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Unfall mit Fahrerflucht - Gutachten vs Kostenvoranschlag

Themenstarteram 7. August 2018 um 13:34

Hallo zusammen,

mir ist neulich jemand beim Ausparken gegen den Wagen gefahren und abgehauen. Glücklicherweise gab es genug aufmerksame Zeugen.

Ich habe den Vorfall bei der Polizei gemledet und auch den Schaden bei der Gegnerischen Versicherung geltend gemacht.

Die hat daraufhin sofort einen Gutachter geschickt (lt. Versicherung durfte ich mir keinen selbst aussuchen, da zu dem Zeipuinkt noch nicht feststand, dass deren Versicherungsnehmen überhaupt der Verursacher ist).

Das Gutachten beläuft sich auf rund 470 € brutto

Zur Info: Es geht dabei um einen ca 3 cm langen kratzer an der Frontstoßstange eines Mercedes CLK.

Ich bin dann zu Werkstatt, wo man mir sagte für den Preis ist das nicht instandzusetzten. Der KVA der Werkstatt beläuft sich auf knapp 1400 € brutto. Also das 3fache:

Ger Gutachter: hat diverse Punkte nicht berücksichtigt. So zum Beispiel den Ausbau der Parksensoren, sowie das Spachteln und Füllern, Das Anglecihen der Farbe (Beilackieren), und zu dem niedrigere Lohnkosten angesetzt. weiterhin meinte der Gutachter es wäre eine Teillackierung möglich (Die gesamten Lackierkosten betragen laut Gutachter nur rund 150 € netto. Laut Werkstatt aber rund 600 € netto.

Was mache ich nun?

Danke!

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33 Antworten

Fehler eins: "Den Gutachter der Versicherung akzeptiert zu haben!"

Jetzt ab zum Anwalt (zahlt eh die gegnerische Versicherung) und den alles regeln lassen.

Selber kannst Du Dich nur noch mehr ins Fettnäpfchen setzten ;)

Fehler Nummer 2: Statt zur Lackiererei zur Werkstatt (Mercedes?) gefahren. Frag mal direkt in einer Lackiererei nach.

Örtliche Vertragswerkstätten liegen deutlich höher. Warum? Na, weil die meist selbst gar nicht lackieren, sondern den Auftrag einfach nur weiter schieben. Und sich dies dann gut bezahlen lassen.

Hast du die Begründung, warum du dir keinen eigenen Gutachter nehmen durftest, denn schriftlich? Die ist nämlich sowas von falsch.

Zitat:

@Lasse2603 schrieb am 7. August 2018 um 13:34:30 Uhr:

Was mache ich nun?

Ganz einfach.

Wenn Du reparieren lassen willst, kannst Du dies in jeder Werkstatt Deines Vertrauens.

Möchtest Du fiktiv abrechnen, suche Dir einen unabhängigen Sachverständigen und lass ein ordentliches Gutachten erstellen. Damit beauftragst Du einen Rechtsanwalt mit der Regulierung.

Ist immer wieder erschreckend, mit welcher Dreistigkeit Versicherungen Geschädigte belügen...

Dein Schaden ist durch ein anderes Fahrzeug entstanden. Du hattest eine gegnerische Versicherung. Es ist egal, wer der Versicherungsnehmer ist. Die zumindest anfangs unklare Schadenshöhe hätte schon den eigenen Gutachter gerechtfertigt.

Damit bist Du von der gegnerischen Versicherung für dumm verkauft worden. Der Nachweis dürfte schwierig werden.

Es gibt nur noch eins: Ab zum Anwalt.

@rrwraith

In diesem Fall bin ich eindeutig auf Deiner Seite.

Zitat:

@rrwraith schrieb am 7. August 2018 um 17:42:21 Uhr:

 

...

Möchtest Du fiktiv abrechnen, suche Dir einen unabhängigen Sachverständigen und lass ein ordentliches Gutachten erstellen.

"Warum? Sie haben doch dem von uns empfohlenen Gutachter zugestimmt. Einen weiteren müssen sie daher selbst zahlen."

Zitat:

Ist immer wieder erschreckend, mit welcher Dreistigkeit Versicherungen Geschädigte belügen...

"Belogen? Das haben sie ganz falsch verstanden. Selbstverständlich hatten sie von Anfang an das Recht einen eigenen Gutachter zu wählen. Wir haben lediglich einen empfohlen."

So ähnlich könnte ich mir die Argumentation der Versicherung vorstellen, wenn ein zweiter Gutachter ins Spiel kommen soll.

Daher sollte jetzt wirklich ein Anwalt versuchen zu retten was noch zu retten ist.

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 7. August 2018 um 19:21:53 Uhr:

Zitat:

@rrwraith schrieb am 7. August 2018 um 17:42:21 Uhr:

 

...

Möchtest Du fiktiv abrechnen, suche Dir einen unabhängigen Sachverständigen und lass ein ordentliches Gutachten erstellen.

"Warum? Sie haben doch dem von uns empfohlenen Gutachter zugestimmt. Einen weiteren müssen sie daher selbst zahlen."

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 7. August 2018 um 19:21:53 Uhr:

Zitat:

Ist immer wieder erschreckend, mit welcher Dreistigkeit Versicherungen Geschädigte belügen...

"Belogen? Das haben sie ganz falsch verstanden. Selbstverständlich hatten sie von Anfang an das Recht einen eigenen Gutachter zu wählen. Wir haben lediglich einen empfohlen."

So ähnlich könnte ich mir die Argumentation der Versicherung vorstellen, wenn ein zweiter Gutachter ins Spiel kommen soll.

Daher sollte jetzt wirklich ein Anwalt versuchen zu retten was noch zu retten ist.

 

Behaupten kann die Versicherung viel.

Wenn das Gutachten des vom Versicherer beauftragten SV Grütze ist, wäre auch das Gutachten des vom Geschädigten beauftragten Sachverständigen selbstverständlich zu bezahlen.

Aber nur dann, wenn dies so ist........

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 7. August 2018 um 19:21:53 Uhr:

"Warum? Sie haben doch dem von uns empfohlenen Gutachter zugestimmt. Einen weiteren müssen sie daher selbst zahlen."

Wäre dann die nächste Lüge. Selbst wenn jemand der Begutachtung durch die Versicherung zugestimmt hat (warum auch immer!), hat er damit das Recht auf einen eigenen Sachverständigen nicht verwirkt!

Nur dann, wenn man ausdrücklich gegenüber der Versicherung auf dieses Recht verzichtet, muss diese das GA nicht bezahlen.

Zitat:

"Belogen? Das haben sie ganz falsch verstanden. Selbstverständlich hatten sie von Anfang an das Recht einen eigenen Gutachter zu wählen. Wir haben lediglich einen empfohlen."

Nein, sie haben einen beauftragt.

Zitat:

So ähnlich könnte ich mir die Argumentation der Versicherung vorstellen, wenn ein zweiter Gutachter ins Spiel kommen soll.

Wie Du siehst, läuft diese Argumentation völlig ins Leere.

Zitat:

Daher sollte jetzt wirklich ein Anwalt versuchen zu retten was noch zu retten ist.

Da braucht nichts gerettet zu werden, ist ja noch nichts schlimmes passiert.

Mal realistisch betrachtet:

Würde jemand für das Ausbessern eines 3cm Kratzers 1400 Euro bezahlen, wenn das Geld aus der eigenen Geldbörse kommt?

Zitat:

@zille1976 schrieb am 7. August 2018 um 19:43:58 Uhr:

Mal realistisch betrachtet:

Würde jemand für das Ausbessern eines 3cm Kratzers 1400 Euro bezahlen, wenn das Geld aus der eigenen Geldbörse kommt?

Mal realistisch betrachtet:

Was hat das mit einem Haftpflichtschaden zu tun?

Beim Rolls, beim Bentley, beim Ferrari, beim Lambo, beim Bugatti - okay, hab allerdings keinen.

Beim Touareg - 3 cm Kratzer selbst verursacht und für 300,- € fachgerecht direkt in der Lackiererei behoben. Beim 7er (Leasingfahrzeug) Delle für rund 350,- € (BMW wollte rund 1.400,- € haben) behoben.

Beim Golf, beim Smart, beim Wohnmobil - denke ich nicht daran, die Kampfspuren bleiben.

Zitat:

@rrwraith schrieb am 7. August 2018 um 19:51:47 Uhr:

Zitat:

@zille1976 schrieb am 7. August 2018 um 19:43:58 Uhr:

Mal realistisch betrachtet:

Würde jemand für das Ausbessern eines 3cm Kratzers 1400 Euro bezahlen, wenn das Geld aus der eigenen Geldbörse kommt?

Mal realistisch betrachtet:

Was hat das mit einem Haftpflichtschaden zu tun?

Ganz einfach:

Wenn der Gutachter einen Schaden von 500 Euro ermittelt, klingt das für mich für einen 08/15 Mercedes ertsmal realistisch.

1400 Euro damit die Werkstatt was dran verdient, klingt eher unrealistisch und überzogen.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 7. August 2018 um 19:52:04 Uhr:

Beim Rolls, beim Bentley, beim Ferrari, beim Lambo, beim Bugatti - okay

Was dem Einen sein Rolls, ist dem Anderen sein Golf...

Das hat damit nichts zu tun.

Es geht um realistische Reparaturkostenermittlung, und nicht um irgendwelche Wunschpreise einer Mercedes-Werkstatt die bei dem Wort Unfallschaden gleich Dollarzeichen in den Augen hat.

Deshalb ein ordentliches Gutachten...

Aber ob's dann billiger wird?

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