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Verbrauchsabhängigkeit bei Hybrid

Themenstarteram 21. Dezember 2014 um 16:43

Hallo Community,

ich habe aktuell nicht viel Ahnung von Hybridfahrzeugen, wegen ihrer geringen Verbrauchswerte aber durchaus Interesse.

Deshalb mal ein paar Fragen:

Da die meisten Hybrid-Fahrzeuge -- zumindest meines Wissens -- ihre Akkus nicht über die Steckdose laden können, muss die Energie ja während der Fahrt entstehen (Bremsen und ??).

Was ist aber bei Kurzstrecken? Also Morgens 5 km zur Arbeit, Mittags 5 km zum Essen nach Hause und dann wieder zur Arbeit, Abends wieder heim. Wie reagiert da ein Hybrid? Läuft da nur der Benzinmotor, da die Elektroenergie erst ab optimaler Motortemperatur gespeichert / erzeugt werden kann?

Oder kann da ein Hybrid schon den E-Antrieb mitnutzen?

Wer kennt sich aus?

Wer kann mir da etwas mehr Infos geben?

Danke mal

Joe

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15 Antworten

Da der Elektromotor (der beim bremsen als Generator wirkt) temperaturunabhängig arbeitet, ist dieser bei jeder noch so kurzen Fahrt im Einsatz. Natürlich bekommst du trotzdem keinen richtig tollen Verbrauch wenn du viele Strecken um die 5 km fährst, weil die Warmlaufphase des Verbrenners mit einem höheren Verbrauch einher geht.

Jaein...ist der Akku "durchgekühlt", hat also selber eine niedrige Eigentemperatur (z.B. nach einer Frostnacht im Freien), dann sinkt auch die Rekuperationsleistungsaufnahme. Oder irre ich mich da?

Viele Grüße,vectoura

Du irrst dich nicht. Auch die Leistungsabgabe, d.h. die Unterstützung des Verbrenners durch den E-Motor findet eingeschränkt bzw. nicht statt.

Themenstarteram 22. Dezember 2014 um 6:58

Hallo zusammen,

schon mal Danke für die schnellen Antworten.

Ich habe mir das ja schon in der Richtung gedacht.

Bei den Diesel-Antrieben bin schaue ich mir auch immer die Verbrauchswerte "Innenstadt " an. Ist für diese Art der Fahrzeugnutzung einigermaßen realistisch.

Interessant wäre nun, wie sich die Werksangaben dabei bei einem Hybrid verändern?

Gerade der Hybrid hat im Stadtverkehr ja besonders niedrige Verbrauchswerte, da hier durch das viele Bremsen sehr viel Elektroenergie gewonnen wird. Aber -- wie ihr mir ja bestätigt -- erst im Warmbetrieb. Und der beginnt in meinem Falle dann, wenn ich den Motor wieder abstelle :-(

Hat da vielleicht jemand Erfahrungen?

Danke

Joe

Diesbezüglich habe ich Erfahrungen mit dem Prius I und Prius II. Beide verhalten sich da ähnlich, ausser, dass man den Prius II unter gewissen Bedingungen beim Start in den EV-Modus zwingen kann, was Verbrauchstechnisch bei 5km aber keinen Vorteil bringt.

Mein Arbeitsweg war jeweils auch ca 5km. Verbrauchswunder muss man dabei keine erwarten. Insbesondere dann nicht, wenn man wie ich die Klimaautomatik auf 22°C hat. Solange man die Klimaautomatik aktiv hat, verbraucht man sehr viel Energie um den Innenraum auf das gewünschte Klima zu bringen. Wer also auf 5km möglichst wenig Verbrauch haben will, muss Klima und Lüftung ausschalten, damit die Energie nur noch für den Antrieb benötigt wird.

Solange man keine Ampelstarts macht, oder sonst übermässige Leistung fordert, läuft der Benziner die ersten 1 bis 2km eigentlich nur mit um sich auf Betriebstemperatur zu bringen. Die Antriebsleistung wird dabei hauptsächlich via E-Motor aus der Batterie bezogen. Danach stellt er um und der Benziner bringt mehr Leistung für den Antrieb und lädt die Batterie wieder etwas nach. Je nach Zustand der Batterie kann es dann auch schon sein, dass der Benziner automatisch abstellt, wenn weniger Leistung gefordert wird.

Im Winter hatte ich auf den ersten 5km jeweils einen Verbrauch von etwa 7 bis 8l/100km im Sommer dann eher irgendwo bei 6l/100km. Wohlgemerkt mit Klimaautomatik auf 22°C.

Im normalen Verkehr konnte ich nie eine spürbare Reduktion der Leistung aus der Batterie feststellen, egal ob warm oder kalt. Ausser, wenn die Batterie stark entladen war, was aber im Normalfall nicht viel vorkommt.

Grüsse

Fabio

Themenstarteram 22. Dezember 2014 um 17:54

Hallo Fabio,

vielen Dank für den interessanten Erfahrungsbericht.

Meine Frau und ich fahren seit vielen Jahren hauptsächlich Diesel-Fahrzeuge und sind im Großen und Ganzen auch zufrieden.

Trotzdem bin ich immer dabei, den Markt zu beobachten, welche Neuerungen für mich oder uns interessant sein können.

Gruß

Joe

Moin, für dich waere ein BEV etwas. Der Heizlüfter hat sofort lauwarme Luft und du brauchst keinen Motor warmfahren. Ich fahre einen E-Up täglich auf Kurzstrecke.

Gruesse

Beim Profil 5km hier und 5km da sollte heute schon ein E-Fahrzeug wie ein i3 oder ein Smart richtig sein. Wenn es wegen weiteren Strecken ein Hybrid sein soll, hilft bei den Kurzstrecken die Standheizung. Dann ist ab dem ersten Meter der Hybrid-Effekt im Stadtverkehr wirksam. Auch die Rekuperation läuft wie gewohnt und lädt ausreichend.

Gruß

C.

Dieser Thread passt perfekt zur Ausgangsfrage:

http://www.motor-talk.de/.../...ein-yaris-hybrid-so-viel-t5065207.html

Da sich dort ein User mit 5 km langen Strecken wundert, das sein Yaris Hybrid kaum unter 5l gefahren werden kann. Jetzt im Winter wohl um die 7l, weil der User es für nötig hält die Heizung auf 30 Grad zu stellen.

Auch ein Hybrid kann nicht zaubern und jedes mir bekannte Mild bzw. Vollhybridsystem lässt erst mal den Verbrenner warm laufen - nur Plug-In Hybride oder Elektroautos können das umgehen, allerdings "lohnt" sich die Anschaffung eines Steckdosenautos deshalb nicht unbedingt.

Zitat:

@der_hausmeister schrieb am 23. Dezember 2014 um 14:24:18 Uhr:

Auch ein Hybrid kann nicht zaubern und jedes mir bekannte Mild bzw. Vollhybridsystem lässt erst mal den Verbrenner warm laufen - nur Plug-In Hybride oder Elektroautos können das umgehen, ...

Wie geschrieben - da irrt "der_hausmeister". Mit der Standheizung wird bei Mercedes (ob bei Toyota auch, weiss ich nicht) der gesamte Wasserkreislauf incl. Motor erhitzt. Somit ist bei 0°C aussen und ca. 20 min Standheizung bereits eine Motortemperatur von 60°C erreicht und im Innenraum ist es kuschelig warm. Meiner fährt nach dem Start wie gewohnt elektrisch aus dem Wohngebiet - alles wie im Sommer.

Und das ganz ohne Zauberei!:D

Ob sich der Hybrid dann bei den 5km Strecken lohnt? Ich vermute eher nicht, aber es gibt ja viele andere Argumente ausser "lohnt sich" für einen Hybrid. Und die Standheizung macht beim Hybrid mehr Sinn als z.B. Panoramadach, Comand, Avantgarde oder AMG-Felgen.

Gruss

C.

Und wie siehts mit dem Kat aus? Der Elektronik (Inverter), der Batterie? Standheizungen sind was tolles, aber auch die zaubern nicht das ganze Auto warm ;)

Außerdem leidet die 12V Batterie bei 5km langen Strecken und 15 oder 20 Minuten Standheizung davor ganz gehörig. Nutzbar außerdem nur wenn der Wagen draußen steht.

Uuuund zu guter letzt: auch die Standheizung braucht Sprit. Im BC mögen dank Standheizung fast Sommerwerte stehen, insgesamt spart man aber fast nichts oder zahlt sogar zu.

Warum darf in der Werbung gelogen werden??

Bei VW´s neuem Hybrid sind es jetzt auf einmal 1,5 Liter auf 100, also 6 Liter auf 400 km. DAS will ich sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=7MfOiXR3dgg

Die Werbestrategen bei Seat wissen wohl nicht, dass 5 Stunden auf ein Eis warten bei einem Kind genauso lange ist wie 25 Stunden auf ein Bier warten bei mir.

5 Stunden angeschnallt sein bei einem Kind. Wo ist das Jugendamt:confused::D

Aber der glückliche Papa kann 1000 km weit. Die Mama grinst. Aua ihr Werbefuzzis.

https://www.youtube.com/watch?v=x54Wh6IH7L4

 

 

Zitat:

@Ringkolbenmaschine schrieb am 26. Dezember 2014 um 13:21:31 Uhr:

Warum darf in der Werbung gelogen werden??

Gewohnheitsrechte : In der Werbung wird schon immer gelogen ;)

In diesem Fall ist aber das staatlich verordnete Messverfahren schuld.

Und am Messverfahren ist die Lobbyarbeit schuld.

Ja, aber es ist trotzdem die halbe Wahrheit.

Hätte heißen müssen:

Bei den ersten 100 km sind es 1,5 Liter Sprit und zusätzlich xx kWh Strom.

Ab den zweiten 100 km sind es 6.Liter Sprit.

Der Stromverbrauch wird verschwiegen, also wird der Gesamtenergieverbrauch verschwiegen.

Wobei, ....klar dass kein Autofahrer so naiv ist, das zu glauben, oder??.

 

MfG RKM

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