Testphase in Niedersachsen "Tempo 30 auf Hauptstraßen"

siehe hier

Bin ja mal gespannt;
Da müsste ich mich ja sogar mit dem Fahrrad zügeln -.-
Ob das so viel bringt?
Was denkt ihr?

Beste Antwort im Thema

Es bedeutet für die Anwohner, dass der Verkehr im Mittel mit den sonst erlaubten 50 km/h statt sonst 80 km/h durchfährt. Da sich Verkehrslärm quadratisch mit der Geschwindigkeit verändert eine echte Entlastung. Blitzer-Opfer sind da nur kollaterale Schäden. Wer sich jetzt aufregt: An die eigene Nase fassen, voriges Fahrverhalten hat diese Initiativen erst möglich gemacht.

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Hallo!

Zitat:

@Daimler201 schrieb am 18. Januar 2020 um 22:10:49 Uhr:


Also brauche ich für 5km 2 Minuten länger, für 10 km schon 4 Minuten. [...]

Fahre ich am Tag 100km unter diesen Bedingungen bin ich für die gleiche Strecke schon 40 Minuten länger unterwegs.

[...]

Ich frage mich, wie du auf diese Zahlen kommst!

Bezogen auf die 4 s Zeitverlust je 100 m aus dem Beitrag vor dem deinen benötigt man für 5 km deutlich mehr als 2 Min. Nämlich 3 min und 20 s*; für die doppelte Distanz demzufolge auch die doppelte Zeit**. Und für 100 km sind es dann schon 1 h, 6 min und 40 s***.

Wenn man dagegen einfach mit 50 km/h und 30 km/h rechnet, wird es nochmal mehr: Bei 5 km sind es dann genau 4 min Mehrbedarf (10 min Fahrzeit mit 30 km/h gegenüber 6 min mit 50 km/h), bei 10 km entsprechend 8 min und bei 100 km gar 1 h und 20 min. Also jeweils exakt das Doppelte der von dir genannten Zeiten.

Gruß
.SD

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 18. Januar 2020 um 00:14:11 Uhr:


Und wenn bei 35km/h der Verbrauch gleich jenem bei 50km/h ist, dann sollte innerstädtisch ein geringerer Gesamtverbrauch herauskommen, weil man ja bis 35km/h weniger beschleunigen muss. Sollte sich zumindest bei den Trampolinspringern zw. Gas- und Bremspedal bemerkbar machen. 😉

Das sind alles Theoretische werte. Wenn die Verkehrsplaner die aktuele Ampelschaltung (grüne Welle) auf 50KMH programmiert haben, wird der Verbrauch bei 30KMH steigen.

Krefeld hat auf einigen Straßen die Geschwindigkeit wieder auf 70KMH erhöht.
https://www1.wdr.de/.../krefeld-verkehr-tempolimit-B57-Abgase-100.html

Es könnte funktionieren, muss halt nur jeder mitmachen. Den lärmgeplagten Anwohner wünsche ich es.

Und es ist schon ein deutlicher Unterschied, ob ich mit 50 oder 30 durch die Stadt fahre!

Grüße vom Armani-Biker...

Das kann man so generell nicht sagen, ich zitiere mal aus einer ADAC-Quelle:
"Der Verkehrslärm von Fahrzeugen lässt sich auf zweierlei
Quellen zurückführen: auf das Geräusch des Motors und
das der Reifen. Beide Lärmquellen unterliegen dabei unter-
schiedlichen Parametern. Das Motorengeräusch ist abhängig
von der Drehzahl. Je stärker der Fahrer in einem Gang be-
schleunigt, desto größer ist auch die Lärmentwicklung.
Das Motorengeräusch bei Tempo 30 im dritten Gang unter-
scheidet sich deshalb nicht wesentlich von dem bei Tempo
50 im vierten Gang. Hohe Drehzahlen mit einer entspre-
chenden Lärmentwicklung ergeben sich erfahrungsgemäß
besonders häufig beim Beschleunigen in den niedrigsten
Gangstufen.
Das Reifengeräusch ist abhängig von der Geschwindigkeit.
Je schneller sich ein Fahrzeug fortbewegt, desto höher ist
die Lärmentwicklung. Diese erreicht aber erst über 50 km/h
eine Lautstärke, bei der sie das Motorengeräusch auf signi-
fikante Weise übertönt."

Dazu kommt, dass Studien aus verschiedenen Ländern keine merkliche Änderung des Lärmpegels nachweisen können.

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@MvM

Das ist mir schon klar.
Nur soweit ich weiß, sind ja in den Überlegungen von TL 30 die Temporeduzierung nicht der einzige Bestandteil, sondern darüber hinausgehende Maßnahmen, den allgemeinen Verkehrfluss zu verbessern.
Und das funktioniert ja nun mal nicht alleine durch geringeres Tempo. Dazu gehört dann natürlich auch die Veränderungen von Ampelschaltungen, so das dann insgesamt auch der Querverkehr solcher geschw.-reduzierten Straßen davon provitiert.

Mal so als Beispiel.
Die Fahrzeit von einer Ampel zur nächsten verlängert sich um ca. 10 Sekunden. Ergo, kann die nächste Ampel, bei Beibehaltung der Grünen Welle knapp zehn Sekunden später auf Grün umschalten und somit die Grünsphase des Querverkehrs um 6 bis 7 Sekunden verlängert werden, so das auch hier weniger Autos eine kürzere Zeit bei Rot an der Ampel stehen.

Nun wird man natürlich nicht einfach mal so die Ampelschaltungen entlang der reduzierten Straße ändern können, sondern muss ja auch berücksichtigen, wie sich das wieder auf die stärker frequentierten Kreuzungen und Straßen im Umfeld auswirkt.
Das dann komplex zu gestalten, wird schon ne Zeit brauchen, wo man dann berechnen, analysieren, inkl. Probieren geht über Studieren muss.

Und dein Beispiel mit Kreefeld zeigt ja, das man da offenbar nicht so sturdoof, wie hier wieder einige Kommentare daherkommen 😉, am Werkeln ist, man also schon genauer hinschaut.

Wie auch immer das Ganze ausgehen soll, ein Thema muss noch angepackt werden:
-Start-Stop Funktion

Mitlerweile wurde an verschiedenen Stellen schon mal beaobachtet, das früher mal 20 Autos oder mehr über die Kreuzung kamen, heute nur noch 12. Und das Gestarte sorgt weiter für Verzögerungen und mehr Abgase.

Tolle Idee ....

Ich weiss jetzt nicht, was du für eine StartStop Ausführung hast, aber bei meinen Fahrzeugen ist das Anfahren mit StartStop nicht anders als ohne. Fuss von der Bremse bzw. Kupplung treten, Gas geben, losfahren. Alles gleich und ohne Verzögerung.
Die Beobachtung dass statt 20 Fahrzeugen nur noch 12 über die Kreuzung kommen, mag an einer geänderten Ampelphase liegen, aber nicht an StartStop.

Der erste Griff nach dem losfahren ist bei mir zum Knopf, der das Start-Stop deaktiviert.
Wegen der Garantie lasse ich es nicht rauscodieren, ansonsten wäre es das erste was ich machen würde.
Bescheuertes System!

Flo

Bringt das Ausschalten eine Hundertstelsekunde beim Ampelrennen?

Zitat:

@Catwiezle schrieb am 19. Januar 2020 um 09:42:58 Uhr:


Ich weiss jetzt nicht, was du für eine StartStop Ausführung hast, aber bei meinen Fahrzeugen ist das Anfahren mit StartStop nicht anders als ohne. Fuss von der Bremse bzw. Kupplung treten, Gas geben, losfahren. Alles gleich und ohne Verzögerung.
Die Beobachtung dass statt 20 Fahrzeugen nur noch 12 über die Kreuzung kommen, mag an einer geänderten Ampelphase liegen, aber nicht an StartStop.

Komisch ist, das die Beispielsweise die Frequenz der Ampel seit mind. 15 Jahren nicht verändert wurde.
(Aussage hier im Landkreis)

Zitat:

@Eagleseven schrieb am 19. Januar 2020 um 09:52:04 Uhr:


Bringt das Ausschalten eine Hundertstelsekunde beim Ampelrennen?

Bringt es nicht,
Schont aber Batterie und Anlasser.

Wisst ihr noch den Ursprung für diese schöne aber unsinnige Erfindung?

Bei den modernen Autos sollten Batterien und Anlasser für die erhöhte Beanspruchung ausgelegt sein.

Hab ich eigentlich auch so im Kopf, aber ich lerne gerne Neues...

Sollen,
bei dem SportsVan im Haushalt mit knapp 60tkm merkt man deutlich, das sich der Anlasser schon nicht mehr so locker flockig dreht, wenn der beim loslassen der Bremse anspringt. Insbesondere, da er durch das DSG ja auch gleich losfahren möchte,wenn man die Bremse löst.

Die Start-Stop-Automatik soll den Kraftstoff Verbrauch senken.
Höchstwahrscheinlich macht sie das aber nur in den völlig Praxisfernen Testzyklen, die nicht im Entferntesten der Realität entsprechen.
Wer länger was von seinem Auto haben möchte, sollte wie Flo,gleich nach dem Starten die SSA deaktivieren.

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