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unfall wegen automatischer vollbremsung?

Themenstarteram 24. Oktober 2014 um 0:09

hey leute ich brauche mal eure hilfe...

und zwar hatte ich gestern einen auffahrunfall und das kam so

ich bin mit meinem twingo auf einer landstraße mit einer geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km\h

also bin ich brav mit 70 und genug abstand hinter einem Q7 gefahren plötzlich bremste der audi erst sehr stark ab dadurch bin ich ihm ein gutes stück näher gekommen und im nächsten moment macht er eine vollbremsung, ich natürlich auch voll in die eisen aber letztendlich bin ich auf der nassen straße in in rein gerutscht :-/ der audi fahrer steigt aus und wahr total verwirrt weil sein auto die bremsaktion wohl komplett selbstständig gemacht hat????

dann haben wir die polizei gerufen und dehnen hat er es auch genau so erklärt. Dann hieß es zu erst das seine versicherrung das wohl zahlen müsse und dann wohl mit audi abrechnen muss.

und heut früh kam ein anruf der polizei das nun anscheinend doch ich schuld sein soll warum auch immer??? ich kann ja nicht wissen das der bei freier straße den anker wirft und das so ein panzer viel schneller steht als mein twingo is ja wohl auch klar....

jetzt zu meiner frage, kann mir wirklich die volle schuld an dem unfall angehängt werden? oder hab ich evtl sogar ne chance meinen schaden ersetzt zu bekommen???

währe toll wenn mir jemand eine antwort gebn könnte

mfg Secrex

Beste Antwort im Thema

@SauRausLasser sabbelte am 25. Oktober 2014 um 08:07:29 Uhr:

Zitat:

So einfach ist es nicht.

Wenn der Fahrer...

1. Sein Auto jedes Jahr in die Inspektion schickt

2. Vor Fahrtantritt mal kurz ums Auto geht

3. Beim Einschalten der Zündung auf Warnlämpchen oder Meldungen im BC achtet

4. Nach dem losfahren kurz auf die Bremse tritt um diese zu checken

ist er seiner Pflicht vollumfänglich nachgekommen. Es ist dem Fahrer nicht zuzumuten vor jeder Fahrt sein Auto zur Volldiagnose mit dem Hänger in die Werks... blablub

Soso...

Was man hier alles lernen kann.

Im konkreten Fall des TE würde das also bedeuten, dass der Fahrer des Q7, der natürlich alles, was Du oben aufgelistet hast, getan hat, keinerlei Haftung für sein Fahrzeug übernehmen müsste.

Wenn man sich jetzt also vorstellt, die selbe Situation hätte sich bei 150 auf der BAB ereignet und 3 Leute wären tot, hätte der Q7 Fahrer damit nichts am Hut, weil ja kein Lämpchen geleuchtet hat.

Alles klar.

Zitat:

So einfach dem Kunden alle Verantwortung zuschustern, wie der durchschnittliche Versicherungsangestellte sich das in seinen feuchten Träumen vorstellt, ist es dann doch nicht.

Aber Hauptsache auf dicke Hose gemacht.

Leider vollkommen am Thema vorbei, denn der Versicherer würde ja genau dann eintreten müssen, wenn sein Kunde haftbar ist.

Gott, wie einfältig...

Naja, wenn's Dir hilft. Bitte gerne.

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Zitat:

@secrex schrieb am 24. Oktober 2014 um 00:09:30 Uhr:

...warum auch immer???

eigentlich müsstest du dich noch an deine fahrschulausbildung erinnern...

  • StVO §3 Geschwindigkeit - (1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen....
  • StVO §4 Abstand - (1) Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird....

Zitat:

...und das so ein panzer viel schneller steht als mein twingo is ja wohl auch klar...

wenn dir das doch klar ist, warum passt du deine geschwindigkeit bzw. deinen abstand dann nicht den straßenverhältnissen an?! bzw. bremst wenn du siehst der vor dir verlangsamt?

Zitat:

jetzt zu meiner frage, kann mir wirklich die volle schuld an dem unfall angehängt werden?

eine teilschuld des audis ist durchaus möglich - damit, das du die hauptschuld trägst solltest du dich aber schonmal abfinden!

hast du eine rechtschutzversicherung bzw. bist du im adac?

Hi,

wie Magieruns ja schon ausgeführt hat muß man immer so viel Abstand halten das man auch hinter einem voll bremsenden Fahrzeug sicher zum stehen kommen kann.

Stell dir vor der Audi hätte wegen einem Kind eine Vollbremsung gemacht, wäre er dann auch Schuld?

Es gibt ja immer noch den Spruch "Wer auffährt ist Schuld". Das stimmt im großen und ganzen immer noch. Es gab jedoch inzwischen auch diverse Urteile die dem Auffahrenden nicht immer die volle Schuld zugesprochen haben.

Nämlich bei überraschenden,unvorhersehbaren und unnötigen Bremsmanövern. Das dürfte hier bei eine Fehlfunktion eines automatischen Bremssystems der Fall sein. Somit denke ich das der Audi eine teilschuld erhält. Was den Fahrer sicher gegenüber Audi auf die Palme bringt aber das ist ein anderes Thema ;)

Moderne Technik,schön solange sie funktioniert aber wehe da geht was schied! ich befürchte mit solchen Fragen werden wir und die Gerichte uns zukünftig häufiger auseinandersetzen müssen.

Gruß Tobias

Zitat:

@secrex schrieb am 24. Oktober 2014 um 00:09:30 Uhr:

... plötzlich bremste der audi erst sehr stark ab dadurch bin ich ihm ein gutes stück näher gekommen und im nächsten moment macht er eine vollbremsung, ...

Zitat:

Stell dir vor der Audi hätte wegen einem Kind eine Vollbremsung gemacht, wäre er dann auch Schuld?

Naja, das Bremsverhalten trifft nicht unbedingt auf ein auf die Straße laufendes Kind zu.

Das war schon mies. Also einfach mal auf die Frage antworten. ;)

Gruß Metalhead

Hi,

finde ich jetzt nicht so unüblich. Wenn der Fahrer etwas am Straßenrand sieht (egal ob Kind oder auch Tier) bremst er vielleicht erst mal nur stark. Erst wenn er dann sieht das das "Objekt" wirklich auf die Straße läuft leitet er eine Vollbremsung ein.

Das Problem ist wohl eher das vie meisten Fahrer keine echten Vollbremsungen schaffen,wer schon Fahrsicherheitstrainings absolviert hat weiß das das gar nicht so einfach ist.

Bremsassistent und/oder ein automatisches Bremssystem steigen dagen voll in die Eisen und verzögern mit maximalen Werten.

Das das ganze eine miese Situation ist will ich gar nicht abstreiten, ich kann mich auch nicht davon freisprechen das mir das nicht auch passiert wäre. Sicher erwischt sich jeder mal dabei das er zu dicht aufgefahren ist ;)

Gruß Tobias

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 24. Oktober 2014 um 08:36:39 Uhr:

Das Problem ist wohl eher das vie meisten Fahrer keine echten Vollbremsungen schaffen,wer schon Fahrsicherheitstrainings absolviert hat weiß das das gar nicht so einfach ist.

Stimmt, nachvollziehen kann ich das allerdings nicht, man muß lediglich voll auf's Pedal latschen.

Manche brauchen da aber wirklich 10 Versuche für.

Zitat:

Bremsassistent und/oder ein automatisches Bremssystem steigen dagen voll in die Eisen und verzögern mit maximalen Werten.

Also ich wollte sowas nicht im Auto haben. Die gehen auch gerne mal voll in die Eisen wenn man auf der Autobahn beim Spurwechsel etwas kapp ist (lösen die Bremse dann auch nicht mehr wenn man links ist).

Egal, back to Topic.

Wenn jemand auf gerader Strecke sinnlos voll in die Eisen steigt ist ihm doch eine Mitschuld sicher.

Wenn das Auto das jetzt selbst macht (keine Ahnung, weil ein Vogel vorbei geflogen ist), wer bekommt dann die Teilschuld?

Daß der Auffahrende die Hauptschuld bekommt dürfte klar sein.

Gruß Metalhead

Das kommt wohl darauf an, wer den Unfall untersucht- ob die Schnellen von der Kante oder die Spezis von der Verkehrs/ Autobahntruppe.

Und dann gibt´s ja immer noch ein Gericht.

Also-... und Tee trinken!

Wie man so sagt: ...in Gottes Hand.

Zitat:

 

Egal, back to Topic.

Wenn jemand auf gerader Strecke sinnlos voll in die Eisen steigt ist ihm doch eine Mitschuld sicher.

Wenn das Auto das jetzt selbst macht (keine Ahnung, weil ein Vogel vorbei geflogen ist), wer bekommt dann die Teilschuld?

Daß der Auffahrende die Hauptschuld bekommt dürfte klar sein.

Gruß Metalhead

Die Teilschuld bekommt natürlich der Fahrer des Audi,auch wenn er persönlich nichts dafür kann,sein Fahrzeug aber schon. Ob der Audi Fahrer dann wieder Ansprüche gegen Audi hat wäre eine völlig andere Baustelle.

Das ist ja momentan eins der großen Rechtlichen Probleme das z.b. für das völlig autonom fahrende Fahrzeug geklärt werden muß. Wer haftet wenn so ein Robotauto einen Unfall baut.

Gruß Tobias

Nö, das ist rechtlich gar kein Problem, denn für den ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeugs ist der Fahrer verantwortlich, egal, ob er eine Kutsche mit Handbremse oder eine S Klasse mit Pre Safe der neuesten Generation bewegt.

am 24. Oktober 2014 um 10:31

Gefährdenshaftung durch Betriebsgefahr nennt man das ;)

Hi,

rechlich durchaus Nachvollziehbar,in der Praxis wird sich aber so man einer ärgern wenn durch ein System das Unfälle verhindern soll Unfälle entstehen und somit den eigenen Geldbeutel belasten ;)

Ich könnte mir vorstellen das in Zukunft einige Versicherungen auf eine Hochstufung des SFR verzichten wenn ein Unfall nachweislich durch ein Automatisches System verursacht wurde. Insgesammt gesehen werden solche System die Unfallzahlen nämlich eher senken und somit die Kosten reduzieren.

Gruß Tobias

Vielleicht hat der Audi-Fahrer nur das falsche Pedal getreten oder zu breite Füße und sucht jetzt eine Ausrede für die unnötige Bremsung.

Ohne dass ein Sachverständiger einen defekt an der Bremsanlage feststellt, wird Audi davon nix anerkennen.

Für mich ein klarer Fall von beiderseitigem Verschulden.

am 24. Oktober 2014 um 11:50

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 24. Oktober 2014 um 10:41:57 Uhr:

Ich könnte mir vorstellen das in Zukunft einige Versicherungen auf eine Hochstufung des SFR verzichten wenn ein Unfall nachweislich durch ein Automatisches System verursacht wurde.

Definitiv nicht!

Zitat:

Ich könnte mir vorstellen das in Zukunft einige Versicherungen auf eine Hochstufung des SFR verzichten wenn ein Unfall nachweislich durch ein Automatisches System verursacht wurde. Insgesammt gesehen werden solche System die Unfallzahlen nämlich eher senken und somit die Kosten reduzieren.

Das wird höchstens Auswirkungen auf die Typklasse des Fahrzeuges mit Notbremsassistenten haben da dieser vermutlich weniger Schäden verursacht.

Ansonsten ist die Methode wohl klar, Schaden muss bezahlt werden, SFR wird Hochgestuft.

Wobei hier ja auch noch vollkommen offen ist was der Vorderwagen für ein System hatte, ob und warum das eingegriffen hat, ... Im Falle einer nachgewiesenen Fehlfunktion kann durchaus der Hersteller im Rahmen der Produkthaftung mit ins Boot kommen, nur das nachzuweisen wird schwer. Zudem bleibt die Hauptschuld beim Auffahrenden, zu wenig Abstand, Unfall, fertig. Könnte ja einen Grund für eine Vollbremsung gegeben haben, dann darf man auch nicht auffahren.

Daher gibt es in der Statistik auch kaum Unfälle aufgrund technischer Defekte, das interessiert üblicherweise nicht. Der Hintermann ist aufgefahren und hat zu zahlen, egal ob gepennt, schlechte Bremse oder kaputte Reifen.

Das sagst du so mit einer Absolutistischen Sicherheit ;) Kannst du in die Zukunft sehen!?

Ich rede hier nicht von der nahen Zukunft,aber bereits in wenigen Jahren 10+x wird sich die versicherungswirtschaft da anpassen müssen. Technisch ist es z.b. bei LKW schon heute möglich das die Fahrzeuge hunderte KM autonom über die Autobahn fahren. Im moment ist der Fahrer natürlich immer noch die letzte Instanz.

Aber die Transport Lobby wird schon daran arbeiten das diese Zeit Zukünftig evtl. als Erholungszeit angerechnet wird. Die Fahrzeuge also wirklich komplet autonom fahren und die Fahrer sich in der Zeit hinten in der Kabine aufs Ohr legen.

Auch beim PKW ist absehbar das die Fahrzeuge irgentwann komplett eigenständig fahren können und der Fahrer sich zurücklehnt und z.b.im Internet surft.

Für solche Fahrzeuge wird es sicher angepasste Versicherungsverträge geben (müssen). In der großen masse werden die Fahrzeuge wohl auch weniger Unfälle haben dadurch. Ob das heutige System des SFR da noch bestand hat wird sich zeigen müssen. Wenn man als Mensch nicht mehr lenkt macht es ja keinen Unterschied ob man Anfänger ist oder ein "alter hase" ;)

Gruß Tobias

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