Suche erstes Motorrad
Hey
Gehe auf die 30 zu und würde gerne mein erstes Motorrad (A) kaufen. Ich bin etwa 175 cm groß und ein ziemliches Fliegengewicht. Die CB500F, die ich gefahren bin, kam mir auf jeden Fall nicht verkehrt vor. Aufgrund der Sitzposition bevorzuge ich vermutlich Naked Bikes. Vielleicht ist es auch nur ein Motorrad für ein Jahr und danach kommt was anderes, deshalb sollte es auch nicht so teuer sein. Ich weiß, testen muss ich sie selber, aber vielleicht hat hier jemand ja eine Idee, oder Tipps.
CB650F? MT-07?
MfG
40 Antworten
Hallo, das sind "einfache" Allerweltsbikes, damit machst Du nichts verkehrt.
In der Liga hast Du auch die Bandit 650. Kann ich empfehlen, ist gut und billig, da schon lange auf dem Markt. Noch einfacher, die ER 6.
Zitat:
@maex1205 schrieb am 17. Oktober 2018 um 01:07:00 Uhr:
Aufgrund der Sitzposition bevorzuge ich vermutlich Naked Bikes.
Eine vergleichbare Sitzposition hat man auch, wenn man einen Sportler auf einen Superbikelenker umrüstet. Das ist bei vielen Gebrauchten schon passiert und das erweitert die Auswahl ungemein. Selbst bei einem Tourer mit einer nicht so gebeugten Haltung kann ein Superbikelenker sehr angenehm sein.
Angesichts Deines Alters ist nicht zu erwarten, dass Dir die Pferde gleich durchgehen werden, deshalb hätte ich einen Vorschlag für ein Moped ohne ABS: Yamaha XJ 900 Diversion. Die hat 66 kW und Kardan, mit einer MRA-Scheibe (die ist höher als die Serienscheibe), Koffersatz und ggf. einem Superbikelenker (bei Deiner Größe fühlst Du Dich aber auch ohne sicher wohl auf der Diversion), taugt die ebenso für den Stadtverkehr wie für die Tour über hunderte oder tausende Kilometer bis Timbuktu. Oder einfach nur über die Landstraßen der Umgebung. Sie bietet eine effektive Verkleidung, lässt aber den Blick auf einen schönen klassischen Motor frei. Das, was die meisten Naked Bikes so schön macht bietet sie besonders schön!
Ein völlig unterschätztes und wirklich empfehlenswertes nacktes Moped ist die BMW R 850 R. Mit ABS und einem bulligen Motor mit nicht allzu hoher Spitzenleistung, aber sehr gutem Durchzug macht die richtig Spaß. Und die taugt auch für die Tour bis Timbuktu. Die bis auf den Motor nahezu gleiche R 1100 R lebt von höheren Drehzahlen. Im Alltag hat sie gefühlt nicht mehr Leistung. Die spätere R 1150 R hat ein anderes Design, wäre aber auch eine Überlegung wert.
Achtung: Immer aufs Ggetriebe achten. Die ersten Jahre hatte BMW bei den Vierventilboxern große Probleme mit Gangspringern, d. h. nach dem 2. Gang kam der 4. Gang u. ä.. Heute ist das aber meist kein Problem mehr, weil die Getriebe entweder von Anfang an in Ordnung waren (Serienstreuung) oder inzwischen repariert oder getauscht wurden.
Die BMWs haben höhenverstellbare Sitze, passen also jedem Fahrer. Der Kardan ist sehr angenehm und das Fahrwerk ist absolute Sahne. Das sind zwar Dickschiffe, fahren sich aber leicht wie ein Fahrrad. Dazu sind die Koffersysteme windkanaloptimiert und vollgasfest. Keine Unruhe bei hohem Tempo. Ach ja: ABS war damals noch optional, ist aber viel verkauft worden und deshalb leicht zu bekommen.
Es gibt natürlich noch viele andere schöne Mopeds! Beim ersten Moped würde ich raten einfach mal zu schauen und es mit dem erstbesten gepflegten Moped zu probieren. Du wirst erst mit der Zeit Deinen persönlichen Geschmack entwickeln. Wer weiß, was Dich in einem Jahr reizt!
Gruß Michael
Die XJ900 Div. ist in Vergleich zu den anvisierten Einsteigermoppeds aber schon deutlich (ca. 40kg) schwerer.
Das kann man sich und dem Fahrspaß zuliebe auch sparen, gerade als Anfänger.
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MT 07 ist unter den Umständen eine gute Wahl. Preiswert, einfach und spaßig zu fahren und auch begehrt als Gebrauchte. Wenn Du sie heile lässt, ist der Wertverlust einer Gebrauchten sehr überschaubar, falls Du tatsächlich nach einem Jahr was anderes willst.
@WorldEater666: Jein. Meiner Erfahrung nach ist nicht die Masse, sondern ihre Verteilung und das dazugehörige Fahrwerk wichtig. Schwer geht nur das Rangieren und Aufbocken, beim Fahren ist die Masse "weg", man merkt sie nicht mehr.
Das geht natürlich unterschiedlich gut. Die XJ 900 Diversion würde ich ins obere Mittelfeld einordnen. Sie lässt sich gut fahren und händeln, aber es gibt schon noch bessere. Namentlich die meisten BMWs sind zu Recht dafür bekannt. Die alten Ziegel, also die Baureihe K war dafür ein tolles Beispiel. Einen größeren Unterschied zwischen gefühlter Masse und dem tatsächlichen Gewicht wird man kaum finden. Bei der genannten R 850 R ist es ähnlich: Leer fünf Zentner schwer, gefühlt ein Fahrrad. Sobald die Fuhre rollt.
Diese Eigenschaft macht so eine BMW zu einer guten Wahl für Anfänger und alte Hasen, sie ist nur nichts für Rastenschleifer. Wer mit einem Sportler oder Supersportler liebäugelt, der wird mit so einer BMW nicht glücklich. Dafür macht die BMW selbst zu wenig. Ein guter Supersportler mit einem entsprechenden Fahrwerk braucht nur einen Impuls und das Moped fällt quasi von sich aus in die perfekte Kurve. Der Fahrer muss nur noch gegen das Austellmoment arbeiten. Das ist bei der BMW anders. die fährt in jeder Phase der Kurve so, wie sie der Fahrer dirigiert. Drei Richtungswechsel in einer Kurve? Z. B. um Gullis? Geht, kein Problem! Das geht mit dem Supersportler viel schwieriger und manchmal auch gar nicht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Moped muss zum Fahrstil passen. maex1205 weiß aber wie er selber schreibt noch gar nicht, was ihm auf Dauer den größten Spaß macht. Die von ihm genannte CB 500 F ist ja nicht ohne Grund ein beliebtes Fahrschulmoped. Das ist es, weil da der Fahrer wie bei der BMW mit dem Moped fährt und nicht umgekehrt, wie es bei vielen Supersportlern ist.
Gruß Michael
Nur mal so...*ganz ohne irgendwelche Qualitätsmerkmale zu kennen:
mir ist aufgefallen, dass die BMW F650GS gerade dabei ist preiswert zu werden..
@ CGN-LPG
Betr. BMW r850r..und nichts für Rastenschleifer..
stimmt fast, da sind ja die Zylinder im Weg... ansonsten klebe ich mit der R1100r ( gleiches Fahrwerk) deinen Schleifern auf der Landstraße mit mageren 78 Ps echt entspannt an den Hacken.
Wieso wir hier eine K überhaupt nur erwähnt, wenn jemand was Nacktes sucht? Das ist für mich die Gegendefinition von Nakedbike.
Oder eine R850, wenn ein günstiges Allerweltsmopped für den Einstieg gefordert wird?
Und wieso geistert hier plötzlich der Begriff "Supersportler" herum?
Muss man die zwangläufig ins Spiel bringen, wenn der TE sie nicht selber als Anfängermopped wünscht?
Manchmal wünsche ich mir einen Kopfschüttelsmilie.
Zitat:
@moppetta schrieb am 17. Oktober 2018 um 15:19:41 Uhr:
Betr. BMW r850r..und nichts für Rastenschleifer..stimmt fast, da sind ja die Zylinder im Weg... ansonsten klebe ich mit der R1100r ( gleiches Fahrwerk) deinen Schleifern auf der Landstraße mit mageren 78 Ps echt entspannt an den Hacken.
Das weiß ich. ;-) Obwohl es meist GS Fahrer sind, die im gemütlichen lockeren Schwung die SSP-Treiber lächerlich aussehen lassen. Das liegt aber nur daran, dass es eben so viele GS gibt, das geht natürlich auch mit einer R, RT oder RS. Ein gutes Fahrwerk ist ein gutes Fahrwerk und wenn der Fahrer dann nicht zu unerfahren ist, dann ist das für viele Mopedfahrer, die sich als die Spitze der Nahrungskette betrachtet haben sehr frustrierend.
Übrigens nehme ich mich da aus. Ich bin zwar ein erfahrener und auch kein ganz schlechter, aber eben auch kein besonders guter Fahrer, ich betrachte mein Fahrkönnen als normalen Durchschnitt.
Die R 850 R mit ihren ich glaube 51 kW ist definitiv eine gute Wahl. Die F 650 GS auch. Würden die Fahrer einer BMW nicht immer so verhöhnt, dann wären die meisten BMWs richtig empfehlenswert. Ich muss das wissen, ich hatte schon eine F 650, R 65, K 100 RT, K 75 S und eine R 850 R (ich hoffe, ich habe jetzt keine vergessen).
Der TE ist Anfänger und will sich erst ausprobieren um seine Richtung zu finden (sehr vernünftig!), daher kann man - wie eigentlich immer - nur empfehlen, was a.) vernünftig ist und man b.) selber mag.
Gruß Michael
Zitat:
@Vulkanistor schrieb am 17. Oktober 2018 um 15:58:17 Uhr:
Wieso wir hier eine K überhaupt nur erwähnt, wenn jemand was Nacktes sucht? Das ist für mich die Gegendefinition von Nakedbike.
Weil bei keinem anderen Großserienmoped die Diskrepanz zwischen Masse und leichtem Handling so groß ist. Kannst Du aber nachlesen, das steht da oben schon.
Zitat:
@Vulkanistor schrieb am 17. Oktober 2018 um 15:58:17 Uhr:
Oder eine R850, wenn ein günstiges Allerweltsmopped für den Einstieg gefordert wird?
Diese BMW ist nackt, sie bietet nun wirklich Allerweltstechnik und sie ist sehr günstig zu haben. Ein sehr empfehlenswertes Einstiegsmoped, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Zitat:
@Vulkanistor schrieb am 17. Oktober 2018 um 15:58:17 Uhr:
Und wieso geistert hier plötzlich der Begriff "Supersportler" herum?
Wie soll man Supersportler denn Deiner Meinung nach sonst nennen? "Die Mopeds, die man nicht aussprechen darf!", frei nach Harry Potter? Der TE hat sich noch nicht festgelegt, weil er noch nicht viel kennt. Das ist sehr vernünftig und hat sicher etwas damit zu tun, dass er knapp 30 und nicht knapp 20 ist. Gerade weil er noch nicht weiß, was ihm auf Dauer gefallen wird steht ihm doch alles offen. So mancher Sportler lässt sich mittels geänderter Sitzposition wunderbar zum Alltagstourer umwidmen. Wenn ich z. B. an meine beiden CBR 1000 F denke, die waren mit Superbikelenkern tolle Sporttourer. Dem Posting von maex1205 nach zu urteilen kann ich mir gut vorstellen, dass ihm ein Supersportler mit Tourer-Sitzhaltung gefallen könnte. Muss nicht, kann aber. Der Vorteil für ihn ist, dass er so mehr Auswahl hat. Steht aber weiter oben auch schon.
Zitat:
@Vulkanistor schrieb am 17. Oktober 2018 um 15:58:17 Uhr:
Muss man die zwangläufig ins Spiel bringen, wenn der TE sie nicht selber als Anfängermopped wünscht?
Er hat um Rat gefragt und bei seiner offenen Fragestellung ist es in meinen Augen sinnvoll, ihm Anregungen zu geben, mehr nicht. Als Anfänger ist ihm vieles noch nicht bekannt oder bewußt, etwa die Möglichkeit mit einem anderen Lenker und entsprechend geänderter Sitzposition einem Motorrad einen ganz anderen Charakter zu verleihen.
Zitat:
@Vulkanistor schrieb am 17. Oktober 2018 um 15:58:17 Uhr:
Manchmal wünsche ich mir einen Kopfschüttelsmilie.
Schön, da sind wir schon zwei.
Gruß Michael
"Nicht so teuer" und "Anfängermopped" sind ja auch auslegbare Begriffe..
Ich hab mal geschaut: für ne olle aber gepflegte R850r sind ab 1900 Ocken gefordert.
Das ist für so ein Motorrad günstig.
Kaufst du dafür eine XJ 900F, brauchst du nur noch einen Jagdschein..
CB 500f sind grundsolide, preiswert und: grottenlangweilig..
Such dir was mit 2 Jahren TÜV und dem Potential noch mal neuen zu bekommen. Schau, wie der Ersatzteilmarkt dafür aussieht. Beachte ein wenig die Moedellforen für Moppeds der entsprechenden Art und schau, welche Macken am häufigsten sind. Überlege, was du damit vor hast und leg noch ne Schippe denkbares obendrauf..
Kaufe keine BMW!
Wenn du das tust, wirst du dauernd verschaukelt, grinst trotzdem ständig dämlich beim fahren und.. willst so schnell nix anderes.
Und das schreibt nun eine, die zig Moppeds hatte und immer an BMWs rumgenörgelt hat.
Ja, man sollte erst später im Leben mit BMW anfangen. Sonst merkt man nicht, was man hat. 😁
Aber gerade am Anfang zählt auch nicht vorhandenes Gewicht. Der TE ist ja auch kein "Riese", da sind die üblichen Mittelklassenackigen eigentlich alle kein Fehler.
Wenn es das Budget hergibt, könnte man noch über eine 690er KTM Duke nachdenken. Ist aber am Anfang vielleicht etwas zu nervös im Handling. Muss man dann mal im Vergleich fahren.
Zitat:
@moppetta schrieb am 17. Oktober 2018 um 17:05:29 Uhr:
"Nicht so teuer" und "Anfängermopped" sind ja auch auslegbare Begriffe..Ich hab mal geschaut: für ne olle aber gepflegte R850r sind ab 1900 Ocken gefordert.
Das ist für so ein Motorrad günstig.
Die ist dann 20 Jahre alt und hat 100.000 km runter.