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Vergaserheizung. Wozu ?

Themenstarteram 17. Mai 2015 um 15:20

Ich habe gestern, anläßlich des wiederholten Ausbaus der Vergaseranlage meiner ZZR 1100 D die nervige Vergaserheizung abgeschraubt und die Zuleitungen kurz geschlossen.

In meinen Augen macht diese Einrichtung für ein Saisonmotorrad (04-10) überhaupt keinen Sinn und nur unnötige Fummelei beim Ein- und Ausbau.

Die Vergaseranlage sitzt unter der Airbox, direkt hinter den Zylindern und über dem Kurbelgehäuse und wird im Betrieb recht heiß.

Das Kühl (Heiz-) mittel fließt auch nicht durch, sondern eigentlich weitgehend wirkungslos drunter vorbei.

Wozu soll das gut sein ?

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52 Antworten

Da sich Gase bei ihrer Ausdehnung abkühlen, kann es unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Vereisung des Vergasers kommen. Ich kannte das von meinem Käfer. Ob das an einer Kawa sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich hatte mal an einem Renault Traffic Benziner das Problem des Vergasereinfrierens.

Bei laufendem Vergaser wird, je nach dem, das Benzin aus der Düse gesogen und ein Teil davon verdampft.

Ein Teil des Benzins wird also in einen Zustand höherer Energie versetzt und dadurch wird Verdunstungskälte frei.

Der Vergaser kann bei positiven Temperaturen einfrieren.

Ich hatte das Phänomen bei Temperaturen um die 8 Grad und tiefer, bei hoher Luftfeuchtigkeit (Nebel).

Weiss nicht, wie's bei der ZZR ist, könnte aber ähnliche Gründe haben.

Bei 20 Grad ist so eine Vergaserheizung eher unproduktiv.

Ist das eine Heizung oder eher eine "Startautomatik" anstelle eines manuellen Chokezuges?

Gab es früher bei Autos. Die wurden mit einem Bimetal über die Kühlwassertemperatur gesteuert.

Hatte z.B. der Opel Rekord C.

Mhm. Beim Kaltstarten hat das Kühlwasser ja Aussentemperatur, dieselbe wie die Vergaserbatterie.

Ist in dem Falle also gerade nicht hilfreich. Oder verstehe ich da etwas falsch?

Dieses Vergasereinfrieren ist ein Phänomen, das nicht beim Starten, sondern eher bei längerer Zeit Halb- oder Vollgas auftritt.

Edith:

Ach so...jetzt kapiert: bei kaltem Motor ist der Choke drin, und wenn der Motor warm wird, nimmt der Bimetallstreifen den Choke raus...

Ok, das macht Sinn. Obwohl, ist wie immer: Ich mach den Choke lieber selbst rein und raus.

Die Vergaserheizung funktioniert normalerweise elektrisch (oder mit Öl) und soll die Vergaser im laufenden Betrieb vor Vereisung durch zu kalte oder feuchte Ansaugluft schützen. Sie ist keine Starhilfe. Ist jetzt mein Stand des Wissens...

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 17. Mai 2015 um 15:55:50 Uhr:

Bei laufendem Vergaser wird, je nach dem, das Benzin aus der Düse gesogen und ein Teil davon verdampft.

Eher werden kleine Tröpfchen produziert. Es findet daher kein Übergang in einen anderen Aggregatzustand statt. Vielmehr wird durch den "Venturieffekt" bzw beim Vergaser die "Venturidüse" das Gas beschleunigt. Durch die Beschleunigung kühlt das Gas bzw. der Vergaser ab. Jetzt kann es, durch feuchte oder kalte Luft zur Eiskristallbildung kommen. Daher die Heizung.

Deshalb habe ich geschrieben: ein Teil davon.

Also, PP, vielleicht können wir uns darauf einigen, dass beide Effekte eine Rolle spielen?

Immerhin verdunstet Benzin schon bei Zimmertemperaur in einem offenen Behälter und kühlt den ab...

Und wenn sich Tröpfchen bilden, vergrössert sich die Oberfläche immens: Je grösser die Oberfläche, desto

höher die Verdunstungsrate.

Edith: Im ZZR Forum meinte einer übrigens, das Schlauchgedöns sei eher eine Vergaserkühlung, da es angeblich ein Ventil

beinhaltet, welches bei 70 ° aufginge...aber irgendwie sind wir uns alle einig, dass das Zeug bei der Maschine weg kann bzw. nicht unbedingt

nötig ist.

Vergaservereisung ist bei der Knubbel ein wirkliches Problem - gerade so um 2-5° und hohe Luftfeuchte im Stadtverkehr. Die Karre nimmt dann einfach kein Gas mehr an. 5 Minuten warten und weiter gehts. Für die Sommer-Saisonschwuchtel sicher kein Problem, für den Ganzjahres-Faher dann aber doch :D

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 17. Mai 2015 um 17:43:00 Uhr:

....

Edith:

Ach so...jetzt kapiert: bei kaltem Motor ist der Choke drin, und wenn der Motor warm wird, nimmt der Bimetallstreifen den Choke raus...

Ok, das macht Sinn. Obwohl, ist wie immer: Ich mach den Choke lieber selbst rein und raus.

Genauso funktioniert die Startautomatik bei alten Vergaserautos.

Ob die ZZR D so etwas verbaut hatte weiss ich nicht. Es gab aber ZZRs mit Startautomatik, aber ob die so funktionieren weiss ich ebenfalls nicht.

Dann entfällt aber der Chokezug / -hebel?

Sollte er.

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 17. Mai 2015 um 19:01:57 Uhr:

Deshalb habe ich geschrieben: ein Teil davon.

Also, PP, vielleicht können wir uns darauf einigen, dass beide Effekte eine Rolle spielen?

Neeeeee :p

Es ist einfach zu komplex. Aber grundsätzlich können Temperaturen unter 10° schon reichen.

Zitat:

@Vulkanistor schrieb am 17. Mai 2015 um 16:34:15 Uhr:

Ist das eine Heizung oder eher eine "Startautomatik" anstelle eines manuellen Chokezuges?

Gab es früher bei Autos. Die wurden mit einem Bimetal über die Kühlwassertemperatur gesteuert.

Hatte z.B. der Opel Rekord C.

Hatte mein Opel Manta. VOr dem Starten das Gas einmal voll durchtreten. Dadurch hielt die Leerlaufstellung durch eine Bimetallfeder in einer erhöhten Position. Der Motor lief einfach schneller bis eine gewisse Temperatur erreicht war und den Weg wieder für eine niedrige Leerlaufzahl frei machte.

Das hat aber nix mit Vergaserheizung zu tun, die an der xj 600 auch dran ist.

Der Xciting 500 hatte eine elektrische Vergaserheizung (nicht nur Choke), wie wahrscheinlich viele alte (Vergaser) Roller dieser (Luxus-)Klasse.

Ich habe sie aber nicht abgeklemmt um zu probieren, ob es auch ohne geht.

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