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Überwacht Saab seine Kunden?

Themenstarteram 31. Mai 2004 um 21:15

Saab soll die Fahrgewohnheiten seiner Kunden überwachen, wie der schwedische Rundfunk SVT berichtet. Dazu wurden ohne das Wissen der Eigner Blackboxes in die Modelle 9-3 und 9-5 eingebaut, mit der "gewisse Daten" an den Hersteller übertragen wurden.

Saab soll die Fahrgewohnheiten seiner Kunden überwachen, wie der schwedische Rundfunk SVT berichtet. Dazu wurden ohne das Wissen der Eigner Blackboxes in die Modelle 9-3 und 9-5 eingebaut, mit der "gewisse Daten" an den Hersteller übertragen wurden.

"In der Tat zeichnet die zentrale Motorsteuerung im Falle eines Unfalls Daten der letzten fünf Sekunden auf", so Saab-Deutschland-Sprecher Olaf Meidt gegenüber auto.t-online.de. "Diese Daten können aber nur von einer Spezialabteilung im Werk ausgelesen werden. Dazu muss die Blackbox mit Einverständnis des Autobesitzers nach Schweden geschickt werden. Zudem werden die Daten ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet und unter gar keinen Umständen an Dritte weitergegeben", relativierte Meidt den Rundfunkbericht. Zum Vorwurf der heimlichen Überwachung erklärte er: "Saab weist auf diese Funktionalität ausdrücklich in der Bedinungsanleitung der jeweiligen Fahrzeuge hin."

Die Blackbox ist mit dem zentralen Datensensor verknüft, der unter anderem das Auslösen des Airbags steuert. Kommt es zu einem Unfall, werden unter anderem die gefahrene Geschwindigkeit, das Bedienen des Gas- und Bremspedales und die Betätigung des Blinkers aufgezeichnet.

 

Grund für den Rundfunkbericht war die Forderung der schwedischen Polizei, Einblick in diese Daten nehmen zu können. Anfang des Jahres war ein Saab-Dieb nördlich von Göteborg mit einem Lkw zusammengestoßen. Die Polizei wollte wissen, wie schnell der bei dem Unfall Getötete unterwegs war, um die Schuldfrage zu klären. Saab weigerte sich jedoch, die Daten herauszugeben.

 

Qelle:Auto Motor und Sport

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9 Antworten

Bitte Quellenangabe!

am 1. Juni 2004 um 10:30

Also ich seh nicht wo hier das Problem ist, zumal Saab ja den Datenschutz gewährleistet (siehe erwähnten Bericht). Ich sehe das eher positiv. Meines Wissens arbeitet neben Saab auch Volvo damit, dass man teilweise Unfallfahrzeuge analysiert um Erfahrungen zu sammeln, die dann in die weitere Serienentwicklung einfließen können. Von daher ist diese Blackbox sicherlich ein sinnvolles Feature. Wäre interessant zu wissen, ob man im Ernstfall auch selbst auf die Daten zugreifen kann. Wäre doch bei sog. Massenunfällen evtl. ganz hilfreich, wenn man z.B. beweisen könnte, dass das Fahrzeug schon gestanden ist, bevor Airbags etc. ausgelöst wurden, da man sonst immer eine Teilschuld aufgebrummt bekommt (fragt sich nur ob Versicherungen diese Blackbox dann anerkennen).

@ ded2: fragt sich nur ob Versicherungen diese Blackbox dann anerkennen

Wichtig ist eigentlich nur, was die Gerichte anerkennen. Und warum sollte die nicht, wenn es sich um zuverlässige Aufzeichnungen handelt.

Was ist eigentlich aus diesen automatischen Unfalldatenschreibern geworden, von denen man vor einiger Zeit mal gehört hat? War das nicht sowas ähnliches?

Der UDS (Unfalldatenspeicher) von VDO Kienzle war doch hierfür bekannt (vor mind. 1 Jahrzehnt)

Da gab´s auch wohl eine Löschtaste, so dass man ja (wie auch sonst als Beschuldigter) sich nicht selbst belasten muss, falls man nach dem Unfall noch dazu kommt diesen zu aktivieren.

Ansonsten könnte bei Entdeckung auch die Polizei das Ding sicherstellen/beschlagnahmen, bzw. die StA entsprechende Anordungen, Auswertungen für Beweiserhebungen anstellen, oder ?!

erm... solche "schwarzen kästchen" sind in so gut wie allen fabrikten drin (nicht nur saab oder volvo)...

und dass sie die datenausgabe verweigert haben find ich super !

also keine panik

.R

am 13. Juni 2004 um 18:45

also im "falle eines falles" zu wissen, das es eine blackbox an bord gibt gibt, mittels der man eventuell beweisen könnte, das man "gehupt und gebremst hat", und das > 10 sekunden lang, anstelle mit mind. 20km/h vorwärts zu fahren finde ich eher gut! Wegen letzterem mußte ich mangels Beweise nämlich meinen Schaden damals (noch dazu von mama geliehenes auto) selbst zahlen, weil zwei Freaks in einem vergammelten VW-Bus behauptet hatten, ich wäre ihnen in einer Parklücke volle Kanne draufgebrummt, obwohl ich ganz hinten stand und die ca. 3-5 Wagenlängen rückwärts eingeparkt hatten. Nur waren es da 2 gegen 1 Aussage und schon verloren!

Also hier und in vielen anderen Fällen ist eine -wohlgemerkt: nur auf explizite Kundenfreigabe Black-Box-information nicht schlecht.

Und wenn ich was verbockt habe und dazu nicht stehen will dann kann ich dem ja wiedersprechen. Oder ist es letzteres, wovor hier so viel Angst herrscht? Für etwas, was man wirklich begangen hat, zur Rechenschaft gezogen zu werden?

Ansonsten finde ich eine BlackBox, wie sie im Flugverkehr ja ewig eingesetzt wird, auch im Strassenverkehr als zukünftige Pflicht an.

am 19. Juni 2004 um 13:17

Das kann man jetzt sehen wie man will, sicher goods and bads vorhanden.

Aber der oben zitierte Saab "Mensch" ist auch ein lustiger. "vorheriges Einverständniss" des Kunden einholen und so.... Ha das ich nicht lache!

Wenn der Kunde es nicht weiß was da installiert wurde, warum Ihn dann fragen.?? => Gehe nicht zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst..glaubt Ihr doch wohl selber nicht, ODER?

Falls doch, wieviele Saab Besitzer wurden denn schon gefragt und wieviele Gräte ausgelesen?

Und wenn welche gefragt wurden,...warum hat man dann nicht schon früher davon erfahren FRAGEZEICHEN

Mit nachdenklichem "big brother is watching u" Gruß

Konstantin

am 24. Juni 2004 um 21:51

Ist ein heisses Thema, der Datenschutz, aber meines Wissens (korrigiert mich bitte, wenn irgendeinem was anderes passiert ist), ist es wie folgt:

1) Saab baut wie viele andere Hersteller auch nen Crash-recorder in die Autos ein.

2) Die Informationen werden _unpersonalisiert_ und damit nur für statistische Zwecke verwendet

3) Mir ist kein Fall bekannt, wo ein Fahrer über die Daten "Zu seinen Gunsten" hätte verfügen dürfen

4) Was die "ungunsten" seitens Gegenpartei angeht erklärt sich hiermit von selbst.

 

Bunny

am 10. Juli 2004 um 6:54

Zitat:

Original geschrieben von ded2

Also ich seh nicht wo hier das Problem ist, zumal Saab ja den Datenschutz gewährleistet (siehe erwähnten Bericht). Ich sehe das eher positiv. Meines Wissens arbeitet neben Saab auch Volvo damit, dass man teilweise Unfallfahrzeuge analysiert um Erfahrungen zu sammeln, die dann in die weitere Serienentwicklung einfließen können. Von daher ist diese Blackbox sicherlich ein sinnvolles Feature.

Hej Leute!

Dass Volvo eine Blackbox verbaut, kann ich auch bestätigen. Dieser Hinweis findet sich in der Betriebsanleitung. Dabei wird allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass die Daten auf Verlangen an Behörden weitergegeben werden können. Offensichtlich benutzt Saab diese Box tatsächlich nur für die eigene Unfallforschung. Wie ded2 aber schon schrieb, finde ich es äusserst sinnvoll, wenn man mit Hilfe der gespeicherten Daten seine Unschuld beweisen kann.

Gruss

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