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Subaru baut Elektrifizierung kräftig aus

Subaru
Themenstarteram 1. Februar 2020 um 8:15
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8 Antworten

Nicht wirklich überraschend...

Subaru hat aktuell ein mächtiges Problem mit dem Flottenverbrauch / CO2 Ausstoß und dies dürfte auch einer der Gründe wenn nicht sogar der Hauptgrund für die engere Zusammenarbeit mit Toyota sein. Für den Subarukunden bedeutet dies dann natürlich das er sich auf die unbestritten sehr gute Hybridtechnik von Toyota freuen kann, wie dies allerdings dann genau mit dem Allrad und Boxer umgesetzt wird bleibt eine interessante Frage.

Ich persönlich vermute das es auf Basis des aktuellen Mildhybriden bewerkstelligt wird, sprich ein zusätzlicher (dann deutlich stärkerer) Elektromotor zusätzlich auf das Getriebe einwirkt, ein Funktionsprinzip das schon ewig im Prius sehr gut funktioniert.

Alle Hersteller gehen das massiv an, anders sind die Flottenemissionen ja nicht zu schaffen. Ist ja nicht nur in Europa so, auch woanders gibt es Zielwerte, wenn auch nicht ganz so streng wie hierzulande. Sind es in der EU 95, so gelten in Japan 105. Und in den USA 121, wobei dort viel strenger gemessen wird. Auch das erreicht ja kein klassischer Subaru.

Aber Subaru wäre nicht Subaru, wenn sie nicht Ihr Symmetrie-Konzept beibehalten würden. Wobei der Prius ganz anders funktioniert. Er hat einen Verbrenner und einen separat verbauten, recht kräftigen E-Motor, die beide über ein Planetengetriebe gekoppelt sind, also nicht mit CVT. Dadurch kann jeder für sich, aber auch beide zusammen auf den Antrieb wirken.

Da habe ich etwas durcheinander gewürfelt, es wird zwar auch beim Prius vom CVT gesprochen, dies ist aber etwas ganz anderes als das was man normalerweise unter CVT versteht.

Der Prius hat tatsächlich nur das PSD und kein Getriebe im eigentlichen Sinne mehr und damit habe ich vorher Blödsinn geschrieben.

Bleibt also interessant wie Subaru das umsetzt um einerseits die Toyota Technik und Erfahrung zu nutzen und andererseits Ihrem Boxer und Symetrical AWD treu bleiben.

Themenstarteram 2. Februar 2020 um 6:14

Hier ein Link zur Zusammenarbeit von Toyota und Subaru bei E-Fahrzeugen. Bis fast nach unten scollen.

https://www.autozeitung.de/toyota-subaru…_term=topthemen

Als Ergänzung

Hallo,

So ganz vergleichbar ist der Subaru E-Antriebsstrang mit Toyota leider nicht. Toyota hat kein Anfahrelement und keine reibenden/verschleißenden Teile (auch keinen Drehmomentwandler. Grob gesagt wird hier die die Summe der Drehzahlen von Benzinmotor und Elektromotor auf die Ausgangswelle gegeben - beim anfahren des Fahrzeugs läuft dann der Elektromotor mit der Motor-Leerlaufdrehzahl rückwärts (es gibt noch 2 weitere Elektromotoren auf der Motorwelle und der Getriebe-Ausgangswelle, aber die tun für das Grundpinzip erst mal nichts zur Sache).

Subaru behält das bestehende Konzept (CVT Getriebe, Drehmomentwandler) kpl. bei, schaltet den Elektromotor zum Benzinmotor parallel (ähnliches Konzept verkauft ZF in Zukunft mit seinen Automatikgetrieben u.a. an BMW).

Ich beobachte das Thema anhand des XV´s (weil ich selber einen 2.0er Bj. 2018 fahre). Bzgl. der spezifizierten Fahrleistungen und CO2 Werte kommen einem da schon Fragen auf. Der E-Boxer spart gerade mal 5g CO2 (allerdings arscheinlich basierend auf unterschiedliche generationen des Europäischen Messzykluses). Die Fahrleistungen sind dabei weitestgehend identisch. Der Aufpreis für die Elektrifizierung ist mit ca. 5000€ kräftig.

Für mich als Langstreckenfahrer wird er wohl definitiv keinen Verbrauchsvorteil bringen, für Stadfahrer warscheinlich schon. In wie weit die Fahrbarkeit bzw. gefühlte Performance davon profitiert bleibt abzuwarten, ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das eine spürbare verbesserung ist (ich bin diesbezüglich alles andere als unzufrieden mit meinem "nicht" E-Boxer)!

Jedenfalls ist das E-Boxer Konzept ohne spürbarem Vorteil und den entstehenden Nachteilen (Kofferraumfach entfällt, höheres Gewicht, empfindlich teurer, extrem kleiner Tank, potentiell zusätzliche technische probleme) definitiv keine option für den Nachfolger meines Fahrzeugs. Insbesondere der kleine Tank würde mich zu einem 2. Tankstop jede woche zwingen, der Verbrauch müsste 20% - 30% geringer ausfallen wenn er den Unterschied kompensieren soll, das kann ich mir auf der Autobahn kaum vorstellen....

Interresanter Aspekt ist auch die Akkugröße - 13KW/h, das ist viel für einen Hybrid und passt wohl eher in die Schublade "plug in Hybrid" damit sollte man eigentlich mindestens 50Km weit kommen...

Zum Vergleich - Ford rüstet seinen Transit Custom "Transporter" mit Plug in Hybrid und angegebenen 50Km Reichweite mit dieser Batteriegröße aus.

Entweder Subaru nutzt die Kapazität zugunsten der Lebensdauer nur zu einem extrem kleinen Teil, oder sie brauchen einen entsprechend hohen Spitzenstrom. Ich frage mich jedenfalls, ob es nicht kundenfreundlich gewesen wäre diese Autos gleich als Plug Hybid zu liefern.

Gruß,

Flyerbo

Prinzipiell spricht ja nichts dagegen, dass Subaru seine Wägen elektrifiziert.

Und bestimmt funktioniert auch ein System im Stile eines Prius nach den Konstruktionsmaximen von Subaru: Boxer vorne längs rein, dahinter die Kiste mit Planetengetriebe, dickem Elektromotor, vorderem Differenzial und Verteilergetriebe drin und davon ab wie gehabt Kardanwelle und vordere Antriebswellen. Nicht besonders raumeffizient, aber das ist der jetzige Symmetrical Drive auch nicht.

Da in den Maximen, siehe auch das verlinkte Statement, das Wandler-CVT nicht auftaucht, sehe ich so auch keine Widersprüche: Boxer - check, symmetrisch - check, Allrad - check und Eyesight - von mir aus...

So weit, so gut.

Problem ist halt, wie es im Moment läuft, denn wie schon geschrieben ist der Mildhybrid jetzt ein teurer, fauler Kompromiss. Selbst wenn er wirklich, wirklich gut wäre, ist der Aufpreis astronomisch und amortisiert sich in keinem Fahrzeugleben der Welt. Und Alternativen hast du auch keine.

Was ich nicht verstehe: Subaru verkauft woanders Kei-Cars, hat in der Geschichte durchaus erfolgreich mit anderen Herstellern kooperiert (der Swift, G3X oder Sirion als Justy, der Verso-S als Trezia usw) und auch schon eigene Experimente in die Richtung gestartet - brächten sie so was wieder auf den europäischen Markt, hätten sie wieder ein bisschen Luft beim Flottenverbrauch - ein bisschen so wie smart und AMG...

Interessant wird dann irgendwann nur, wie der vollelektrische Boxer aussieht... :D

Zitat:

@raphrav schrieb am 3. Februar 2020 um 08:05:25 Uhr:

Was ich nicht verstehe: Subaru verkauft woanders Kei-Cars, hat in der Geschichte durchaus erfolgreich mit anderen Herstellern kooperiert (der Swift, G3X oder Sirion als Justy, der Verso-S als Trezia usw) und auch schon eigene Experimente in die Richtung gestartet - brächten sie so was wieder auf den europäischen Markt, hätten sie wieder ein bisschen Luft beim Flottenverbrauch - ein bisschen so wie smart und AMG...

Interessant wird dann irgendwann nur, wie der vollelektrische Boxer aussieht... :D

Subaru hat kein Werk in Europa, sie müssten sich dann irgendwo beteiligen, damit es effektiv wird. Wäre kein Problem, aber Europa ist ein unbedeutender Nischenmarkt. Kei Cars sind speziell für Japan, wo sie wegen der Platznot gefördert werden. Hier ist man noch nicht so weit, Kleinstwagen zu fördern. Hier fördert man Geländewagen. Auch weil das 95 Gramm Flottenziel mit einem Gewichtsfaktor nach oben gewichtet wird, so dass die Hersteller mit leichten Autos (wie Suzuki) benachteiligt sind, im Gegensatz etwa zu Volvo.

In Amerika oder Australien, den Hauptabsatzmärkten, sind der Forester, der Outback, der noch größere Ascent, der Levorg (nicht in US), auch mit Turbomotoren die Renner. In Europa reduziert man das Angebot auf die wenigen verkaufsstärksten Modelle.

Der e-Boxer ist in meinen Augen zunächst nur ein Prestige-Objekt. Ein echtes Elektrokonzept im Sinne der Philosophie wäre meines Erachtens, 4 E-Motoren in den 4 Radnaben zu verbauen.

Themenstarteram 4. Februar 2020 um 16:24
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