Verbrenner in ein paar Jahren nichts mehr Wert?

Hallo Liebe Forums Gemeinde,

da der Weg hin zur Elektromobilität von der Politik absolut fokusiert wird und dadurch auch Kraftstoff immer teurer wird, habe ich solangsam Sorge, dass Gebrauchte Verbrenner in ein paar Jahren aufgrund des hohen Unterhalts kaum noch einen Wert haben.
Dazu kommt, dass die meisten Autobauer ja angekündigt haben ab ca. Mitte des Jahrzehnts fast ausschließlich Elektoautos zu bauen und zu entwickeln.

Versteht mich nicht falsch ich bin da eigentlich offen, nur habe ich die Befürchtung das der Wert meines Gebrauchten und der vieler anderen einfach massiv fallen wird. Wobei ich sagen muss das wir noch lange Verbrenner haben werden, das viele Menschen garnicht die Möglichkeit haben Ihren Elektro Wagen Zuhause zu laden etc. Und Unterwegs zu laden dauert ja auch immer ne Weile also ist es für die allermeisten noch garnicht unbedingt Alltagstauglich.

Meint ihr meine Befürchtung ist berechtigt bzw. habe ich zu kurzfristig gedacht?

Freue mich auf eine lebendige Diskusion.

FredST

P.S. Ich hoffe ich habe das richtige Forum getroffen sonst gerne verschieben.

63 Antworten

Zitat:

@autoauto2 schrieb am 20. Juni 2021 um 12:18:22 Uhr:



Zitat:

@der_Nordmann schrieb am 20. Juni 2021 um 10:50:28 Uhr:


Tesla ist für mich nicht repräsentativ. Tesla baut E-Autos mit "großen" Akkus, also vergleichsweise hohen Reichweiten. Wenn die Masse der BEV, sagen wir ein Drittel der Reichweite hat, bedeutet das, dass diese für die gleiche Strecke 3x so häufig geladen werden müssen. Da nun die Lebensdauer eines Akkus maßgeblich von der Anzahl der Ladezyklen abhängt, werden die Akkus in den meisten Fahrzeugen eine drastisch kürzere Lebenserwartung haben.

Quelle?

Wofür? Dass die Lebensdauer eines Lithium Akkus von der Anzahl der Ladezyklen abhängt??

Das die Masse der eAutos 1/3 Reichweite wie ein Tesla hat!

Deswegen schrieb ich "sagen wir ein Drittel .. ". Ersetze es von mir aus mit "die Hälfte" oder 42,63%.

Fakt ist, die meisten Fahrzeuge haben im Vergleich eine viel geringere Reichweite, mit dem beschriebenen Konsequenzen für die Akkulebensdauer.

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Zitat:

@autoauto2 schrieb am 20. Juni 2021 um 13:18:33 Uhr:


Deswegen schrieb ich "sagen wir ein Drittel .. ". Ersetze es von mir aus mit "die Hälfte" oder 42,63%.

Fakt ist, die meisten Fahrzeuge haben im Vergleich eine viel geringere Reichweite, mit dem beschriebenen Konsequenzen für die Akkulebensdauer.

Auch das ist eine Behauptung die ich gerne verifiziert hätte.
Nehmen wir die in D meist gekauften eAutos haben sie bis auf den e up an Platz 1, änliche oder gar größere Reichweiten wie ein Model3.

Hyundai Kona über 450km
Renault Zoe 350km
VW ID3 300KM
VW ID4 über 500km
Mini Cooper SE und VW e up bis zu 270km
Tesla Model3 300km in der Standart Variante. 400km in der plus Variante.

Selbst die beiden nicht als e Auto entwickelten Fahrzeuge schaffen fast die Werte des Model3 Standart.

Das sind Werte die der ADAC ermittelt hat. Keine Hersteller Angaben.
Nachzulesen auf der HP des ADAC.

Die Werte hier sehen schon etwas anders aus.
https://www.adac.de/.../
Und fährt man dann auf der AB mal eine Weile mit wahnwitzigen 150 statt den getesteten max 130, wird es sich wieder bei der 1/3 Reichweite im Vergleich zum Verbrenner einpendeln.
Vielleicht sind wir bis in 10 Jahren dann mal auf Gleichstand, was die Reichweite angeht. Vorausgesetzt, dass sich diese Übergangslösung bis dahin nicht schon wieder auf dem absteigenden Ast befindet.

Zitat:

@Peterchen1975 schrieb am 20. Juni 2021 um 14:43:38 Uhr:


Die Werte hier sehen schon etwas anders aus.
https://www.adac.de/.../
Und fährt man dann auf der AB mal eine Weile mit wahnwitzigen 150 statt den getesteten max 130, wird es sich wieder bei der 1/3 Reichweite im Vergleich zum Verbrenner einpendeln.
Vielleicht sind wir bis in 10 Jahren dann mal auf Gleichstand, was die Reichweite angeht. Vorausgesetzt, dass sich diese Übergangslösung bis dahin nicht schon wieder auf dem absteigenden Ast befindet.

In der Liste sind zum Teil andere Akkupakete drin.
Beispiel Zoe. Bei dir ist auch der 41kwh

Hier der aktuelle mit 50kwh
https://www.adac.de/.../

Das die Reichweite sinkt bei höherer Leistungsabgabe betrifft auch einen Tesla. Auch dort wird dann bei den große PD100 im s und y die Reichweite schmelzen wie Schnee in der Sonne.
Die Aussage 1/3 bezog sich auf den Vergleich zu Tesla.

Je mehr Leistung ich fordere um so höher ist der Verbrauch, auch bei Verbrennern.

Edit: an Reichweiten eines Verbrenners kommt im Moment kein e Auto ran. Aber wie oft braucht man als Privatmann das?
Luxusproblem. Genau wie ein Kombi.
Hab selbst einen, brauch ihn aber höchstens 2 bis 3 mal im Jahr.

Reichweite ist ein Komfortmerkmal ... Ich persönlich gehöre zur Gruppe der tankmuffel, deshalb habe ich einen Diesel genommen, einmal voll und die nächsten Wochen muss ich mir über das Tanken keine Gedanken machen...

Dazu im vergleich das E-Auto, auf den tollen Marketingfotos der Hersteller, wo das fette Eigenheim mit dem stylischen Carport und der leuchtenden Wallbox abgebildet ist, stöpselt man gerne täglich seinen Wagen an😁

In der Realität sieht das aber anders aus, insbesondere wenn man auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist...

Das zeigt sich schön bei den Plug-In habe im Verwandtenkreis einen, wenn der Lsut hat stöpselt der den Wagen an, aber es reicht schon mistiges Wetter und die Motivation alle 1-3 Tage mit dem dreckig nassen Kabel rum zu hantieren tendiert gegen 0 ....😁

Zitat:

@tartra schrieb am 20. Juni 2021 um 18:30:17 Uhr:


Reichweite ist ein Komfortmerkmal ... Ich persönlich gehöre zur Gruppe der tankmuffel, deshalb habe ich einen Diesel genommen, einmal voll und die nächsten Wochen muss ich mir über das Tanken keine Gedanken machen...

Ob Reichweite nur ein Komfortmerkmal ist oder mehr, ist von den zu fahrenden Strecken abhängig. Wenn man regelmäßig Strecken von mehreren hundert Kilometern fahren muss, ist es eindeutig mehr.

Ein Arbeitskollege hat sich nem Kona E geleast und war anfangs begeistert! Der Durchzug und die Stille fand er klasse
Ja auch das Infotainment und das Soundsystem hat er immer wieder gelobt.
Jetzt nach knapp nem halben Jahr nervt ihn das laden.
Er wohnt in nem Block und lässt seine Freundin während der Arbeit beim lidl laden oder fährt zu VW und hängt ihn ran und holt ihn später wieder ab. Mit nem CC Diesel 😁
Als mal die Säule nicht ging ist seine Freundin mit dem Taxi und er mit dem CC in die Arbeit gefahren. Es hat extrem geregnet und 7 km mit dem Rad wäre auch nichts gewesen für Sie.
Klar ist das ne Ausnahme aber genervt hat es ihn extrem!
Das nächste was ihn stört sind die max 160 km/h.! - wir sind ja in Deutschland🙂 -
Lange Rede kurzer Sinn:
Das ganze ist noch nicht wirklich durchdacht!
Ich schau auch immer mal wieder nach nem E Auto weil ich demnächst kaum noch Auto fahren werden ABER die 2 ladesäulen vor der Tür - die einzigen in Reichweite - sind permanent belegt!
Also wie soll das gehen? Auf gut Glück?
Im Auto sitzend und wartend?
Der neue Arbeitgeber bietet derzeit auch nichts an, der alte in 100 Jahren nicht...
Also mein Fazit:
In dem Fall ist das Ei vor der Henne da!
In kleinen Städten oder gar Dörfern passiert bisher absolut nichts...
Klar sehe ich ladesäulen aber die sind für Privat Tabu... die stehen auf Parkplätzen von Firmen oder sonst wo auf abgesperrten Plätzen.
Das Thema ist für mich erstmal erledigt bis sich da mal was bewegt oder sollt ich umziehen und mir ne Wallbox besorgen? 😉

Ich fahre nen Vollhybrid also ohne Kabel / Laden. Das passt mir derzeit ganz gut.

@der_Nordmann Rheinland Pfalz in der nähe von Kaisererslautern, ich kann ja dieses Jahr mal Bilder machen ;-)
Ich weiß, dass z.B. eKona,Ioniq, Tesla usw. effizenter sind und wie Du schon von Frau Benz schreibst, braucht die eMobilität halt auch eine gewisse Entwicklungszeit.
Im übrigen bin ich für eAutos, obwohl sie für uns noch nicht in Frage kommen.
Und Reichweite ist schon wichtig, vor allem in der Zukunft, da sehr viele z.B. Laternenparker, nicht jeden Tag laden können.
Die Akku-Entwicklung geht sehr zügig vorran z.B.: Tesla Akkus-Kobald und was Du über die Lebensdauer sagt bestätigt auch dieses Video:
https://www.youtube.com/watch?v=2J9LUYS-McU

Ein E-Auto wäre momentan so nützlich wie ein Ochsenkarren. Keine Lademöglichkeit. Weder auf den festen Stellplätzen noch in unserer 3000 Seelengemeinde. Auf der Arbeit auch nicht und es ist keine Besserung in Sicht.
Verbrenner werden noch für eine lange Zeit benötigt werden, solange die Ladeinfrastruktur so schlecht ist.
Eine Wallbox Förderung hilft da leider auch nicht, da der größte Kostenfaktor die Grabungsarbeiten unter der Durchfahrtsstrasse vom Haus zu den Stellplätzen ist. Mal abgesehen davon dass es dann immer noch keine Wall für die Box gibt.
In der Presse bzw. auch in der Politik wird diese Problematik der fehlenden Lademöglichkeiten nicht so recht angesprochen.
Da wird sich eher gewundert weshalb die Leute nicht freudestrahlend auf das E-Auto umsteigen.
Gibt es eigentlich eine Statistik wieviele Wohnungen in Deutschland überhaupt Parkplätze mit Lademöglichkeit besitzen?

Zitat:

@kcee schrieb am 20. Juni 2021 um 22:16:57 Uhr:


Und Reichweite ist schon wichtig, vor allem in der Zukunft, da sehr viele z.B. Laternenparker, nicht jeden Tag laden können.

In dem Fall sind viele Lademöglichkeiten deutlich wichtiger. Es gibt doch durchaus viele Anwendungsfälle, wo nur einmal in der Woche geladen werden muss. In dem Fall ist wichtig, dass man zeitnah eine Möglichkeit zum Laden findet.

Es ist doch vollkommen klar, dass ein BEV für Laternenparker noch problematisch ist. Das geht nur, wenn man bereits mehrere Lademöglichkeiten in der Nähe hat. Und selbst dann ist es ein Komfortverlust.

Es ist ebenso nicht zu bestreiten, dass ein BEV für Vertreter mit regelmäßigen Tagesstrecken von über 700 KM noch nichts ist, solange die Ladepausen nicht sinnvoll mit Arbeitszeit gefüllt werden können.

Im Umkehrschluss ist ein BEV für jeden mit eigenem Stellplatz inkl. schaffbarer Lademöglichkeit und regelmäßigen Fahrtstrecken von nicht über 300 KM sehr gut umsetzbar. Den höhere Preis wird derzeit durch die Förderung und Einsparungen bei Wartung und Treibstoff (insbesondere mit Solaranlage) durchaus kompensiert bzw. teilweise überkompensiert.

Warum also die Grundsatzdiskussion? Ein BEV ist nichts für jeden, genauso wie ein Porsche 911 oder ein 9 Tonner nichts für jeden ist.

Wer sich gerade einen Neuwagen kaufen will und die Voraussetzungen für ein BEV erfüllt, sollte ernsthaft drüber nachdenken. Die Dinger fahren sehr angenehm und sparen auf ihre Lebensdauer eben die Hälfte an C02 ein (Tendenz steigend).

Wer keine Lademöglichkeit hat, fährt ohne schlechtes Gewissen einfach weiterhin Verbrenner.

Zitat:

@sharock22 schrieb am 20. Juni 2021 um 18:56:53 Uhr:



Er wohnt in nem Block und lässt seine Freundin während der Arbeit beim lidl laden oder fährt zu VW und hängt ihn ran und holt ihn später wieder ab. Mit nem CC Diesel 😁

Eine Bekannte hat sich letztens ein Pferd gekauft. Anfangs war sie begeistert, kraftvolles Tier, tolle Reiterlebnisse... inzwischen ist sie nur noch genervt.

Sie wohnt auf 60 qm im dritten Stock. Das Pferd passt nicht in den Aufzug und macht immer ins Treppenhaus. Der Vermieter nervt auch schon.

Was will ich damit sagen: Das ich bei einem E-Auto ohne eigene Lademöglichkeit woanders laden muss, sollte keine wirkliche Überraschung sein. Reale Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten sollten sich bei einer derartigen Anschaffung auch vorher herausfinden lassen.

Ich denke auch nicht, dass man allzu viel Phantasie braucht, um sich vorher vorzustellen, ob und wie das in den Alltag zu integrieren ist.

@topic:

Ja, ich denke, dass gebrauchte Verbrenner in Zukunft angesichts der zu erwartenden Preissteigerung bei den Betriebskosten im Wert stärker fallen werden als bisher.

Ebenso sicher ist auch, dass die BEV stärker an Wert als die bisherigen Benziner fallen werden, weil da einfach die zu erwartenden Weiterverbesserungen stärker ausgeprägt sein werden.

Was bleibt? Entweder Fahrzeug leasen oder aber so kaufen, dass man es selber auffährt. Jetzt ein Fahrzeug zu kaufen um es in 3-5 Jahren zu verkaufen, ist wohl eher keine sichere Bank. Egal ob Benziner oder BEV. So ist das eben, wenn ein Markt umbricht.

Zitat:

@autoauto2 schrieb am 20. Juni 2021 um 18:39:34 Uhr:



Ob Reichweite nur ein Komfortmerkmal ist oder mehr, ist von den zu fahrenden Strecken abhängig. Wenn man regelmäßig Strecken von mehreren hundert Kilometern fahren muss, ist es eindeutig mehr.

Bestreitet doch niemand.

Aber es sind eben nur sehr wenige, die regelmäßig Strecken von mehr als 600-700 KM fahren.

Mit einem Model 3 Long Range kann man eine 500 KM Tagesstrecke mit ca. 20-30 Minuten Ladestopp locker abspulen, auch bei Tempo 150-160.

Diese 20-30 Minuten lassen sich durchaus sinnvoll mit Toilettengang oder ein par Dehnübungen/Spaziergang/Essensaufnahme füllen.

Wenn man die Strecke fast jeden Tag fährt und mit 180KMH (+x) durchballern will, ist ein Verbrenner im Vorteil. Machbar sind sie aber auch jetzt schon mit einem BEV.

Die Wenigsten fahren diese Strecken aber täglich.

Bei einer Strecke von deutlich über 650 KM müsste man mindestens zweimal laden, was dann schon beginn nervig zu werden, wenn man diese Strecken regelmäßig fährt. Oder alternativ zu einem EQS oder Model S greifen, die dann aber auch deutlich mehr kosten.

Bei der Reichweitenthematik wird die spezielle Anforderung ganz weniger einfach in ihrer Bedeutung überhöht. Wenn Du jeden Tag mehr als 650 KM fährst, musst du eben noch auf die passenden BEV warten. Jedenfalls bis 2025 wirst Du wohl auch noch bezahlbar Verbrenner fahren können.

Warum also die Aufregung?

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