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unzuverlässige Bremsanlage Bei TDI PD mit Bremsassistent

Themenstarteram 4. April 2005 um 1:13

Hallo,

habe mal ne Frage an alle. Eigentlich primär an alle die die gleiche Bremsanlage haben.

Hat jemand bei Fahrzeugen VW (Audi, Skoda, Seat) mit TDI PD (mit und ohne mechanischem Bremsassistent) irgendwelche Ungereimtheiten feststellen können, aber sich vielleicht nie groß Gedanken darüber gemacht hat, wie:

- wechselder Einsatzpunkt der Bremse (mal ganz am Anfang oder weiter drin vom Pedalweg),

-nachgebendes Pedal oder sogar sporadisch durchfallendes Pedal, ohne daß sich zuvor eine vernünftige Bremsleistung aufgebaut hat (ABS hat vielleicht gerade für 1-2 Sekunden oder noch garnicht reagiert),

- oder daß man kurz vor dem Einsatzpunkt des ABS war und dann noch nachbremsen will und das Pedal geht durch

- in einer Schreckbremsung/Vollbremsung die erwartete Bremswirkung ausbleibt, nur sehr weich bremst, obwohl man mit voller Wucht ins Pedal haut, es aus dem Fußtraum nur faucht und dann noch das Pedal durchfällt.

Ich will hier keine guten Ratschläge oder Tips woran es liegen kann, will erst mal nur wissen, ob andere auch irgendwelche seltsame Beobachtungen gemacht haben. Bitte keine reihenweise Kommentare wie "hatte bisher keine Probleme" oder "mit so einem Fahrzeug würde ich nicht mehr auf die Straße gehn"

Grund für meine Umfrage ist, daß beim meinem Fahrzeug (Skoda Oct1 Modell2002 4x4 74KW TDI-PD) selbst nach dem Austausch von Hauptbremszylinder, Bremskraftverstärker und ABS-Hydraulikblock diese Symptome immer noch vorhanden sind und mir nicht gerade ein sicheres Gefühl vermitteln, wobei es schon mehrfach zu brenzlichen Situationen gekommen ist, daß wegen durchgefallenem Pedal ich habe die Bremswirkung nicht mehr steigern können, da selbst bei sofortigem Entlasten und wieder Treten der Unterdruck im Verstärker vollständig weg war. Glücklicherweise ist bis jetzt immer alles glatt gegangen. Ein weitere Grund ist der Unfall eines anderen Octi-Fahrers, der wegen ausbleibender Bremsleistung seinen Vordermann auf die Stoßstange genommen hat; hatte mit seinem Wagen die gleichen Symptome wie bei mir.

Hege den Verdacht, daß die Bremsanlage eine Reaktion zeigt, die bei der Konzipierung nicht berücksichtigt wurde, daß u.U. durch den Bremsassistenten Druckimpulse in der Bremsanlage ausgelöst werden können, die dazu führen, daß bevor es zum Blockieren eines Rades kommt, das Schutzventil auslöst und das Pedal durchgehen läßt. - Mit Schutzventil meine ich das Phänomen, daß bei stehendem Fahrzeug und entsprechend hohem Pedaldruck plötzlich das Pedal bis zum Anschlag nachgibt. - Meist kann man das nur bei laufendem Motor erreichen, konnte das aber auch nach Abstellen des Motors (Zündung aus)hervorrufen, wenn man gleich beim ersten mal danach kräftig ins Pedal tritt. Das würde heißen, daß dieses Ventil dumm ist und nur auf Druck reagiert. Erreiche ich im Farhtbetrieb zufällig diese Druckspitze, geht das Pedal durch.

Sind die Konstrukteure davon ausgegangen, daß man nur im Stand einen solch hohen Druck in der Bremsanlage erzeugen kann, dann haben sie die Rechnung ohne den Bremsassistenten gemacht, denn ich bin der Meinung, daß man diesen zum Auslösen bringen kann, selbst wenn man kurz vor dem Auslösen des ABS steht, und der könnte blitzartig den Druck in der Anlage so hoch werden lassen, daß besagtes Durchfallen des Pedals die Folge mit Folgen ist. Ein fataler Irrtum!

Weiß jemand was genaues über diese Druckentlastung (Schutzfunktion) der Bremsanlage, die bei TDI PD vorhanden ist?Vielleicht Zeichnungen oder technische Beschreibungen der Funktion?

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4 Antworten

Also Moment: Du beschreibst ein Sicherheitsventil, das den LEitungsdruck zum Pedal abfallen lässt, wenn du im Stand mehrmals die Bremse drückst.

Dadurch sinkt bei dir das Pedal ein!?

Bei meinem verschiebt sich der Druckpunkt bei mehrmaligem Pumpen nach vorne, der Pedalweg wird kürzer und ist am Ende fast nicht mehr vorhanden. Es passiert also eigentlich das genaue Gegenteil, wie bei dir.

Vielleicht bin ich aber auch noch nie so fest in die Eisen gestiegen. Ist für eine Vollbremsung aber auch gar nicht nötig. Der Bremsassistent kam schon einige Male, aber bisher ohne die von der beschriebenen Ausfälle zu provozieren.

 

Ansonsten hab ich ausser beim Bremsen bei Nässe keine Probleme. Die Bremse packt sonst immer gut zu.

Edit: Vielleicht haben die 96kW Modelle aber auch eine andere Bremsanlage.

Ich bezweifle eh, dass VW selbst in gleichstarken Modellen immer dieselben Bauteile verwendet (MAl abgesehen von nachprüfbaren Eigenschaften wie Scheibendurchmesser).

Gruß, Markus

das mit dem totalen druchtreten der bremse habe ich gestern abend auch feststellen können. Stand an der Kreuzung und habe bei laufendem Motor die Bremse bis zum Anschlang mit Kraft getreten. Und schupss, war ich bis zum Bodenblech.

Damit will ich sagen, dass man bei laufendem Motor doch bis runter kommt. Wenn bei mir der Motor jedoch aus ist, kommt der Druckpunkt langsam immer weiter nach vorne.

@anit-neuwagen: gib mal feedback, interessiert mich!

Hab zwar keinen TDI, aber G4 (R) mit Bremsassistent:

Die Bremse ist perfekt.

Themenstarteram 4. April 2005 um 22:14

Ihr versteht mich falsch.

Ich habe nicht von mehrfach Pedal treten gesprochen.

Wenn ich mit dem Fahrzeug stehe und das Pedal mit zunehmender Kraft trete, kommt es zu einem Punkt, an dem es urplötzlich durchsackt oder durchfällt. Diese Funktion soll laut diversen Werkstätten gewollt und normal sein um die Bremsanlage zu schonen. Dieser Effekt tritt ausschließlich nur bei TDI-Fahrzeugen auf, warum weiß der Geier, denn die mechanische Unterdruckpumpe kann im Leerlauf bestimmt nicht soviel U-druck schaffen wie der Unterdruck im Ansaugkrümmer eines Benziner im Leerlauf, zumal die Benziner ebenfalls eine zusätzliche mechanische U-Pumpe haben, damit bei höheren Drehzahlen, wenn die Drosselklappe weiter und damit der U-Druck nicht mehr ausreicht eine ausreichende Bremswirkung zu erzielen. Zudem haben diverse neuere Benziner noch eine weitere, eine elektrische U-Pumpe, die zum Einsatz kommt, wenn der Motor in der Warmlaufphase ist und die Drehzahlerhöhung fährt, damit der Kat schneller warm wird ( wegen der bescheuerten Euro4 Norm). Bei den Benzinern mit Einsprizanlage sinkt der U-Druck deutlich stärker ab bei sich öffnender Drosselklappe als bei Vergasern, deshalb brauchten die Vergasermotoren keine zusätzliche U-Druckpumpe. Das nur zum Unterschied zu den Unterdruckanlagen.

Mir geht es um die TDI's.

Wenn ein Bremsassi verbaut ist, macht es, wenn man im Stand recht zügig auf Pedal haut auch noch ein Klick aus dem Fußraum, bevor das Pedal den Abflug macht. Das Klick ist der Auslösen des Ventils vom Assi, hat aber nichts mit dem anderen Effekt zu tun. Der Assi hat ein zusätzliches Ventil, das ab einer bestimmten Betätigung des Pedals ausgelöst wird (es gibt eben so paar Zögerliche die in den brenzlichen Situationen nicht ordentlich aufs Pedal latschen, für die ist eigentlich der Assi gedacht). Mit dem Auslösen diesen Ventils, macht der Assi das gleiche wie ich wenn ich auf die Brems latsche, nämlich die vordere U-Druckkammer belüften und die Bremskaft zu verstärken, nur läßt der viel mehr Luft rein, so daß er im Prinzip auch ein wenig das Pedal unter dem Fuß wegzieht. Meine Beschreibung hier bezieht sich nur auf den mechanischen Bremsassistenten. Der Bremsassi ist übrigens im Bremskraftverstärker integriert, falls es jemand interessieren sollte.

Bei ausgeschalteter Maschine kann natürlich kein U-Druck nachgeliefert werden, somit wandert der Einsatzpunkt der Bremse in Richtung Nullstellung, je öfter man das Pedal tritt. Gleichzeitig sinkt die Verstärkung und man müßte entsprechend stärker aufs Pedal stehen, um die gleiche Bremswirkung zu erzielen. Das ist ganz normal für die Funktion des Bremskraftverstärkers

Das Durchfallen bei ausgeschaltetem Motor geht nur, wenn man recht schnell das Pedal tritt, daß der noch vorhandene U-Druck beim ersten Tritt ausreicht, daß man das Schutzventil auslösen kann. Möglicherweise geht das aber auch nur, wenn man einen Bremsassi hat.

 

Bei dem Durchsacken in den Notfällen hat das Fahrzeug schon recht gut gebremst und auch noch weiter konstant bis zum Stillstand gebremst, nur hätte ich die Bremswirkung nicht mehr weiter steigern können, wenn es wirklich erforderlich gewesen wäre, weil das Pedal am unteren Anschlag war. Das ist es was mich so irritiert, das ich im Ernstfall nicht die maximale Bremsleistung rauskitzeln kann, die möglich ist. Diese Ausfälle treten leider nur sporadisch auf, im allgemeinen reagiert die Bremse in Notfällen richtig. Das ist eben die Unsicherheit. (Hatte vor 15 Jahre bei meinem Passat einen Totalausfall der Bremse Hauptbremszylinder von jetzt auf nachher ohne Vorwarnung beide Bremskreise tot. Ist zum Glück nichts passiert, außer daß mir das Herz in die Hose gerutscht ist. Hatte ca 70m zuvor noch an einer roten Ampel angehalten, wollte abbiegen und tschüß). Deshalb bin ich bei jeder Änderung des Bremsverhaltens gleich ziemlich nervös.

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