Überholverbot für LKW, nicht mehr Zeitgemäß
Hallo, ich bin nun auch schon etliche Jahre auf dem Bock, Und ich finde, dass ein GENERELLES Überholverbot für Lkw nicht mehr zeitgemäß ist.
Denkt man ca. 30-40 Jahre zurück, als die Kisten nichts hergaben, kaum ABS oder sonstige technische Rafinessen hatten, da frage ich mich doch ernsthaft, ob es Sinn macht.
In den Kasseler Bergen oder sonstwo, sehe ich es ja noch ein. An extremen Gefällen auch.
Ich schreibe das nicht, weil ich gerade einen Anhörungsbogen erhalte habe - A1, Koblenz/Köln - .
Nein es ging nur darum, dass vor mir ein Lkw nicht zu Potte kam ( ca. 40 Km/h ), und ich diesen mit 75 überholte.
Nun bin ich ja eigentlich auch so einer, der sehr einsichtig ist und auch so seine Prinzipien hat. Aber ich meine, dass man doch die Kirche im Dorf lassen sollte. Wir haben alle unsere Termine, die eingehalten werden sollten und müßten.
Nun drohen mir 70 € und ein Punkt.
Euch gute Fahrt.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Norbert1312
Hallo, ich bin nun auch schon etliche Jahre auf dem Bock, Und ich finde, dass ein GENERELLES Überholverbot für Lkw nicht mehr zeitgemäß ist.
Wenn Du schon etliche Jahre auf dem Bock bist, sollte dir bekannt sein das es KEIN generelles Überholverbot für LKW gibt.
Zeitgemäß wäre dies aber 😁 😁 😁
278 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Wauhoo
Laß mal noch ca. 5 Jahre ins Land gehen, dann sind die Arbeitsbedingungen EU-weit je Branche einheitlich für alle, bspw. auch aus Wettbewerbsgründen.
Hab dich ja schon mal gefragt, welchen Einsatz bist du bereit darauf zu verwetten?
Zitat:
Original geschrieben von 18.430
Es gibt allerdings Tage, da fehlt einem genau die Zeit, die man durch die 85 km/h verliert.
Noch ein Nachtrag. Ich hatte mal einen Fahrer im Eco-Training, der regelmäßig die gleiche Strecke gefahren ist. Bis zu seinem ersten Eco-Training musste er immer so ca. 50 km vor dem heimischen Betriebshof nachtanken. Nach dem Training kam er mit der Tankfüllung bis auf den Betriebshof und konnte dort tanken. Unterm Strich hat er durch den Verzicht auf den zusätzlichen Tankstopp sogar etwas eher Feierabend gehabt.
So herum kann es auch gehen.
Zitat:
Original geschrieben von 18.430
Auch in meiner Firma sind die meisten der 24 LKW auf 85 km/h eingestellt worden.Die Dieselersparnis ist schon enorm, im Vergleich zu 89 km/H
Und das ganze dann noch mit 24 multiplizieren, denn es sind ja 24 LKW, die entsprechend weniger verbrauchen.Es gibt allerdings Tage, da fehlt einem genau die Zeit, die man durch die 85 km/h verliert.
Wenn man 10 Stunden am Tag fährt (reine Fahrzeit, das Maximum, was an einem Tag an reiner Lenkzeit erlaubt ist), dann sind das immerhin 50 km weniger, die man am Tag schafft!
Ich hatte schon Tage, wo ich es bemerkt habe, dass ich mit einem LKW, der weiter 89 km/h + Müüü fährt, weiter gekommen wäre (sei es zur Lieblingsraststätte oder sonst wo hin)
Es stimmt, man schafft bei 800 km Fahrstrecke tatsächlich 40 -50 km weniger pro Tag. Da ich am nächsten Tag wieder genug Zeit habe, mache ich einfach einen Autohof früher Feierabend. Zu 90 % weiß ich morgens schon, wo ich Abends stehen werde. Deshalb stört mich auch ein Überholverbot für LKW nicht.
Zitat:
Original geschrieben von TAlFUN
Ist klar und der Mindestlohn ist europaweit der gleiche 🙄
Sicher? Der wird sich zukünftig stärker an den echten Lebenshaltungskosten vor Ort orientieren; mit den sicherheitsbezogenen Arbeitskonditionen an sich hat dieses aber rein gar nix zu tun.
Und auch ein Mindestlohn heißt ja nicht, daß es EU-weit innerhalb einer Branche keine unterschiedlichen Löhne gibt, denn höher geht immer.
@ichtyos
Die Zukunft wird zeigen, welcher bereits beschrittene Weg der richtige war; heute weiß keiner zu 100%, wie die Zukunft wirklich aussehen wird. In letzter Konsequenz sollte man sowieso niemals, (und das wird oft genug immer ausgeblendet), die Rechnung ohne den Planeten Erde und das ihn umgebende All machen; ein verirrter Asteroid oder ein ausgebrochener sog. Supervulkan genügen, um mindestens regional dafür zu sorgen, daß nichts mehr ist, wie es war. Ein Großteil der Menschheit lebt heutzutage wie im Schlaraffenland und bekommt das gar nicht mit.
@Dr. Mabu*
Zitat:
Hab dich ja schon mal gefragt, welchen Einsatz bist du bereit darauf zu verwetten?
Ich brauche nicht zu wetten, und tue das auch folglich nicht.
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Zitat:
Original geschrieben von Wauhoo
@Dr. Mabu*
Zitat:
Original geschrieben von Wauhoo
Ich brauche nicht zu wetten, und tue das auch folglich nicht.Zitat:
Hab dich ja schon mal gefragt, welchen Einsatz bist du bereit darauf zu verwetten?
Also scheinst du dir auch nicht so sicher zu sein wie du tust 😉
Zitat:
Original geschrieben von 18.430
Ich hatte schon Tage, wo ich es bemerkt habe, dass ich mit einem LKW, der weiter 89 km/h + Müüü fährt, weiter gekommen wäre (sei es zur Lieblingsraststätte oder sonst wo hin)
Einmal mehr Zeit an der Tanke oder eine Toilettenpause mehr und deine Rechnung ist für die Katz. Es wird, egal welche Geschwindigkeit, immer Touren geben, die an nem Tag lässig, knapp, knapp nicht oder überhaupt nicht schaffbar sind.
Und was passiert wenn man LKW erlauben würde 100 zu fahren? Die Disponenten würden entsprechend planen und der Zeitdruck würde eher zu als abnehmen.
😉 Würden sich die Fahrer an das Limit von 80km/h halten hätten Sie beim Überholen 5-9km/h Luft die Ihnen der Begrenzer lässt und das würde oftmals das Überholen erleichtern.
Zitat:
Original geschrieben von Franz_Jaeger
Einmal mehr Zeit an der Tanke oder eine Toilettenpause mehr und deine Rechnung ist für die Katz. Es wird, egal welche Geschwindigkeit, immer Touren geben, die an nem Tag lässig, knapp, knapp nicht oder überhaupt nicht schaffbar sind.Zitat:
Original geschrieben von 18.430
Ich hatte schon Tage, wo ich es bemerkt habe, dass ich mit einem LKW, der weiter 89 km/h + Müüü fährt, weiter gekommen wäre (sei es zur Lieblingsraststätte oder sonst wo hin)
Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass Fahrer im Planeverkehr oder im Paketdienst tatsächlich mit jeder halben Stunde Fahrzeit rechnen müssen, da der Gesetzgeber in der Doppelwoche nur 90 Fahrstunden zulässt. Das bedeutet das man mit einem 70iger Schnitt nur 6.300 km in 2 Wochen schafft, während man bei einem 80iger Schnitt schon 7.200 km in 2 Wochen schafft. Man schafft also eine komplette Tagesfahrleistung von rund 800 km in 2 Wochen weniger. Somit fehlen auch ca 500 € Umsatz (ohne Diesel und Maut), die Dieselersparnis beträgt aber nur 250 €. Voraussetzung ist aber eine Disposition, welche den LKW jede Woche auch 45 Fahrstunden beschäftigt. Deshalb haben es die meisten LKW-Fahrer so eilig! Niemand möchte in der 2.Woche 3 h vor Zuhause sein Wochenende abstehen. Darum muss man Montag in der 1.Woche schon mit dem "jagen" anfangen.
Das ist doch nicht schwer zu verstehen... Es ist egal welche Geschwindigkeit gefahren wird, es wird immer knapp am Ende werden... Wenn es nicht so wäre, wird der LKW nicht effektiv eingesetzt.
Bei mehr verfügbarer Fahrzeit oder höherer Geschwindigkeit wird der LKW auch mehr eingesetzt. Da wird es dann am Ende genauso knapp wie vorher.
Die Fahrzeitbegrenzung als auch die Geschwindigkeitsbegrenzung schützt nur den Fahrer. Ich verstehe ehrlicherweise keinen Fahrer, der was gegen diese Beschränkungen hat. Der Stress kann nur grösser werden, wenn was an diesen Grenzen gelockert wird.
Zitat:
Original geschrieben von Franz_Jaeger
Das ist doch nicht schwer zu verstehen... Es ist egal welche Geschwindigkeit gefahren wird, es wird immer knapp am Ende werden... Wenn es nicht so wäre, wird der LKW nicht effektiv eingesetzt.Bei mehr verfügbarer Fahrzeit oder höherer Geschwindigkeit wird der LKW auch mehr eingesetzt. Da wird es dann am Ende genauso knapp wie vorher.
Die Fahrzeitbegrenzung als auch die Geschwindigkeitsbegrenzung schützt nur den Fahrer. Ich verstehe ehrlicherweise keinen Fahrer, der was gegen diese Beschränkungen hat. Der Stress kann nur grösser werden, wenn was an diesen Grenzen gelockert wird.
Ist soweit korrekt. Blöd nur, dass die Doppelwoche immer die Vorwoche mit einbezieht. Das heißt, fährt ein LKW in der 1.Woche nur 34 h, darf er in der 2.Woche 56 h fahren. Fährt er anstatt 56 h nur 55 h, darf er in der Folgewoche nur 35 h fahren. Und immer so weiter. Klar viele Firmen nehmen dass nicht so genau. 1 h Doppelwochenlenkzeit überzogen kosten für den Fahrer ca 60 € und für die Firma 120 € Strafe. Und jede Stunde darüber addiert sich dieser Betrag. 5 h drüber kosten für den Fahrer schon 300 € Strafe und für die Firma 600 € Strafe.
Außerdem darf ein Fahrer nur 6 Tage am Stück Arbeiten und dann mind 24 h Wochenruhezeit machen. In der Folgewoche muss die Wochenendpause aber mind. 45 h betragen, was aber nicht im Fahrzeug sein darf. Weiterhin darf nach einer 90 h Doppelwoche nicht nach der Wochenendpause von 45 h los gefahren werden, sondern erst Montag früh 00.00 Uhr. Außerdem darf ein Fahrer in der Doppelwoche nur max 112 h Arbeitszeit haben, selbst wenn er noch Fahrzeit hätte. Im 3-Monatsdurchschnitt darf die Arbeitszeit aber nur 48 h Wochenarbeitszeit betragen. Alle Daten hat die Kontrollbehörde per Knopfdruck nach Auslesen der Fahrerkarte. Das da viele den Überblick verlieren und einfach nur "volles Rohr" fahren ist klar.
Wer da durchsieht: Respekt! 🙂
Ein Kumpel von mir ist Busfahrer, der hat auch schon mal versucht mir das zu erklären... Aber wenn es auf einen nicht zutrifft, dann geht es eben zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus...
Trotzdem ändert das ja nichts an der Grundaussage. Auch wenn es kompliziert ist, es begrenzt die Arbeitszeit auf ein erträgliches Maß, das vernünftige Ruhezeiten ermöglicht. Sogar bestimmt, das der Fahrer auch mal ausserhalb seines Fahrerhauses Erholung benötigt. Das mag vielleicht manchmal lästig sein, am Ende sorgen diese Vorschriften aber dafür, das der Fahrer ein Mindestmaß an Ruhezeiten erhält und konzentriert statt übermüdet durch die Gegend fahren kann.
Ich habe das ja schon einige Beiträge höher geschrieben... Ohne diese Vorschriften müsstet ihr wohl 20h am Tag fahren und die LKW bräuchten Spoiler, damit sie bei 150 nicht abheben...
Diese Regelung ist doch eigendlich perfekt. Die meisten fahren fuer Festgehalt welches irgendwo zwischen besserm Hartz4 und Arbeitslosengeld 1 liegt. Da halte ich 34h fuer angemessen. 56h ist schon uebertrieben, da sollte das Gehalt anders aussehen als das was die Branche im schnitt zahlt.
Ich hatte das Glueck vor vielen Jahren auf Stundenlohn zu fahren. Das Pech dabei war der Chef. Ein Sklaventreiber hoch 5. Die Regel bei ihm war eine 6 Tage Woche und im Durchschnitt ca 300 Arbeitsstunden. Mein Rekord war mal irgendwo bei 340h. Zur damaligen Zeit blieb mir nix anderes uebrig als diesen ,,Scheiss`` Job zu machen. Aus heutiger sicht nie wieder! So einem Chef wurde ich eher eins auf das Maul hauen als fuer so einen nochmal zu arbeiten.
Erstaunlich das ich in den Jahren damals nur 2 mal in eine Kontrolle kam. Da waren die Tachoscheiben damals gleich weg und der Bock bekam Zwangspause. 17 und 19h hatte ich da auf der Tachoscheibe. Kern gesund hatte ich in der Firma angefangen, aus gesundheitlichen Gruenden aufgehoert. Fuer mich kommt LKW fahren als Job nicht mehr in Frage.
Wobei 34 h Wochenfahrzeit die max zulässige Fahrzeit ist, nach einer 56 h Woche. Im Durchschnitt sind es trotzdem 45 h Fahrzeit bei zulässiger Wochenarbeitszeit von max 56 h. Bei 56 h Wochenfahrzeit dürfte man quasi keine Be-und Entladetätigkeiten haben. Die Arbeitszeit reduziert die tägliche Fahrzeit, da nur max 10 h Tagesarbeitszeit zulässig sind. Auch alle Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz werden mit Geldbuße belegt.
@mattalf seit Einführung der Fahrerkarte sind Arbeitszeiten wie zu Zeiten der Tachoscheibe nicht mehr ohne Gefahr von hohen Strafen möglich. Klar kann man den Tacho während der Arbeit auf Pause stellen, ist aber jeden selbst überlassen und von den Chefs gern gesehen. In den deutlich reduzierten Wochenstunden gegenüber früher, ist m.M. nach die Hauptursache für niedrige Löhne zu suchen. Inzwischen versuchen viele Firmen mit zusätzlichem Personal den LKW auszulasten, anstatt aus einem Fahrer das Maximum raus zu holen.
Tach!
Also ich plädiere stark für ein generelles Überholverbot von LKW auf 2-spurigen Autobahnen.
M. D.
Zitat:
Original geschrieben von Mr. Driveyanuts
Tach!Also ich plädiere stark für ein generelles Überholverbot von LKW auf 2-spurigen Autobahnen.
M. D.
Das ist keine Lösung! Kannst du dir die Folgen nicht ausmalen? Auf manchen Strecken rechts von dir eine Wand von Reklameflächen und Planen bis über den Horizont hinaus!! Da liegt es an den Spezialisten herauszufiltern, an welchen Stellen (leichtes Gefälle) diese Massierung ein wenig aufzulösen möglich ist. Und was du überhaupt nicht dabei bedenkst: Keiner will dann in die Phalanx der LKWs einbrechen, welche auch wie oft mit viel Gottvertrauen den Si-Abstand unterschreiten. Dann fährt vorneweg ein PKW auf der linken Spur mit 130 km/h und zieht ewige Schlange hinter sich her - zwar mit 130, aber das dürfte dir gar nicht schmecken. Ich persönlich möchte bei diesem Tempo nicht zum Lückenspringer werden, da wir ja bereits die Erkenntnis gewonnen haben, dass Lückenspringen noch mehr Unruhe in der Verkehrsablauf bringen. Lass es beim Kopf der Schlange auch mal 150 sein - was macht der 180undmehrFahrer über XX Kilometer? Drängeln? Nur mit genügend großen Lücken rechts funzt es auch links. Eine der praktikablen Lösungen heißt: Standstreifen für LKWs freigeben so wie auf der A6 Heilbronn-Prag.