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Washer obendrauf - Wozu ?

Themenstarteram 31. Juli 2015 um 18:59

Ich habe gerade die Vergaser einer ZRX 1100 zerlegt, die auf Zylinder 1 nicht sauber lief.

Auf der verstellbaren Federscheibe lagen je zwei kleine washer, wie ich sie von den Dynojet-Kits kenne.

Aber oben drauf !

Üblicherweise nutzt man die Dinger, um nicht verstellbare Düsennadeln höher zu hängen und schiebt sie auf die Nadel unter den Anschlag . Bei einer verstellbaren wie hier machen die eigentlich keinen Sinn, man könnte die Federscheibe einfach eine Kerbe tiefer anbringen.

Und obendrauf machen die erst recht keinen Sinn, denn so sitzen die unter dem Federböckchen.

Auf den Fotos sieht man, wie das zusammen war.

Dazu ein Ausschnitt aus dem Original-WHB der ZRX.

Kann sich da jemand einen Reim drauf machen ?

PS:

"washer" heißt schlicht Unterlegscheibe. Bei den Dynojets wird der englische Begriff verwendet.

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Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 18. August 2015 um 7:32

Vielen Dank Axel.

Ich habe die ZRX am Sonntag nochmal in die Mangel genommen und am Abend Probe gefahren. Mal sind es 4 Zylinder gewesen, mal drei, mal nur zwei.

Dann habe ich die Krümmertemperaturen gemessen: Zylinder 1: 250, Zylinder 2: 160, Zylinder 3: 250 und Zylinder 4: 180 Grad.

Danach die Karre gefrustet in die Garage gestellt.

Gestern abend bin ich - trotz eines harten Arbeitstages nochmal ran und habe im letzten Büchsenlicht den Schraubenschlüssel beiseite gelegt. Vergaser ausgebaut, zerlegt, bearbeitet und auch die Zündanlage überprüft.

Der Fehler ist gefunden. Bzw. die Fehler. Es waren mehrere. Ich habe die Vergaser ein drittes Mal ausgebaut und die Sitze der Nadelventile sowie die Ventilnadeln mit meiner Spezialkur bearbeitet. Die Schwimmerkammer an Zylinder 4 ist schlicht übergelaufen, deshalb war da dier Kerze schwarz verrußt.

Trotz penibelster Arbeit wollte Zylinder 2 noch immer nicht mitspielen.

Also einen Blick auf die Kerze werfen.

Man bekommt den Kerzenstecker extrem schwer heraus, weil die ZRX gnadenlos verbaut ist.

So erging es wohl auch irgendeinem BastelWastl, der an der ZRX zu Werke war. Man muss einiges Kabelgewirr unter dem Brückenrohrrahmen beiseite räumen, um den Kerzenstecker 2 heraus zu bekommen. Oder man hebelt ihn gewaltsam raus und zerstört ihn dabei. Das hat wohl jemand gemacht. Kerzenstecker 2 kam in Teilen heraus. Das Innenleben war stark korrodiert und hier fand der Funke nicht mehr den Weg zur Kerzenelektrode.

Ich habe auch diesen Kerzenstecker durch einen der gebraucht gekauften ersetzt, jetzt schnurrt die Kawa wieder auf 4 Zylindern und schiebt an, wie eh und je.

Zeit, sie zu verkaufen.

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Kann dir zwar nicht weiterhelfen, aber danke für die Erklärung des Begriffs.

Themenstarteram 31. Juli 2015 um 19:54

Gerne :D:D

Der einzige Effekt, den das ergibt, ist, dass die Düsennadel in ihrer Aufnahme weniger Spiel nach oben hat.

Man fragt sich indes, ob der Konstrukteur der Keihin Vergaser das nicht bewusst so gestaltet hat.

Irgendjemand hat schon an den Vergasern rumgemurkst. Das ist sicher.

In den meisten Fällen gehen solche "Tuningmaßnahmen" aber nach hinten los.

Ich lass die weg.

Ist es denn die originale Düsen Nadel? Nicht dass jemand damit ein Maß angeglichen hat.

Themenstarteram 31. Juli 2015 um 20:12

Ich denke schon original.

Die Scheiben da oben drauf bringen effektiv nichts. Die Nadel hängt ja nach unten und die haben immer etwas Spiel.

Ich hab ja schon wenigstens 50 Keihins zerlegt. Sowas habe ich noch nie gesehen.

Die Luftregulierschrauben sind auch ums Doppelte ausgedreht gewesen.

Da die Scheiben auf der Explosionszeichnung nicht zu sehen sind, hat die da wohl jemand reingebastelt.

Vielleicht ist da was ausgenudelt und das sollte damit ausgeglichen werden?

Wird die Nadel, wenn man sich die Explosionszeichnung ansieht, von oben in das weiße Plastikding gesteckt, oder von unten?

Themenstarteram 31. Juli 2015 um 20:58

Das Plastikding ist der Federteller.

Der hat mehrere Aufgaben:

1. Die Nadel am Hochrutschen zu hindern

2. Die Feder aufzunehmen

3. Zusammen mit dieser den Schieber nach unten zu befördern, wenn der durch den Unterdruck angehoben wurde.

Ausgenudelt ist nichts. Die Vergaser waren auch nur äußerlich schmutzig.

Einen Grund fürs Rumzicken habe ich auch nicht gefunden.

Morgen kommt der schönste Teil: Die Vergaser wieder reinzuwürgen. Da gibt es kaum was ekelhafteres als Kawasakis mit Rohrrahmen.

Ich habe da eine Theorie.....das ist aus den 80er Jahren, aus der Zeit der Kolbenfenstergardinen und Rückholfedern.

Ich bring es nur bruchstückhaft zusammen, aber es ging darum, daß bei starker Beschleunigung und voll geöffnetem Vergaser die Düsennadel durch den Sog Richtung Einlaß gebogen werden konnte oder zumindest instabil werden sollte. Horrorszenario war eine verklemmte, verkantete Düsennadel und ein Dauervollgasvergaser

Die Scheibchen werden dem Problem dahingehend begegnet sein, daß sie mittels ihrer größeren Fläche die BZ-Scheibe der Nadel so fest anpressen, daß sich die Nadel nicht mehr so weit "aus der richtigen Lage" bewegt, sodaß sie wieder ordnungsgemäß in die Hauptdüse einspurt

Themenstarteram 31. Juli 2015 um 22:56

Düsennadel und Hauptdüse kommen sich nicht in die Quere. Die HD sitzt ganz unten am Mischrohr.

Die Düsennadel ist zum einen bereits in Schieber so fixiert, dass sie sich nicht seitwärts bewegen kann und wird mit dem verjüngten Ende unten in der Nadeldüse geführt. Da biegt sich nichts. Aber die Erklärung ist plausibel, wenn es die von Dir beschriebene Konstruktion so gibt.

Die ZRX ist von 1998, hat schon Vergaser mit Drosselklappensensor.

Interessant ist, dass das Handbuch schreibt, dass man beim Einsetzen des Federtellers darauf achten muss, dass er mit keinem seiner "Füßchen" die Unterdruckbohrung im Schieberkolben blockiert.

Darauf habe ich noch nie geachtet.

Themenstarteram 8. August 2015 um 15:34

Zitat:

@fate_md schrieb am 31. Juli 2015 um 20:07:24 Uhr:

Ist es denn die originale Düsen Nadel? Nicht dass jemand damit ein Maß angeglichen hat.

Ich glaube, fate, Du hattest den richtigen Riecher.

Das ist keine N3RK.

In mir regt sich jetzt auch der Verdacht, das da der bastelwastl dran war. Ich hatte die Leerlaufluftschrauben zunächstdrin gelassen, die stören beim Reinigen nicht.

Ich habe mich nur gewundert, weil die dreineinhalb Ausdrehungen draußen waren und eineinhalb wären maximal korrekt. Jetzt habe ich sie rausgedreht und gesehen, dass bei allen vieren der kleine O-Ring auf der Scheibe fehlt.

Und auch die Düsennadeln sind verdächtig, fate_MD hat Recht. Ich habe schon zahlreiche Keihin CVK 36 auseinander gehabt, bei keinem kann ich mich an eine höhenverstellbare Nadel erinnern. Die hatten alle oben ein Plättchen. Auf der Nadel steht auch nichts drauf, N3RK müsste drin sein...

Die verstellbare Nadel kann eigentlich mit dem Befestigunssystem der CVK für die Nadel nicht richtig funktionieren.

So langsam geht mir ein Licht auf... Nachtigall....

Ich habe sowas bislang einmal in der Hand gehabt. Waren auch CVK 36 - von einer ZXR 750 H1. Mit washern drunter.

Der tec-doc wusste sofort, was Sache war. Ein Relikt eines Dynojet - Kits.

Ich werde der Sache mal auf den Grund gehen.

Themenstarteram 16. August 2015 um 13:46

Ich hole das nochmal hoch, weil ich mit der ZRX ein Problem habe.

Der Sinn der washer hat sich erschlossen. Die ZRX wurde u.a. mit anderen Düsennadeln modifiziert. Die hätten Spiel nach oben gehabt, weshalb der Motor nur langsam auf Leerlaufdrehzahl herunter kommt.

Das habe ich gelöst.

Noch immer läuft der Motor aber unter 5000 U/min nur auf drei Zylindern. Zunächst war es Z1, der nur 150 Grad auf den Krümmer brachte, während die anderen auf 220 kamen.

Mit dem Tausch des Kerzensteckers von 1 auf 4 wanderte das Problem auf Zylinder 4. Der hat jetzt einen neuen Stecker bekommen -aber das Problem ist nach wie vor vorhanden. Also komplette Zündspule und Kabel sowie Stecker 1/4 ersetzt - Problem bleibt. Bis 5000 zieht Zyl. 4 nicht mit. Dann kommt er und die ZRX will einem die Arme ausreißen.

Die Kerze auf Zylinder 4 ist schwarz verrußt.

Vergaser wurde zweimal gereinigt. Schwimmernadelventil gecheckt. Alles ok.

Jemand eine Idee ?

Wenn der Fehler gewandert ist, ist es wahrscheinlich nicht der Vergaser. Kann man den Fehler wieder zurück wandern lassen?

Themenstarteram 16. August 2015 um 14:00

Der Stecker wars wohl nicht.

Erstens erneuert, zweitens den Stecker gemessen. 5 kOhm

Funke ist da.

Die Kabel können auch defekt sein.

Isolierung durch- oder angescheuert?

Das Kabel muss nicht blank sein, damit die Hochspannung die Isolierung durchschlägt. In dem Fall wirst du mit einem normalen Messgerät ein intaktes Kabel durchmessen.

Kabelbruch? Kontaktstelle zwischen Stecker und Kabel nicht gut?

Ist 1 und 4 die gleiche Zündspule?

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