Tageszulassung gekauft, wegen fehlendem Fahrzeugbrief keine Übergabe möglich

Hallo.

Ich habe am 13.12 bei einem großen Seat Vertragshändler einen neuen Seat Ateca als Tageszulassung gekauft. Hintergrund: Ausstattung fast optimal wie ich sie mir wünsche, Preis in Ordnung und ich wollte eine Tageszulassung, damit ich eben nicht Monate auf das Auto warten muss.

Bei Vertragsunterzeichnung klang alles so, als würde das schnell über die Bühne gehen. Die Verkäuferin teilte mir mit, sie meldet sich wenige Tage später, da sie erst herausfinden musste, wann die Erstzulassung des Wagens ist, da man den wohl erst mal 30 Tage auf dem Hof stehen haben muss. Zu dem Zeitpunkt war der Wagen frisch eingetroffen. Bei der Anschauung befand sich der Wagen auch noch im Transportsicherungsmodus in tschechischer Sprache (der Wagen wird ja wohl in Tschechien bei Skoda gebaut).

Wenige Tage später wurde mir per Email mitgeteilt, dass sie den Kollegen bisher zwecks Erstzulassung nicht erreicht hat. Sie melde sich sobald sie was weiß.
Ich fragte dann nach Weihnachten, wie es aussieht, da kam die Auskunft, dass der Fahrzeugbrief noch nicht vor Ort sei und wir die Übergabe Anfang Januar machen werden. Auf meine Frage, ob die Übergabe bis 10.01. klappt (da ich dort eine längere Strecke zurück legen muss und dafür meinen alten A4 wegen diverser Mängel im Winter nicht fahren möchte, gab es von ihr ein "bis dahin schaffen wir das definitiv!". Sie melde sich gerne am 02.01. bei mir. Ich begann bereits leicht skeptisch zu werden. Vor allem, da sie sich am 02.01. eben nicht meldete, was für mich schon mal ein Unding ist. Sowas kann ich nicht vertragen. Ich erinnerte sie gestern freundlich und was war? Weiterhin kein Fahrzeugbrief da, sie warten auch noch auf vier weitere. Ich fragte, wie es zu der Verzögerung kommt, da der Postweg ja so lange nicht sein könne und bekam eine für mich recht patzige Antwort:

"Wenn die Briefe von Seat noch nicht bei unserem Partnerhändler eingetroffen sind, dann kann er die leider auch noch nicht rausschicken. melde mich, sobald ich was neues weiß".

Ist das normal? Welcher Partnerhändler eigentlich? Da wurde bisher kein Wort von erwähnt. Ich wüsste von keinem Partnerhändler. Für ein großes Vertragshändler Autohaus finde ich den Umgang auch nicht so nett. Wenn das bei Seat so lange dauert, würde ich mich erkundigen, was das Problem ist und nicht so patzige Antworten an den Kunden schreiben. Ich habe aber auch nur wenig Erfahrung mit Autohäusern und weiß nicht, was ich mir da jetzt rausnehmen darf und ob sowas normal ist. Aber als guten Service empfinde ich das nicht.

Jedenfalls sehe ich jetzt den 10.01. als spätesten Übergabetermin in Gefahr. Blöderweise steht im Kaufvertrag beim unverbindlichen Liefertermin natürlich 1 Quartal 2019. Da dachte ich mir natürlich nichts bei, weil zumindest ich so einem großen, eigentlich seriösen Händler vertraute.

Nun fühle ich mich etwas verarscht, gelinde gesagt und bin spektisch, dass das nun Wochen oder Monate dauert.

Ich weiß nun nicht ob ich da weiter Druck bzw nachfragen sollte oder einfach abwarten soll. Ich will im Endeffekt auch niemandem massiv auf den Senkel gehen, aber bin eben spektisch. Aufgrund meiner fehlenden Erfahrungswerte wollte ich hier mal nachfragen, ob sowas normal ist und wie andere den Verlauf so empfinden.

Danke schon mal!

Beste Antwort im Thema

Kurze Abschlussmeldung, um das ganze hier abzurunden:

Übergabe ist bereits am Freitag gelaufen. Alles gut gegangen. Wagen ist deutsch.

Danke noch mal für die zahlreichen Antworten hier!

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Zitat:

@danabr schrieb am 5. Januar 2019 um 12:03:13 Uhr:


Natürlich war der dann einmal zugelassen. Das wurde ja bedeuten, dass alle Tageszulassungen EU Importe waren.

Es kommt drauf an, WO er angemeldet wurde.

Wenn er in CZ abgemeldet wurde und nun in D steht, ist es ein EU Fahrzeug. Auch ohne Zulassung in CZ wäre es ein EU-Fahrzeug, weil das Fahrzeug von Seat für die CZ gebaut wurde und nicht für D

Bei einer deutschen Tageszulassung wärst du der 2. Halter, weil das Fahrzeug in D auf den Händler angemeldet war

Zitat:

@danabr schrieb am 5. Januar 2019 um 12:00:49 Uhr:



Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 05. Jan. 2019 um 11:47:14 Uhr:


Dort steht "Deutsche Ausführung" und eben nicht EU-Import.

Ja, eben. Habe ich ja auch mehrfach geschrieben, dass das so ist.

Was steht konkret im Kaufvertrag?

Zitat:

@Lukas_2014 schrieb am 05. Jan. 2019 um 12:12:33 Uhr:


Bei einer deutschen Tageszulassung wärst du der 2. Halter, weil das Fahrzeug in D auf den Händler angemeldet war

Das ist mir schon klar. Problem ist, dass ich eben nicht weiß, was da eingetragen ist, weil die Papiere nicht da sind.

Das war auf windelexpress bezogen, der schrieb, dass es nur EU Importe sein können, weil sie mal zugelassen wurden und km auf dem Tacho haben. Das ist meinem Verständnis nach aber ja Merkmal jeder Tageszulassung quasi. Die 10/20km auf dem Tacho sind doch nur der Transportweg zum Händler.

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 5. Januar 2019 um 12:16:23 Uhr:



Zitat:

@danabr schrieb am 5. Januar 2019 um 12:00:49 Uhr:


Ja, eben. Habe ich ja auch mehrfach geschrieben, dass das so ist.

Was steht konkret im Kaufvertrag?

Habe ich weiter oben bereits geschrieben. Liest hier niemand die anderen Beiträge?

Da steht weder deutsch noch EU noch sonst irgendwas zur Herkunft

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Zitat:

@danabr [url=https://www.motor-talk.de/.../...-uebergabe-moeglich-t6524018.html?...]schrieb am 5. Januar 2019 um
Habe ich und ja, die sind ein gutes Stück günstiger.

Aber nur weil das eine Tageszulassung ist, heißt das doch nicht, dass der Wagen ein EU Import ist?! Natürlich war der dann einmal zugelassen. Das wurde ja bedeuten, dass alle Tageszulassungen EU Importe waren.

Vielleicht nicht alle,aber über 90 Prozent schon.

Wenn ein deutscher Händler ein Fzg für Dich mit Auslieferung in Deutschland bestellt, kann er es sich kaum leisten den Wagen einen Tag zuzulassen. Wird höchstens mal gemacht, wenn ein Lagerfzg eine auslaufende EMI Klasse hat.

Die Fahrzeuge,die Dein Händler zu stehen hat,sind keine BestellFahrzeug sondern pauschal zusammengestellt und über einen ausländischen Händler beim Hersteller bestellt. Als Neufahrzeug darf der Ausländische Händler das Fzg meist nicht zurück nach Deutschland verkaufen, da das gleiche Fzg in D viel teurer verkauft wird. Deshalb wird der Wagen im Ausland zugelassen und kann dann in D als TagesZulassung verkauft werden.

Du kannst auch bei einem offiziellen Importeur Dir Dein Wusch Fzg zusammenstellen. Die bestellen das dann über ihr Partner Autohaus ZB in Ungarn(hab ich selbst schon gemacht) und liefern den dann nach Deutschland. Manche müssen aber einmal im Ausland zugelassen gewesen sein,so dass man wie in meinem Fall die ungarischen Papiere geliefert bekommt und mit diesen und dem COC das Fahrzeug zulassen kann.

Am Auto ist sicher nichts auszusetzen,aber die Offenlegung wo das Fzg her ist,gehört für mich zu einer ordentlichen Geschäftspraktik dazu. Egal wie groß das Ah vermeintlich ist.

Gruß m

Also die Tatsache mit der Sprache und das sie nicht wissen wann EZ war spräche schon ein bischen für Re Import aber wenn Sie schon Deutsche Ausführung in die Anzeige schreiben wäre das schon ein bischen frech. Dann würde man das wahrscheinlich ganz weglassen. Ansonsten ist das auch für deutsche Fahrzeuge nicht unüblich das man mal 4-6 Wochen auf die Papiere warten muss auch für Autos die auf dem Hof stehen. Zumal wenn man ehrlich ist und die Feiertage usw. mit einbezieht meiner Meinung gerade erst 2 Arbeitswochen rum sind

Zitat:

@danabr schrieb am 5. Januar 2019 um 12:19:28 Uhr:


Habe ich weiter oben bereits geschrieben. Liest hier niemand die anderen Beiträge?

Da steht weder deutsch noch EU noch sonst irgendwas zur Herkunft

Ich habe alle Beiträge nochmal gelesen und diese Info hast du nicht gegeben:-)

Es muss doch im Kaufvertrag stehen, woher das Fahrzeug kommt.

Warst schon beim AH, wie du es vorgehabt hattest? Dabei könntest du gleich die Herkunft feststellen

Vielleicht sollte man das Editieren der Beiträge unterlassen :-)

Zitat:

@Lukas_2014 schrieb am 5. Januar 2019 um 12:12:33 Uhr
Bei einer deutschen Tageszulassung wärst du der 2. Halter, weil das Fahrzeug in D auf den Händler angemeldet war

Auch bei einer ausländischen Zulassung wäre der TE der mindestens 2 te Halter. Ich hab schon ausländische Papiere gesehen wo schon zwei Halter drin stehen an zwei auseinanderfolgenden Tagen.
Dann wäre man sogar schon der 3te Halter. Macht erstmal nichts,aber spätestens beim Weiterverkauf wird es interessant.

Gruß M

@Smartdriver

"Deutsche Ausführung" was ist das, wenn das Menü in Tschechisch ist?

Deutsche ErstausLieferung wäre evtl ein Hinweis,dass es kein EU Import ist.

Gruß M

Eben, es geht um die Transparenz und die ist nicht gegeben.
Hätte die Verkäuferin dem TE von vornherein gesagt, dass es ein CZ Fahrzeug ist, könnte sie ehrlich sagen, dass sie die Papiere nicht hat, weil sie in CZ sind

Sie kann jetzt nicht auf einmal die Wahrheit sagen...

Das der TE den Ateca nicht bei denen zur Inspektion gibt, ist klar :-)

Ich verstehe unter "deutscher Ausführung", dass es sich um ein Fahrzeug handelt, dass für den deutschen Markt bestimmt ist.

Zitat:

@Lukas_2014 schrieb am 5. Januar 2019 um 12:12:33 Uhr:



Zitat:

@danabr schrieb am 5. Januar 2019 um 12:03:13 Uhr:


Natürlich war der dann einmal zugelassen. Das wurde ja bedeuten, dass alle Tageszulassungen EU Importe waren.

Es kommt drauf an, WO er angemeldet wurde.
Wenn er in CZ abgemeldet wurde und nun in D steht, ist es ein EU Fahrzeug. Auch ohne Zulassung in CZ wäre es ein EU-Fahrzeug, weil das Fahrzeug von Seat für die CZ gebaut wurde und nicht für D
Bei einer deutschen Tageszulassung wärst du der 2. Halter, weil das Fahrzeug in D auf den Händler angemeldet war

Kann man mMn nicht pauschal sagen.

Genau das ist ja letztendlich die noch ungeklärte Frage, ob das Fahrzeug in CZ für CZ oder für D gebaut wurde.

Zitat:

@danabr schrieb am 5. Januar 2019 um 12:19:28 Uhr:



Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 5. Januar 2019 um 12:16:23 Uhr:


Was steht konkret im Kaufvertrag?

Habe ich weiter oben bereits geschrieben. Liest hier niemand die anderen Beiträge?

Da steht weder deutsch noch EU noch sonst irgendwas zur Herkunft

Doch, aber die sind mehrdeutig.

Zitat: "Nein. War als deutsche Ausführung gekennzeichnet. Wieso fragst du?"

Ferner der Hinweis in anderem Beitrag, es steht nirgends was über EU-Fahrzeug.

Ich würde mir mal die Original Anzeige verwahren, falls möglich. Diese ist durchaus auch vertragsrelevant. Ich verstehe dies jetzt so, dass laut Annonce ein Auto "deutsche Ausführung" verkauft wurde. Das ist dann kein EU-Import. Im Vertrag steht offenbar nichts dazu. Was du tatsächlich bekommst oder gekauft hast, weißt du noch nicht.

Du startest ja mit deinem Hauptproblem der zeitigen Übergabe. Da ist der Text "1. Quartal" im Vertrag, gelinde gesagt, ungeschickt. Ich vermute tatsächlich, die versuchen dir jetzt einen EU-Wagen aufs Auge zu drücken. Aber dies lässt sich ja klären, mit dem Vertragspartner. Im übrigen gelten Vertragszusagen auch mündlich. Allerdings ist es schwierig, dies dann nachzuweisen. Deshalb labbern manche Verkäufer auch so viel, damit der Käufer nicht merkt, was er dort gerade unterschreibt bzw. kauft.

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 5. Januar 2019 um 12:45:49 Uhr:


Genau das ist ja letztendlich die noch ungeklärte Frage, ob das Fahrzeug in CZ für CZ oder für D gebaut wurde.

Ein Indiz hierfür wäre die Spracheinstellung.

Als ich einen Leon Neuwagen für den Verkauf vorbereitet habe, war die Sprache "deutsch"

Warum sollte CZ für ein dt. Fahrzeug eingestellt sein?

Zitat:

@Lukas_2014 [url=https://www.motor-talk.de/.../...-uebergabe-moeglich-t6524018.html?...]schrieb am 5. Januar 2019 um

Warum sollte CZ für ein dt. Fahrzeug eingestellt sein?

Auf die Antwort der Verkäuferin wäre ich mal gespannt. Verkäufer sind da ja sowas von kreativ.

Vermutlich weil der Lkw Fahrer der den Wagen geliefert hat, Tscheche war 🙂 so ein Blödsinn.

Also mittlerweile würd ich mich schon zu einer Wette hinreißen lassen,dass es ein EU Import ist.

Es sind alle Anzeichen erfüllt,einschließlich der Fzg bestand des Händlers,der deutlich darauf hinweist.

@TE
Wenn Du den Wagen dann irgenwann hast,Lasse Dir die Vollständige AusstattungsListe mitgeben. Da ist die LänderAusführung als AusstattungsCode enthalten.

Gruß M

Steht im Kaufvertrag nicht die Fahrgestellnummer? Damit kann man doch relativ schnell per Google herausfinden für welchen Markt das Fahrzeug bestimmt war. Manchmal umsonst gibt auch einige Seiten die dafür einen kleinen Obulus verlangen

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