Unterschied Endloskette vs. offene Kette mit Kettenschloss bei der Montage

Salute!

Bei mir steht sicherlich nächstes Jahr ein Kettenwechsel (incl. Ritzel und Kettenrad, logisch an) und ich wollte mich über den Winter schonmal belesen und ggf. Teile einkaufen, wenn sich gerade was passendes bietet. Hängen bleiben tu ich beim lesen aber immer wieder beim "Problem" der Montage der Endloskette.

MEINE Vorstellung (bitte korregieren, wenn falsch):

offene Kette: Gesamtanzahl Kettenglieder z.B. 110, davon 108 "normale" und 2 (also an jedem Ende eins) die das Kettenschloss bilden und dann mit Bolzen + Sicherung verbunden werden.

Endloskette: alle Kettenglieder gleich, Verbindung zwischen jedem Glied mit einem genieteten Bolzen

Soweit so gut?

Warum aber muss laut wokshops und google Anleitungen für die Montage einer Endloskette da jedesmal die Schwinge ausgebaut werden (hab aktuell noch nichtmal geguckt ob die Kett DURCH die Schwinge läuft, Möp steht 70km weit weg)? Ob ich eine Kette durch einsetzen eines "Schlossbolzen" oder durch einen genieteten Bolzen schlussendlich verbinde, sollte doch völlig bums sein? Oder ist so ein Nietwerkzeug so abstrus groß / komisch, dass man dies nicht am Möp selbst erledigen könnte?

Irgendwie fehlt mir da noch die leuchtende Glühbirne im Kopp aktuell, warum die Version mit der Endloskette soviel mehr Arbeitsaufwand mit sich bringen soll (abgesehen davon, dass man das Werkzeug bräuchte, logisch).

Kann das mal jemand aufklären? (in meinem Fall geht´s um ne 98er Hornet, aber die gelsenen Anleitungen waren für zig verschiedene Möps und immer hiess es "Endloskette = Schwinge raus"😉. Ich fände das jetzt auch nicht wirklich dramatisch vom Aufwand her, ich verstehe nur das "warum" nicht.

21 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn


Ein Kettenschloss stellt immer eine Schwachstelle dar. Egal ob genietet oder nicht.
Ob man allerdings jemals in Lastbereiche kommt, wo das relevant wird, steht auf einem anderen Blatt.

Die Motorradwelt ist durchsetzt von Mythen und Legenden, mit denen die Älteren den Nachwuchs auf Abstand halten wollen;-) Dazu gehört auch der Mythos, dass ein Kettenschloss immer eine Schwachstelle ist, die der Kenner vermeidet und nur der leichtsinnige, faule Anfänger riskiert.

Dagegen spricht, dass es inzwischen eine Reihe von Supersportlern gibt, bei denen die Kette durch die Schwinge hindurch geführt wird (zum Beispiel Ducati 1098). Bei diesen Moppeds muss man die Kette öffnen, weil es sonst nicht geht. Und eine 1098 hat 160 PS und 120 Nm, das ist ja schon ganz ordentlich.

Für die Verwendung einer offenen Kette mit Kettenschloss spricht, dass man die Schwinge nicht ausbauen muss. Dagegen spricht, dass man, wenn man keine Ahnung hat, durchaus beim Schließen des Schlosses Fehler machen kann. Deshalb wäre es keine Schande, bei Verwendung eines Kettenschlosses den Rat und das Spezialwerkzeug eines Fachmanns zu suchen.

Für die Verwendung einer Endloskette (wo möglich) spricht, dass der Ausbau der Schwinge kein so unglaubliches Hexenwerk ist und man dazu in der Regel auch kein Spezialwerkzeug braucht (einen Drehmomentschlüssel setze ich mal voraus). Und wenn so eine Kette 30.000 km auf dem Zähler hat, dann wäre das auch mal ein guter Zeitpunkt, den Zustand und die Schmierung des Schwingenlagers sowie eventueller Lagerstellen am Federbein zu prüfen. Als ich bei meiner TDM mal die Kette gewechselt habe (ich hatte einen Fachmann dabei), stellte sich das Schwingenlager als picobello raus, aber die obere Federbeinlagerung lief trocken. Das findet das Federbein auf die Dauer auch nicht so toll.

Zitat:

Original geschrieben von 4-Ventiler



fate_md,
sag mal :eek:,
kannst du zählen :confused:?
Wieviel ist eins und eins :confused::confused::confused:?
Eine [offene] Kette die mit einem Nietschloß versehen wird ist sodann eine Endloskette :cool:!

Im Durchschnitt etwas über 1,7 :D
Ne Danke, das war die Glühbirne die mir fehlte, hatte da mal wieder zu kompliziert gedacht.

Ich denke, ein korrekt angebrachtes Kettenschloß ist kein Problem.
Ich kenne das zwar weniger vom Mopped, sehr wohl aber aus dem Maschinenbau. Da habe ich in meiner Zeit in der Instandhaltung schon ne Menge gerissener Ketten in diversen Ausführungen schnell- wie langsam laufend gesehen.
Da ist nie eine am Kettenschloß gerissen. Weder bei genieteten noch bei geclippten Schlössern.
Wenn man die Kette natürlich falsch vernietet, dann hat man verloren. Dann liegt das Problem aber nicht an der Kette sondern eher am Monteur.
Eine Endloskette bietet daher vielleicht weniger Möglichkeiten für Montagefehler, ist aber von sich aus nicht besser oder schlechter als eine offene Kette.

Zitat:

Original geschrieben von muhmann


Dann liegt das Problem aber nicht an der Kette sondern eher am Monteur.

stimmt.

es soll auch leute geben, die die bremsbeläge falsch montieren....

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Hallo

Ein Nietschloss heißt zwar so, ist im Prinzip aber nix anderes als ein nachträglich eingebautes Kettenglied. Richtige Vernietung ist natürlich, wie beim Rest der Kette, Voraussetzung.
Es gibt aber auch noch Enuma Ketten mit dem doch Recht bekannten und mittlerweile auch bewährtem Schraubschloß.
Andererseits ist es nach 30000 km auch kein Fehler mal die Lagerung der Schwinge zu prüfen und ggf zu fetten. Geht in einem.

Zitat:

Original geschrieben von fate_md



Im Durchschnitt etwas über 1,7 😁

Wenn du damit eine Benotung meinst,

dann ist das doch eher eine

summa 'cum laude'

.

Aber wenn du prinzipiell den Zündfunken meinst den ich dir gab, inklusive der Darlegung wie ein Kettenschloß zu bewerten ist, das gibt es mehrere hier die das so sagen und evtl wissen, die anderen sollen in ihrem Glauben [und dumm] bleiben 😰-

Zitat:

Original geschrieben von fate_md



Ne Danke, das war die Glühbirne die mir fehlte, hatte da mal wieder zu kompliziert gedacht.

Dein Danke kannst du auch anders anzeigen – es gibt einen Button dafür 😁!

@- sampleman

Zitat:

Original geschrieben von sampleman



Die Motorradwelt ist durchsetzt von Mythen und Legenden, mit denen die Älteren den Nachwuchs auf Abstand halten wollen;-) Dazu gehört auch der Mythos, dass ein Kettenschloss immer eine Schwachstelle ist, die der Kenner vermeidet und nur der leichtsinnige, faule Anfänger riskiert.

Mythen ja,

es kommt aber meist nicht von den älteren/erfahrenen, sondern von solchen die der Werbung der Geschäftemacher glauben.

Wobei ich einschränken will:

Ein Clipschloß ist

immer

der Schwachpunkt, selbst wenn keine Teil-Längung ist (Die durch Crpouts und Gewalstarts kommt), und selbst wenn die Kette gut gewartet/gepflegt ist und kein Robuster Sportbetrieb ist bei dem die Kette nur gebeutelt wird; zB, das Bike rückwärts schieben mit etwas Seitenneigung und das Schloß am rechten Punkt zu nem Hindernis – und schon ist der Clip auf.

Von normalem Betrieb samt hoher Belastung, [und wenn die Umlaufgeschwindigkeit noch so groß ist], da macht auch kein Klipschloß auf, nicht beim stärksten Motorrad und mit ner 630er Kette.

Alle namhaften Hersteller liefern Klipschlösser bis 630, 632 gibt es mW nicht, aber wahrscheinlich auch weil kein Markt ist dafür.

Zitat:

Original geschrieben von Fischmanni



Ein Nietschloss heißt zwar so, ist im Prinzip aber nix anderes als ein nachträglich eingebautes Kettenglied.

Oha,

Glied - Schloß,

bin ich doch schon auf dem Weg zum Achtzger und lern hier immer no was dazu.

Also
bei meinen Rollengliederketten ist das so:
Ein Schloß besteht aus zwei Nietbolzen welche mit einer Außenlasche konstant/dauerhaft vernietet ist und mit zwei Endgliedern durch einstecken verbunden wird und nach dem stecken der beiden Nieten in die beiden Endglieder wird die zweite Außenlasche auf die beiten Nietbolzen auf gebracht - biem Clipschloß durch Clip gesichert, beim Schraubschloß durch die Kolerverschraubung verschloßen und beim Nietschloß werden eben die Bolzen vernietet 😰!

Das Schloß hat die Aufgabe zwei (End) Glieder zu verbinden und ist kein Glied in dem Sinne sondern eben ein Schloß 😠🙄!

Host mi Fröschl 😕.
Oder muaß I weng dir umlernen 😕?

Tschüss

Zitat:

Host mi Fröschl 😕.
Oder muaß I weng dir umlernen 😕?

Tschüss

Hallo

Nix Fröschl, einfach mal auf Kurt Beck hören!!

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