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TDI in großer Höhe

Themenstarteram 2. August 2012 um 10:33

Hallo,

ich fahre einen 1,4l PD-TDI und war bin am Wochenende einen Alpenpass (Fluelpass, max. Höhe ca. 2300m) gefahren. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Wagen mit zunehmender Höhe immer mehr Drehzahl brauchte um die Passstr. nach oben zu kommen. Normalerweise kommt so ab 1800 U/min die Kraft, oben war es teilweise erst bei 2200 U/min.

Der Effekt wird sicherlich mit dem niedrigeren Umgebungsdruck in der Höhe zusammenhängen. Ich frage mich jedoch warum dies zu einer Vergrößerung des Turbolochs führt. Der Turbolader müsste das doch durch eine etwas höhere Drehzahl kompensieren können um auch den gleichen Ladedruck zu erzeugen, oder?

Viele Grüße.

Sebastian

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Überall wir nur geschrieben das der Turbo zur Wirkungsgrad Verbesserung genutzt wird.

Das ist in dieser starken Vereinfachung Quark.

Allerdings verstehe ich durchaus das Dilemma der Automobilhersteller:

Stell dir vor, Winterkorn tritt vor die Presse und sagt:

" Der neue Super-Dupper Turbo mit 0,01 Liter Hubraum und dem VW-Sechsfachkaskadenturbo mit LLK nach jeder Verdichterstufe hat zwar bei Vollast von 500 PS einen beschissenen Wirkungsgrad, aber den NEFZZZZ³Eurohypezyklus von 2030 durchfährt er wegen der dabei nur geforderten 20 PS Höchstleistung dennoch mit nur 3 Liter/ 100 km"

Und sein technischer Direktor ergänzt dann:

" Zwar könnten wir euch einen Motor mit 3 Liter Hubraum und 300 PS anbieten, der denselben Praxis-Verbrauch auch bei Vollast bietet, aber der hält dann ja ewig und im NEFZZZZ³Eurohypezyklus von 2030 verbraucht der leider 4 Liter. Und mehr KFZ Steuer müßt Ihr auch bezahlen !"

 

Da ist es doch viel einfacher: "Turbo gut ! Downsizing toll !" dem Zwei-Gehirnzellen-Stimmvieh zuzurufen ..........;) Mehr versteht es eh nicht :(

 

Gruß SRAM

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Je höher man kommt, desto weniger Sauerstoff ist in der Luft enthalten.

Dadurch sinkt die Leistung jedes Motors, das ist physikalisches Gesetz und somit ganz normal.

Es gibt sogar Berechnungsformeln dafür, die habe ich aber grad nicht parat.

Vielleicht jemand anderes?

Ist ein übliches Problem, weniger Sauerstoff enthält die Luft nicht, nur nimmt sie mehr Raum ein.

Die Druckregelung erfolgt aber soweit ich weiß abhängig vom Außendruck also wenn die Umgebung weniger Druck hat, hat man auch weniger Ladedruck.

Allerdings macht der Turbolader auch nur eine Gewisse Luftmenge in Liter, wenn es kalt und niedrig ist, ist die Sauerstoffmenge pro Liter höher als wenn es Warm und hoch ist. ;)

Zitat:

Original geschrieben von LordExcalibur

Der Turbolader müsste das doch durch eine etwas höhere Drehzahl kompensieren können um auch den gleichen Ladedruck zu erzeugen, oder?

Im Prinzip richtig, und das wird auch gemacht. Aber irgendwann erreicht der Lader seine Drehzahlgrenze und dann ist Schluß mit Kompensieren.

Irgenwie habe ich den Eindruck, dass ich einen kleinen Leistungsmangel

schon bei hohen Außentemp. feststellen kann (220 CDI), und bei

meinem Moped (50er) stelle ich das schon immer fest, dass der bei

niedrigeren Temp. (so um die 10°C) am besten geht ... Wäre also

nur zu logisch, dass in Höhenlagen mit niedrigerer Luftdichte Leistung

verloren geht, auch wenn es dort kälter ist. Geht uns Menschen

ja auch nicht anders ;)

turbos sind da empfindlicher als sauger

Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern als etliche VW-Käfer auf dem Gotthart-Pass schlapp machten. Denen ist buchstäblich die Luft ausgegangen.

zelirodu

Zitat:

Original geschrieben von meixxu35

Irgenwie habe ich den Eindruck, dass ich einen kleinen Leistungsmangel

schon bei hohen Außentemp. feststellen kann (220 CDI), und bei

meinem Moped (50er) stelle ich das schon immer fest, dass der bei

niedrigeren Temp. (so um die 10°C) am besten geht ... Wäre also

nur zu logisch, dass in Höhenlagen mit niedrigerer Luftdichte Leistung

verloren geht, auch wenn es dort kälter ist. Geht uns Menschen

ja auch nicht anders ;)

Durchaus.

Kalte Luft ist wesentlich sauerstoffreicher als warme.

Deswegen liefen die Autos früher in lauen Sommernächten besser als in der Hitze des Tages.

(Übrigens ist dies einer der Gründe, warum die meisten Luftfilter einen Schnorchel nach "Ausserhalb des Motorraumes" haben und die ach so beliebten offenen Luftfilter eigentlich eher Leistungskiller sind.)

Heute vernichten die Luftmassenmesser diesen Unterschied weitestgehend.

Das sieht man auch bei Langstreckenrennen (z.B. LesMans). Die schnellsten Runden werden in der Nacht gefahren wenn die Luft etwas abkühlt.

Zitat:

Original geschrieben von deville73

Kalte Luft ist wesentlich sauerstoffreicher als warme.

Allerdings macht das zwischen 0 und +30°C nur gut 10% aus, während der Luftdruck in 2.400 m über N.N. ca 25% niedriger ist.

Vielleicht wird ja auch aufgrund der hohen Belastung bei relativ niedriger Geschwindigkeit der Motor heißer und der Wirkungsgrad sinkt deshalb etwas.

Hitze und Passfahrt sind also zwei Ursachen für geringere Motorleistung, gegen die man nix machen kann.

Ist einfach so.

Seinerzeit in El Paso war das an der Tagesordnung.

Die Hochebene dort liegt ca. 1140m bis knapp 2000m hoch und die Temperaturen meist so um die 40°C.

Das merken selbst die großvolumigen V8 deutlich, besonders wenn die Klimaanlage noch mitläuft, die bei den Dingern richtig Kraft kostet.

El Paso - Transmoutain-Road Noch eine Impression

Zeitraffervideo

Die Nebenstrecken sind nicht wirklich empfehlenswert ohne die passende Ausrüstung.

Der Vollständigkeit halber noch ein Eindruck aus White Sands, der riesigen Gipswüste in New Mexico.

Sauerstoffkonzentration in der Luft ist unabhängig von Höhe und Temperatur.

Mit Höhe und Temperatur ändert sich der Partialdruck des Sauerstoffes, was eine Änderung der Sauerstoffmenge pro Volumeneinheit Luft bedeutet.

Bei großen Höhen/hohen Temperaturen wird dem Motor also weniger Sauerstoff zugeführt.

 

O.

dicke flasche lachgas mitnehmen-> problem gelöst :D

Hallo,

da kann man auch das Stichwort "Ladeluftkühlung" anbringen. Man kühlt die verdichtete Luft ab und schon hat man mehr Bumms.

Anderes Beispiel:

Bei der höchsten Eisenbahn der Welt, der Tibet-Bahn von Peking nach Lhasa, werden 3 Dieselloks angehängt, obwohl auf Meereshöhe eine reichen würde. Aber auf 5000 m sinkt die Motorleistung auf ein Drittel ab.

 

Grüße,

diezge

der 1.4 tdi hat doch einen LLK.

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