Testphase in Niedersachsen "Tempo 30 auf Hauptstraßen"

siehe hier

Bin ja mal gespannt;
Da müsste ich mich ja sogar mit dem Fahrrad zügeln -.-
Ob das so viel bringt?
Was denkt ihr?

Beste Antwort im Thema

Es bedeutet für die Anwohner, dass der Verkehr im Mittel mit den sonst erlaubten 50 km/h statt sonst 80 km/h durchfährt. Da sich Verkehrslärm quadratisch mit der Geschwindigkeit verändert eine echte Entlastung. Blitzer-Opfer sind da nur kollaterale Schäden. Wer sich jetzt aufregt: An die eigene Nase fassen, voriges Fahrverhalten hat diese Initiativen erst möglich gemacht.

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Zitat:

@Geisslein schrieb am 18. Januar 2020 um 08:09:33 Uhr:



Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 18. Januar 2020 um 00:14:11 Uhr:


Und wenn bei 35km/h der Verbrauch gleich jenem bei 50km/h ist, dann sollte innerstädtisch ein geringerer Gesamtverbrauch herauskommen, weil man ja bis 35km/h weniger beschleunigen muss. Sollte sich zumindest bei den Trampolinspringern zw. Gas- und Bremspedal bemerkbar machen. 😉

Das ist ja der Irrglaube an der ganzen Sache. Leider passiert das Gegenteil.
Seit bei meiner Nachbargemeinde ganztägig Tempo 30 auf der Hauptdurchgangsstraße eingeführt wurde ist mein Verbrauch um 1 Liter gestiegen.
Bei der anderen Nachbargemeinde hat sich das von den Anwohnern geforderte ganztägige Tempo 30 auf der Durchgangsstraße, die auch noch Bundesstraße ist, zu einem regelrechten Chaos entwickelt.
Da ist zur Hauptverkehrszeit nur noch Stop & Go.
Lärm, Verkehrsbelastung und Gestank ist wesentlich höher als vorher bei Tempo 50. Über den Mehrverbrauch will Ich nichts aussagen.

Es ist so, daß in dieser Gemeinde viele der Anwohner der Bundesstraße, die sich vorher in Bürgerinitiativen stark gemacht und Tempo 30 gefordert haben, jetzt plötzlich durch das alltägliche Verkehrschaos die Augen geöffnet wurden.
Die schimpfen jetzt drüber und wollen wieder Tempo 50
Natürlich gibts da auch noch weiterhin solche Befürworter, die noch immer der Meinung sind, daß mit Tempo 30 alles besser wurde.

Ich bin Taxifahrer und kann das so aus Nürnberg und dem Nürnberger Land bestätigen. Seit es 30 auch an Hauptverkehrsadern gibt, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit gesunken und mein Verbrauch gestiegen.

Ich nehme auch an, durch den Ziehharmonikaeffekt ist auch die Gefahr von Auffahrunfällen gestiegen.

MFG Sven

Vielleicht waren ja noch vor vielen Jahren auf dieser Strecke nicht mal halb so viele Autos unterwegs.

Also, es kann mir keiner erzählen, das, wenn ne 2 bis 3km lange Ortsdurchfahrt von 50 auf 30 begrenzt wird, das von Heute auf Morgen aus dem problemlos rollenden Verkehr ürplötzlich kilometerlange Staus vor dem Ortseingangsschild, inkl ständiges Stop & Go bei der Ortsdurchfahrt werden.

Wenn der Unterschied von vor vielen Jahren zu heute so drastisch ist, spielen da noch vielerlei andere Faktoren, als nur Tempo 30 ne, Rolle. Der Einfluss von Tempo 30 ist da garantiert der geringste Grund.

Also müssten wir nur alle Geschwindigkeitsbegrenzungen aufheben und schon haben wir keine Staus mehr und einen niedrigeren Durchschnittsverbrauch und somit auch viel weniger Umweltprobleme?

Zitat:

Ich bin Taxifahrer und kann das so aus Nürnberg und dem Nürnberger Land bestätigen. Seit es 30 auch an Hauptverkehrsadern gibt, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit gesunken und mein Verbrauch gestiegen.

Vielleicht mal, bei Wetterbedingungen, wo man sie nicht ungedingt braucht, die Klimaanlage auslassen. Für die Gäste braucht man sie eigentlich nicht bei jedem Wetter, weil, die sitzen in der Regel ja nur nen paar Minuten im Auto.

Also mein Diesel Fiesta hat, Klima aus, bei konstant Tacho 35 bis 60 (3. und 4.Gang) kaum Unterschiede in der Momentanverbrauchs-Anzeige. Mit Klima an würde sich natürlich der Mehrverbrauch selbiger, von 35 gegenüber 60km/h, fast verdoppeln.

Ein weiteres Problem könnte natürlich auch sein, das die Ampelsteuerungen ganz gut auf Tempo 50 abgestimmt waren und jetzt, bei Tempo 30 nicht mehr passen, weshalb öfters angehalten werden muss.

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Zitat:

@wpp07 schrieb am 18. Januar 2020 um 09:29:12 Uhr:


Ich bin froh bis in 10 Jahren in den Ruhestand gehen zu können. Momentan bin ich noch auf mein Kfz angewiesen um meinen Arbeitsplatz zu erreichen ( Kfz im Winter 15 min, Radfahr im Sommer 50 min...... Alternative ÖPNV 60min ( indiskutabel)). Auf der Strecke von und zu der Arbeitsstätte möchte ich nicht gegängelt werden ( es ist zudem bewiesen, dass der Abgasaustoss bei 50 geringer ist als bei 30). Es gibt tatsächlich noch Menschen die zu bestimmten Uhrzeiten ein KFZ benutzen müssen um sich selbst und den Staatsapparat am Leben zu erhalten ( hierbei fordere ich keine „ freie Fahrt für freie Bürger“).

Ich pendle seit 2012 die immer gleiche Strecke im Raum Nürnberg und muss leider sagen: Es wird über die Jahre immer langsamer (und ich brauche auch mehr Benzin), obwohl es eben

keine

neuen Limits gibt.

Notiz am Rande: Nürnberg ist inzwischen in den Top 10 "Stau- Hauptstädten" aber zugleich auch unter den Städten mit den meisten KfZ pro Einwohner (

*Link*

). Da kann man schon mal fragen: Wo soll dies hin führen? und: sind wir nicht alle (mich eingeschlossen) daran beteiligt, diese Schraube weiter zu drehen?

Zitat:

@wpp07 schrieb am 18. Januar 2020 um 09:29:12 Uhr:


Dazu noch ein Beitrag zu „Greta“. Ich achte sehr was diese junge Frau tut und sagt. Man darf ihr diesbezüglich keinerlei Vorwürfe machen. Die Hysterie haben doch gerade die ausgelöst die „ nach ihrer Pfeife tanzen“. Da müssen sich „gestandene Mannsbilder“ (auch Mannsbilderrinnen und Mannbilderdiverse) im Bundestag und bei Klimakonferenzen sagen lassen was eh schon jeder Halbgebildete weiß . Da habe ich Angst vor und da ist die 30 er Diskussion das kleinste Problem

Tja. "When leaders act like kids, kids have to become leaders."

Mein persönlicher Fall:

50km/h 4. Gang = ~1200 U/min
30km/h 3. Gang = ~1000 U/min -> Grenzwertig, also:
30km/h 2. Gang = ~1500 U/min

Was das für den Verbrauch und den Schadstoffausstoß, auch wenn der Unterschied vermutlich gering ist, bedeutet sollte klar sein.

Dann rechneste noch die Zeit rein für ne Ortsdurchfahrt mit 50 und mit 30 bei 5km Länge, dann kommste auf die richtigen Werte.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 18. Januar 2020 um 09:32:33 Uhr:


Also, es kann mir keiner erzählen, das, wenn ne 2 bis 3km lange Ortsdurchfahrt von 50 auf 30 begrenzt wird, das von Heute auf Morgen aus dem problemlos rollenden Verkehr ürplötzlich kilometerlange Staus vor dem Ortseingangsschild, inkl ständiges Stop & Go bei der Ortsdurchfahrt werden.

Wenn der Unterschied von vor vielen Jahren zu heute so drastisch ist, spielen da noch vielerlei andere Faktoren, als nur Tempo 30 ne, Rolle. Der Einfluss von Tempo 30 ist da garantiert der geringste Grund.

Du sagst also, daß das unmöglich ist und anstelle Tempo 30 statt 50 keinen Einfluß hat.
Ich mache das doch schon jahrelang mit und weiß wie es heute ist und früher war.
Zu den Zeiten wo in dieser Gemeinde noch Tempo 50 existiert haben, standen sogar noch mehr parkende Fahrzeuge am Fahrbahnrand.
Heute hat man schon an ein paar Stellen das Parken verboten.
Es gibt noch Stellen, wo es erlaubt ist, kommt jedoch ein LKW entgegen steht eine Spur.

Zitat:

@Hellhound1979 schrieb am 18. Januar 2020 um 11:28:02 Uhr:


Mein persönlicher Fall:

50km/h 4. Gang = ~1200 U/min
30km/h 3. Gang = ~1000 U/min -> Grenzwertig, also:
30km/h 2. Gang = ~1500 U/min

Was das für den Verbrauch und den Schadstoffausstoß, auch wenn der Unterschied vermutlich gering ist, bedeutet sollte klar sein.

Ich gehe davon aus, dass die Überlegung eine ganz andere ist:

50 erlaubt: alle beschleunigen zwischen 0 und 65 km/h, um dann an der nächsten Ampel wieder zum Stillstand zu kommen und -auch wegen Ziehharmonika- Effekt- sehr viel Zeit im Stand zu verbringen.

30 erlaubt: das Spektrum an Geschwindigkeiten rückt näher zusammen, die Fahrzeuge beschleunigen weniger und verbrauchen weniger Kraftstoff, ohne dass deshalb bspw. weniger pro Grünphase über Ampelkreuzungen kommen. Es bewegt sich „gleichmäßiger“.

Der Knackpunkt ist aber: diese Szenarien ergeben sich nur bei sehr dichtem Verkehr. Kann man frei rollen, dann kommen deine Werte vermutlich zum tragen.

Bei meinem aktuellen Auto habe ich noch das Problem, daß der Tempomat erst ab ca. 40 km/h funktioniert.
Ich nutze meinen Tempomat viel. Innerorts idR mit 55 km/h nach Tacho, das sind dann 50 km/h nach GPS.

Ja maches muss man halt ausprobiern, auch gegen die Logig, weil man auch aus der Erfahrung anderer nicht lenen will bzw. diese einfach ablehnt, ( glaub ich nicht ) dann wer hätte das gedacht, konnte man (ich) nicht wissen.
z.B. Im nachbardorf hat man Kopfsteinpflaster am Ortseingang 10mtr. gemacht zum wecken der Fahrer und zum einbresen. Effekt: lose Anhängekasten der leeren LKW Anhänger rappel wie blöd, Anwohner können nicht mehr schlafen. 4 Wochen, drüber geteert. Neue Erfahrung kostet halt.
Zickzackparkflächen hingemacht an einer Steigung: LKW müssen stoppen und bis die wieder schwung haben schalten die 6 mal , Fahrer bedankt sich und dreht den Motor jedesmal hoch, Anwohner muss sich dran gewöhnen, Emmissionen treibt der Wind weg. Der Deutsche muss seinen Mitmeschen das Leben schwer machen sonst fühlt der sich nicht wohl.

Zitat:

@Geisslein schrieb am 18. Januar 2020 um 08:09:33 Uhr:


...Das ist ja der Irrglaube an der ganzen Sache. Leider passiert das Gegenteil.
Seit bei meiner Nachbargemeinde ganztägig Tempo 30 auf der Hauptdurchgangsstraße eingeführt wurde ist mein Verbrauch um 1 Liter gestiegen.
...

Zitat:

@Geisslein schrieb am 18. Januar 2020 um 08:43:26 Uhr:


...
Ich muß zwar selbst nicht durch diese Gemeinde durch, erlebe das Chaos dennoch jeden Tag, da sich der Stau bereits bis 5 Km vor dem Ortsschild bildet und genau diese Schlange schiebt sich so auch weiter durch den Flecken.
...
@Geisslein

Du möchtest uns auf den Arm nehmen, oder...
😮

Der wohnt innerhalb der 5 km.

Zitat:

@Bitboy schrieb am 18. Januar 2020 um 12:24:57 Uhr:


Ja maches muss man halt ausprobiern, auch gegen die Logig, weil man auch aus der Erfahrung anderer nicht lenen will bzw. diese einfach ablehnt, ( glaub ich nicht ) dann wer hätte das gedacht, konnte man (ich) nicht wissen.

Genauso hier, dort gibt es eine Ampel am Orteingang die einem auch nachts um 1Uhr zwingt auf 20-30Km/h abzubremsen (Normal 50 innerorts). Natürlich sehr umweltbewusst wenn man dann 40 Tonnen wieder auf 50-55 beschleunigt.

Auch wenn man den 50er Bereich vor dem Ort mit exakt 50 durchfährt, die Ampel zwingt einem trotzdem zum bremsen. Aber da ich Umweltbewusst bin, nutze ich dort natürlich die Motorbremse 😉

Es ist so einfach: Eine vorgegebene Ortsdurchfahrt hat mit 50 km/h Limit innerhalb eines typischen Zeitraums (Rush-Hour) eine mehr oder weniger Konstante Zahl von Pendlern zu verkraften. Das ergibt die Kapazität einer bestimmten Streckenführung mit einer typischen Verkehrsdichte.
Wenn nun einseitig das Limit verändert wird, bleiben die übrigen Parameter unverändert. Folglich ändert sich die Verkehrsdichte (bei entsprechend verringerter Kapazität) um den Faktor 3/5 = 67%. Wo vorher 100 Fzge auf einem Streckenabschnitt gleichzeitig gefahren sind, müssen jetzt 167 Fzge Raum finden. D. h. die Rush-Hour dauert jetzt 67% länger = Stau.

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