Tempolimit für Kleintransporter ?

Hallo zusammen,

aus gegebenem Anlass (heute morgen hat mich ein 160Km/h-Sprinter-416CDI beinahe in die ewigen Autogründe befördert) möchte ich mal Eure Meinung zu dem Thema hören. Welche Lösung würdet Ihr bevorzugen? Habt Ihr andere Ideen?

ciao

112 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Swallow



Zitat:

Original geschrieben von Han_Omag F45


.... was für ein tolles Gefühl ist es dann, 3,5 Tonnen oder im Zweifelsfall auch mehr aus Tempo 180 runterzubremsen, ...
Ist 180 Km/h nicht etwas hoch gegriffen?
Gerade die gewerblich genutzten Fahrzeuge haben sicher selten die Topmotorisierung unter der Haube.
Der VW T5 mit 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbodiesel und 131 PS ist z.B mit 165 km/h angegeben.

Reale 165 km/h sind bei dem gemeinem Autofahrer eben Tacho 175... und 180 finde ich da nicht übertrieben. Da komme ich mit meinem Wagen nichtmal mehr hinterher...

Die VW Transporter (T5) laufen zum Teil auch über 200 km/h - aber die sind ja schon fast normale PKWs...

Ein bisschen einbremsen wäre da also wirklich keine schlechte Idee - aber am besten über GPS. 120 km/h sind nunmal auf kurvigen Landstraßen nicht angebracht. Wenn ich selbst 105 auf dem Tacho habe und 100 m vor dem nächsten Ortsschild überholt und geschnitten werde weil der Transporter dann gerade genug Schwung geholt hat finde ich das bedenklich.
So viel Energie wie der auf den letzten 500 m da reingesteckt hat muss er nunmal wieder abbauen.

Zitat:

Original geschrieben von Caravan16V


Bei uns im Rettungsdienst fahren mittlerweile mehrere sehr gut motorisierte Sprinter und Iveco Daily rum (alle mit 3,0er Motoren und 166-184PS). Die Dinger rennen laut geeichtem Tacho 160 Km/h (trotz Kofferaufbau). Ich will nicht wissen, wie schnell ein Mercedes 518CDI als Kastenwagen läuft. Der kratzt sicherlich die 170er Marke an.Auch wenn diese Fahrzeuge mittlerweile sehr gute Bremsen haben - ein Notbremsmanöver ist mit so einem Schiff aus hohen Tempi noch immer eine Sache die ein echt mulmiges Bauchgefühl verursacht. Wenn dann noch mangelhaft gesicherte Ladung dazukommt dann... naja...ciao

... und ich dachte Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssten in D einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben.

Außerdem könnte man fragen wieviele dieser Fahrzeuge wirklich so schnell fahren bzw. fahren können. Die Bw-Fuhrparksprinter haben m.W. zumeist die Minimalmotorisierung:

208CDI-Doka-Plane-Spriegel

(2,8t zGG 82PS). Wenn du mir erklären kannst wie man damit 160 schafft, dann raus damit...

Zitat:

Bast Bericht


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Im Jahr 2004 wurden die meisten (56 %) Unfälle unter Beteiligung von Kleintransporternüber 2,8 t bis 3,5 t innerorts registriert. Knapp ein Drittel der Unfälle ereigneten sich aufLandstraßen und 13 % auf Autobahnen. Landstraßenunfälle sind besonders folgenschwer.Bei diesen Unfällen wurden rd. 45 % aller Getöteten und Schwerverletzten bei Unfällen registriert.
•Fahrer von Kleintransportern über 2,8 t bis 3,5 t sind in zwei von drei Unfällen (65 %)Hauptverursacher. Unter den 18 - 24jährigen Fahrern steigt der Anteil sogar auf rd. 74 %.Der Hautverursacheranteil der Pkw-Fahrer ist dagegen mit 54 % günstiger.
• Häufigste Unfallursache ist mit 18 %, auf Autobahnen sogar mit 37 %, die nicht angepassteGeschwindigkeit. Bei den Vergleichsgruppen der Kleintransporter über 2 t bis 2,8 tund den Lkw über 3,5 t bis 7,5 t ist dagegen unzureichender Abstand insgesamt die häufigsteUnfallursache; auf Autobahnen jedoch ebenfalls die nicht angepasste Geschwindigkeit
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Quelle (pdf)

In der Tempolimitdiskussion wird immer wieder aufgeführt; dass die Geschwindigkeiten nicht gefährlich sind.
Manchmal hab' ich den Eindruck, dass Verbote immer dann gut sind; wenn man nicht selbst davon betroffen ist...

Zitat:

Original geschrieben von Kunstbanause


... und ich dachte Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssten in D einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben.

Weiß ich nicht. Aber selbst wenn das so ist, dann ist er bei etlichen dieser Fahrzeuge manipuliert. Sonst würden die Teile ja nicht mit z. T. deutlich über 140 Sachen über die Bahn fegen.

Zitat:

Original geschrieben von Kunstbanause


Außerdem könnte man fragen wieviele dieser Fahrzeuge wirklich so schnell fahren bzw. fahren können. Die Bw-Fuhrparksprinter haben m.W. zumeist die Minimalmotorisierung: 208CDI-Doka-Plane-Spriegel (2,8t zGG 82PS). Wenn du mir erklären kannst wie man damit 160 schafft, dann raus damit...

Ich habe nie behauptet daß dieses spezielle Fahrzeug 160 Km/h schafft oder?

Weiteres Problem: Die 2,8er und 3,5er sind häufig gnadenlos überladen. Die Bremsanlage ist dann hoffnungslos überfordert.

ciao

mich würde eher mal interessieren was denn der V6 Sprinter mit 260PS rennt - auch wenn das wohl eher ne seltene motorisierung ist 😉

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Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2


mich würde eher mal interessieren was denn der V6 Sprinter mit 260PS rennt - auch wenn das wohl eher ne seltene motorisierung ist 😉

Genau wie alle Sprinter der neuen Baureihe "nur" 162. Ich glaube kaum, dass in der Topmotorisierung plötzlich der Begrenzer fehlt, da muss man schon zu Brabus gehn. 🙄

Zitat:

Original geschrieben von querys


Ich bin selber eine Zeit mit Kleintransportern durch NRW gefahren. Der "große" mit 3,5T war ein 91er Transit und grausam laut. Mehr als 120 war da eh nicht drin.

Die anderen waren Vito und Viano von MB. Beide grausam.

Das Problem finde ich allerdings mehr die Bremsen. Beim Ford ist es mir am unangenehmsten aufgefallen. Die Bremswirkung war quasi Null, wenn die Karre bis zum Erbrechen vollgeladen war.

Ich fände es deswegen bei den Kleintransportern auch angebracht, dass die Bremse nicht nach PS sondern nach Gewicht zugelassen sein muss. (Oder ist das sogar schon so?).

120 km/h finde ich eine gute Geschwindigkeit. Privat fahre ich auch in der Regel nicht schneller. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich ein Hindernis war, oder Probleme beim überholen hatte.

Um das zu realisieren würde ich eine elektronische Dosselung bevorzugen. Von mir aus mit GPS, dann ist es nur auf D beschränkt.

Eventuell ist es ja möglich eine kurzzeitige Erhöhung der Geschwindigkeit auf 150 zuzulassen (für 2 Min) um zu überholen. Anschließend ist eine Sperre für 10-30 Min aktiviert.

Also fahre selber nebenberuflich ein Transit mit 125 PS der ist nun überhaupt nicht

lahm. Auf der A 43 wo es bißchen bergab geht geht der seine gute 180 laut Tacho

und die Bremsen sind sehr gut. !!!

Mit der Begrenzung macht man auch einige Kleinunternehmer kaputt. Ich bin früher nach der Schule viel für einen Kurierdienst gefahren. Dort musste es fix gehen, denn das war das Geschäftsmodell. Ich bin da auch mit Sprinter & co mit 150 über die Autobahn gefahren und sehe da kein Problem drin. Denn die Teile sind bis auf enorme Windempfindlichkeit noch gut fahrbar. Insbesondere der Fiat Ducato mit seinem harten Fahrwerk hat da wirklich gute Karten. Ich habe mit dem z.B. in den Pyrinäen ein "Rennen" gegen einen dicken Benz gefahren. Der wollte dauernd an mir vorbei, wobei ich auch noch nen Schleicher vor mir hatte. Als ich den dann überholen konnte ist er danach auch an mir vorbei. Aber auch wenn er sein Auto gut schnell durch die Kurven gescheucht hat - er kam mir nicht davon. Mein Transporter war da natürlich (fast) leer. Mit dem breiten Radstand und recht niedrigem Schwerpunkt (Der Aufbau wiegt ja fast nix) konnte man den Wagen nie aus der Ruhe bringen.
Wir haben damals nur sehr leichte Kunststoffteile transportiert. Wenn ich das Auto doch mal bis unter's Dach beladen hatte merkte man natürlich den hohen Schwerpunkt. Dann muss man sich drauf einstellen undlangsamer machen. Es wäre also sinnvoller den Leuten ein Fahrsicherheitstraining aufzubrummen. Man soll sehen, wo die Grenzen der Fahrzeuge sind und zwar bevor man diese auf der öffentlichen Straße herausfindet...
Zu der Geschwindigkeit auf Autobahnen kann ich nur sagen, dass 150 km/h mit einem Transporter gut fahrbar ist. Die neueren haben sehr gute Bremsen incl. ABS und ESP, welche auch nicht zu klein dimensioniert sind! Intelligent wäre es doch eine Erkennung für den Ladezustand einzubauen. Wenn die Kiste voll beladen ist gehen nur noch 100 km/h (als Beispiel), dann mit sinkender Ladung geht es linear hoch. Schwer zu realisieren ist sowas nicht bei der heutigen elektronischen Motorsteuerung.
Und nochwas: Die meisten Kleintransporter haben ja nicht die volle Ladung drin. An meinem Beispiel gab das Ladevolumen immer die Grenzen vor, nicht das Gewicht. Ein normaler Transporter wiegt unter 1,9 t wenn er leer ist. Ne Mercedes S-Klasse wiegt teils deutlich mehr. Für die Unfallfolgen spielt die Form des Fahrzeugs keine Rolle, ein Unfallgegner "spürt" nur das Gewicht. Eine S-Klasse fährt bis zu 250 km/h. Also 90 km/h mehr als die schnellsten Transporter. Da kann mir keiner sagen, dass das nicht gefährlicher ist. Bis der S-Klasse Fahrer auf eine Gefahrensituation reagiert hat steht der Transporter schon fast...

Zitat:

Original geschrieben von VentoRenner


Mit der Begrenzung macht man auch einige Kleinunternehmer kaputt.

Zitat:

Dieses Argument wird zwar gerne ins Feld geführt, geht aber an der Realität vorbei, wenn die Regelung für alle eingeführt wird und Kontrolldichte sowie Strafzumessung bei Zuwiderhandlung entsprechend angepaßt werden. In Ländern mit allgemeinen und strengeren Geschwindigkeitsbeschränkungen haben Kurierdienste schließlich auch ihr Auskommen.

Zitat:

Original geschrieben von VentoRenner


Und nochwas: Die meisten Kleintransporter haben ja nicht die volle Ladung drin. An meinem Beispiel gab das Ladevolumen immer die Grenzen vor, nicht das Gewicht. Ein normaler Transporter wiegt unter 1,9 t wenn er leer ist. Ne Mercedes S-Klasse wiegt teils deutlich mehr. Für die Unfallfolgen spielt die Form des Fahrzeugs keine Rolle, ein Unfallgegner "spürt" nur das Gewicht. Eine S-Klasse fährt bis zu 250 km/h. Also 90 km/h mehr als die schnellsten Transporter. Da kann mir keiner sagen, dass das nicht gefährlicher ist. Bis der S-Klasse Fahrer auf eine Gefahrensituation reagiert hat steht der Transporter schon fast...

OK, da sprichst Du einen Punkt an der oft vergessen wird. Eine schwere Limousine mit 2 Tonnen Gewicht und 250 Km/h beinhaltet ungefähr die doppelte Bewegungsenergie wie ein Sprinter mit 3 Tonnen und 150 Km/h.

Allerdings ist die Limousine allein schon aufgrund des niedrigen Schwerpunktes (keine übermäßige Entlastung der Hinterachse) und der erheblich besseren und standfesteren Bremsen im Vorteil. Das sollte man berücksichtigen.

Es geht ja aber nicht nur um das Bremsen auf gerader Strecke. Der hohe Schwerpunkt macht dem Lieferwagen aber auch bei Ausweichmanövern zu schaffen. Zwar haben die Dinger mittlerweile ESP, aber dieses System verhindert ja lediglich das unkontrollierte Ausbrechen des Fahrzeugs innerhalb der physikalsich möglichen Grenzen. Und diese Grenzen liegen bei der Limousine weit höher als beim Lieferwagen. Wenn der Lieferwagen schon ASP braucht, fährt die Limousine noch gemütlich ohne ESP.

Wenn dann noch schlecht gesicherte Ladung und ein unter Zeitdruck stehender Fahrer dazu kommen, dann wird aus einem Lieferwagen eine richtig gefährliche Sache.

Daß bei einem Tempolimit für Lieferwagen ein paar Kleinunternehmer zumachen müssen ist für mich kein Argument. Das öffentliche Interesse für Verkehrssicherheit steht meiner Ansicht nach ein paar Etagen über dem Ziel von Kleinunternehmern.

ciao

Ich frage nochmal:

Stammt die Erkenntnis daß von Kleintransportern eine signifikant erhöhte Gefahr im Straßenverkehr ausgeht nur von der Boulevardpresse oder gibt es auch seriöe Quellen die das belegen.

Klar ist, seit längerem wird in den Medien immer wieder mal Stimmung gegen Kleinlaster(-fahrer) gemacht, irgendwann glaubt es dann auch jeder, was da behauptet wird.
Aber was ist wirklich dran?

Ich hatte schon in meinem letzten Beitrag aus dem Bast-Bericht zitiert aber hier nochmal einige Quellen

Bast: Unfallbeteiligung von Kleintransportern 2004 (pdf)
Bast: Unfallbeteiligung von Kleintransporten 2002 (pdf)

Und dann bin ich noch über eine Zusätzliche Quelle gestolpert (bezieht sich auf den Bast-Bericht).
Hier (pdf)

Was ich schlimmer sind manche Wohnwagen bzw. Wohnmobil -fahrer und manchen Anhängerfahrern. Mit dem alten Führerschein darf man ja Anhänger und 7.5-Tonner fahren; also kann man das auch...
Wer kein 100-er Schild dran hat fährt ca. 100-120; mit dem Schild darf's durchaus auch mal 130-140 sein. Bei der Optik von so manchem Teil bin ich mir nicht sicher (Technik, Beladung, Ladungssicherung) ob da alles richtig ist.
Das gleiche trifft man auch bei diesen Miettransportern, -lkw's und Anhängern an die man z.B. bei Bau- oder Möbelmärkt mieten kann: Da geht man dann zum Qualifizierten Möbelmarktpersonal oder zum Vermieter seines (Un)vertrauen und holt sich so einen Sprinter oder einen 7,5-Tonner für 49€. Einweisung und Technische Kontrolle (Reifendruck, Öl etc.) wird da nicht gemacht; es muß ja schnell gehen. Dann quält man sich damit zur Wohnung (mensch ist die Stadt auf einmal eng). Dort wird nach der 'was vorne liegt kommt zuerst rein'-Methode geladen (der Kleiderschrank passt immer noch oben drauf), klappe zu und dann geht's los auf die Autobahn; man hat ja nur wenig Zeit.
Was ich dann immer lustig finde; ist wenn so eine Wohnwagen, Wohnmobil oder Mietwagen dann am Berg nicht am Lkw vorbeikommt (sonst gieng das doch immer?)...
Sollte man deshalb für Gespanne und Wohnmobile einen Begrenzer einführen?

Zitat:

Original geschrieben von Caravan 16v


Ich habe nie behauptet daß dieses spezielle Fahrzeug 160 Km/h schafft oder?

Sorry das war jemand anderes...

Zitat:

Weiteres Problem: Die 2,8er und 3,5er sind häufig gnadenlos überladen. Die Bremsanlage ist dann hoffnungslos überfordert.

Nicht nur die; auch Womo's, Wohnwagen, Anhänger und auch LKW's aller größen.

Und es gibt immer Leute die sich durch die Technik (Begrenzer) nicht aufhalten lassen.
Hier ein Beispiel

ihr seid ein komischer verein hier ^^

ein großteil ist für ein tempolimit von kleintransportern aber gegen ein tempolimit von normalen autos. Liegt wahrscheinlich daran, dass die wenigsten von einem Tempolimit für Kleintransporter betroffen wären aber die meisten von einem für Autos.

Und wenn ich mir viele Autos so ansehe, sehe ich keinen Unterschied zwischen Kleintransporter und normalem PKW (s. Q7 2.5t leergewicht, Mercedes viano 2,1t , m-klasse 2.2t, r-klasse 2.2t) auch das zulässige Gesamtgewicht bewegt sich sehr oft auf Kleintransporterniveau, wobei ich der Meinung bin, dass die wenigsten privatpersonen auf sowas wirklich achten oder darauf kontrolliert werden (im gegensatz zu kleintransportern).

vom Fahrstil sehe ich sowieso keinen unterschied.

Zitat:

Original geschrieben von DerMatze


ihr seid ein komischer verein hier ^^

ein großteil ist für ein tempolimit von kleintransportern aber gegen ein tempolimit von normalen autos. Liegt wahrscheinlich daran, dass die wenigsten von einem Tempolimit für Kleintransporter betroffen wären aber die meisten von einem für Autos.

Da muß ich Dir zustimmen.

Das nennt man ürigens St. Florians Prinzip - der egoistische Wunsch, von einschneidenden Maßnahmen selbst verschont zu werden, nach dem Motto: "Verschon mein Haus, zünd's andere an"

Gibt's aber auch bei Befürwortern eines generellen Tempolimits.
Dort bei Leuten denen selbst Tempo 130 fast schon zu schnell, auf alle Fälle aber schnell genug ist, und zwar unabhängig von den äußeren Umständen.

Die Probleme mit der Ladung sollte doch hoffentlich mit einer guten Schulung der Fahrer hinzukriegen sein. Man könnte z.B. jeden Kleintransporterfahrer zu einem entsprechenden Training zu zwingen, wenn er beruflich mit den Dingern unterwegs ist. Sowas kostet vielleicht 150 Euro pro Person, aber bringt dann wirklich Sicherheit. Ein nur leicht beladener Transporter hat in etwa dieselben Fahreigenschaften wie ein durchschnittliches Fahrzeug. Man muss nur (wie bereits gesagt) vor einer echten Gefahrensituation wissen, wie das Auto reagiert.

Neulich hat auch jemand vorgeschlagen ein Fahrsicherheitstraining in die Fahrschulausbildung einzubinden. Das wäre absolut genial, denn es traut sich ja kaum mal einer richtig auf die Bremse zu hämmern und perfekt auszuweichen, wenn es notwendig ist. Statt die Leute aufzuklären werden Sachen erfunden wie z.B. der Bremsassistent. Der bei mir dann desöfteren zu Nickbewegungen meiner Beifahrer führt, weil ich sehr schnell auf der Bremse stehe und der Assistent dann immer "denkt" ich wolle eine Vollbremsung vollziehen. Zum Glück hat mein Privatwagen sowas nicht (und falls doch würde ich recht schnell wissen wo die dazugehörige Sicherung ist...)

Hi,

noch meine 0,02€:
Ein Tempolimit halt ich für unnötig, das das nur am Symtom kuriert.
Ein Großteil des Problemes "Kleintransporter sitzt hinter dem Lenkrad.
Wir beauftragen täglich mindestens einen Kurierdienst-Kleintransporter zum Versand von Spritzgiess/Druckgießwerkzeugen von A nach B. Das sind in der Regel Stahlwürfel mit ~1t Gewicht auf Palette, von uns mit Stahlbändern auf der Palette fixiert.
Was es da an Gottvertrauen seitens der Piloten in Sachen Ladungssicherung vor Abfahrt zu erleben gibt, ist himmelschreiend. Denen, die gar nix machen wollen ("Das ist so schwer, das bleibt stehen"😉 empfehle ich immer, die Patte wenigstens hinter den Beifahrersitz zu stellen, damit der Stahlklotz im Fall der Fälle an ihm vorbeifliegt.
Andere finden unmögliche Zurrpunkte, die wahrscheinlich das Auto einfalten, aber nix halten.
Ein unterdurchschnittlicher Anteil (gefühlte 30%) weiss sich da zu helfen oder fragt wenigstens mal nach, was denn so aus unserer Erfahrung am meisten Sinn macht.

Das einzige worauf neuerdings geachtet wird, ist das Gewicht. Scheinbar mussten ein paar der Kandidaten schon auf die Waage.
Dann kommt beim Thema Fahrer noch die übliche Disziplinlosigkeit dazu etc.
Zu Spitzenzeiten der Ich-AG, waren extreme Typen unterwegs. So langsam kehrt wieder Normalität ein.

Das zweite Problem ist die Technik (Bremsen). Mit der Generation Kleinstransporter um die Jahrtausendwende war es fast nicht möglich eine Blockierbremsung (oder so vorhanden ins ABS) vorzunehmen. Entsprechend waren die Bremswege. Das wurde inzwischen besser, ist aber immer noch nicht Stand der PKW Technik.

Das dritte Problem ist der Disponent, der zu ehrgeizige Terminvorgaben macht.

so long

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