Testphase in Niedersachsen "Tempo 30 auf Hauptstraßen"

siehe hier

Bin ja mal gespannt;
Da müsste ich mich ja sogar mit dem Fahrrad zügeln -.-
Ob das so viel bringt?
Was denkt ihr?

Beste Antwort im Thema

Es bedeutet für die Anwohner, dass der Verkehr im Mittel mit den sonst erlaubten 50 km/h statt sonst 80 km/h durchfährt. Da sich Verkehrslärm quadratisch mit der Geschwindigkeit verändert eine echte Entlastung. Blitzer-Opfer sind da nur kollaterale Schäden. Wer sich jetzt aufregt: An die eigene Nase fassen, voriges Fahrverhalten hat diese Initiativen erst möglich gemacht.

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Worin die falsche Annahme bei allen Befürwortern solcher Maßnahmen immer liegt ist halt, dass durch irgendeinen Grund weniger Leute mit dem Auto fahren. Nein, eben nicht. Hier in der Gegend haben sie eine viel befahrene, vierspurige Hauptstraße zur Verkehrsberuhigung zweispurig gemacht. Nun läuft der Verkehr halt wesentlich langsamer und man braucht viel mehr Ampelphasen um weiter zu kommen. Nicht eine Sekunde würde ich wegen solchen Schikanen auf das Auto verzichten. Dann haben mich die Anwohner eben länger vor der Haustür stehen, auch ok.

Zitat:

@v8.lover schrieb am 17. Januar 2020 um 14:54:42 Uhr:
Naja. Andererseits ist man bei 30km/h statt 50km/h für einen gegebenen Streckenabschnitt 66% länger unterwegs (!), zeitlich gesehen.
Um also gesamtheitlich CO2 zu sparen, müsste ein Motor dann auch 66% weniger CO2 emittieren... aufgrund der zeitlichen Differenz. Das geht NIE und deshalb sind Tempo 30 auch - aus Umweltsicht - absolut dumm. Aus Gründen der Verkehrssicherheit mag das anders sein...

Das würde ich aber noch mal scharf überdenken, du weißt schon das der Verbrauch, also somit auch das CO2, nach Km berechnet wird, nicht nach Zeit.

Verbrauche ich bei 20Km/h weniger beispielsweise 1 Liter weniger, dann ist das völlig unerheblich wie lange ich für die Strecke brauche, da ich eben 1 Liter weniger (und somit CO2) verbrauche ob der Motor nun eine Stunde oder 2 läuft.

Zitat:

@Moewenmann schrieb am 17. Januar 2020 um 14:22:47 Uhr:



Zitat:

@reox schrieb am 17. Januar 2020 um 13:25:08 Uhr:



Das muss, aufgrund der unterschiedlichen Getriebeübersetzungen, nicht immer so sein.
Bei den eAutos ist es immer so. Und wenn es nicht das Getriebe ist, sind es die Motoren, die ineffizienter laufen.

???

Mit wie vielen Arbeitstakten läuft denn ein eAuto?

Zitat:

@v8.lover schrieb am 17. Januar 2020 um 14:54:42 Uhr:



Zitat:

@reox schrieb am 17. Januar 2020 um 13:25:08 Uhr:



Das muss, aufgrund der unterschiedlichen Getriebeübersetzungen, nicht immer so sein.
Naja. Andererseits ist man bei 30km/h statt 50km/h für einen gegebenen Streckenabschnitt 66% länger unterwegs (!), zeitlich gesehen.
Um also gesamtheitlich CO2 zu sparen, müsste ein Motor dann auch 66% weniger CO2 emittieren... aufgrund der zeitlichen Differenz. Das geht NIE und deshalb sind Tempo 30 auch - aus Umweltsicht - absolut dumm. Aus Gründen der Verkehrssicherheit mag das anders sein...

Die Momentanverbrauchsanzeige, die in einem unserer Fahrzeuge verbaut ist, zeigt keinen Mehrverbrauch an. Da dort der Streckenverbrauch angezeigt wird, spielt es überhaupt keine Rolle ob man länger unterwegs ist.

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Hm. Ich muss ehrlich sagen, ich denke deins ist eher eine Milchmädchenrechnung. (lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen) So wird bei Maschinen, in der Landwirtschaft (Traktoren), oder bei sonstigen Baumaschinen auch immer der Verbrauch pro Stunde ausgegeben.
Bei PKW usw. ist es eben nur auf 100 km (bzw. Fahrstrecke X) angegeben, WEIL die FAHREN (im besten Fall). Aber auch da kann (sollte?!) man es auf die Stunde umlegen.

Aber egal wie man es dreht und wendet: Wenn am Ende zählt, was aus dem Auspuff für eine gegebene Strecke kommt, und zwar effektiv, bringt 30 kmh ggü. 50 kmh eben nichts.
Einer Messstation z.B. ist egal, ob ein Auto mit 30, 50 oder 70kmh vorbeifährt. Da zählt, was gesamt (bzw. in einem gewissen Umkreis) emittiert wurde.

edit: Ja, jetzt wo reox nochmal nachgelegt hat bin ich mir sicher: Die Verbrauchsanzeige "l/100km" ist da auch irreführend und hilft bei der Betrachtung wenig. Besser wäre der Verbrauch pro Stunde (wie er bei manchen Autos dann auch im Stand angezeigt wird), dann wird es deutlicher. Mache später vllt. nochmal 'ne Beispielrechnung dazu...

Zitat:

@S_C_R_A_M_B_L_E_R schrieb am 17. Januar 2020 um 14:29:23 Uhr:



Zitat:

@Bitboy schrieb am 17. Januar 2020 um 13:42:42 Uhr:


Radfahrer dürfen doch alles !!! machen auch nix falsch , und brauchen sich auch nicht umschauen. Dan kann nix kommen wenn der an der Kamera auch noch ein Radfaher ist.
Radfahrer müssen sich auch an die Straßenverkehrsordnung halten. In dieser ist aber keine Höchstgeschwindigkeit für Radfahrer definiert.

Die allgemeine Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50km/h, die ab dem Ortseingangs-Schild gilt, schränkt nur auf

Kraft

fahrzeuge ein. Das ist richtig. Alle anderen Geschwindigkeitsbegrenzungen, also die Schilder mit der Zahl drauf, gelten natürlich auch für Radfahrer.

Zitat:

@v8.lover schrieb am 17. Januar 2020 um 15:29:37 Uhr:



Bei PKW usw. ist es eben nur auf 100 km (bzw. Fahrstrecke X) angegeben, WEIL die FAHREN (im besten Fall). Aber auch da kann (sollte?!) man es auf die Stunde umlegen.
...

Man kann die Anzeige von l/km auf l/h im BC umstellen. Bei uns wird l/km angezeigt.

Zitat:

@v8.lover schrieb am 17. Januar 2020 um 15:29:37 Uhr:


Hm. Ich muss ehrlich sagen, ich denke deins ist eher eine Milchmädchenrechnung. (lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen) So wird bei Maschinen, in der Landwirtschaft (Traktoren), oder bei sonstigen Baumaschinen auch immer der Verbrauch pro Stunde ausgegeben.

Die Angabe in Stunden ist bei Maschinen weil sie eben auch viel im Stehen Arbeiten, deswegen auch ein Stundenzähler und keine Km Zähler.

Der Verbrauch in Km ist nicht irreführend sondern, schon richtig. Du denkst nur falsch! Du kannst nicht einfach Km durch Stunden ersetzten im Verbrauch, du musst auch umrechnen.

Der Einfachheit halber eine einfache Rechnung. bei 30 Km/h brauche ich für eine Strecke von 60Km sagen wir 5 Liter, sind ein Verbrauch pro Stunde von 2,5L. Bei 60Km/h verbrauche ich 6 Liter, brauche zwar nur eine Stunde, habe aber eben auch einen Verbrauch von 6 Liter pro Stunde.

Hannover, Vahrenwalder Strasse, durchgehend zweispurig in beide Richtungen.
Führt vom Stadtkern bis in die Randzone.
Irgendwann mal die 70er Teilbereiche auf 50 begrenzt, die grüne Welle gestrichen weil die Leute dann zu sehr rasen. Weeeeeit später einen festen Blitzer montiert. Jetzt soll auf 30 gekürzt werden!?
Mir erschliesst sich nicht wie man dadurch Immissionen innerhalb des Stadtgebietes verringert.
Man könnte jetzt noch eine der Spuren zum Fahrrad/ Lastenrad/ E-Scooter Schnellweg machen.
Langsam verstehe ich wie die Politik die Leute überreden wil auf den ÖPNV umzusteigen.

100 war früher auf der Vahrenwalder völlig normal. Selbst heute wird noch 70 und mehr gefahren. Deswegen ist 30 fast schon wichtig, damit die Leute dann wenigstens "nur" 50 fahren. Man sieht es ja auch schön am Blitzer, da gehen die in die Eisen und knallen mit 70 und mehr bis Mediamarkt. Ab da geht es meistens nicht schneller.

Eine Begrenzung auf 30 wäre gar nicht so schlimm, wenn es die grüne Welle wieder geben würde. Damit hätten viele Fahrer bestimmt gar kein Problem. Das viele Bremsen von Ampel zu Ampel ist viel viel nerviger.

Zitat:

@reox schrieb am 17. Januar 2020 um 13:25:08 Uhr:



Zitat:

@Moewenmann schrieb am 17. Januar 2020 um 12:05:12 Uhr:


Tempo 30: Motor läuft im niedrigeren Gang, generiert mehr Arbeitstakte, verbraucht (nachweislich) mehr Sprit und emittiert also mehr CO2.
...

Das muss, aufgrund der unterschiedlichen Getriebeübersetzungen, nicht immer so sein.

Ich hab das bei meinem Renault Laguna gesehen. Auch im selben Gang war das Auto bei 50 sparsamer als bei 30.

Woran liegt es denn, wenn immer mehr Abschnitte "reduziert" werden?
An denen, die die Schilder aufhängen?
An den Blitzern?

Oder vielleicht an der Menge Verkehrsteilnehmer, die den Fuß bis zum Bodenblech drücken?

Dafür kann man nur Danke geben. So ist es. Der Autofahrer hat es doch selbst in der Hand. Würde nicht jeder immer nur das Pedal drücken, wären viele Verbote, Tempolimits und Schilder wahrscheinlich gar nicht notwendig. Aber da der Autofahrer ja nur sein Pedal im Kopf hat, seine Zeit und seine Bedürfnisse, wird sich daran auch nichts ändern. Alle schimpfen auf den Schilderwald aber Eigenverantwortung und Rücksicht kennt keiner. Sieht man ja auch hier. Alles dreht sich um das eigene Universum.

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 17. Januar 2020 um 15:58:23 Uhr:



Zitat:

@reox schrieb am 17. Januar 2020 um 13:25:08 Uhr:



Das muss, aufgrund der unterschiedlichen Getriebeübersetzungen, nicht immer so sein.

Ich hab das bei meinem Renault Laguna gesehen. Auch im selben Gang war das Auto bei 50 sparsamer als bei 30.

Hast du dich hier verschrieben?

Von Köln- Mühlheim bis Bergisch Gladbach ist doch auch aus Lärmschutzgründen 30km/ h angeordnet; da kommt nicht jeder mit klar. Da wird trotz Limitierung riskant und Lärmintensiv überholt.

Auf diese Art der Beschränkung muss man sich einlassen, ich kann jeden Anwohner verstehen, der seine Ruhe haben will.

Die zwei Blitzer schrecken eher nicht ab oder verhindern nur temporär das zu schnelle Fahren.

Grüße vom Armani-Biker...

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