Umweltzonen und Feinstaubplakette
Bereits seit längerer Zeit bestehen Bemühungen die Umweltbelastung durch den Strassenverkehr zu mindern. Einer der Massnahmen ist sie die Einrichtung von Bereichen, die je nach Motortyp und Abgasanlage von einigen Fahrzeugen nicht befahren werden dürfen. Diese Bereiche nennt man die Umweltzonen. Um in diesen Umweltzonen stets fahren zu dürfen ist eine so genannte Feinstaubplakette nötig, die beim Strassenverkehrsamt erworben werden kann, wenn das Fahrzeug die erforderlichen Kriterien dazu erfüllt. Es ist geplant, diese Zonen zukünftig auszuweiten, um die Belastung zu reduzieren und damit der Erderwärmung entgegenzutreten.
Sicher ist es wichtig alle Möglichkeiten zu ergreifen, die unsere Natur schützen. Sicher ist aber auch, dass hierbei Effizienz und Umsetzbarkeit nicht aus den Augen verloren werden sollten. Natürlich ist die Belastung durch Fahrzeuge nicht gering und in vielen Fällen könnte sehr einfach verzichtet werden, aber kann das mit Plaketten und Zonen, Bestimmungen und Schildern erfolgen? Sind die immensen Kosten, die Plaketten, Schilder und Umbauten verursachen im fairen Verhältnis zum erzielbaren Nutzen? Ist das Automobil, dass für unsere Wirtschaft so wichtig ist, immer weiter das Zentrum der Anstrengungen als Korrektiv und Milchkuh bei Umwelt und Steuern. Wird unser Auto gar zum Politikum gemacht, über das schlaue, wichtige Leute reden, jedoch kaum etwas tatsächlich geändert werden kann? Oder haben wir mit PS-strotzenden Gelände Auto den Rahmen aller Vernunft gesprengt?
Das ist ein heissen Thema. Es geht einerseits um unsere Erde und in der anderen Waagschale liegt unser täglich Freud' und Lastenesel!
Keine einfache Sache, oder?
Oben abstimmen und unten diskutieren!
Wenigstens das ist einfach! 🙂
Beste Antwort im Thema
Voll dagegen. Über die zum größten Teil längeren Ausweichstrecken produziert man viel mehr Co2, totaler Mumpitz. Schafft Burger King und McDonalds ab, die ollen Rinder und ihr gepfurze sind viel schlimmer 😉
4988 Antworten
Ich bin ebenfalls gegen diese Umweltzonen.
Vorab: Auch ich meine, wir müssen mit unserer Umwelt sorgsam umgehen. Aber es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Jeder erwartet im Geschäft volle Regale und nicht wenige haben problematische und lange Anfahrtswege zur Arbeit (z. B. in die Nachbarstadt). Die Verbindungen im ÖPNV sind rationalisiert, die Fahrpläne lassen zu wünschen übrig (Ausnahme im Stadtgebiet Berlin, da klappt das). Gleichwohl gilt es, den gesunden Kompromiss zu finden und nicht auf Kosten des Bürgers Regelungen zu treffen, die ausschließlich die belasten, die sich nicht "mal eben" ein neues Auto kaufen können.
Fahrzeuge insgesamt sortieren sich von allein aus, schon in Folge des Alters und wenn man mal genau hinschaut: Wie viele Fahrzeuge sieht man denn, die keine Plakette erhalten?
Aber:
So lange die Städte das Recht haben, für eine Rote-Welle zu sorgen, bringt das überhaupt nichts. Wenn selbst bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit jedweder Verkehrsfluss (und ich rede hier nicht von absoluten Stoßzeiten) mittels roter Welle ausgebremst wird, muss man sich über hohe Schadstoffbelastung nicht wundern. Der vielgerügte Feinstaub entsteht schließlich auch beim Bremsen, und zumindest in Dortmund bremst man nur.
Ein ständiges Anhalten und wieder anfahren verbraucht unnötig viel Resourssen und belastet die Umwelt.
Gleichzeitig muss natürlich auch Kritik am "mündigen" Bürger laut werden. Eigentlich meint jeder, vor seiner Haustür müsse eine 30-Zone sein und, z. B. in Dortmund, wird der Verkehrsfluss auf der B 1 mittels geschwindigkeitsbeschränkender Maßnahme auf 50 Km/h heruntergeregelt. In der Folge bremst jeder Fahrzeugführer mehr ab als vorher um dann wieder zu beschleunigen und anschließend zu bremsen. Das erhöht den Benzinverbrauch - Ergebnis der Anwohner, die zwar genau wussten wo sie ihre Wohnung nehmen, aber das erstmal taten um dann laut zu klagen.
Bei erlaubten 50 Km/h wird 40 gefahren, weil das eigene Auto verbraucht dann 0,2 Liter weniger. Der hinterherfahrende hingegen verbraucht mindestens 1 Liter mehr, da er ständig bremsen muss und das Automatikgetriebe ständig rauf und runter schaltet.
Der Bau notwendiger Umgehungsstraßen scheitert an langwierigen Klageverfahren, manche Fahrzeugführer meinen, die öffentlichen Straßen sind Rennplätze, usw usw.
Ich meine, wir sollten uns alle mal wieder zusammen reißen und vernünftig und zügig fahren ohne zu rasen. Wenn dann die Ampelphasen stimmen, werden wir deutlich weniger Benzin verbrauchen, weniger anhalten müssen und dadurch weniger Schadstoffbelastung produzieren.
Gruß an alle
shorti
Zitat:
Original geschrieben von JimiBlue
Hey Norske, Du kommst aus Köln? Ich auch! Ist der rote Wagen eigentlich ein Thunderbird oder ein Ford Galaxie? Glaube nämlich, ich habe Dich hier schon mal cruisen sehen🙂Ich versuche mal, die letzte Diskussionspunkte zusammenzufassen und hier und da noch Argumente zu liefern:
.......
Hervorragende Zusammenfassung!
Das ganze Thema Umweltzonen ist eigendlich lächerlich...
Eigendlich frage ich mich auch, wer auf die Idee gekommen ist das diese Zonen irgendetwas bewirken könnten. Das einzige was dadurch erreicht wurde ist das sich viele Privatleute und die meisten Firmen darin keine neuen Autos leisten können (Zumal ich mir gut vorstellen kann das einige sich vor 10 - 15 Jahren ein besonders schadstoffarmes Auto zugelegt haben, welches heute völlig wertlos ist - natürlich geht die Entwicklung weiter, aber warum sollte ich heute auf soetwas achten, wenn das nach kurzer Zeit nichtmehr gewertet/beachtet wird?). Auch habe ich noch nie gehört das der Feinstaub einen Bogen um die Umweltzonen macht. Alle Autos die sonst durch sie hindurch gefahren wären müssen nun außen herum und stoßen genau soviel (bzw. mehr, durch längere Strecken) Schadstoffe aus, welche sich dann auch fröhlich in der "sauberen" Umweltzone verteilen.
Und solang z.B. Bundeswehrfahrzeuge, welche mehr als 20 Jahre alt sind und über keinerlei Kat, o.Ä. verfügen (zumindest die 2, 5, 7, 10 Tonner) durch diese Zonen fahren dürfen, ein 10 Jahre alter Kleinwagen aber nicht, wird sich mir der Sinn der Umweltzonen wohl nie erschließen
Dann nochwas zu den Strafen. Laut meiner Auffassung, bekommt ein neues Auto, welches ohne Plakette in eine Umweltzone fährt, diese Strafe ausschließlich dafür, das er sein Auto nicht kostenpflichtigt (mit einer Plakette) gekennzeichnet hat. Mit anderen Worten: man achtet beim Kauf eines Autos extra darauf eine gute Schadstoffklasse zu bekommen und muss dann auch noch dafür sorgen das das kostenpflichtig gekennzeichnet wird. Aber warum sollte man eine Plakette (für ein paar Cent Produktionskosten) kostenlos zur Verfügung stellen, wenn die Leute, die sie brauchen auch dafür zahlen würden/müssen.
Abschließend noch etwas zu dem Punkt, welcher als Strafe wartet. Ich errinnere mich daran das das Punktesystem eingeführt wurde, um Leute, die im Straßenverkehr eine Gefahr für sich und andere darstellen aus eben jenem zu entfernen. Stellt sich mir doch die Frage, wen jemand (direkt) gefährdet, wenn er mit einem 30 Jahre alten Auto durch eine Umweltzone fährt. Vorallem wenn dieses Auto möglicherweise die letzten 30 Jahre, jeden Tag, ohne Probleme/Strafe, durch diese jetzige Umweltzone gefahren ist (hat sich in diesem Bereich schlagartig etwas geändert, oder warum ist das Auto nun auf einmal "gefährlich" darin?). Das heißt es ist durchaus möglich das irgendwann Jemand auf die Frage, warum er denn seinen Führerschein verloren habe, antwortet: "Ich bin zu oft durch eine Umweltzone gefahren".
...
Ähnliche Themen
@BlackDragon: Wie lange hast du dich mit der Umweltzone beschäftigt? Viel länger als 5 Minuten kann es wohl kaum gewesen sein. Auch ist die spanne 10-15 Jahre für ein Auto sehr lange. Das sind meist schon 2-3 Generationen an Fahrzeugen und wenn man immer noch auf dem Stand von 1910 verharren würden gaäbe es heute weder eine Heizung im Auto, noch Seitenscheiben oder gar ein synchronisiertes Getreibe. Für 20PS leistung würden wir 15Liter Sprit brauchen. Allerdings frag ich mich ob wir die Entwicklung nicht schon viel früher hätten aufhalten sollen, bei der Eisenbahn oder bei den Pferdekutschen?
Um unsere Gesundheit zu schützen sind einfach unpopuläre Masnahmen zu treffen die manchen (teils aus sehr egoistischen Motiven) nicht in den Gram passen. Vielleicht beschäftigst du dich einfach nochmal länger mit der Umweltzone und kommst dann wieder in die Diskussion zurück. Im übrigen nimmt der Anteil des Verkehrsbedingten Feinstaubes im Abstand von 100m zu Straße bereits auf <30% ab!
Mensch, nen Beführworter...
Warum kaufst du mir nicht einfach meine grüne Plakette, dann kann ich in die Umweltzone fahren, ohne jemandes Gesundheit zu gefährden. Jetzt, ohne Plakette, ist das natürlich nicht möglich, denn dadurch würde ich ja eine Strafe erhalten, weil ich ohne sie die Leute durch meinen Feinstaub gefährde. Aber wenn da ein (über 20 Jahre alter (!) LKW mit einem 8 Liter Motor (siehe meinen letzten Beitrag) und ohne jegliche Filterung durchfährt ist das natürlich ok.
Und nein, ich zumindest habe nie behauptet das wir auf dem Stand von 1910 verharren sollten. Das hast du selbst hineininterpretiert. Aber schau doch mal wieviel alte Autos unterwegs sind. Meinst du die könnten sich alle ein Aktuelles leisten? Wenn sie in einer Umweltzone leben haben sie meist keine andere Wahl, oder müssen ohne Auto leben (was heutzutage fast nichtmehr möglich ist). Ich für meinen Teil habe immer noch mein erstes Auto in der Garage stehen. Ein 91 Ford Escort. Er ist mittlerweile nicht nur 10-15 Jahre alt, sondern 18 (16 davon in unserer Familie). Und dann finde ich es natürlich nicht gut das mir vorgeschrieben wird wo ich meinen Sonntags Ausflug machen darf und wo nicht.
Aber das mit den 30% in 100m glaubst du doch selbst nicht, oder? Dann müsste man ja nur 20km rund um ein Kraftwerk freiräumen, und schon gäbe es kaum noch Belastung außerhalb dieses Bereiches (das Beispiel nicht ganz ernst nehmen - soll nur sagen das Feinstaub in der Luft sein soll, und nicht nach 100m verschwindet/landet).
Im übrigen, wieso egoistisch? Klar denk ich an mich. Wie soll ich denn z.B. mit einem alten Auto zur Arbeit kommen, sollte diese in einer Umweltzone liegen? Nurnoch schwer. Und komme ich nicht mehr zur Arbeit verdiene ich kein Geld mehr - ergo - kann mir kein neues, umweltschonendes Auto leisten. Oder die Firma geht Pleite weil sie nicht ihren gesamten Fuhrpark umstellen kann. Und solltest du nicht an dich denken, sondern völlig selbstlos sein kaufst du mir meine grüne Plakette ^^ (ich wohne auf dem Land, ich werd die wohl nie brauchen).
Zweiter Weltkrieg: Tiger MKII (Königstiger) Verbrauch: 1000L auf 100km - da ist auch keiner an "Feinstaub" gestorben.
Nochmal abschließend zur Technologie. Ich meinte damit dass ich mir kein Auto kaufen würde, welches 5g weniger co2 ausstößt, dafür aber 1000€ teurer ist als die gleiche Variante mit 5g mehr. Da die Technologie voranschreitet wird das Auto so oder so nach kurzer Zeit als schadstoffreich betitelt und ich hab die 1000€ quasi umsonst ausgegeben. Oder nimm das Beispiel Hybrid - ich warte nur darauf das das viele Leute kaufen und dann Sondersteuern (Batterieentsorgung, etc.) darauf erhoben werden. War bis jetzt bei vielen Dingen so...
Ich habe übrigens kein Interesse an einer Diskusion, daher ist das hier auch mein letzter Beitrag. Aber schreib doch ruhig nochmal danach, wie wenig ich mich darüber informiert habe und mach meinen Beitrag / meine Meinung ein bisschen doof dann hattest du wenigstens das letzte Wort und ich werde dich nicht verbessern...
MFG
Zitat:
Original geschrieben von Black Dragon
Zweiter Weltkrieg: Tiger MKII (Königstiger) Verbrauch: 1000L auf 100km - da ist auch keiner an "Feinstaub" gestorben.
Der hatte auch einen Benzinmotor😉! Mit Kat-Nachrüstung hätte der in die Umweltzone fahren dürfen 😁😁😁
was ich beim thema umweltzone nicht verstehe:
wie kann es sein das bei uns (Wuppertal) die A46 einmal komplett durch die gesamte Umweltzone verläuft...abgesehen davon stehen auch noch unsere beiden Kohle-HKW´s MITTEN in der Umweltzone....bei sowas drängt sich bei mir einfach die frage nach dem sinn der UZ´s auf!
Zitat:
Original geschrieben von Benz_Lackierer
wie kann es sein das bei uns (Wuppertal) die A46 einmal komplett durch die gesamte Umweltzone verläuft...
In Köln wird dieser Unsinn noch mehr auf die Spitze getrieben: Dort fließt der Rhein mitten durch die Umweltzone und unzählige Fracht-Schiffe blasen dort ihre Abgase ungefiltert in die Luft....
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
In Köln wird dieser Unsinn noch mehr auf die Spitze getrieben: Dort fließt der Rhein mitten durch die Umweltzone und unzählige Fracht-Schiffe blasen dort ihre Abgase ungefiltert in die Luft....
Lieber Drahkke,
da Du Dich ja offensichtlich so gut auskennst kannst Du uns eben noch mitteilen, wie weit in Köln innerhalb der Umweltzone die Wohnhäuser von der Fahrrinne entfernt sind? Wie viel des Feinstaubes, der durch "ungefiltert in die Luft geblasenen" Abgase kommen im Wohnbereich in der Umweltzone an?
Weiter wüsste ich noch gerne, wie viele der durch Köln fahrenden Frachtschiffe keine Abgaskühlung (Kühlwasser wird durch den Abgastrakt geleitet) haben und daher z.B. nicht in den Niehler Oelhafen einfahren dürfen? Die Motoren der Sportboote und kleineren Schiffe wie die meisten der Rundfahrtschiffe (Colonia 1-5, Willi Ostermann, Rheinperle, Rheintreue, Rheinland), Fähren (Stromer, Strolch), Feuerwehr- (beide Boote) und Polizeiboote (WSP3, WSP6 und WSP9) sowie die Arbeitsboote/-schiffe (Wildente, Ruhr, Keiler, Köln, Bingerbrück, sogar die bereits seit langem ausser Dienst gestellten Boote Biber (Bj.1963) und Sieg (Bj. ca. 1950)) des Wasser und Schifffahrtsamtes verfügen über einen offenen Kühlkreislauf, d.h. das Kühlwasser wird dem Fluss entnommen und über den Auspuff wieder ins Wasser geleitet. Wie hoch sind wohl die Feinstaubemissionen dieser Boote/Schiffe?
Für Deine sicher gut recherchierte Antwort danke ich Dir im voraus.
Grüsse
Norske
Zitat:
Original geschrieben von Benz_Lackierer
was ich beim thema umweltzone nicht verstehe:wie kann es sein das bei uns (Wuppertal) die A46 einmal komplett durch die gesamte Umweltzone verläuft...abgesehen davon stehen auch noch unsere beiden Kohle-HKW´s MITTEN in der Umweltzone....bei sowas drängt sich bei mir einfach die frage nach dem sinn der UZ´s auf!
Hältst Du eine Verbesserung der Luftqualität in Wuppertal für unnötig?
Falls nein, wie würdest Du die Überwachung der Plakettenpflicht/Fahrverbote auf der BAB durchführen? Alternativ: Sollte die Streckenführung der BAB 46 in Wuppertal geändert werden?
Welche Filteranlagen werden bei Euren Kohle-HKWs verwendet? Wie hoch sind dort die Feinstaubemissionen tatsächlich?
Auch hier bedanke ich mich im voraus für die sicher ebenfalls gut recherchierten Antworten.
Grüsse
Norske
Zitat:
Original geschrieben von norske
Hältst Du eine Verbesserung der Luftqualität in Wuppertal für unnötig?
Falls nein, wie würdest Du die Überwachung der Plakettenpflicht/Fahrverbote auf der BAB durchführen? Alternativ: Sollte die Streckenführung der BAB 46 in Wuppertal geändert werden?
Welche Filteranlagen werden bei Euren Kohle-HKWs verwendet? Wie hoch sind dort die Feinstaubemissionen tatsächlich?
Auch hier bedanke ich mich im voraus für die sicher ebenfalls gut recherchierten Antworten.Grüsse
Norske
Norske, so langsam sind Deine Gegenfragen im Stil von "Auch Du mein Sohn bist gegen Umweltschutz?" ausgelutscht. Nicht jeder, der Bedenken gegen eine Maßnahme hat, ist damit automatisch gegen eine Verbesserung der Luftqualität. Ich ja auch nicht.
Auch verfügt nicht jeder über ein derart profundes Wissen bzgl. Abgasreinigungsanlagen von Kraftfahrzeugen, Schiffen oder Kraftwerken und kann mit einer Batterie von Messungs-Studien auffahren. Daher kann ich sehr gut verstehen, wenn Laien in Bezug auf die Wirksamkeit von Umweltzonen Bedenken anmelden, wenn mitten in einer Umweltzone Kohlekraftwerke stehen oder, wie bei uns in Köln, täglich zahlreiche dieselbetriebene Schiffe die Zone passieren.
Klär Du uns doch mal auf, welche Maßnahmen man bei Schiffen oder Kohlekraftwerken gegen Feinstaub trifft. Ich bin gespannt.🙂
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von JimiBlue
Norske, so langsam sind Deine Gegenfragen im Stil von "Auch Du mein Sohn bist gegen Umweltschutz?" ausgelutscht. Nicht jeder, der Bedenken gegen eine Maßnahme hat, ist damit automatisch gegen eine Verbesserung der Luftqualität. Ich ja auch nicht.
Auch verfügt nicht jeder über ein derart profundes Wissen bzgl. Abgasreinigungsanlagen von Kraftfahrzeugen, Schiffen oder Kraftwerken und kann mit einer Batterie von Messungs-Studien auffahren. Daher kann ich sehr gut verstehen, wenn Laien in Bezug auf die Wirksamkeit von Umweltzonen Bedenken anmelden, wenn mitten in einer Umweltzone Kohlekraftwerke stehen oder, wie bei uns in Köln, täglich zahlreiche dieselbetriebene Schiffe die Zone passieren.
Klär Du uns doch mal auf, welche Maßnahmen man bei Schiffen oder Kohlekraftwerken gegen Feinstaub trifft. Ich bin gespannt.🙂
Gruß
Ist es denn okay, wenn hier die Unwirksamkeit durch Allgemeinplätze wie "der Rhein fliesst mitten durch die Umweltzone" oder "die BAB führt durch die UZ" belegt werden soll, ohne das vorher auch nur ansatzweise recherchiert wurde, wie stark die daraus tatsächlich resultierende Belastung ist, bzw. wie eine Umweltzone auf der Autobahn durchgesetzt werden könnte?
Ich weiß, das war schon wieder eine Frage, ich bitte untertänigst um Vergebung…
Die Rauchgasreinigung bei Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen wird hier sehr gut beschrieben: Link
Der Einbau von Filteranlagen ist übrigens gesetzlich in der 17. BImSchV festgeschrieben.
Welche Filteranlagen (Elektro- oder Gewebefilter) in den Wuppertaler Kohle-HKWs verwendet werden entzieht sich meiner Kenntnis, da ich aber auch nicht darüber informiert bin, wer der Betreiber dieser Kraftwerke ist, kann ich dort nicht nachfragen. Hinzu kommt, das ich an meinem Urlaubsort nur über eine äusserst langsame Internetverbindung verfüge, und mir daher eine dahingehende Recherchearbeit zu mühsam ist.
Abgasreinigungsanlagen für Schiffe stellt u.a. die Firma Hug Engineering AG her: Link,
andere Möglichkeiten habe ich oben (Stichwort "Offener Kühlkreislauf"😉 bereits beschrieben.
Weitergehende Informationen gibt es sicher auch von den Reedereien, frag doch einfach einmal bei der Köln-Düsseldorfer, bei Köln-Tourist, Weber-Schiff, etc.pp. nach.
Eventuell wären Anfragen an Werften wie Fritz Bausch, Pannenbecker oder KSD ebenfalls effektiv.
Abschliessend noch etwas zu Deinem Satz
Zitat:
Original geschrieben von JimiBlue
Insofern ist Norskes Äußerung, dass man sich in Kölns Innenstadt ins Straßencafe setzt und später ins Krebszentrum der Uniklinik gehen muss, natürlich leicht polemisch.
aus einem früheren Beitrag.
Diese Aussage, die Du mir hier unterstellst, habe ich nie getätigt. Ich bin derartige Unterstellungen und Verdrehungen meiner Beiträge eigentlich nur von Leuten, denen jegliche Argumente fehlen, gewohnt, daher bin ich darüber, das eine derartige Niveaulosigkeit von Dir kommt, doch einigermaßen überrascht und enttäuscht.
Grüsse
Norske
PS: Der rote Ford ist ein Thunderbird, und da das Auto auch gelegentlich in Köln (auch ohne Plakette legal innerhalb und ausserhalb der Umweltzone) bewegt wird, ist es durchaus möglich, das du mich schon gesehen hast.
Zitat:
Original geschrieben von norske
Ich biete gerne eine kostenfreie Führung an, eventuell liesse sich anschliessend auch ein Besuch auf der Krebsstation in der Uni-Klinik arrangieren.Grüsse
Norske
Lieber Norske, ich "unterstelle" Dir natürlich gar nichts.😉 Meine Wiedergabe war natürlich etwas überspitzt, aber Du musst auch zugeben, dass Deine Formulierung auch ziemlich überspitzt - oder nennen wir es sarkastisch - war. Nimm's also leicht. Aber Deine Art, oft wie ein Rechtsanwalt zu argumentieren, lädt halt bei manchen Deiner Formulierungen, wenn sie denn etwas "unsachlich" sind, zu leicht pointierten Gegenkommentaren einfach ein. Selbstverständlich habe ich Deinen Satz nicht wörtlich wiedergegeben, aber von Verdrehen der Tatsachen kann hier keine Rede sein. Insofern verwehre ich mich mit einem Augenzwinkern gegen Deine Feststellung, dass ich niveaulos bin.😁 Oder hab ich das jetzt wieder nicht richtig zitiert?
Spaß beiseite, ich nehme mich selbst manchmal nicht so ernst. Gegen harmloses Necken - ich glaube dieses altmodische Wort trifft solche oben angegbenen Konversationsschritte - habe ich nichts.
Du glaubst ja gar nicht, was sich sonst noch in anderen Foren tut! Manchmal hagelt es dort Beleidigungen und Vorwürfe von Niveaulosigkeit. Von der Rechtschreibung gar nicht zu reden. Ich war teilweise schockiert.
Aber back to Topic: Wenn ich Zeit habe, informiere ich mich tatsächlich mal über Deine Sachen. Mich interessiert's jetzt wirklich, was die Rheinschiffe zum Feinstaub beitragen.
Aber hier muss ich die User in Schutz nehmen: Wie schon erläutert, hören sich einige Vorgänge für Laien wirklich komisch an (wie eben Kraftwerke in der Umweltzone), und man nimmt im ersten Moment an, dass das nicht sein kann. Es ist, das weiß ich aus dem Studium, auch manchmal ziemlich schwer, an verlässliche Daten heranzukommen. Und selbst dann muss man noch den Satz berücksichtigen: Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Also, nix für ungut!
Gruß
J.
Ich hatte die Frage schon mal gestellt, aber schon damals keine Antwort bekommen.
Je feiner der feinstaub, desto gefährlicher. Deshalb sammeln wir ihn im Filter, und wenn der voll genug ist erhöhen wir die Temperatur und brennen den Staub noch kleiner...???
ist das System so nciht noch gefährlicher, weil wir ultrakleinen Feinstaub produzieren?
( Ich bin froh das mich diese ganze Feinstaubdiskussion nicht betrifft...)