Teil & Autonomes Autofahren eine Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit

Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.
Ich fand u.a. einen bezeichnenden Satz von Manuel Perez Prada: „ Wer Menschen immer mehr Aufgaben beim Fahren abnimmt, der schwächt diese Schwachstelle noch mehr, denn die Aufmerksamkeit sinkt gegen Null (sein Hinweis: "Idiotensicherheit schafft Idioten"😉.

Ferner in dem Artikel über die neuste S-Kl.-Daimler „sich selbst durch den Verkehr zu lenken“ werfen sich mir Fragen auf.
Ist "Teilautonomes Fahren", vorerst die Hände bereits für kurze Zeit vom Lenkrad nehmen zu können, überhaupt legal ?
Wird also ohne Zulassung „illegalerweise“ nicht bereits erstmalig eine Technik bereitgestellt (glaube, TESLA bietet dieses als update gegen Aufpreis auch bereits an), die nicht auch verhängnisvolle Folgen für beteiligte Verkehrsteilnehmer haben kann ?
Das Daimler-Fahrzeug soll bei „Unklarheiten“ bereits eine "Notbremsung" selbstätig vornehmen, sofern der Fahrzeug-Lenker die Hände bei Warnsignalen nicht zurück ans Lenkrad führt. Verwirrend jedoch wird davon gesprochen, dass das Auto lediglich Sekunden ohne Lenkradberührung fahren würde und andererseits soll der Fahrer emails schreiben können, die sicherlich nicht sekundenschnell gemacht sein können.

Also, wenn im fließenden Verkehr ein PKW ( S-Kl. Daimler, TESLA) aus unersichtlichem Grund bremst, dann halte ich das für die kurz nachfolgenden PKW`S für unakzeptabel. Denn, wenn jemand während des Schreibens von Briefen den Verkehrsablauf gar nicht verfolgt hat, dann wird er beim Erscheinen eines Auto-Warnsignals den Verkehrsumstand binnen Millisekunden auch nicht mehr erfassen können, um „in der Verantwortung“ zu reagieren.

Ich behaupte, dass es illegal ist, wenn Fahrzeughersteller ohne gesetzliche Erlaubnis derart Technik anbieten (derzeit noch gegen Aufpreis), um ihre Käufer an diese Technik heranzuführen, die direkten Einfluß auf Lenkung und Bremsen nehmen kann und diese Fahrzeugführer jedoch für alles vollverantwortlich sein sollen. Das ist eine Verführung und Käufer werden den Herstellern bei Problemen/Unfällen wohl kaum in den Rücken fallen, wie sie es bei Navi-Benutzung und verbotenem Telefonieren während der Fahrt ja auch nicht tun.
Ich fand im Netz auch schon einen Artikel von Lennart S. Lutz über gravierende Rechtsprobleme fremdgesteuerten (auch teilautonomen) Fahrens.

Als gelegentlicher Mitleser schreibe ich im Forum hier heute diesen Beitrag würde gerne mal wissen, ob ihr meine Bedenken gegen derart technische Fahreingriffe teilen könnt.

PS
Weitergeführt könnte die Diskussion auch zu vollautonomen Fahren führen, jedoch halte ich derart computergesteuertes Autofahren für zu komplex, als dass eine Maschine mit Nullen und Einsen rechnend insbesondere in Städten "unauffällig" Auto fahren könnte.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@inzukunft schrieb am 9. September 2015 um 09:48:58 Uhr:


Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.

Ich mache mir mehr Gedanken um Autofahrer, die wesentlich verkehrsgefährdender unterwegs sind als ein selbstfahrendes Auto das je können wird.

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Zitat:

@cocker schrieb am 18. Mai 2016 um 10:21:41 Uhr:


wenn es um die Sicherheit von Menschen in einem autonom fahrenden Auto geht, sind mir 95 % viel zu wenig ... sorry.

nurmal wieder EIN Beispiel ... wie teilt eine Ampel einem autonom fahrenden Fahrzeug mit, dass sie rot ist? Nach derzeitigem (!) Stand vermutlich Funk. Klasse. Ein Freak fängt das "ich bin rot"-Signal ab und manipuliert es in "ich bin grün" und schon sitzt du in deinem Auto in der Falle.
Oder wie kommunizieren autonom fahrende Fahrzeuge in der Stadt miteinander?
Bis man die vom TE gestellte Frage nach einer Bedrohung der Verkehrssicherheit ernsthaft beantworten kann, gehen noch viele viele viele Jahr(zent)e ins Land... und bis dahin ist das alles Science Fiction.
Solange es keine störungs- und manipulationsfreie Signalübertragung gibt, kann man das voll-autonome Fahren vergessen. Und ich rede hier nicht vom automatischen Einparken... oder vom Fahren mit einem Versuchsfahrzeug auf einer fast leeren Autobahn.

Zu deinem Beispiel: Das dein Beitrag sogar ein Danke erhält, finde ich erstaunlich. Als IT-Experte solltest du sehr genau wissen, das es nur 1 und 0 gibt, kein vielleicht, gehst hier aber mit nachweislich falschen Annahmen als Werk.

Google Cars erlernen ihre Umwelt und erkennen dadurch "selbständig", ob eine Ampel grün oder rot ist. Die Selbständigkeit beruht dabei jedoch sowohl auf integrierter Rechenleistung als auch auf der von Google-Rechenzentren.

Zitat:

@plonk schrieb am 19. Mai 2016 um 08:34:21 Uhr:


Google Cars erlernen ihre Umwelt und erkennen dadurch "selbständig", ob eine Ampel grün oder rot ist. Die Selbständigkeit beruht dabei jedoch sowohl auf integrierter Rechenleistung als auch auf der von Google-Rechenzentren.

Also dann hätte ich doch gerne noch gelesen, wie Google Cars die Anzeige der Ampel erlernen. Google speichert zentral den Zustand aller Ampeln in Europa? Dann müsste es da eine Kommunikation geben, die sicher sein muss - womöglich über das Internet. Und dann der Rückkanal zum Auto?

Oder werden Grün-Phasen vorherberechnet?

Bisher ging ich davon aus, das wäre kamerabasiert. Nun habe ich aber gelernt, dass eine Modalität alleine nicht den Sicherheitskriterien für eine mögliche Zulassung genügt, da ein Kamerasystem ausfallen, oder gestört sein kann (nicht ein Hacker, Sonne, Schnee, Regen, Nebel sind völlig ausreichend). Also muss es noch einen zweiten, störungsfreien Kanal geben, also Infrastruktur die europaweit zu etablieren wäre.

Danke Moewenmann, für die Verlinkung des PDF zur Risikobetrachtung. Viel Text mit viel Abstraktion, aber immerhin. Ich würde diese Arbeite keinesfalls der pro oder kontra Fraktion zuschreiben, das Fazit ist neutral gehalten, beispielhaft:

Zitat:

Zu bedenken ist auch, dass die Risiken des autonomen Fahrens überschaubar in mehr- facher Hinsicht erscheinen. Technikbedingte Unfälle dürften mit einer gewissen Wahr- scheinlichkeit eintreten, die durch eine intensive Testphase minimiert, aber nicht eliminiert werden kann. Ihre Folgen wären, anders als etwa bei der Kernenergie, sowohl in räumlicher und zeitlicher Hinsicht (vgl. Endlagerproblem hoch radioaktiver Abfälle) als auch in Bezug auf die Zahl der involvierten Menschen und die betroffenen Werte überschaubar. Eine GAU-Problematik liegt nicht vor.

Ich sehe mich da in meiner Meinung bestätigt: wenn autonome Fahrzeuge in naher oder ferner Zukunft am Straßenverkehr teilnehmen, bedeutet das keinesfalls eine Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit.

Differenziert betrachtet, muss bei der Entwicklung auf korrekte Qualitätssicherung durch die Hersteller geachtet werden. Idealerweise wird sich das in den nächsten Jahren bereits in diese Richtung entwickeln, wenn alle Beteiligten (Politik, Wirtschaft, Käufer) die richtigen Schlüsse aus den augenscheinlich weitverbreiteten manipulierten Abgastests ziehen.

Als heutiger Autofahrer muss man auf keinen Fall Angst haben, morgen einem Google Car zu begegnen, oder einem Tesla, bei dem der Autopilot aktiv ist. Korrekt eingestellt und bedient, werden diese Fahrzeuge in kritischen Situationen immer bremsen, und zwar rechtzeitig. Bei Emma Müller, Kreismeisterin U20 in Candy Crush auf dem Smartphone, oder bei Otto Müller, 85, bereits drei mal Infarkte überstanden, wäre ich mir da nicht so sicher.

Zitat:

@cocker schrieb am 18. Mai 2016 um 22:34:03 Uhr:


ich schmeiss einfach nochmal ein paar Sachen in den Raum, über die man gerne diskutieren kann:

1. die menschliche Intuition ist durch keinen Computer dieser Welt zu ersetzen.

Die Sensoren, die gleichzeitig 360° abdecken und parallel zig Infos gleichzeitig verarbeiten können, kann kein Mensch.

Hast du wirklich schon mal eine brenzliche Situation vermieden, wegen deinem Bauchgefühl?

Und den Google Fahrzeugen wird quasi auch ein Bauchgefühl an programmiert. (Fahrradfahrer voraus = Gefahr! 🙄

Zitat:

2. nicht jeder Autofahrer ist übermüdet oder abgelenkt, wie es hier teilweise rüberkommt.

Ein PC ist es aber NIE.

Und nochmal, ein PC kann zig Situationen gleichzeitig erfassen und bewerten, ein Mensch nicht.

Zitat:

3. sicher könnte man den einen oder anderen von Menschen verursachten Unfall durch Autonomsysteme verhindern.

Definitiv. Sehr viele sogar!

Zitat:

Dafür gibts dann sicher andere Unfälle mit Autonomsystemen, die von Menschenhand hätten verhindert werden können.

Nenn man ein praxisnahes Beispiel.

Zitat:

4. Wenn alle Autos autonom fahren, müssen sie miteinander störungsfrei kommunizieren können - wie?

Warum MÜSSEN sie das?

Die passenden Sensoren reichen doch.

Durch eine Kommunikation untereinander, könnte man nur den Abstand mehr reduzieren und mehr Fahrzeuge pro km unterbringen, sonst bringt es keine Vorteile.

Zitat:

Alles noch Zukunftsmusik.

Die Zukunft ist viel näher, als viele hier vermuten/befürchten.

Zitat:

Sicher wird es irgendwann so sein, dass autonomes Fahren Alltag ist und wohl auch gut funktioniert. Aber nicht mit der heutigen Technik und nicht mehr in diesem Jahrhundert.

Um was willst du Wetten?

Dieses Jahrhundert hat noch 83 Jahre!!!!

Ich würde gerne mit dir Wetten. 😁

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@KaJu74 *Daumen hoch*
Die einzelnen genannten Punkte sind alle so simpel und kurzsichtig, darüber braucht man eigentlich nicht diskutieren. Zudem wurden einige der Argumente in diesem Thread bereist genügend beschrieben. Endloses Wiederholen macht sie nicht richtiger/wichtiger.

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 06:44:52 Uhr:


Ich schätze mal, in den nächsten Jahren werden wir andere Sorgen haben als diese Technikspielerei. Im übrigen wurde schon viel prophezeit, wenn ich nur an den Atomantrieb in Autos denke.......Für mich sind das alles nur Versuche, mit neuen Spielereien den lahmenden Absatz anzufeuern. Es ist aber immer wieder süß zu sehen, wie einige darauf unkritisch anspringen und daraus eine Religion machen, wo alle Ungläubigen in der Hölle schmoren. Einen vernüftigen Mittelweg zu finden ist wohl nicht.

Klar sind das noch alles Spielereien. Aber alle paar Jahre kommt eine neue Spielerei auf den Markt, die das Fahren etwas autonomer macht. Auch wenn Konzeptfahrzeuge, wie das Coogle-Car, noch keine Marktriefe hat, werden einzelne Komponenten bald in einigen Fahrzeugen zu finden sein.

Wo ich mich immer wieder wundere ist, dass man gegen die Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Technik ist. Wenn man sich einfach mal die Vergangenheit anguckt, anstatt eine mögliche (200 Jahre entfernte) Zukunft, sollte man für die Fehlerbeseiigung sein. Wie war es bei der Einführung des ersten teilautonomen fahrens in LKW... Das Fahrzeug hat immer den abstand des Vordermanns eingehalten. Dank des Fehlers keine stehenden Fahrzeuge zu erkennen sind einige LKW in ein Stauende gerauscht.

Auch wenn ich mich mit dem autonomen Fahren nicht wirklich anfreunden kann, bin ich für die verbesserung der bereits vorhandenen Technik. Die ungläubigen sollen aber nicht in der Höle schmoren, sondern müssen begreifen, das ein Auto heutzutage schon mehr hat als nur 4 Reifen und ein Lenkrad.

Zitat:

@plonk schrieb am 19. Mai 2016 um 09:00:24 Uhr:



Zitat:

Zu bedenken ist auch, dass die Risiken des autonomen Fahrens überschaubar in mehr- facher Hinsicht erscheinen. Technikbedingte Unfälle dürften mit einer gewissen Wahr- scheinlichkeit eintreten, die durch eine intensive Testphase minimiert, aber nicht eliminiert werden kann. Ihre Folgen wären, anders als etwa bei der Kernenergie, sowohl in räumlicher und zeitlicher Hinsicht (vgl. Endlagerproblem hoch radioaktiver Abfälle) als auch in Bezug auf die Zahl der involvierten Menschen und die betroffenen Werte überschaubar. Eine GAU-Problematik liegt nicht vor.

Ich sehe mich da in meiner Meinung bestätigt: wenn autonome Fahrzeuge in naher oder ferner Zukunft am Straßenverkehr teilnehmen, bedeutet das keinesfalls eine Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit.

Da würde ich mich nicht vorbehaltlos anschließen. "Überschaubar" und "Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit" lassen sich nicht aufeinander beziehen. Insbesondere fehlt für Deine Einschätzung eine Definition von "Allgemeine Verkehrssicherheit".

Wenn z. B. innerhalb eines Jahres 10% der Fahrzeuge einer bestimmten Baureihe im autonomen/vollautomatischen Modus einen Unfall verursachen ist das überschaubar, weil eine Zahl von x Personen verletzt werden y Personen sterben und ein Schaden von z € entsteht. Die verunfallten Fahrzeuge ziehen sich auch selbst aus dem Verkehr. Dennoch würde ich eine solche Situation durchaus als Gefahr für die allgemeine Verkehrssicherheit ansehen.

Die Situation wäre auch beherrschbar, weil man den übrigen 90% die Zulassung entziehen könnte, was aber für die bereits unverschuldeten Verunfallten kein Trost ist.

Was fehlt ist eine Grundlage auf der man einen gesellschaftlichen Diskurs zu Nutzen und Risiken der neuen Technologie führen könnte. Die Nutzen sind nicht bekannt/definiert und die Risiken Spekulation (was auch von den Experten bestätigt wird).

Gegen die Weiterentwickling habe ich nichts, der BAS und das ESP waren ein Segen und haben mich bereits dreimal gerettet, zweimal eigene Blödheit, das andere mal die Blödheit eines anderen. Was mich nervt sind die Jubelarien einiger Silikonanbeter hier, die mir erzählen wollen, hier gäbe es 100%ige Sicherheit und es würden keine Unfälle mehr passieren.Die Realität wird euch was husten und die Gefahr durch geisteskranke "Hacker" wird auch zu wenig beleuchtet.

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 06:44:52 Uhr:


Ich schätze mal, in den nächsten Jahren werden wir andere Sorgen haben als diese Technikspielerei.

Vollkommen richtig...

Die Fahrzeughersteller sollten endlich mal überzeugende Konzepte zur Bewältigung von Klimawandel, Weltfrieden, Hunger oder Armutszuwanderung bereitstellen. Stattdessen vergeuden sie Zeit und Geld für die Entwicklung von zukünftigen Mobilitätskonzepten. Das gehört in der nächsten Hauptversammlung mal auf Tagespunkt eins.

😕

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 06:44:52 Uhr:


Für mich sind das alles nur Versuche, mit neuen Spielereien den lahmenden Absatz anzufeuern.

Nur so funktioniert das System, von dem sicherlich die meisten von uns profitieren. Kaufen, wegwerfen, kaufen, wegwerfen. Ist in allen Branchen gleich.

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 06:44:52 Uhr:


Es ist aber immer wieder süß zu sehen, wie einige darauf unkritisch anspringen und daraus eine Religion machen, wo alle Ungläubigen in der Hölle schmoren. Einen vernüftigen Mittelweg zu finden ist wohl nicht.

Auch hier wieder mal ein schönes Beispiel dafür, dass einige nur das lesen, was sie lesen wollen. Bitte nochmal einen Blick auf den Thread-Titel werfen. Dort wird wird behauptet, die allgemeine Verkehrssicherheit ist bedroht. Argumente die das in Frage stellen oder widerlegen, werden von dir also mit Missionierung/Religion gleich gesetzt?

Niemand

behauptet hier, dass autonome Fahrzeuge

100%ige Sicherheit garantieren

können. Falls doch, bitte mal den entsprechenden Beitrag verlinken.

Es wird lediglich darauf verwiesen, dass Technik in der Lage ist menschliche Schwachstellen (Ablenkung, Ermüdung, Stress, Selbstüberschätzung, Fokussierung, Tunnelblick, Unkenntnis, Unvermögen, etc), die aktuell häufig zu schweren Unfällen führen, auszumerzen.

Und noch mal ganz deutlich...

Nicht

jeder

Autofahrer zeigt

ständig

diese Schwachstellen. Aber die Anfälligkeit besteht.

Das würde sogar, entgegen der ursprünglichen Aussage des TE, eine Verringerung der Unfallzahlen bewirken. Und ganz wichtig, bei der Technik besteht ständiges Verbesserungspotential, beim Menschen ist das so gut wie ausgeschlossen.

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 09:53:00 Uhr:


die mir erzählen wollen, hier gäbe es 100%ige Sicherheit und es würden keine Unfälle mehr passieren

Wer hat das in diesem Thread wo getan? Ich kann keine Beispiele finden.

Im Gegenteil, ich lese diese Behazptung immer wieder nur von den Gegnern des autonomen Fahrens. Die Befürworter haben bis jetzt immer alle zugegeben, das es auch weiterhin Unfälle geben wird, nur eben weniger, weil aus anderen Gründen.

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 09:53:00 Uhr:


...
Was mich nervt sind die Jubelarien einiger Silikonanbeter hier, die mir erzählen wollen, hier gäbe es 100%ige Sicherheit und es würden keine Unfälle mehr passieren.

Link zum Beitrag?

Und mich nervt, dass einige nur mit Unterstellungen versuchen, die Diskussion am Laufen zu halten.

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 09:53:00 Uhr:


Die Realität wird euch was husten und die Gefahr durch geisteskranke "Hacker" wird auch zu wenig beleuchtet.

Ja irgendjemand scheint großes Interesse daran zu haben zu verheimlichen, dass geisteskranke Hacker ständig versuchen bei der Bahn sämtliche Signale auf grün zu schalten und gleichzeitig alle Schranken zu öffnen und schon vor Vorfreude auf autonome Fahrzeuge platzen...

Google...?
Dobrindt...?
VDA...?

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 09:53:00 Uhr:


Gegen die Weiterentwickling habe ich nichts, der BAS und das ESP waren ein Segen und haben mich bereits dreimal gerettet, zweimal eigene Blödheit, das andere mal die Blödheit eines anderen. Was mich nervt sind die Jubelarien einiger Silikonanbeter hier, die mir erzählen wollen, hier gäbe es 100%ige Sicherheit und es würden keine Unfälle mehr passieren.Die Realität wird euch was husten und die Gefahr durch geisteskranke "Hacker" wird auch zu wenig beleuchtet.

ESP bezeichnest du als Segen, zu recht, aber auch dazu gibt es hier im Forum immer mal wieder laute Stimmen, die das für gefährlichen Unsinn halten, weil der Fahrer doch alles viel besser könne. 😉 Die "Silikonanbeter" jubeln hier in großer Mehrheit nicht von 100% Sicherheit. Das unterstellen nur die Gegner wohlwissend, dass es das nie geben wird, um dann ihre ewig gleiche Vorbehalte gebetsmühlenrtig zu wiederholen. Kein ernsthafter Entwickler spricht von 100%. Nemand verspricht, dass autonome Fahrzeuge überhaupt keine Unfälle verursachen werden. Sie werden nur viele Unfälle vermeiden, die heute auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Diese "Ich kann mir nicht vorstellen, wie/dass jemals...."-Sätze bringen keine Argumente sondern sind offene Fragen. Teils berechtigt, teils unberechtigt werden sie beantwortet werden müssen. Nicht von uns, sondern von den Entwicklern. Finden diese keine oder nicht alle Antworten bleibt der Traum (oder Albtraum) vom autonomen Fahren ein solcher wie manch anderer Traum auch. Teilautonome Assistenzsysteme als Vorboten sind bereits in vielen modernen Autos Serie oder Sonderausstattung und bewähren sich dort. Das ganze ist ein evolutionärer Prozess, dessen genaues Ende noch niemand kennt und kennen kann. Es gibt nur Pläne. Wenn ein Vierjähriger erklärt, er wolle mal Arzt werden, würde so mancher Kritiker hier ihm wohl antworten, dass das bestimmt nichts wird, weil er ja noch nicht mal lesen, schreiben und rechnen kann. 😁

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@Ostelch schrieb am 19. Mai 2016 um 10:19:53 Uhr:


...
Wenn ein Vierjähriger erklärt, er wolle mal Arzt werden, würde so mancher Kritiker hier ihm wohl antworten, dass das bestimmt nichts wird, weil er ja noch nicht mal lesen, schreiben und rechnen kann. 😁

Grüße vom Ostelch

Sehr anschauliches Beispiel.

Perfekt.

🙂

Zitat:

@Moewenmann schrieb am 19. Mai 2016 um 09:52:07 Uhr:


Da würde ich mich nicht vorbehaltlos anschließen. "Überschaubar" und "Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit" lassen sich nicht aufeinander beziehen. Insbesondere fehlt für Deine Einschätzung eine Definition von "Allgemeine Verkehrssicherheit".

Nun, das ist meine Hauptkritik an vielen Beiträge in diesem Thread. Meine Annahme ist doch, dass Unfälle mit dem Aufkommen von vollautonomen Fahrzeugen zurückgehen werden, und diese Annahme wird von Vielen geteilt (sogar in der Risikobetrachtung, siehe PDF).

Wenn man sich die statistische Verteilung bei Unfallursachen anschaut (https://www.destatis.de/.../FehlverhaltenFahrzeugfuehrer.html), so kann man davon ausgehen, dass die folgenden Ursachen durch stärkeren Eingriff der Technik verringert werden können:

- Alkoholeinfluss -> Rückgang 100%
- Falsche Straßenbenutzung -> Risiko, dass ein vollautonomes Fahrzeug zum Geisterfahrer wird (egal ob in Einbahnstraßen oder auf der Autobahn), sehe ich bei 0%
- Ungenügender Abstand -> Rückgang 100%
- Nicht angepasste Geschwindigkeit -> Rückgang 100%
- Nichtbeachten der Vorfahrt -> Rückgang 100%
- Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren -> starker Rückgang, insbesondere beim Abbiegen
- Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern -> Rückgang 100%

Wieso ich das so bewerte? Meine Annahme ist, dass ein vollautonomes Fahrzeug in jeder Situation, die für das Fahrzeug als kritisch (oder wenigstens als risikobehaftet) erkannt wird, bremsen und/oder anhalten muss. Und selbst, wenn es "nur" einen Rückgang von jeweils 95% geben wird (weil die Zahl hier vorher genannt wurde) - wäre das wirklich schlechter als der IST-Zustand?

Und selbst bei teilautonomen Fahrzeugen ist das so leider nicht möglich, denn dem Fahrer steht es frei,
- alkoholisiert loszufahren,
- Verkehrsschilder zu ignorieren,
- zu schnell zu fahren,
- zu nah aufzufahren, bevor das Fahrzeug anfängt zu bremsen,
- anderen die Vorfahrt zu nehmen (wissentlich oder unbewusst),
- Fußgänger übersehen,
denn er kann immer alle Warnungen ignorieren oder die Automatik versuchen, zu überstimmen.

Die besten Assistenzsysteme helfen nichts, wenn Faktor Mensch dafür sorgt, im morgendlichen Penderverkehr bei Tempo 100 km/h bis auf 10 Meter auf den Vordermann aufzufahren. Die Technik wird auf defensives Fahrverhalten getrimmt - der Mensch auch, hält sich aber bewusst nicht daran.

Edit: Und ... das verstehe ich eigentlich unter "Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit".

Zitat:

@R 129 Fan schrieb am 19. Mai 2016 um 09:53:00 Uhr:


Was mich nervt sind die Jubelarien einiger Silikonanbeter hier, die mir erzählen wollen, hier gäbe es 100%ige Sicherheit und es würden keine Unfälle mehr passieren.Die Realität wird euch was husten und die Gefahr durch geisteskranke "Hacker" wird auch zu wenig beleuchtet.

Es hat niemand geschrieben, das es einen 100%igen Schutz gibt. Es wurde bis jetzt nur erwähnt, das bei einigen Fahrern die Unfallgefahr sinken würde, wenn sie sich zukünftig nur noch fahren lassen. Hierbei sind die fahrer gemeint, die unaufmerksam sind, oder nur selten fahren und keine Fahrpraxis besitzen.

Wenn du über Hacker schreiben willst muss man über die älteren Probleme mit den zukünftigen unterscheiden. Das Thema hat an sich erst mal nichts mit autonomen fahren zu tun. Aktuell kann man dank der USB-Anschlüsse bereits jetzt schon über ein verseuchtes Handy oder einen USB-Stick ein Virus ins Fahrzeug einschleusen und es lahm legen. Die neueren Internetfähigen Bordcomputer sind da schon besser abgesichert. In der Vergangenheit waren es alles einzelfälle.

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