Temporäre Steuersenkung auf Benzin und Diesel in Sicht
Mich wundert, dass das Thema noch nicht gekommen ist.
https://www.swp.de/.../...ungspaket-der-bundesregierung_-63464607.html
"Zur Abfederung der immens gestiegenen Energiekosten und um Pendler zu entlasten, hat die Ampel-Koalition ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Ein Beschluss darin sieht für drei Monate die Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe „auf das europäische Mindestmaß“ vor, heißt es in einer Erklärung des Koalitionsausschusses am Donnerstag (24.3.2022). Der Spritpreis werde damit beim Benzin um 30 Cent pro Liter und beim Diesel um 14 Cent pro Liter reduziert. "
Also "in etwa" gleiche Steuer auf Benzin und Diesel, jedenfalls je Liter. Also nach wie vor "leicht" zum Nachteil des Ottomotors. Immerhin besser als bisher. Und wie schön - nur dass ich wegen Homeoffe quasi gar nicht mehr beruflich fahre bzw. fahren muss. Was eigentlich noch besser ist....
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Zitat:
@Astradruide schrieb am 31. März 2022 um 19:23:33 Uhr:
😁 .... nur leben die auch nicht mehr lange wenn wir in D zu reinen Selbstversorgen werden und nichts mehr im- und exportieren. BASF, Bayer, Dynamit Nobel, SAP, Merck, Daimler, Siemens, Bosch BP (Aral), Hereaus, Adidas .... und und und .... leben wie in Nordkorea ...
Suuuper echt…
Genau die von dir genannten Unternehmen konnten früher so gut wie alles selbst in DE herstellen. Wurde denen halt mit ordentlichen Umweltauflagen zu teuer… China und Indien machen das sauenderweise billiger. Steigert den Gewinn.
Weniger Globalisierung hat noch nie bedeutet das man sich nur auf den Binnenmarkt konzentriert.
Natürlich könnte man einiges in D selbst herstellen, aber man darf - wie oben erwähnt- die Kabelbäume nicht 1,5 Cent teurer machen, sonst sind die Aktionäre angepisst.
Ich bin schon immer der Meinung, dass man nach Leistung bezahlt werden sollte, das gilt vor allem bei den Entscheidungsträgern ( auch in der Politik) und keine Vorstände mit Boni belohnen weil sie Aktionäre zufrieden gestellt gestellt haben…
Wir sind durchaus in der Lage, alles selbst herzustellen was man zB für ein Auto braucht, aber da stehen politische Entscheidungen wiederum im Wege…
Streiche politische Entscheidungen und setze wirtschaftliche Interessen.
Ach so, ein komplett in DEU hergestellter Golf wird dann 6-stellig kosten...ein Mercedes 7-stellig...in Euro, nicht in Rubel.
Wirtschaftliche Interessen werden über Lobbyismus und durch die Politik durchgesetzt.
Ist halt wie so oft. Vielleicht mal die goldene Mitte suchen, sich zumindest auf Europa konzentrieren und nichtmal versuchen die ganze Welt zu retten. Im Moment sind wir jedenfalls deutlich zu erpressbar.
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Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 31. März 2022 um 21:46:36 Uhr:
Brauch ich garnicht zu überlegen… Ich hab nie EE abgelehnt. Sie reicht halt nicht.
Dann baut man sie soweit aus, dass es reicht!
Wir haben kein technisch unlösbares Problem vor uns, sondern ein Organisatorisches. Wir bekommen das kurzfristig leider nicht gegen alle Widerstände der Bevölkerung und Engpässe bei Material und Personal hin.
Zitat:
@Thinky123 schrieb am 1. April 2022 um 14:24:42 Uhr:
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 31. März 2022 um 21:46:36 Uhr:
Brauch ich garnicht zu überlegen… Ich hab nie EE abgelehnt. Sie reicht halt nicht.Dann baut man sie soweit aus, dass es reicht!
Wir haben kein technisch unlösbares Problem vor uns, sondern ein Organisatorisches. Wir bekommen das kurzfristig leider nicht gegen alle Widerstände der Bevölkerung und Engpässe bei Material und Personal hin.
Wenn ich das Gewäsch nur höre gehen mir die Lampen an!!!!
Wie denn???? Mit ganz viel schöngerechne decken wir akut 10-15% des Gesamtenergiebedarfs über EE. Die so oft genannten 50% beziehen sich rein auf Strom und da sind wir akut auchnoch weitgehend ungepuffert, heißt auf Grundlastabdeckung über fossile Energieträger angewiesen.
Mal so als Beispiel… Wenn wir wirklich auf jedes Dach Solarzellen bauen, dann können wir damit gerade die anderen 50% des Strombedarfs decken. Strom macht aber akut nur um 20% des Gesamtenergieverbrauchs aus.
Wollen wir also aus allem raus und über Synfuels, Wasserstoff u.Ä. CO2 neutral werden, brauchen wir inkl der Verluste mal so eben um das 20-30 fache mehr an Strom aus CO2 freien Quellen.
Für die Aufgabe müssen wir verdammt technikoffen und unverbohrt vorgehen. Eigentlich gute alte Tugenden. Hoffentlich holt da die Realität die Grünen weiter ein.
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 31. März 2022 um 22:07:37 Uhr:
Zitat:
@Astradruide schrieb am 31. März 2022 um 19:23:33 Uhr:
😁 .... nur leben die auch nicht mehr lange wenn wir in D zu reinen Selbstversorgen werden und nichts mehr im- und exportieren. BASF, Bayer, Dynamit Nobel, SAP, Merck, Daimler, Siemens, Bosch BP (Aral), Hereaus, Adidas .... und und und .... leben wie in Nordkorea ...Suuuper echt…
Genau die von dir genannten Unternehmen konnten früher so gut wie alles selbst in DE herstellen. Wurde denen halt mit ordentlichen Umweltauflagen zu teuer… China und Indien machen das sauenderweise billiger. Steigert den Gewinn.
Es geht nichtmal um den Produktionsstandort ... es geht um die Rohstoffe die die brauchen. Da ist es gerade völlig egal ob wir von raffinierten MEtallen, Erzen, Produktionsvorstufen etc. reden. Wir könnten gerade mwieder mal ein paar alte Blei-, Kupfer-, Silber-, Uran- und Steinkohleminen in Betrieb nehmen ... bei sehr bescheidener Ausbeute, hoher Umweltbelastung, teuren Gesteheungskosten ... Ok, Tabakanbau könnte man wieder einführen ... eine Zeitlang können wir uns ein bischen mit recycling einiger MEtalle (für's notwendigste) über wasser halten.
Wenn man uns wirklich den Saft abdrehen will reichen zweidrei Länder mit völligem Lieferstop auf div. Rohstoffe.
Zitat:
@jw61 schrieb am 1. April 2022 um 12:14:09 Uhr:
Streiche politische Entscheidungen und setze wirtschaftliche Interessen.Ach so, ein komplett in DEU hergestellter Golf wird dann 6-stellig kosten...ein Mercedes 7-stellig...in Euro, nicht in Rubel.
Ich frage mich gerade wie teuer so ein Reifen, hergestellt von deutschen Gummibäumen, so kostet.
Wo holen wir bei Autarkie eigentlich die petrochemische Basis her? Wieviel Magnesium und Aluminiumminen haben wir in D? ...
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 1. April 2022 um 14:50:14 Uhr:
Wenn ich das Gewäsch nur höre gehen mir die Lampen an!!!!
Wie denn???? Mit ganz viel schöngerechne decken wir akut 10-15% des Gesamtenergiebedarfs über EE. Die so oft genannten 50% beziehen sich rein auf Strom und da sind wir akut auchnoch weitgehend ungepuffert, heißt auf Grundlastabdeckung über fossile Energieträger angewiesen.
Ich lass die zahlen mal so stehen ... vorallem bezieht es sich nur auf den Strom verbrauch in der Vergangenheit. Jetzt bring noch ein paar 10Mio KFZ ans Netz ... den Drehrohroffen und die Schmelzwannen für irgendwas ....
.. und dennoch werden wir immer noch Erdöl(produkte) brauchen ... ich will mein Auto und meine Bude nicht mit einem Gemisch aus Leinölfirnis und Kalkpulver streichen 😉
Zitat:
Wollen wir also aus allem raus und über Synfuels, Wasserstoff u.Ä. CO2 neutral werden, brauchen wir inkl der Verluste mal so eben um das 20-30 fache mehr an Strom aus CO2 freien Quellen.
Mit dem 10-fachen wären wir schon weitgehend gut. Nur wird man auch einige Großtechnische Prozesse komplett neu bauen müssen.
10 Mio KFZ ist quasi nichts. Ein typischers KFZ fährt seit kaum 2 Jahrzehnten statistisch kaum 14.000 km. Mit 20 kWh/100km sind das 28 TWh. Also etwa 1/5tel dessen was der Windstrom bereitstellt. Bzw. etwa die Menge des Solarstroms. Bei etwa 600 TWh Jahresstromerzeugung in DE.
Zitat:
@Astradruide schrieb am 1. April 2022 um 19:02:28 Uhr:
Zitat:
@jw61 schrieb am 1. April 2022 um 12:14:09 Uhr:
Streiche politische Entscheidungen und setze wirtschaftliche Interessen.Ach so, ein komplett in DEU hergestellter Golf wird dann 6-stellig kosten...ein Mercedes 7-stellig...in Euro, nicht in Rubel.
Ich frage mich gerade wie teuer so ein Reifen, hergestellt von deutschen Gummibäumen, so kostet.
Wo holen wir bei Autarkie eigentlich die petrochemische Basis her? Wieviel Magnesium und Aluminiumminen haben wir in D? ...
Wo fordere ich eigentlich die völlige Autarkie???
Die Frage ist eher warum Reifen in China oder Malaysia hergestellt werden müssen. Deutschland oder wenigstens die EU gehen auch.
Das nicht jeder Rohstoff aus eigenen Quellen kommen kann, ist klar. Allerdings müssten wir nicht unter Chipmangel und Ähnlichem leiden, wenn die Produktionen nicht verlagert worden wären.
Zuviel Globalisierung macht uns zu erpressbar. China fängt auch gerade an.
Zitat:
@jw61 schrieb am 31. März 2022 um 15:39:50 Uhr:
Wir werden IMMER mit dem Risiko leben müssen, dass benötigte Waren/Güter/Rohstoffe von heut auf morgen grundlos nicht mehr geliefert werden...das ist Teil der strategisch-hybriden Destabilisierung...und wir werden akzeptieren müssen, dass sich nicht jedes Risiko gänzlich ausschließen lässt.
Man kann solchen Risiken aber vorbeugen, in dem man strategisch plant und nicht immer nur die monetäre Seite betrachtet.
Zitat:
@Timbow7777 schrieb am 2. April 2022 um 13:02:48 Uhr:
Man kann solchen Risiken aber vorbeugen, in dem man strategisch plant und nicht immer nur die monetäre Seite betrachtet.
Und indem man hinreichend Bezugsquellen hat, um Risiken sehr breit zu streuen.
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 01. Apr. 2022 um 14:50:14 Uhr:
Wie denn???? Mit ganz viel schöngerechne decken wir akut 10-15% des Gesamtenergiebedarfs über EE. Die so oft genannten 50% beziehen sich rein auf Strom und da sind wir akut auchnoch weitgehend ungepuffert, heißt auf Grundlastabdeckung über fossile Energieträger angewiesen.Mal so als Beispiel… Wenn wir wirklich auf jedes Dach Solarzellen bauen, dann können wir damit gerade die anderen 50% des Strombedarfs decken.
Das stimmt nicht. Photovoltaik auf jedem dritten Dach in Deutschland würde ausreichen um den aktuellen Strombedarf mengenmäßig zu decken. Aber, wie du schon angedeutet hast (Grundlast), steht der Photovoltaik-Strom nicht genau dann zur Verfügung, wenn er benötigt wird. Löst also das Problem der zuverlässigen Stromversorgung nicht, bringt uns aber immerhin "Strom im Überfluss".
Die Zahl (nur jedes dritte Dach!) zeigt doch meiner Meinung nach welches Potenzial wir noch offen haben. Wenn man tatsächlich jedes Dach belegt + Windenergie (on- und offshore) weiter ausbaut + das vorhandene bisschen Wasserkraft weiternutzt, dazu Biogas und co, dann lässt sich in Deutschland noch sehr viel mehr Strom CO2-neutral und langfristig kostengünstig (weil eben kein Brennstoff gekauft werden muss) erzeugen. Wenn diese Entwicklung Europaweit vorangetrieben wird, zusammen mit weiterem Netzausbau, dann sehe ich darin viel Positives.
Und natürlich muss es beim Thema Speicher weitergehen (Forschung und Ausbau von Batterien und für bestimmte Anwendungen auch Wasserstoff). Das wird es womöglich ganz automatisch, wenn fossile 24/7/365-Energie immer teurer, EE dagegen billig und im Überfluss bereitgestellt wird.
Steuergeld wäre statt in reduzierten Spritpreisen (da landet ein Teil nur bei den Ölkonzernen) z.B. in EE sinnvoller (im Sinne von Nachhaltigkeit) investiert.
PS: ich habe nichts grundsätzlich dagegen, z.B. ein Atomkraftwerk weiterlaufen zu lassen. Solange es "sicher" und der Betrieb überhaupt wirtschaftlich ist - das wollen die Betreiber aber gar nicht unbedingt.