Unterhaltskosten - Schätzung vs Realität

Zitat:

Wissenschaftler des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung sowie Kollegen der Uni Mannheim und der US-Eliteuni Yale haben 6000 deutsche Haushalte mit eigenem Auto befragt und festgestellt, dass Autobesitzer die Kosten im Durchschnitt um mehr als 50 Prozent unterschätzen.

Weiter wird vermutet, dass die ÖPNV-Nutzung und der E-Auto-Absatz deutlich zunehmen würden, würden die PWK-bezogene Nutzung korrekt geschätzt... und es wird empfohlen, zusätzlich zum normalen Kaufpreis auch die geschätzten Unterhaltskosten (ähnlich dem Energieverbrauch von Immobilien/E-Geräten) verpflichtend mit anzugeben.

https://www.sueddeutsche.de/auto/autos-kosten-umwelt-1.4885295

Was sind eure Meinungen dazu? Oder sind euch derartike Kalkulationen (weitgehend) egal?

Beste Antwort im Thema

Ich fürchte schon, dass viele Leute sehr unbedarft an solche Anschaffungen herangehen und dann erst später merken, dass sie sich übernommen haben. Nicht umsonst sind sehr viele Haushalte überschuldet.

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Och. Ich bin bisher ganz gut durchs Leben gekommen auch wenn ich nicht weiß wie groß der Wertverlust meines Fahrzeug ist. Liegt vielleicht aber auch daran das wir Fahrzeuge fahren die Unterhaltsmäßig ne ganze Ecke unter dem liegen was wir uns leisten könnten. Den einzigen Kennwert den ich verwende um gut über die Runden zu kommen ist die monatliche Sparrate. Daraus kann ich mir ohne weiteres ableiten ob es für alle zukünftigen Investitionen (auch eine Immobilie) reicht.

Zitat:

@bimota schrieb am 29. April 2020 um 19:11:08 Uhr:



Zitat:

@Bulwey schrieb am 29. April 2020 um 18:54:35 Uhr:


...

Du findest 80% die beim Auto bleiben würden nicht viel?

Wir können uns jetzt streiten. Ich weiß es nicht wie viele.
Aber rein aus meiner Erfahrung und Gesprächen vermute ich (könnte auch ein Trugschluss sein), dass weit mehr als 80% beim Auto blieben, soweit sie es sich leisten können.
Aber ich bin mit der Stadtmentalität nicht so vertraut. Es mag dort anders ausschauen.
Aber es wäre interessant wie viele wirklich wechseln würden.
Ich jedenfalls nicht.

Worüber sollen wir streiten? Wir sind doch der gleichen Meinung. Ich habe doch unterstrichen, dass auch wenn ein grosser Teil wechseln würde, der Hauptanteil beim Auto bliebe. Das 80:20 Verhältnis war ja nur ein Rechenbeispiel.

Zitat:

@Zyclon schrieb am 29. April 2020 um 21:11:39 Uhr:


Och. Ich bin bisher ganz gut durchs Leben gekommen auch wenn ich nicht weiß wie groß der Wertverlust meines Fahrzeug ist.

Also das kann ich mir nicht vorstellen, dass du das nicht weisst. Wenn du ein Auto verkaufst, musst du diesen Preis doch nur vom Kaufpreis abziehen und schon hast du ihn. Wer will, kann es dann noch durch die Anzahl Monate teilen und hat dann den Wertverlust/Monat.

Natürlich kann man den genauen Betrag immer erst ausrechnen wenn man das Auto nicht mehr hat. Aber genau das ist ja auch der Sinn der Sache. Dann hat man die genauen Kosten die pro Monat anfielen. Darum ging es in der Umfrage.

Zitat:

@Bulwey schrieb am 29. April 2020 um 21:48:55 Uhr:


Wenn du ein Auto verkaufst, musst du diesen Preis doch nur vom Kaufpreis abziehen und schon hast du ihn. Wer will, kann es dann noch durch die Anzahl Monate teilen und hat dann den Wertverlust/Monat.

Stellt sich die Frage, warum zum Geier man das machen sollte. Die Information hat zu dem Zeitpunkt nämlich keinerlei Relevanz mehr.

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Zitat:

@FWebe schrieb am 29. April 2020 um 22:23:20 Uhr:



Zitat:

@Bulwey schrieb am 29. April 2020 um 21:48:55 Uhr:


Wenn du ein Auto verkaufst, musst du diesen Preis doch nur vom Kaufpreis abziehen und schon hast du ihn. Wer will, kann es dann noch durch die Anzahl Monate teilen und hat dann den Wertverlust/Monat.

Stellt sich die Frage, warum zum Geier man das machen sollte. Die Information hat zu dem Zeitpunkt nämlich keinerlei Relevanz mehr.

Es besteht keine Verpflichtung dazu. Wer es nicht so genau wissen will, der lässt es. Nur ohne diese simple Rechnung kennt man die Kosten nicht. Wenn man sie nicht kennen will, ist es auch gut.

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@FWebe schrieb am 29. April 2020 um 22:23:20 Uhr:


Stellt sich die Frage, warum zum Geier man das machen sollte. Die Information hat zu dem Zeitpunkt nämlich keinerlei Relevanz mehr.

Das entscheidet allein der Fahrzeugbesitzer ob es für ihn relevant ist oder nicht. Kann man machen, muss man nicht.

Ich glaube, so langsam fangen manche hier an, zu verstehen um was es geht.

Zitat:

@Ostelch schrieb am 29. April 2020 um 22:27:28 Uhr:


Nur ohne diese simple Rechnung kennt man die Kosten nicht.

Genau das ist doch falsch.
Die Kosten kennt man, wenn man die Anschaffung zuzüglich Betriebskosten betrachtet, da braucht man keinen Restwert für.
Kosten sind ausgegebenes Geld, nur das zählt.
Was man später an Einnahmen hat, sind keine Kosten.

Zitat:

@Bulwey schrieb am 29. April 2020 um 22:35:47 Uhr:


Ich glaube, so langsam fangen manche hier an, zu verstehen um was es geht.

Ich glaube da ja eher, dass hier manche ihren Tabellenfetisch ganz gut ausleben.
Mit Verständnis hat das Thema wenig zu tun.

Zitat:

@FWebe schrieb am 29. April 2020 um 22:55:15 Uhr:


Genau das ist doch falsch.
Die Kosten kennt man, wenn man die Anschaffung zuzüglich Betriebskosten betrachtet, da braucht man keinen Restwert für.
Kosten sind ausgegebenes Geld, nur das zählt.
Was man später an Einnahmen hat, sind keine Kosten.

Wenn du einen späteren Wiederverkauf des Fahrzeugs nicht in die Rechnung miteinbeziehst, würdest du aber ein falsches Ergebnis rauskriegen, da dann die Monatskosten etwas höher wären als tatsächlich.

Tut mir ja leid, wenn ich dir widerspreche, aber es ist halt nun mal so.

Da ich meine Fahrzeuge in der Regel fahre bis der Restwert bei irgendwas zwischen 0 und 4000 Euro beträgt interessiert mich der Wertverlust nur sehr indirekt. Ob mich das Fahrzeug innerhalb seiner Lebensdauer in meinem Besitz nun 1000 Euro mehr oder weniger kostet geht für mich im rauschen mit unter. Auto fahren ist eh nicht billig und dessen sollte man sich immer bewusst sein. Was mich natürlich interessiert ob ich den Wagen abgeben muss wegen seiner Kilometerleistung und dem Alter oder ob er einen wirtschaftlichen Totalschaden hat wegen einem Defekt nach 7 Jahren z. B. Da wären wir natürlich dann indirekt doch wieder beim Wertverlust. Den lasse ich dann aber in meine nächste Kaufentscheidung mit Einfließen. Für mich steht mein Fahrzeug nach einem Kauf mit 0 Euro Wert in den Büchern weil mir klar ist das er nach meiner Nutzung kaum noch was Wert ist. Ist Buchhalterisch zwar nicht korrekt aber praktisch für die Rechnung. Ausserdem bin ich mir bewusst das Opel nicht gerade Preis stabil sind. Dafür bezahle ich beim Kauf auch nicht so viel. Der Corsa hat mich in der Hinsicht ja dann doch etwas überrascht. Der hat 2017 im Alter von 7,5 Jahren und mit 220000 Kilometer sowie defekten Getriebe als Diesel mit ATM noch 2500 Euro gebracht. Trotzdem war die Bilanz verheerend und dazu brauche ich keine Excel Tapete um das zu wissen.

Zitat:

@Zyclon schrieb am 29. April 2020 um 23:31:41 Uhr:


Da ich meine Fahrzeuge in der Regel fahre bis der Restwert bei irgendwas zwischen 0 und 4000 Euro beträgt interessiert mich der Wertverlust nur sehr indirekt. Ob mich das Fahrzeug innerhalb seiner Lebensdauer in meinem Besitz nun 1000 Euro mehr oder weniger kostet geht für mich im rauschen mit unter.

Ok, das ist ja wirklich schön für dich, aber warum erzählst du das?

Es ging ja nur darum, wie man es richtig berechnet. Und in dem Punkt kannst du nicht widersprechen.

Zitat:

@Bulwey schrieb am 29. April 2020 um 23:28:00 Uhr:



Zitat:

@FWebe schrieb am 29. April 2020 um 22:55:15 Uhr:


Genau das ist doch falsch.
Die Kosten kennt man, wenn man die Anschaffung zuzüglich Betriebskosten betrachtet, da braucht man keinen Restwert für.
Kosten sind ausgegebenes Geld, nur das zählt.
Was man später an Einnahmen hat, sind keine Kosten.

Wenn du einen späteren Wiederverkauf des Fahrzeugs nicht in die Rechnung miteinbeziehst, würdest du aber ein falsches Ergebnis rauskriegen, da dann die Monatskosten etwas höher wären als tatsächlich.

Tut mir ja leid, wenn ich dir widerspreche, aber es ist halt nun mal so.

Es gibt aber keinen Restwert.
Das ist ein Wunsch.
Ja, mein tolles Auto verkaufe ich dann noch locker für Summe X.
Falsch.
Mein tolles Auto kann nach meiner Nutzungsdauer einfach Schrottreif sein - kann, muss nicht - darum Restwert null. Alles andere ist Wunschdenken.

Gruß Jörg.

Zitat:

@63er-joerg schrieb am 30. April 2020 um 08:09:44 Uhr:


Es gibt aber keinen Restwert.
Das ist ein Wunsch.
Ja, mein tolles Auto verkaufe ich dann noch locker für Summe X.
Falsch.
Mein tolles Auto kann nach meiner Nutzungsdauer einfach Schrottreif sein - kann, muss nicht - darum Restwert null. Alles andere ist Wunschdenken.

Gruß Jörg.

Richtig. Wenn der Restwert Null ist, dann braucht man auch nichts abziehen. Dann wird der Kaufpreis komplett auf die Nutzungsdauer umgelegt.

So langsam scheint es einer nach dem anderen zu verstehen.

Zitat:

@63er-joerg schrieb am 30. Apr. 2020 um 08:9:44 Uhr:


Es gibt aber keinen Restwert.
Das ist ein Wunsch.
Ja, mein tolles Auto verkaufe ich dann noch locker für Summe X.
Falsch.
Mein tolles Auto kann nach meiner Nutzungsdauer einfach Schrottreif sein - kann, muss nicht - darum Restwert null. Alles andere ist Wunschdenken.

Gruß Jörg.

Das ist schon logisch falsch. Auch der Wert 0 ist ein Restwert. Selbst wenn ich meine abgerittene Karre nach X Jahren zum Verwerter fahre und dort noch 50 € bekomme, dann habe ich 50 € Restwert für die Kostenberechnung.
Auch wenn mich das nicht interessiert, bleibt es trotzdem Realität. Auch wenn sich bei sehr geringen Restwerten diese auf die Gesamtkosten natürlich nicht mehr nennenswert oder bei Restwert 0 gar nicht mehr auswirken.

Mich wundert, mit welcher Verbissenheit hier manche simple Rechenvorgänge leugnen, nur weil sie ihnen nicht wichtig sind.

Wenn die Entfernung zu einem Reiseziel exakt 567,56 km beträgt, kann ich natürlich sagen, es sind gut 560 km oder es sind 567 km. Aber die Behauptung, es sei falsch, die genaue Entfernung zu nennen, weil einem persönlich die Angabe, es seien 560 km, ausreicht, würde man sich doch nur mit leichtem Stirnrunzeln anhören.

Grüße vom Ostelch

Am Ende ist es doch für eine Privatperson total egal, wie man die Kosten ausrechnet, solange sie jeder im Kopf hat. Ich finde, dass jede Berechnung auf seine weise richtig ist.

Ich rechne zur Zeit den Kaufpreis durch die bereits gefahrenen Jahre.
Andere ziehen für eine Zwischenrechnung zusätzlich den aktuellen Schwackewert vom Kaufpreis ab.

Wieder andere interessiert bei einer Zwischenrechnung nur, was der Wagen aktuell und zukünftig für Kosten hat. Dabei fällt der Kaufpreis nun mal nicht mehr an.

Einige zähen die Miete für Stellplatz/Garage zu den Unterhaltskosten, andere nicht...

Fakt ist nunmal, dass man den Verkaufspreis in die Unterhaltskosten mit einfließen lassen muss, wenn man darin den Kaufpreis berücksichtigt hat. Die Aussage "Ich habe das Geld doch schon auf dem Konto" ist uninteressant. Die Einnahmen des Verkaufes senken schließlich in den Aufpreis für ein neues Fahrzeug. Entweder direkt beim Händler, wenn man den Wagen in zahlung gibt. Oder über Umwege über das Konto.

Ostelch,
ist auch wieder nur "im Grunde" richtig.

Wenn bei deinen 567,78Km eine Baustelle mit Umleitung ist, lasse es nur eine dumme Tagesbaustelle sein, ausgerechnet dann wenn du da fährst, ist deine Rechnung, gelinde gesagt: Im Arsch.. 😁

Zur genauen Kalkulation richtig.
In der Realität falsch. Zuviele Komponenten fahren da mit rein.
Darum würd ich eher 580, bzw. zur Sicherheit sogar 600 sagen.
Nochmal: Zur genauen Kalkulation natürlich falsch.
In der Realität aber besser.

Du kannst Erbsenzählen, natürlich, tust dir aber genau genommen damit keinen Gefallen. Ist wie beim Restwert des FZ. Erstmal null - kommt doch was rein, sehr schön, aber nicht kalkulierbar.

Gruß Jörg.

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