Tanken an Tankstelle - richtiges Verhalten

Hallo, ich war heute Vormittag an einer Tankstelle mit ca. 8 Zapfstellen oder mehr tanken. Vor der Tankstelle ( nicht an einer Zapfsäule angestellt) wartete ein Auto - ich dachte er geht Brötchen oder Zigaretten kaufen und wir fuhren an eine Zapfsäule (rechte Seite) weiter und warteten, dass die Person vom Zahlen zurückkommt. Tat sie dann auch, und wir fuhren am die Zapfsäule. Just in diesem Moment fuhr das wartende Fahrzeug an die linke Zapfsäule und erklärte, dass er jetzt dran wäre. Er parkte absichtlich so dicht an unser Fahrzeug (Fahrerseite) dass mein Freund nicht aussteigen konnte. Also bin ich ausgestiegen und habe getankt . Er bezeichnete mich dann als alte Fo___ aus offenemFenster, er stieg dann aus seinem Auto aus, rieß dass Zapfventil aus unserem Tank und hängte es wieder in die Zapfsäule rein, damit ich erst bezahlen musste um dann noch einmal zu tanken. Ich ging zahlen und machte beim Zurückkommen ein Foto von ihm und seinem Kennzeichen. Darauf pöbelte er rum, baute sich vor mir als Frau auf, und bedrohte mich. Ich ließ mich davon nicht ablenken - wusste ja, dass eine Tankstelle videoüberwacht ist, und tankte erneut. Er stellte sich dicht neben mich - ich sagte ihm er solle eine Maske anziehen, Abstand halten und mich nicht belästigen. Daraufhin hustete er mich absichtlich an. Beim zweiten Mal zahlen habe ich der Kassiererin gesagt, dass sie die Videoaufnahmen bitte speichern soll. Ich hätte wirklich Lust ihn anzuzeigen - (Bedrohung, Nötigung, Vers. Körperverletzung durch. Coronaanhusten versuchte Sachbeschädigung - unser Auto war mit Benzin verschmiert). Ich weiß, dass die Polizei überlastet ist, und es wahrscheinlich eh nix bringt, aber es ärgert mich schon. Wie seht ihr das? abhaken oder weiter verfolgen?

149 Antworten

Corona als Grundsatzthema ist hier OT! Auch wenn es sich nicht jedem direkt erschließt, mit Ausgangssperren sollen Bewegungsradien und Kontaktzahlen reduziert werden. Epidemiologisch ist sowas richtig. Ob das in der breiten und/oder querdenken Mindermasse begriffen wird, ist und bleibt dabei komplett irrelevant. Heulen geht auch zu hause. 😉

Zum Thema Videoaufnahmen: Die sollten nach DSGVO maximal(!) 72h aufbewahrt werden. Es ist hier also kurz vor knapp.
Ich denke auch nicht, dass die TE auf Wunsch einfach so leicht das längere Speichern durch bekommen würde.

Zitat:

@Teksaz schrieb am 13. April 2021 um 12:23:11 Uhr:


Zum Thema Videoaufnahmen: Die sollten nach DSGVO maximal(!) 72h aufbewahrt werden. Es ist hier also kurz vor knapp.
Ich denke auch nicht, dass die TE auf Wunsch einfach so leicht das längere Speichern durch bekommen würde.

Man kann den Tankstellenbetreiber durchaus fragen, ob man die entsprechende Sequenz auf einen Stick kopieren darf. Ob das für später etwas bringt weiß ich nicht.

Ansonsten verwundert mich der Ablauf der Anzeigenaufnahme nicht. Habe leider mit der Polizei ähnliche Erfahrungen gemacht. Die sind erstens völlig überlastet, und wenn mal was zur Anzeige kommt dann wird es spätestens bei der Staatsanwaltschaft gesiebt. Maximal wird eine Streitschlichtung angeboten. Und Opfer werden gerne zu Tätern gemacht, bzw Täterschutz scheint oft Vorrang vor Opferschutz zu haben.
Beim nächsten Mal muss man wissen, wie man sich aufstellen will. Man zieht seine eigenen Lehren daraus.

Zitat:

@dermondeoreiter schrieb am 13. April 2021 um 12:38:27 Uhr:



Man kann den Tankstellenbetreiber durchaus fragen, ob man die entsprechende Sequenz auf einen Stick kopieren darf. Ob das für später etwas bringt weiß ich nicht.

Als Tankstellenbetreiber würde ich die entsprechende Videosequenz durchaus sichern. Aber herausgeben würde ich sie nur an die Polizei. Sonst habe ich nachher Ärger wegen dem Datenschutz...

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Ach Leute, das Thema ist durch. Von Ihrer Anzeige wird die TE nur in ein paar Wochen hören, dass das Verfahren wegen Geringfügigkeit/mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt wurde. Video hin, Video her.

In solchen Situationen hilft nur eigenes Handeln. Auch wenn es kaum jemand hier hören will.
Hätte der Typ bei mir die Zapfpistole angepackt, wäre er danach von oben bis unten benzingetränkt gewesen. Dann hätte ich vielleicht noch mit breitem Grinsen mein Zippo aus der Tasche genommen. ;-)

Gern hätte er dann selber die Polizei verständigen dürfen. "Herr Wachtmeister, ich weiß auch nicht. Als er den Zapfhahn gegriffen hat, hatte ich Angst, was er damit vorhat und in der Rangelei -weil ich mich schützen wollte-hat er ein paar Spritzer abbekommen..."
"Ach ja, das Feuerzeug? Ja, das wollte ich ins Auto legen..."

Da muss ich nicht erst alles mit mir machen lassen, mir im Netz raten zu lassen, ob Anzeige ja, nein. Und dann an der Polizeiwache noch am liebsten abgewimmelt werden. Nee, is klar.
Und der eigene Freund lässt mich nicht nur im Stich, sondern meint dann noch, es sei ja nix passiert. Hat der geschlafen?

Es stimmt schon, man sollte nicht auf jede Provokation eingehen. Aber wenn es bereits handgreiflich wird, ist doch eine Grenze überschritten?

Zitat:

@Luke1637 schrieb am 13. April 2021 um 13:10:13 Uhr:


Hätte der Typ bei mir die Zapfpistole angepackt, wäre er danach von oben bis unten benzingetränkt gewesen. Dann hätte ich vielleicht noch mit breitem Grinsen mein Zippo aus der Tasche genommen. ;-)

Aber natürlich ... und wären Pferde Katzen, könnten wir auf Bäume reiten.

Derartige im Konjunktiv verfasste Absichtserklärungen sind "Heldentum nach Ladenschluss".

Zitat:

@Rigero schrieb am 13. April 2021 um 13:31:23 Uhr:


"Heldentum nach Ladenschluss".

Eigentlich war ich ja schon weg, aber das passt so schön.

Jetzt aber ... 🙂

Anzeige hier, Anzeige da 🙂
Früher hat man das anders geklärt und womöglich nach der Prügelei noch zusammen ein Bier getrunken..
Heutzutage weiß man auch nie, wie wer bewaffnet ist.. Früher hat man sich da auch keine Gedanken darüber gemacht, weil auch kaum jemand bewaffnet war.. Allerhöchstens mit einer Schreckschuß.
Ich habe mir in meiner Vergangenheit auch einige male auf unkonventionelle Art Respekt verschafft.. Aber noch nie eine Anzeige kassiert. Der wußte schon wieso und weshalb. Auch schon mal einen Vergewaltiger verprügelt, bevor die Polizei da war.. Da gibt es Momente im Leben, wo man nicht lange fackelt.
Ich denke das wäre auch so ein Moment gewesen. Dafür braucht man auch keine Ausbildung in Selbstverteidigung. Meistens reicht ein energisches Auftreten und Herz, damit die Gegenseite kuscht.. Und nicht so wie der Freund, der wie ein Zuschauer aus dem Auto guckt.. Hätte er wenigstens auch das Handy rausgeholt und es gefilmt.. Nenne es Selbstjustiz oder wie Du willst.
Man kann nicht immer auf die Polizei warten oder darauf, daß die Judikative mal hinlangt.
Meistens kann man es anders klären, vor allem in diesem Fall. Kann es echt nicht nachvollziehen, wieso der Freund nichts gemacht hat.. Wirklich gar nichts gemacht.

Und noch was.. Die Frage, ob Videos grundsätzlich vor einem deutschen Gericht verwertet werden können ist eine Frage des Einzelfalls. Die Beantwortung der Frage hat anhand einer Interessenabwägung der beteiligten Personen stattzufinden. Dabei sind die Persönlichkeitsrechte der aufgezeichneten Person gegen das Verwertungsinteresse des Filmenden abzuwägen.
Beweismittel sind grundsätzlich Augenschein, Zeugen, Sachverständige, Urkunden, Aussagen des Beschuldigten und der Mitbeschuldigten.

Zitat:

@Rigero schrieb am 13. April 2021 um 13:31:23 Uhr:



Zitat:

@Luke1637 schrieb am 13. April 2021 um 13:10:13 Uhr:


Hätte der Typ bei mir die Zapfpistole angepackt, wäre er danach von oben bis unten benzingetränkt gewesen. Dann hätte ich vielleicht noch mit breitem Grinsen mein Zippo aus der Tasche genommen. ;-)

Aber natürlich ... und wären Pferde Katzen, könnten wir auf Bäume reiten.
Derartige im Konjunktiv verfasste Absichtserklärungen sind "Heldentum nach Ladenschluss".

Auf so eine Aussage habe ich nu' ja nur gewartet. Ob du es glaubst oder nicht, es gibt auch noch Leute, die sich selber wehren können und es auch tun.

Auch wenn es nicht unbedingt wie geschildert abgelaufen wäre, der Typ hätte sich nicht ungestraft so verhalten.
Wenn du mich kennen würdest, wäre aber auch das beschriebene mögliche Szenario für dich nicht gerade unglaubwürdig oder unwahrscheinlich.

Und ich dachte die Selbstjustiz hätten wir überwunden ... ich persönlich würde jedenfalls bedenkenlos als Zeuge aussagen. Und zwar nicht für den, der da gerade bepöbelt wurde. Und das, obwohl sich der andere beim Tanken echt daneben benommen hat! Jemand mit Benzin tränken, deren Inhaltsstoff Benzol übrigens kresberregend ist und auch über die Haut aufgenommen wird, ist nicht nur eine einfache Ohrfreige, das ist schwere Körperverletzung. Wer so schnell handgreiflich wird, hat ganz schnell auch mal echte Probleme.

Zitat:

@Knergy schrieb am 13. April 2021 um 16:23:47 Uhr:


...deren Inhaltsstoff Benzol übrigens kresberregend ist und auch über die Haut aufgenommen wird, ist nicht nur eine einfache Ohrfreige, das ist schwere Körperverletzung. ...

Oh man. Mal abgesehen davon, dass du eh jeden Tag krebserregenden Stoffen ausgesetzt bist und du nicht von einmal Benzindusche gleich Krebs bekommst.

Es gäbe doch ein ganz einfaches Mittel, es zu verhindern: Nicht pöbeln.

Im Übrigen kann eine "einfache" Ohrfeige durchaus mal wesentlich schlimmere Folgen haben, als so eine Benzindusche.

Selbstjustiz... Ich bin ich solchen Fällen lediglich hilfsbereit. Mein Gegenüber fragt nach Ärger, dann bekommt er ihn eben. Wo ist das Problem?

Zitat:

@Knergy schrieb am 13. April 2021 um 16:23:47 Uhr:


Jemand mit Benzin tränken, ...

Halb so wild, war doch ein Diesel. 😉

Gruß Metalhead

Zitat:

@Luke1637 schrieb am 13. April 2021 um 16:47:09 Uhr:


Selbstjustiz... Ich bin ich solchen Fällen lediglich hilfsbereit. Mein Gegenüber fragt nach Ärger, dann bekommt er ihn eben. Wo ist das Problem?

Das Problem ist, dass das Thema "Selbstjustiz" bzw. jetzt "Hilfsbereitschaft" hier OT ist. 😉

Grüße vom Ostelch

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht NUB-konform ist 🙂

Was bin ich froh, dass der eingebrachte Vorschlag "den Endgegner flambieren" nicht auf breiten Konsens stößt.

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