Unfallschaden: Gutachten, Schadenschnelldienst oder Kostenvoranschlag?

BMW 3er E91

Hallo miteinander,

hat jemand einschlägige Erfahrungen mit Versicherungsfällen?

Hier mal der Sachverhalt: beim Ausparken ist mir rückwärts
vorn gegen die Felge und die Frontschürze gefahren worden.
Ich stand fast unmittelbar daneben, aber als ich darauf
aufmerksam machen wollte war es auch schon zu spät.

An der Frontschürze sind seitlich unterhalb des Scheinwerfers
eindeutige Kratz,- und Schleifspuren zu erkennen und
an Felge und Reifen sind ebenfalls Abdrücke.

Vom Verursacher habe ich alle persönlichen und
versicherungstechnischen Daten.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
die Spuren an der Frontschürze sind eindeutig, was
eventuell mit der Radbefestigung ist kann ich nicht
sagen, beim Fahren merkt man zumindest nichts.
Was reicht der Versicherung als Schadensmeldung
und wie verhalte ich mich am besten?
Reicht ein Kostenvoranschlag aus einer Werkstatt
oder rechnen die Versicherungen nur gegen
ein offizielles Gutachten ab?

Es ist Jahre her das ich in der Art und Weise
irgendwie an "mein Geld" kommen musste,
vielleicht kann mir jemand mal sagen
wie das so abgehandelt wird.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Spark



Zitat:

Original geschrieben von e93-harald


Das ist schlichtweg falsch.

Die Versicherung wird bei Bagatellschäden das Gutachten nicht zahlen und bekommt im Streitfall hierbei auch Recht.

Mit Kostenvoranschlag meinte ich natürlich eine kostenlose Schätzung der Reparaturkosten durch die Werkstatt, um das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Was soll in meiner Aussage falsch sein????
Bis jetzt bin ich bei jedem mir entstandenem Schaden zum Gutachter gegengen und habe gar keine Unkosten dadurch. Mit Kostenvoranschlag dagegen schon 🙂 Denn die anzweifelte die Versicherung. Zum Schluß war die Schadenshöhe noch größer

Das waren aber mit Sicherheit keine Schäden unter 1.000,- €. Sonst hätte die Versicherung die Übernahme der Gutachtenkosten nämlich garantiert abgelehnt.

Die Aussage ist deshalb falsch, weil die Schadenshöhe hierbei eben nicht irrelevant ist.

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Zitat:

Original geschrieben von Spark



Zitat:

Original geschrieben von e93-harald


Totaler Quatsch. Bei 300,- € Schaden zahlt nicht eine Versicherung den Gutachter.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber schweigen.
Glaube nicht das Du so quittieren kannst.
Schliesslich wars Du nicht betroffen und den Fall auch nicht miterlebt bzw. durchgezogen
Klar das Vers. versuchte zu meckern. Trotzdem hatte ich mit Hilfe erreicht was mir wichtig war 🙂
Es gibt immer Einzefälle und das Unmögliche kann wirklich werden  

Auf alle Fälle sollte man das mit der sofortigen Beiziehung eines Gutachters auch bei Bagatellschäden aber nicht als allgemeine Empfehlung weitergeben.

Ich kann sowohl der einen wie auch der
anderen Argumentation etwas abgewinnen.
Sicherlich ist es auch von der Versicherungsgesellschaft
abhängig wie diese verfahren und entscheiden.

Morgen Vormittag werde ich dort nachfragen,
mal sehen wie die darauf antworten.

Laut Aussage eines Nachbarn, welcher KFZ-Meister ist,
lassen sich die Versicherungen schon länger
nicht mehr auf Kostenvoranschläge ein.

Naja, mal sehen.
Ich werde berichten.

Zitat:

Original geschrieben von Frazen


Ich kann sowohl der einen wie auch der
anderen Argumentation etwas abgewinnen.
Sicherlich ist es auch von der Versicherungsgesellschaft
abhängig wie diese verfahren und entscheiden.

Morgen Vormittag werde ich dort nachfragen,
mal sehen wie die darauf antworten.

Laut Aussage eines Nachbarn, welcher KFZ-Meister ist,
lassen sich die Versicherungen schon länger
nicht mehr auf Kostenvoranschläge ein.

Naja, mal sehen.
Ich werde berichten.

Ich meinte den Kostenvoranschlag auch nicht für die Versicherung, sondern, wie oben geschrieben, als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen.

Zitat:

Original geschrieben von Frazen


Laut Aussage eines Nachbarn, welcher KFZ-Meister ist,
lassen sich die Versicherungen schon länger
nicht mehr auf Kostenvoranschläge ein.

Naja, mal sehen.
Ich werde berichten.

Meine Tochter hatte letztes Jahr einen Vollkaskoschaden in Höhe von 2500.-

Es ist kein Gutachter gekommen,der Schaden ist durch die Werkstatt direkt mit der Versicherung abgerechnet worden

Es kam von der Versicherung ein Vorschlag für eine Werkstatt.Diesen hatte sie aber abgelehnt da das Fahrzeug erst 3 Monate alt war und dort repariert wurde wo es gekauft war.Wenn sie den Vorschlag angenommen hätte,hätte sie,glaube ich, für 3 Tage einen kostenlosen Leihwagen bekommen.

Das Beste ist wirklich bei der gegnerischen Versicherung anzurufen

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Diesem Gutachter- und Anwaltsgerenne kann ich nichts abgewinnen.
Bei einem sichtlich geringen Schaden (dreistellig als grobe Richtung) verstehe ich es nur zu gut, wenn die Versicherung sich weigert einen Gutachter zu bezahlen, der die Gesamtsumme dann auch mal um 100% erhöht (bei dem 300€-Beispiel).
Völlig daneben und erhöht nebenbei unser aller Versicherungsprämie.

Zitat:

Original geschrieben von GoriSt


Diesem Gutachter- und Anwaltsgerenne kann ich nichts abgewinnen.
Bei einem sichtlich geringen Schaden (dreistellig als grobe Richtung) verstehe ich es nur zu gut, wenn die Versicherung sich weigert einen Gutachter zu bezahlen, der die Gesamtsumme dann auch mal um 100% erhöht (bei dem 300€-Beispiel).
Völlig daneben und erhöht nebenbei unser aller Versicherungsprämie.

Prinzipiell würde ich mir auch einen einfacheren, unbürokratischeren Ablauf wünschen.

Nur ist es doch in meinem Fall so. daß nicht alles "ersichtlich" ist und zum kompletten

Schaden eben doch noch eventuell Teile der Aufhängung gehören die man

nicht so ohne weiteres sieht.

Daher meine Anfrage wie man derartiges angeht um nicht später das böse
Erwachen zu haben und dann auf den Kosten sitzen bleibt.

Einen offensichtlichen Lackschaden so mal eben abzuwickeln, ok.
Aber wenn die Befürchtung da ist das auch "unsichtbare Teile"
beschädigt wurden dann möchte ich schon die Gewissheit haben
das dafür auch Ersatz bereit gestellt wird.

Heute habe ich einen Termin bei einem SV, ein paar Kilometer entfernt von mir.
Die Fahrt nehme ich gerne in Kauf um seine Meinung zu hören.
Sollte sich mein Verdacht bestätigen, daß es nicht nur ein Lackschaden
ist, dann werde ich davon berichten.

Besten Dank schon mal für die Tipps und Erfahrungen.

Wenn der Verdacht besteht, das was mehr kaputt ist, bin ich völlig bei dir. Bei Beschädigungen an den Rädern wäre ich auch eher vorsichtig.
Wenns aber sichtlich nur ein Lackschaden o.ä. ist, kann man die Sache auch kleinhalten.

Update:

Nach dem Tipp mit dem Versicherungsforum klick
hat mir der Kollege Dellenzähler ein höchst seriöses Gutachten erstellt und mit Rat
und Tat zur Seite gestanden.
Im zweiten Schritt war ich dann beim 🙂 zur Achsvermessung.

Jetziger Stand: Fahrzeuggeometrie musste nachgestellt werden, außer einer
eventuell beschädigten Karkasse am Winterreifen gibt es keine versteckten Schäden.

Auch wenn ich keinen Gegenbeweis mangels Durchführung erbringen kann, denke
ich mal, daß beim "Schadenschnellkürzer" eventuell der Reifen unten durch
gefallen wäre.

Wenn dann alles ohne murren von der Versicherung gezahlt wurde berichte
ich nochmal abschließend.

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