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Turbolader-Pannen kündigen sich nicht an

Themenstarteram 12. Januar 2018 um 11:24

hierzu ein lesenswerter Artikel zu diesem Thema im Handelsblatt:

http://www.handelsblatt.com/.../2684516.html

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Wenn es soweit ist, hast bereits einen Turboschaden

Es gibt mehrere Stufen von Turboschäden, ein Lader der Öl brauch oder Lagerspiel hat ist zwar defekt aber wenn man das weiß und zeitnah reagiert ist der Schaden nicht schlimm.

Zwischen leicht defekt wie Ölverbrauch und spiel in der welle bis zum Totalausfall können einige 1000km liegen. Man hat zeit zu reagieren.

Dichtung/Gleitlager Überholkits für Turbolader sind nicht teuer (ca150euro), das wuchten kostet 60euro.

Wenn man mit dem leichten Schaden aber gemütlich weiterfährt bis die Turbinenschaufeln sich ins Gehäuse fräsen, metallteile sich im Ladeluftsystem verteilen können dann ist der Schaden deutlich größer.

Wenn es ganz schlecht läuft gelangen vom Verdichter teile in den Brennraum das führt zu Kolbenschäden und riefen in der Zylinderlaufbahn.

Die Überholung ist oft wegen den Schäden an den Verdichter/turbinenblättern gar nicht mehr möglich und man brauch einen kompletten Neulader.

Ein Lader zu prüfen ist kein Hexenwerk, ein paar schellen lösen, Ansaugluft oder Druckschlauch abziehen.

Ich kenne 2 Werkstätten die prüfen das auf Wunsch mit wenn der Wagen zum Service kommt.

 

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na ja in 12 Jahren hast sich wohl einiges geändert,was Pannen mit Turbos angeht!

Zitat:

Turbolader-Pannen kündigen sich nicht an

Turboladerschäden kündigen sich sehr langsam an und sind für fachkundige sehr gut erkennbar, aber Turbolader werden einfach nicht kontrolliert.

Zu prüfen ist:

- Erhöhtes Lagerspiel

-erhöhter Ölnebel oder Öltpfützen im Verdichter/Ladeluftstrecke

-Ölkohle in der Abgasseite/Downpipe

 

Zitat:

@Anarchie-99 schrieb am 12. Januar 2018 um 14:52:11 Uhr:

Zitat:

Turbolader-Pannen kündigen sich nicht an

Turboladerschäden kündigen sich sehr langsam an und sind für fachkundige sehr gut erkennbar, aber Turbolader werden einfach nicht kontrolliert.

Zu prüfen ist:

- Erhöhtes Lagerspiel

-erhöhter Ölnebel oder Öltpfützen im Verdichter/Ladeluftstrecke

-Ölkohle in der Abgasseite/Downpipe

Wenn es soweit ist, hast bereits einen Turboschaden.

Zitat:

Wenn es soweit ist, hast bereits einen Turboschaden

Es gibt mehrere Stufen von Turboschäden, ein Lader der Öl brauch oder Lagerspiel hat ist zwar defekt aber wenn man das weiß und zeitnah reagiert ist der Schaden nicht schlimm.

Zwischen leicht defekt wie Ölverbrauch und spiel in der welle bis zum Totalausfall können einige 1000km liegen. Man hat zeit zu reagieren.

Dichtung/Gleitlager Überholkits für Turbolader sind nicht teuer (ca150euro), das wuchten kostet 60euro.

Wenn man mit dem leichten Schaden aber gemütlich weiterfährt bis die Turbinenschaufeln sich ins Gehäuse fräsen, metallteile sich im Ladeluftsystem verteilen können dann ist der Schaden deutlich größer.

Wenn es ganz schlecht läuft gelangen vom Verdichter teile in den Brennraum das führt zu Kolbenschäden und riefen in der Zylinderlaufbahn.

Die Überholung ist oft wegen den Schäden an den Verdichter/turbinenblättern gar nicht mehr möglich und man brauch einen kompletten Neulader.

Ein Lader zu prüfen ist kein Hexenwerk, ein paar schellen lösen, Ansaugluft oder Druckschlauch abziehen.

Ich kenne 2 Werkstätten die prüfen das auf Wunsch mit wenn der Wagen zum Service kommt.

 

Wenn ich weiß, dass mein Lader erhöhtes Wellenspiel hat, dann fährt das schlechte Gewissen mit, ansonsten läuft der völlig problemlos. :D

Ist wie mit ausgeschlagenen Ventilführungen: Damit kann man in der Regel noch viele Tausende Kilometer fahren, wenn ich's nicht weiß.

Nicht, dass ich gegen das prüfen schreiben möchte, aber an reinem Wellenbruch oder zerfrästen Gehäusen, sterben Lader heutzutage selten. Oftmals geht ein Anbauteil (VTG Versteller, Wastegateklappe) kaputt und dabei wird festgestellt, dass der Lader ohnehin erhöhtes Spiel hatte.

mit welchem Werkzeug prüft man das Spiel?

Wundert mich, dass angesichts der möglichen Folgeschäden keine Wechselintervalle für Turbolader empfohlen werden, wie bei Zahnriemen. Damit wäre die Betriebskostenrechnung der Downsizer zwar noch mehr im Eimer als sie es eh schon ist, aber das hat den Leasing-Kunden ja noch nie gestört. Kommt sicher noch. Es gibt ja inzwischen auch Wechselintervalle für Steuerketten bei einigem Herstellern ...

Themenstarteram 13. Januar 2018 um 11:33

Zitat:

@markuc schrieb am 13. Januar 2018 um 11:13:29 Uhr:

Wundert mich, dass angesichts der möglichen Folgeschäden keine Wechselintervalle für Turbolader empfohlen werden, wie bei Zahnriemen. Damit wäre die Betriebskostenrechnung der Downsizer zwar noch mehr im Eimer als sie es eh schon ist, aber das hat den Leasing-Kunden ja noch nie gestört. Kommt sicher noch. Es gibt ja inzwischen auch Wechselintervalle für Steuerketten bei einigem Herstellern ...

.... warum dann nicht gleich auch Wechselintervalle fürs ganze Auto empfehlen? Das wäre doch eben so "sinnvoll".

Genau, alle 90 tausend alles durchreparieren, alle 120tkm Auto neu (selbstverständlich mit Zwangsstillegung). :D

diesel ohne turbo ist ebenfalls sinnfrei. Aber am diesel ist eh alles was kaputt geht teuer.

Zitat:

@dannmalzu schrieb am 13. Januar 2018 um 11:33:27 Uhr:

.... warum dann nicht gleich auch Wechselintervalle fürs ganze Auto empfehlen?

Das ist heute schon keine Utopie mehr. Es gibt inzwischen ziemlich viele Verkäufer, die genau das empfehlen. Und Kunden, die ihnen darin Gefolgschaft leisten, gibt es noch mehr.

Zitat:

Oftmals geht ein Anbauteil (VTG Versteller, Wastegateklappe) kaputt

Vtg Versteller ist so eine Sache denn wenn man sie zerlegt muss man diese aufwendig einstellen. Die Vtg dose kann man aber separat Kaufen denoch nicht einfach verbauen.

Wastegatedose defekt ist schnell behoben, es ist oft nur ein uni Anbauteil, nur sollte man den richtigen Federdruck wählen damit der Ladedruck gleich bleibt.

Zitat:

mit welchem Werkzeug prüft man das Spiel?

Entweder mit den Fingern oder entfernt das Verdichtergehäuse und kann dann ein Stativ mit Uhr verwenden.

https://cdn2.ms-motorservice.com/.../...lader04_984x792_df66dca59b.jpg

Zitat:

Wundert mich, dass angesichts der möglichen Folgeschäden keine Wechselintervalle für Turbolader empfohlen werden, wie bei Zahnriemen. Damit wäre die Betriebskostenrechnung der Downsizer zwar noch mehr im Eimer als sie es eh schon ist, aber das hat den Leasing-Kunden ja noch nie gestört

Das hat mit Downsizing überhaupt nichts zu tun, das ist rein eine BWL Sache des Einkäufers.

Die firmen liefern dass was man bestellt zu dem vereinbarten preis. Noch niemand hat einen Dacia bestellt und bekommt zum Preis eines Dacia einen Rolls Royce. Wenn man alles kaputt spart hat das nichts mit Technik zu tun.

Es gibt Turbolader die halten länger als jeder PKW Motor.

Leg dir mal einen Holset Lader hin und vergleich den mal mit den heutigen Ladern, alleine die Rumpfgruppe und Dimensionen der Lagerung beim Holset spricht bände.

Beim Holset bekommt man jede Schraube, Mutter einzeln bestellt, davon kann man bei anderen nur träumen.

http://baeturbosystems.com/images/Holset%20Service%20Kits/HX30spec.JPG

Der Kunde trägt auch seinen teil dazu bei, der wünscht sich bei 500rpm runde 1,5bar und das am besten mit 400Nm auf dem Kessel. Das erreicht man wenn man sehr kleines Laufzeug verwendet und obenraus den Lader mit hohen Drehzahlen betreibt, denn die Leistung soll ja lange aufrechtgehalten werden.

Ist ja bei Zahnriemen und Steuerketten auch nicht anders. Die werden aus Kostengründen so schwach ausgelegt, dass sie eben irgendwann fällig sind. Im altehrwürdigen Opel Rekord und sogar im BMW Motorrad hatte ich jeweils eine stabile Duplexkette für den Antrieb einer einzigen Nockenwelle mit 8, bzw. 4 Ventilen. Heute hat man dünnste Einfachketten für 4 Nockenwellen und 40 Ventile. Per Computer so nah wie eben noch vertretbar an der Reißgrenze dimensioniert.

Zitat:

.... warum dann nicht gleich auch Wechselintervalle fürs ganze Auto empfehlen? Das wäre doch eben so "sinnvoll".

ist das beim Leasing nicht so gedacht?:D

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