwagen verwechselt und vergessen das er Fahrgäste hat, auf der Unübersichtlichen Landstraße drei Autos auf einmal überholt und dank eines stark bremsenden Entgegenkommenden Fahrzeug ist nichts Passiert. Entschuldigt ich fahre auch gerne flott und mir ist es egal wenn der Fahrer sich nicht genau an die Geschwindigkeit hält aber das war ein NoGo (für jemanden der Beruflich Personen befördert). Und das erste mal das ich mich beim Unternehmer beschwert habe.

Was leider auch normal ist das Termine nicht eingehalten werden, z.B. Auto soll laut Dispo in 15 min. da sein nach ca. 30 min ruft man das erste mal an nach ca. 45 min. ist dann endlich ein Auto da.

Und der Taxifahrer ist halt im Regelfall der Prellbock, ist aber in anderen Brachen nicht anders wenn man die greifbare Kontaktperson zum Kunde ist.

Mittlerweile haben wir zwei Unternehmen die wir immer Anrufen und haben da unsere Stammfahrer mit denen wir bevorzugt fahren. Da klappt die Dispo die Fahrer sind Freundlich und der Fahrstiel ist OK

Zitat:

Original geschrieben von bigruderod

taxifahrer.......aus dieser bande werde ich net schlau, wenn....

 

cheers rod

Das ist keine homogene "Bande"; die Berufsgruppe der Taxifahrer besteht, wie jede andere gesellschaftliche Gruppierung auch, aus vielen Individuen, von denen jedes eine eigene Arbeitsauffassung hat.

Die einen fahren wie die wilde Sau, die anderen nicht.

Die einen meckern ihre Fahrgäste bei Kurztouren an, die anderen nicht.

Die einen halten immer an roten Ampeln, andere nur, wenn Fahrgäste an Bord sind, wieder andere gar nicht.

Die einen halten am Zebrastreifen, andere nur, wenn Fahrgäste an Bord sind, wieder andere gar nicht.

usw.,usf.

Ist halt so wie überall: die, die sich nicht an die Regeln halten, fallen auf, und die vielen, die sich dran halten sieht man nicht!

Im Übrigen weiß ich, das der thread alt ist, war mir aber trotzdem wichtig, das mal zu erwähnen.

Grüße,

Holger

Protokoll einer Taxifahrt.

Ich bekam nachts um ca. 01:30 den Auftrag:

"X-Straße eins, kommt raus."

2 min später war ich an der Adresse, großes Mietshaus, nur 2 oder 3 Fenster erleuchtet, Haustür im Hof, der Weg dahin dunkel.

Ca. 5 min. später hatte sich noch nichts getan. Per Funk nach einem Namen gefragt, Antwort unbefriedigend:

"Tut mir Leid, Holger, einen Namen habe ich nicht."

Dann ausgestiegen und ums Haus gegangen, ob vielleicht mittlerweile jemand an der Haustür steht und dort auf mich wartet. Dem war nicht so.

Wieder am Auto höre ich Rufe. Die X-Straße hochgeschaut: ca 200 m weiter brennt Licht am Einfamilienhaus Z-Straße eins. (Z-Straße zweigt links von Y-Straße ab, die rechts von X-Straße abzweigt.)

Ich rufe:

" Komme!"

Wagen gestartet, gewendet und da hin gefahren.

Fahrgast reißt hintere rechte Tür auf und schnauzt:

"Ist das da unten etwa X-Straße eins???"

Ich sage:

"Ja." und will seinen Irrtum erklären, da schnauzt er wieder:

"Willst Du mich verar***en???"

Bevor ich etwas sagen kann, höre ich von draußen eine beschwichtigende Stimme:

"Nu lass ihn mal, ist doch nich so schlimm."

Es steigen drei Herren ein, der beschwichtigende vorne, der Schnauzer hinten rechts und ein dritter hinten links.

Fahrgast vorne:

"Warum haben sie denn da unten gehalten? Wir hatten doch gesagt X-Straße eins."

"Da war ich auch. Hier ist Z-Straße eins"

"Was?"

schaut sich nach Straßenschild um, sieht es und sagt:

"Oh!..."

Wir fahren los.

 

Fahrgast hinten rechts gönnerhaft:

"So, jetzt machen wir erst mal nen schönen Festpreis ins Etablissement E ab, ne?"

Ich genauso gönnerhaft:

"Nee, wir fahren jetzt erst mal schön auf Taxameter ins E."

FGhr:

"WAS?? WAS ERLAUBST DU DIR EIGENTLICH?? WENN ICH SAGE; WIR MACHEN EINEN FESTPREIS, DANN MACHEN WIR DEN AUCH!!! DAS GIBTS JA WOHL NICHT."

FGv zu FGhr:

"Moment mal."

Freundlich zu mir:

"Warum machen Sie denn keinen Festpreis ins E? Das machen Ihre Kollegen auch immer."

"Wenn die das machen, ist das deren Sache. Das E liegt im Pflichtfahrgebiet, und da darf ich leider keine Preise aushandeln. Die Stadt GÖ verbietet das ausdrücklich."

FGhr:

"WIR FAHREN AUF FESTPREIS, ODER GAR NICHT."

FGv:

"Aber wenn er doch nicht darf..."

FGr:

"FRECHHEIT SOWAS. AUSWEISEN, DAS PACK!! SCHNORRER ALLESAMT!! UND DAFÜR WERDEN MEINE STEUERGELDER VERSCHWENDET!!"

 

Ich:

 

"Moment mal, wen wollen Sie denn hier ausweisen? (lauter werdend) Wenn hier jemand jemanden ausweist, dann bin ich das. Und das tue ich hiermit. Bitte verlassen sie sofort das Taxi."

Wir waren mittlerweile schon 4-500 m gefahren, ich halte den Wagen an, FGv sagt zu mir:

"Bitte nehmen Sie das nicht so ernst. Der hat getrunken, und wenn er getrunken hat, macht er immer so´n Ärger mit den Taxifahrern. Das geht mir auch tierisch auf die Nerven."

"Dann sollten Sie dem das vielleicht auch mal sagen. Für den Herrn ist die Fahrt hier jedenfalls beendet. Vielleicht lernt er ja mal was daraus."

"Bitte seien Sie nicht so. Ich entschuldige mich ausdrücklich für sein Verhalten. Die Fahrt geht dann auch weiter, nach außerhalb."

Schande über mich, ich lasse mich kaufen...

"Na gut, aber nur, weil Sie sich entschuldigt haben."

Die weitere Fahrt verläuft den Umständen entsprechend gut.

Am Ziel angekommen sagt FGhr immer noch schnauzend:

"Du kommst mit rein und wartest auf uns. Die Uhr machste aus!"

"Ich hatte schon Pause."

FGv:

"Seien Sie doch so nett. Es dauert auch nicht lange. Sie bekommen einen Kaffee, oder auch zwei...Dann müssen wir nachher nicht so lange warten."

"Gut, weil Sie es sind."

Das Taxameter (Stand: ca. 15,- €) blieb natürlich an. Zumal auch FGv nichts dazu gesagt hatte. Hätte der mich gebeten, hätte ich die Uhr wahrscheinlich ausgeschaltet.

Nach einer Dreiviertelstunde hatten die Herren Ihre Getränke verzehrt und wollten die Heimreise antreten.

FGhr und ich waren die ersten im Taxi und er sagt:

"Junge, Junge, schon 30 € auf der Glocke? Ich hatte doch gesagt, Du sollst ausmachen?!"

"Vergessen."

"Vergessen. Is klar!"

Leider (oder besser Gott sei Dank) war FGhr der erste, der ausstieg. Dem hätte ich gegönnt, dass er den Endbetrag zahlen muss. Aber wer weiß, was dann noch passiert wäre. Im Nachhinein betrachtet bin ich froh, dass ich ihn so einfach losgeworden bin.

Die Zeche betrug dann nach Ankunft in dem recht weit außerhalb gelegenen Dorf, in dem ausgerechnet der freundliche FG wohnte, knappe 70 €. Soviel Geld hatte FGv dann nicht mehr, er hat mir dann eine "Schuldanerkenntnis" unterschrieben und mich am nächsten Tag um 10:00 schon angerufen und sich mit mir in seiner Firma verabredet, um mir das Geld auszuzahlen.

Fazit:

Wenn FGhr nicht so unglaublich arrogant und beleidigend gewesen wäre, hätte ich auf die 15 €, die während der Wartezeit aufgelaufen sind, dankend verzichtet, und höchstwahrscheinlich hätte ich auch insgesamt abgerundet.

FGhr kann froh sein, dass ich ihn nicht angezeigt habe, und er kann froh sein, dass ich nur meine Vorschriften korrekt eingehalten habe, und nicht ein paar schlagkräftige Kolleg... äh Argumente zu Hilfe genommen habe

Hallo

Ich fahre selten Taxi, habe aber öfters Erlebnisse mit dem Fahrstil der Taxler in Hamburg und bei uns im Vorort.

1) Rückkehr am Flughafen von einer Urlaubsreise. Natürlich nach 22 Uhr, wir sind müde und wollen nach Hause (ca. 9 km).

Der erste Fahrer, bei dem wir fast schon eingestiegen waren, hat das abgelehnt. Sei ihm zu kurz.

Der nächste Fahrer hat dann gefragt, wieso wir nicht bei dem Touran mitgefahren sind. Haben es kurz geschildert, und er hat in seine Funke gesprochen, dass jemand eine Tour abgelehnt hat. "Der zahlt jetzt 20 Euro" meinte unser Fahrer nachher zu uns.

Er hat uns bis vor die Tür gebracht und noch den schweren Koffer aus dem Kofferraum gehoben. Na also, es geht doch.

2) Dreispuriges Abbiegen, also ein mal geradeaus (wo ich stand) und zwei mal nach rechts.

Der Taxifahrer gleich neben mir hat das nicht so geblickt und ist einfach auch geradeaus gefahren. Meine Lichthupe und Hupe hat er mit einer Handbewegung abgetan. Leider wusste ich damals noch nicht, wo man sich über solche Leute beschweren kann.

3) Vorige Woche ist meine Frau vom Bahnhof hier im Ort mit einer Taxe heimgekommen. Sie saß vorne und der Typ hat gefragt, ob sie allein wohne. Hat sie verneint. Beim Verabschieden gibt er ihr die Hand und will sie zum Umarmen rüberziehen. Hat sich natürlich eine Abfuhr eingefangen. Ich fand das unverschämt

4) Hier im Ort stehen Taxifahrer am Bahnhof gern mal in zweiter Reihe am Taxistand. Das man mit einem breiten Fahrzeug da nur schwer vorbeikommt, ist egal. Auch eine kurze Hupe (die durchaus nicht aggressiv gemeint war), löste wilde Reaktion bei Ali aus.

Der Fahrstil ist manchmal weit entfernt von "rücksichtsvoll" oder gar "zuvorkommend". Wenn 50 gilt und ich schon selber 60-65 fahre, brauche ich niemanden, der mich anschiebt und bei der nächsten Gelegenheit eng überholt.

Das ist jetzt kein Pauschalurteil, es gibt überall "so ne" und "solche." Hier ist mir das aber öfter aufgefallen.

Bis dahin

Tex

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