Unfall M850i aus den USA kaufen?

BMW 8er G15

Hallo, ich habe ein Angebot zu einem M850i bekommen das aber ein Unfall Auto aus den USA ist. Wurde dann in Osteuropa repariert. Was meint ihr soll ich das Auto kaufen, oder lieber lassen?

(Alle Unterlagen zu TÜV Gutachten und Airbag Gutachten sind vorhanden.)

Leon ???

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51 Antworten

Wäre der Schaden überschaubar,dann hätten die Amis den selber gerichtet und weiter verkauft.
Durch den Salvage title ist das Ding nur noch Schrott Wert und wird halt versteigert und in Osteuropa zusammen gefrickelt.

Wir können hier nicht mehr tun, als auf Risiken und Nebenwirkungen hinzuweisen.

Derjenige der die Karre letztendlich kauft (Gier frisst Hirn) reiht sich in die lange Reihe derer ein : "aus Schaden wird man klug".

Schlimm wird es, wenn mit dem Fahrzeug das zweite mal ein schwerer Unfall stattfindet. In diesem Fall bezahlt man schnell einen hohen (oder den höchsten) Preis für dieses Schnäppchen.
Hinzu kommt weiterhin, dass ein Fahrzeug welches 4 nebeneinander liegende Spuren im Sand zieht, sich für Otto-Normal-Verbraucher vollkommen normal verhält, ab Geschwindigkeit xxx km/h jedoch schlagartig nicht mehr. Dann hast du ein zwei Tonnen schweres Geschoss auf der Bahn und andere bezahlen dein Schnäppchen mit.
Aber man sieht und liest es überall: "Sieht garnicht so schlimm aus, geht eigentlich, ist nicht wild...". Da ist eine solche Naivität unterwegs, da erreichst du mit den besten Argumenten keinen mehr.
Ich durfte schon diverse "reparierte" Ami-Kisten von unten begutachten. Da waren Achsträger, die grob hingeklöppelt wurden und Risse aufwiesen, krumme Lenker, Schweißnähte wo keine hingehören, schlecht eingefügte Ersatzteile aus anderen Autos... etc. Einen dieser Kisten hatte ich zur Fahrwerksvermessung. Da wird dir anders, wenn du siehst, dass die Einstellschraube am Limit ist, aber bis zum Sollwert noch einiges fehlt.
Nein, nicht einmal für einen Bruchteil der 70.000,- möchte ich dieses Überraschungsei bewegen.

Aber der TE scheint sowieso das Interesse verloren zu haben. Besser so.

Zitat:

@Stephan Kraft schrieb am 20. Dezember 2021 um 09:06:36 Uhr:


Wir können hier nicht mehr tun, als auf Risiken und Nebenwirkungen hinzuweisen.

Derjenige der die Karre letztendlich kauft (Gier frisst Hirn) reiht sich in die lange Reihe derer ein : "aus Schaden wird man klug".

Das größte Problem sehe ich eher an dem Punkt, wo der Wagen durch weitere Hände geht. Beim ersten Weiterverkauf wird der Verkäufer vielleicht noch sagen, dass es mal einen Frontschaden gab und dies in den Kaufvertrag schreiben. Über das Ausmaß... da wird er sich vielleicht totschweigen; der Wagen sieht ja optisch Ok aus.
Bei einem späteren Weiterverkauf weiss dann niemand mehr etwas von dem Unfall...

Im Grunde ist das Ding eine tickende Zeitbombe.

Nehmen würde ich den Wagen nur, wenn die Reparatur sehr gut dokumentiert ist und von einer Fachwerkstatt mit gutem Ruf nach Herstellervorgabe ausgeführt wurde. Ich fürchte nur, dass die Herstellervorgabe hier ein Verschrotten vorsehen dürfte. Ein Restaurationsbetrieb für Oldtimer würde das auch noch hinbekommen, aber da wäre der Preis des Fahrzeugs jenseits des Neupreises.

Und zum Händler: Natürlich verkauft er die Kiste im Kundenauftrag. Dafür eine Gewährleistung zu übernehmen ist wirtschaftlicher Suizid; wobei ich vermute, dass der Händler selbst eher im Auslans sitzen wird und hier im Land lediglich einen Angestellten hat, der die Arbeit des Verkaufs ausführt.

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Dieses Im kundenauftrag zu verkaufen seh ich seit Jahren immer öfter, wie kann es eigentlich so einfach sein für einen Händler, der nun mal ausschließlich Pkws verkauft, ständig damit jegliche Gewährleistung zu umgehen?

Vorallem als Käufer bzw Interessent hat das doch nur Nachteile, da kann man doch auch gleich von privat kaufen, dann ist es auch preislich günstiger

Zitat:

@GTS_Tarik schrieb am 20. Dezember 2021 um 11:04:48 Uhr:


Dieses Im kundenauftrag zu verkaufen seh ich seit Jahren immer öfter, wie kann es eigentlich so einfach sein für einen Händler, der nun mal ausschließlich Pkws verkauft, ständig damit jegliche Gewährleistung zu umgehen?

Vorallem als Käufer bzw Interessent hat das doch nur Nachteile, da kann man doch auch gleich von privat kaufen, dann ist es auch preislich günstiger

Das Funktioniert in den meisten Fällen gut. Bis der eine Kunde kommt und das Ding vor Gericht "auf den Prüfstand stellt" . Ich wäre da als Unternehmer auch eher vorsichtig, bzw würde es zahlenmässig nicht übertreiben.
Andere sind halt knallhart. Wenn da einer Stunk macht, wechselt mal eben die Geschäftsleitung / Firma. Ein Kunde kam mal mit einer absoluten Schrottkarre an, auf die laut Aussage des Händlers keine Gewährleistung ist. Ich wollte dazu den Kaufvertrag sehen, da meinte er "hab ich nicht" und zeigt mir eine Quittung zu einem vollkommen anderen Betrag über eine Fahrzeugvermittlung. Gut... wer sowas als Käufer mit macht ist selber Schuld, mich würde aber interessieren, wie so etwas jahrelang funktioniert. Normalerweise müsste der Fiskus dort Dauergast sein.

Der Fiskus ist die falsche Stelle.

Das wäre eher Sache der Strafverfolgung (§263 StGb). Die sind aber mehr mit Leuten beschäftigt, die ein paar Dauerlutscher geklaut haben oder einer Canabis-Staude beim Wachstum zusehen.

Naja solange der Verkäufer auch offen und ehrlich ist, den Schaden sowie die reperatur nachweislich und fachgerecht war weiß man als Käufer wenigstens worauf man sich einlässt aber dieses im kundenauftrag gefällt mir überhaupt nicht

Zitat:

@MADMAN101 schrieb am 19. Dezember 2021 um 17:47:12 Uhr:


Der Schaden ist überschaubar - die einzige Möglichkeit so einen Bock zu kaufen ist eher emotionslos: Stoßstange vorne abnehmen und schauen was dahinter gemacht wurde, notfalls mit einem Endoskop, alles andere ist würfeln - in diesem Fall um 70.000 Euro.

Selbst dann würde ich von einem Kauf absehen, wenn der Verkäufer nicht einmal in der Lage ist, die geforderten Dokumente zum Fahrzeug zu liefern.

Zitat:

@GTS_Tarik schrieb am 22. Dez. 2021 um 19:34:14 Uhr:


aber dieses im kundenauftrag gefällt mir überhaupt nicht

Na weil der VK weiß wie die Karre instand gesetzt wurde. Bzw eben nicht. Gibts dann irgendwelche Probleme greift die Sachmängelhaftung. Der Hinweis " reparierter Unfallschaden" ist in dem Fall der Beleg, dass der VK vom Sachmangel wusste.

Wer solche Kisten verkauft geht ein großes Risiko ein. Schön wenn man dann durch einen Strohmann aus der Haftung ist.

Der Strohmann ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein "Pleitier".

Im Hobby bestattet er als Geschäftsführer insolvente Firmen.

Zitat:

@brigate schrieb am 19. Dezember 2021 um 17:56:16 Uhr:


70k ist für einen M850i nicht viel Geld...

Richtig - aber für ein

unfallfreies

Fahrzeug und nicht für einen billig reparierten Totalschaden.

Eine Reparatur, wenn sie sauber und hochwertig ausgeführt wurde, lohnt sich dann schon eher für Fahrzeuge wie dieses hier:

https://www.motor-talk.de/.../...hrt-kostet-650-000-euro-t4460782.html

Zitat:

@Timbow7777 schrieb am 22. Dezember 2021 um 20:10:04 Uhr:



Zitat:

@brigate schrieb am 19. Dezember 2021 um 17:56:16 Uhr:


70k ist für einen M850i nicht viel Geld...

Richtig - aber für ein unfallfreies Fahrzeug und nicht für einen billig reparierten Totalschaden.

Eine Reparatur, wenn sie sauber und hochwertig ausgeführt wurde, lohnt sich dann schon eher für Fahrzeuge wie dieses hier:

https://www.motor-talk.de/.../...hrt-kostet-650-000-euro-t4460782.html

Dann mal viel Spaß beim Suchen eines unfallfreien, deutschen M850i (also kein Re-Import, etc) für ~70k 😉

Zitat:

@brigate schrieb am 22. Dezember 2021 um 20:43:11 Uhr:


Dann mal viel Spaß beim Suchen eines unfallfreien, deutschen M850i (also kein Re-Import, etc) für ~70k 😉

Es reicht doch, wenn es ein

unfallfreier

Re-Import mit nachvollziehbarer Historie ist.

Zitat:

@brigate schrieb am 22. Dez. 2021 um 20:43:11 Uhr:


Dann mal viel Spaß beim Suchen eines unfallfreien, deutschen M850i (also kein Re-Import, etc) für ~70k ??

Darum ging es nicht... eher darum, dass 70.000 für so eine zusammengewürfelte Kiste eher zu viel ist...

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