Steuersenkung kommt an.
Siehe Bild. Tanke war nicht belagert.
Mal sehen wo es noch so ist oder nicht.
Leider ist der andere Thread ja aus Gründen zu.
502 Antworten
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 29. Juli 2022 um 13:02:50 Uhr:
Ich bin jedenfalls mittlerweile für eine Verlängerung. Die Steuerlast auf Treibstoff ist eh nichtmehr zeitgemäß und fördert die Inflation.
Ich bin eher dafür, die Steuern bei Benzin/Diesel auf CO2 umzustellen und zugleich die Werbungkosten für Fahrten sowohl anzuheben als auch NICHT mit der Werbungskostenpauschale zu verrechnen. Oder wie in Frankreich: 10% des Gehaltes sind pauschalierte Werbungkosten, gut ist. Alles abgegolten. Egal ob Miete in einem Ballungsraum oder eben Pendler. Deine Kalkulation ob sich der Job lohnt oder nicht. Und zugleich: Die steuerliche Bevorzugung von teuren Firmenwagen abschaffen. Mehr als 40K Liste für einen "Firmenwagen" auszugeben ist Unfug.
Zitat:
@GaryK schrieb am 29. Juli 2022 um 18:29:46 Uhr:
Oder wie in Frankreich: 10% des Gehaltes sind pauschalierte Werbungkosten, gut ist. Alles abgegolten.
Ja, bittebitte 🙂
... wo muß ich das Kreuzchen machen? 😉
Zitat:
@Astradruide schrieb am 29. Juli 2022 um 18:38:44 Uhr:
Zitat:
@GaryK schrieb am 29. Juli 2022 um 18:29:46 Uhr:
Oder wie in Frankreich: 10% des Gehaltes sind pauschalierte Werbungkosten, gut ist. Alles abgegolten.Ja, bittebitte 🙂
... wo muß ich das Kreuzchen machen? 😉
Nicht bei den grünen.
Zitat:
@GaryK schrieb am 29. Juli 2022 um 18:29:46 Uhr:
Zitat:
@mozartschwarz schrieb am 29. Juli 2022 um 13:02:50 Uhr:
Ich bin jedenfalls mittlerweile für eine Verlängerung. Die Steuerlast auf Treibstoff ist eh nichtmehr zeitgemäß und fördert die Inflation.Ich bin eher dafür, die Steuern bei Benzin/Diesel auf CO2 umzustellen und zugleich die Werbungkosten für Fahrten sowohl anzuheben als auch NICHT mit der Werbungskostenpauschale zu verrechnen. Oder wie in Frankreich: 10% des Gehaltes sind pauschalierte Werbungkosten, gut ist. Alles abgegolten. Egal ob Miete in einem Ballungsraum oder eben Pendler. Deine Kalkulation ob sich der Job lohnt oder nicht. Und zugleich: Die steuerliche Bevorzugung von teuren Firmenwagen abschaffen. Mehr als 40K Liste für einen "Firmenwagen" auszugeben ist Unfug.
Stimm ich dir sicherlich in weiten Teilen zu, allerdings muß Sprit auch für den "kleinen Mann" bezahlbar bleiben. Zumindest solang es keine bezahlbaren Alternativen gibt. Also muß die Energiesteuer gesenkt werden, in welcher Form auch immer.
Das Leben besteht ja nicht nur aus beruflichen Fahrten.
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Naja, ich sehe halt den Unterschied zwischen "Homoffice" und eben "eher nicht". Während Homeoffice ist kein einziges Projekt "abgeraucht", aber ich hab 90% aller Jahreskilometer gespart.
Klar gibts Unterschiede zwischen einem Mitarbeiter in der Fertigung (egal ob Fliessbandschubser oder Chirurg) und einem, der den Kram überwiegend Remote von zu Hause aus machen kann. Ja bitte, nutzt es! 20.000 km im Jahr NICHT zu fahren war eine ziemlich geile Nettolohnerhöhung bzw. Quality of Life.
Jup, mag ja sein. Läuft dann wie schon unter Corona. Der die Schrauben dreht zahlt die Zeche und bekommt nichtmal seinen Ausweis verlängert.
Das steuerliche Dienstwagenprivileg sehe ich als ganz heißes Eisen und großes Übel, vor dem offensichtlich auch die beiden nichtgelben Koalitionsparteien Angst haben es anzupacken. Das steuerliche Absetzen dieser Fahrzeuge ist dennoch nur das Eine, das Andere ist die zugehörige Tankkarte. Die verdirbt zu oft beim Umgang mit dem Fahrzeug die guten Sitten sparsamen Fahrens. Das Gespür für überflüssige Fahrten und zu schweren Gasfuß erodiert einfach bei vielen. Tankkartendienstwagenfahrer sind folglich auch die bevorzugte Beute der überhöhten Tankstellenpreise früh morgens. Ich befürworte eine klare Trennung zwischen Dienstwagen und Privatwagen, also keine Privatwagen mit Dienstmäntelchen bitte.
Es sind keine "kleinen" Jobs, die eine Dienstwagenberechtigung beinhalten. Daher sehe ich keinen Anlass, die Allgemeinheit daran zahlend teilhaben zu lassen. Das teure Auto sinkt ja nicht im Ansehen, wenn jeder weiß, dass es aus eigener Tasche finanziert werden muss. Und klar, es würden dann weniger teure und weniger teure ;-) Autos verkauft, begleitet vom entsprechenden Branchengejammer natürlich. Aber das wäre dann die Rückkehr zu einem halbwegs gesunden Neuwagenmarkt. Das Geld wäre ja auch nicht weg, sondern könnte in viele andere sinnvolle Verkehrsprojekte gesteckt werden, von denen dann auch (ehemalige) Dienstwagenfahrer etwas haben, wenn sie denn wollen. Ganz klar empfehle ich persönlich hier als entsprechende Wahlkreuzchenfarbe kein Gelb!
Doch zurück von der Steuerschenkung zur Steuersenkung. Mir ist aufgefallen, dass sich in den letzten beiden Wochen ein ganz starkes Nord-Süd-Gefälle in Deutschland herausgebildet hat. Ich verfolge die Preise für Super Plus von Total und Esso zwischen Bayern und Westfalen mit der Clever-Tanken-App. Bisher war Esso immer ein paar Cent billiger als Total und zwischen den Regionen gab es keinen nennenswerten Preisunterschied. Seit kurzem aber sehe ich satte 20-25 ct Differenz zwischen Sauerland und München! Auch vermischen sich die Preise von Esso und Total. Tankstellen auf der Route, also in Franken und Hessen liegen zwischen den Extremwerten. Wie auch immer es dazu gekommen ist (Ferienende und -beginn in den Bundesländern?): Das zeigt wahrscheinlich die enorme "Elastizität" der Spritpreise, bei der wohl kein Tankstellenbetreiber Verlust machen wird.
Energie, hier Kraftstoff, muss auch für Nicht-AN und Dienstwagenprivilegierte bezahlbar bleiben...soziale Gerechtigkeit.
Ich würde die KFZ-Steuer abschaffen, aber die Mineralöl-Besteuerung pro Liter zur situativen Kompensation/Entlastung entsprechend austarieren.
Weniger Steuerbürokratie...jeder In-/Ausländer zahlt denselben Preis und der Anreiz zum Spritsparen bleibt bestehen.
E10 in SH heute 1,669, gleich ne längere Schlange an der Tanke...bin aber nur vorbeigefahren.
In der Tat, die Mineralölsteuer schlägt sehr viele Fliegen mit einer Tankklappe: Wer viel, unanständig, hochmotorisiert, schwergewichtig und luftwiderständig fährt, zahlt entsprechend - weil sich das alles in voller Eigenverantwortung auf den Verbrauch auswirkt. Wer mit schwerem Gerät maßvoll umgeht, spart. Und wenn der Parkraum auch so konsequent „bewirtschaftet“ wird, dass es finanziell wirklich weh tut, wenn das Auto nicht reinpasst oder nicht reinpassend geparkt wurde (oder wenn sich unter dem Auto gar kein Parkraum befindet) … dann bleibt eigentlich nur noch die Schadstoffklasse der Abgasemissionen als ein Faktor für eine Kfz-Steuer übrig.
@jw61
sozial gerecht ist aber nicht billig, oder? Die Einnahmen fliessen ja in den allgemeinen Topf. Aus dem wird ja viel Geld an sozial schwache finanziert.
Wenn es aber für viele Einzahler langsam interessant wird zum Empfänger mit Vollkaskomentalität zu werden, wird es gefährlich.
Demnächst wird Druschba zugedreht und der Tanktabatt entfällt. Ich würde Preissteigerungen von min 50ct/L erwarten. Sind dann wieder gut 10ct/L mehr für den Staat zum verplempern.
Wobei die Kosten für Sprit in der Summe aller KFZ-Kosten nicht so dominant sind, man sieht die eben nur regelmässig an der Zapfsäule. Da ich mir noch nie einen Neuwagen gekauft habe, aber die Kosten verfolge - meine Faustregel ist 1/3 Abschreibung, 1/3 Versicherung, Instandhaltung und 1/3 Sprit. Guck dir an, was mittlerweile ein simpler "Passat" kostet - 32.000 "Einstiegspreis", mittlere Ausstattung eher 38-42K. Mit 7l Super und Super zu 2€/l - auf 250.000 km sind das "nur" 35.000€. Aber eben über 10-15 Jahre gestreckt. Plus 10-15 Jahre Versicherung, Steuer, Inspektionen und Reparaturen.... Mit 1500€ p.a. im Schnitt sind das Vollkosten eines solchen Wagens von wenigstens(!) 40 Cent/km, eher 50 wenn in der Werkstatt doch mal was teureres kommt. Und ist die Karre 10k€ günstiger, verringern sich die Kosten auf 240.000 km umgelegt um ganze 4 Cent/km.
Was der Staat machen könnte um Pendler bzw. Arbeitnehmer zu entlasten und IMHO intelligenter als ein "wir senken die Energiesteuer für ein Quartal" wäre: Ein Steuerguthaben für Werbungskosten, was ähnlich des Kindergeldes gestaltet ist und wirkt.
Nehmen wir an, einem statistischen Pendler würden im Schnitt "7l" und 30 km (einfache) Wegstecke zugebilligt - also 220 Arbeitstage mal 60 km (rund 1000l Sprit p.a. beruflich). Das wären bei netto 65 Cent/l Mineralölsteuer am Ende brutto 714€, die der Pendler im Jahr alleine für die Energiesteuer seines "beruflich bedingten" Sprits ausgeben wird. Sagen wir, rund 720 Euro wären als Guthaben auf deinem Steuerkonto oder würden als rund 12 x 60€ von deiner fälligen Lohnsteuer als anteiliges Guthaben abgezogen und dir damit quasi ausbezahlt. Statt 800€ absetzbare pauschalierte Werbungskosten wie bisher wären das 720€ Guthaben und 80€ als "Pauschale" verbleibend.
Fährst du weniger bzw. zahlst praktisch wenig bis nichts (weil du z.B. dicht am Job wohnst oder viel Homeoffice machst), kannste den Rest behalten. Fährst du mehr, bekommste die Differenz zwischen deinen nachweislichen Aufwendungen und dem Guthaben erstattet. Mit 30 Cent/km bisher absetzbar und 45% Spitzensteuersatz müsstest du rund 1600€ für den PKW "absetzen", was etwa 25 km "einfache Wegstrecke täglich" bedingt um auf die selbe Summe zu kommen. Verdienst du weniger und liegst um 30% Spitzensteuersat, musst du "noch mehr Strecke bieten" und damit effektiv draufzahlen um die selbe Summe zu bekommen.
Vorteil an so einer Werbungskostenpauschale als Steuerguthaben gegenüber einer verbesserten Absetzbarkeit der Kilometer: Davon profitieren vor allem Leute mit wenig Einkommen und folglich wenig (Spitzensteuersatz und somit) Steuererstattung auf deren nachweisliche Aufwendungen. Vorteil einer Pauschale statt Einzelabrechnung - wer günstiger wirtschaftet (weil dicht am Job wohnend, mit dem Fahrrad fahren oder ÖPNV oder substanziell Homeoffice machen kann), der kann den Rest halt behalten. Wer jedoch nach wie vor sehr viel fährt bzw. fahren muss - für den ändert sich gar nichts. Weil der setzt seine 30 Cent/km ab und gut ist.
Das wirkt übrigens genau wie beim Kindergeld - wer mit der Steuererklärung für das steuerfreie Existenzminimum seines Kindes MEHR vom Finanzamt zurückbekommt als er an Kindergeld zuvor pauschal erhalten hat, der bekommt die Differenz(!) erstattet.
Womit man das finanziert? 45 Mio Arbeitnehmer (bei weitem nicht alle arbeiten Vollzeit) mal wie aus dem Beispiel 700€ je Nase sind erst mal 31 Mrd. Klingt viel. Dafür sind (fast) alle bisherigen Steuererstattungen auf die "Pendlerpauschale" weg, bleibt trotzdem noch genug über. Die Differenz zwischen "Guthaben" und "im Schnitt aus der Werbungskostenpauschale erstattet" kannst du auch abziehen, das sind ein paar Milliarden. Trotzdem guter Deal für Arbeitnehmer - weil 800€ "absetzen" ist nicht "800€ bekommen". Der Rest? Ich würde persönlich die Steuer bei Treibstoffen auf fossiles CO2 umstellen und alles (nahezu) gleich behandeln. Wäre Diesel beim CO2 so teuer wie Super, das sind auch mal eben 10 Mrd Euro p.a. Dann eben die "Subventionierung" bzw. Absetzbarkeit von Firmenwagen im aktuellen Umfang abschaffen, weil die 0.5% bis 1% Regelung angesichts der Leasingkosten eines Neuwagen incl. Karte und rundum Sorglospaket einfach lächerlich ist. Der Rest ist "Politik nach Kassenlage". Man kanns leidlich aufkommensneutral rechnen oder eben als reale Entlastung gestalten. Vor allem würde so ein Ansatz die "kleinen Arbeitnehmer und Pendler" begünstigen.
Was das Gejammer von Firmen angeht - so lange wir noch Alpenmilch nach Hamburg fahren, weil deren Palette incl. Transport dreifuffzich billiger ist - verzichtbar. Und zudem ein LKW weniger, der die Autobahn verstopft und den Strassenbelag kaputtfährt.
Also soll Derjenige, der sich bemüht zu arbeiten, bestraft werden. Das Arbeitsamt hält Arbeitswege von 100km einfach für zumutbar.
Das ist genau die Basis dessen was ich denke. Schön alle in Schubladen in die City gepackt und Morgens in Züge zur steuerpflichtigen Maloche gestopft. Die "Elite" darf dann evtl in der 2-Zimmer Butze Homeoffice machen. Gut, Chinas Wirtschaft brummt auf die Art, zumindest solang die Coronamaßnahmen im Rahmen sind, sind Sie halt nicht.
Klar gibt es Verbesserungspotenzial. Aber solang die Innenministerin und der Arbeitsminister meinen Sie müssen nach Kiew jetten und grinsend Sektchen mit Klitschko auf dem Balkon saufen, anstatt sich ums Innere und die Arbeit zu kümmern…..
Wie viele Promille aller Arbeitnehmer machen täglich 100 km "einfach"? 5% machen 50 km und mehr, siehe https://www.destatis.de/.../pendler1.html
Und was willst du dem "2 x 100 km je Tag Pendler" denn zuschustern?
* 200km/Tag, 220 Tage sind 44.000 km im Jahr (!).
* 7l/100km sind etwa 3100l im Jahr und 30 Cent/l bei der Energiesteuer gespart sind für diesen ganze 1000€ "bar".
* Selbst mit 30 Cent/km gerechnet sind das dummerweise jährliche Realausgaben von 13.200€, aktuell absetzbar wären mit 30 Cent/Entfernungskilometer 6600€. Was bei "verheiratet, Durchschnittseinkommen" und einem Spitzensteuersatz um 30% etwa 2000-2500€ Erstattung bedeutet. Also nur ein Bruchteil der realen Kosten.
Statt die Steuer auf Treibstoff für alle (incl. LKW und Co) zu senken wärs effizienter, wenn du solchen Härtefällen eine höhere Pauschale bzw. "Guthaben" zubilligst. Der sich übrigens fragen sollte warum er sich den Scheiss jeden Tag gibt. Sprich "Umzug" oder "andere Stelle". Weil so richtig Sinn kann das bei den Ausgaben für die Fahrerei samt Zeit dazu dauerhaft nicht machen.