Stellplätze Wohnwagen
Hey,
Ich war selbst nie auf Stellplätzen ich bin nur auf Campingplätzen gefahren
Egal ob als Kind oder jetzt
Aber am Wochenende einen Kurztrip in manche Regionen reizt mich schon sehr
Jetzt habe ich auf die schnell rausgefunden
Das diese Stellplätze oftmals nur für das Wohnmobil gedacht ist und nicht für Gespanne
Wie wird das in der Praxis gehandhabt ?
Wird man weg geschickt ?
Oder interessiert das nur den Gesetzgeber?
Es versteht sich natürlich von selbst das die Umwelt nicht durch Fäkalien Müll oder der gleichen verschmutzt wird
Bevor das als Grund hier genannt wird
Ich bin gespannt über eure Erfahrungen
187 Antworten
Über Stellplätze kann man Romane schreiben. Auf manchen sind WoWas ausdrücklich erlaubt oder verboten. Ich habe sogar schon einen Stellplatz gesehen, der eine Abteilung für Wohnwagen hatte auf diesem waren dann wiederum Wohnmobile verboten.
Dann gibt es die temporären Blockwarte, die meinen sich auf aufspielen zu müssen. Manche versuchen 1a Plätze für ihre Kumpels zu "reservieren", indem sie sich großzügig platzieren. Nicht zu vergessen die Leute die einen Hallas machen, weil sie sich von den Kastenwägen mit Schiebetüren in ihrer Ruhe belästigt fühlen usw.
Ich bin mittlerweile so drauf, dass ich an vollen Plätzen schon mal in zweiter Reihe stehe. Solang ich niemanden behindere, gibts da auch nur ganz ganz selten Ärger.
Ein Platzwart (glaube in Brandenburg?) hat mir gesagt das er größere Abstandsflächen planen muss, wenn er Wohnwagen mit erlauben will. Deswegen ist es für ihn einfacher Wohnwagen einfach auszuschließen. Dies läge am Brandschutz. Ein Wohnwagen wäre immobiler wenn man schnell weg muss.
Wie schon im Tread erwähnt ist das aber totaler Blödsinn. Wie bekommt man den 10m-Liner weg wenn die Besitzer gerade auf Radtour sind oder in der Sauna? Das geht mit einem Wohnwagen viel einfacher. Außerdem lasse ich bei Durchreiseübernachtung eh angehangen weil ich ziemlich faul bin (zumindest wenn der Wohnwagen halbwegs gerade ist).
Das Zigeunerargument zieht irgendwie auch nicht richtig. Die Kollegen kommen meistens in Truppenstärke und haben keine Scheu einen Park oder jedwede Wiese in einen persöhnlichen Campingplatz zu verwandeln. Daher glaube ich kaum das solche Gruppen das Bedürfnis empfinden auf offiziellen Stellplätzen zu verweilen. Hatte mal in Celle am Schützenplatz mit den Kollegen kontakt. Da sind die Jungsters abends dann Autorennen um die Wohnmobile und Wohnwagen mit ihren Sportwagen gefahren. Klingt erstmal lustig wars aber nicht mit zwei kleinen Kindern die rumliefen. Hab dann Bohlen von der benachbarten Baustelle geholt und großzügig in meinem Umfeld verteilt, da war zumindest in meiner Ecke Ruhe :-)
Ich denke das war einfach jugerndlicher Leichtsinn und ne blöde Gruppendynamik. Denke die sind auch ganz nett wenn man mal den Kontakt sucht.
Also mich hat noch kein Argument wirklich überzeugt, warum Wohnmobile auf den Stellplätzen stehen dürfen und Wohnwagen nicht.
Es gibt sowohl Wohnwagen als auch Wohnmobile, die nicht Autark sind, die keinen Abwassertank, keine Dusche oder Toilette haben. Ganz im Gegenteil, viele von der VW-Bus-Fraktion (nicht negativ gemeint, ich finde die Dinger für WE-Fahrten geil) haben zum Teil nur einen Schlafplatz.
Auch an der Größe kann man es nicht ausmachen, es gibt kleine Wohnwagengespanne, die kürzer und kleiner sind als ein zum Wohnmobil umgebauter Reisebus.
Warum also diese Differenzierung? Man hat übrigens in der „Nichtcampergesellschaft“ das Gefühl, wenn man erzählt, dass man mit dem Wohnwagen Urlaub macht, angeschaut wird als sei man einer dieser Dauercamper aus diesen das Camperklientel völlig verfälschenden Serien wo hingegen man als Wohnmobilfahrer der coole Abenteurer zu sein scheint…
Zitat:
@Achim221170 schrieb am 16. Dezember 2022 um 09:05:35 Uhr:
Man hat übrigens in der „Nichtcampergesellschaft“ das Gefühl, wenn man erzählt, dass man mit dem Wohnwagen Urlaub macht, angeschaut wird als sei man einer dieser Dauercamper aus diesen das Camperklientel völlig verfälschenden Serien wo hingegen man als Wohnmobilfahrer der coole Abenteurer zu sein scheint…
Über die vielen Jahrzehnte meines Camperlebens habe ich nichts dergleichen erlebt. Nicht einmal ansatzweise.
"Man" ist für deinen Einzelfall ganz sicher nicht korrekt.
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Nach ein paar negativen Erfahrungen als freiheitsliebender Gespannfahrer hab ich mal versucht, mich in die Gründen hineinzulesen, warum Gespanne auf Stellplätzen meistens nicht erlaubt sind.
Wirklich was zu finden war nicht, nur ein vager Hinweis auf die bereits erwähnten Brandschutzbestimmungen.
Die sind natürlich absolute Augenwischerei. Denn Wohnmobilfahrer sind ja nicht mit ihrem Wohnmobil verwachsen. Wenn die durch die Stadt schlendern oder mit dem E-Bike weg sind, ist das Wohnmobil kein bisschen mobiler, als ein Wohnwagen. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Einen abgehängten Wohnwagen kann man mit Muskelkraft bewegen....
Diese Brandschutzbestimmungen waren auch noch nie ein Argument, wenn ich (einseitig) unfreundliche Diskussionen mit Stellplatzbesitzern hatte. Das einzige Argument war immer nur "will ich nicht, egal wie Autark. Nur Wohnmobile".
Ich sehe es auch ganz anders als @Nogolf , wenn es um die Herkunft der Vorbehalte geht. Wohnmobilfahrer werden nämlich auf keinem Campingplatz angefeindet, Wohnwagenfahrer aber sehr wohl seitens der WoMo-Fahrer oder Stellplatzbesitzer, wenn man auf einen solchen möchte.
Ich habe mich jedenfalls mit der Tatsache abgefunden, dass man es mit dem Wohnwagen außerhalb von Campingplätzen etwas schwerer hat. Daher stehe ich jetzt eben auf irgendwelchen Parkplätzen am Waldrand und habe meinen Ruhe. Ist halt schwieriger zu finden, aber deutlich schöner als das Dosengequetsche auf den Stellplätzen. Der Wohnwagen bleibt dabei natürlich angehangen und wenn ich mich im Ausland auf diese Weise aufhalte, bleiben die Stützen halt oben. Das wird sonst nämlich schnell zum Streitpunkt mit dem Behörden.
Etwas mehr Toleranz und Miteinander wäre halt wünschenswert. Wir haben im Endeffekt alle das gleiche Hobby. Das hat auch nichts mit Neucampern zu tun, da sind genauso nette und tolerante Menschen dabei, wie bei den Altcampern. Das gleiche Gilt natürlich einfach auch für das Gegenteil.
Hallo Bamako,
ich kann Dich ganz gut verstehen.
Nach jahrzehntelangem Gespannfahren sind wir seit letztem Jahr mit einem Womo unterwegs. Schlicht, weil ich mir das Fahren etwas erleichtern wollte (6,5 anstatt 12 m Gesamtlänge..).
In Ballungsräumen ist, besonders seit Corona und der Zunahme der Camper, einfach der Parkraum kleiner geworden.
Viele Orte haben auf vorhandenem Parkraum als Kompromiß ein paar Womostellplätze "abgezwackt", für Gespanne fehlt hier oft schon wegen der Zufahrtswege der Platz.
Manchmal fehlt seitens der Kommunalverwaltungen sicher auch der Wille.
Andererseits kämpfen die Kommunen in Ballungsräumen zunehmend mit dem Problem der unzulässigen Dauernutzung touristischer Stellplätze. Da blockiert schon mal ein Gruppe von "Reisehandwerkerm" durchs Umparken wochenlang ganze Plätze.
Nicht jede Gemeinde kann hier extra Personal bereitstellen, um dies zu unterbinden.
Bei Betreibern von C-Plätzen hängt die Handhabung sicher sehr von der Lage ab. Der kleine Durchgangsplatz nimmt sicher lieber Womos = weniger Platzverbrauch, mehr Umsatz...
Beim Urlaubsplatz siehts anders aus. Hier bleibt der Wowa-Nutzer in der Regel länger als der Womonutzer und bringt mehr in die Kasse.
Meine Vermutung ist, dass sich die Situation in naher Zukunft wieder normalisieren wird, weil viele Neu-Womo-Nutzer merken, dass diese Form von Urlaub auch nicht "günstig" zu haben ist und sich wieder anders orientieren.
Gruss
Jazzer2004
Spätestens wenn wieder All-In Kreuzfahrten zum Kampfpreis angeboten werden, werden sich einige denken "Um nichts kümmern und die Kinder werden auch rund um die Uhr bespaßt?" "Ab aufs Schiff!"
Aber NIEMALS auf deren Angaben verlassen. Schon gar nicht für Gespanne (um die geht es hier ausschließlich).
Wir haben hier auch so einen Wildcampinghinweis aus dem Internet nur 400 m entfernt. Den haben wir aber dicht gemacht, sobald wir (die Gemeinde) davon Kenntnis nehmen musste.
Zitat:
@orginalholgi schrieb am 16. Dezember 2022 um 11:44:32 Uhr:
Park4night erleichtert frei stehen.
stimmt so auch nicht mehr so wirklich, weil das inzwischen jeder kennt.
In beliebten Gegenden waren auch einige dieser Plätze genau deshalb dermaßen überlaufen, dass die betroffenen Kommunen schon allein wegen der daraus leider resultierenden Verschmutzung dicht machen mussten.
Leider gibt es inzwischen viele "Camper", die von normalen Verhaltensregeln oder einfach mal böse gesagt Anstand keinen Schimmer, und uns anderen damit sehr viel zerstört haben.
@badland:
darauf hoffen wir auch 😉
Zitat:
@saddler-gid schrieb am 16. Dezember 2022 um 13:03:53 Uhr:
In beliebten Gegenden waren auch einige dieser Plätze genau deshalb dermaßen überlaufen, dass die betroffenen Kommunen schon allein wegen der daraus leider resultierenden Verschmutzung dicht machen mussten.Zitat:
@orginalholgi schrieb am 16. Dezember 2022 um 11:44:32 Uhr:
Park4night erleichtert frei stehen.
So ist das.
Wanderparkplätze sind dafür angelegt, dass Wanderer dort ihre PKW abstellen können. Wenn da mal ein oder zwei Wohnmobil dabei stehen - OK; stört niemanden Sobald die Plätze im Internet beworben werden und abends einen auf Party gemacht wird - schwuppdiwupp muss ein Schild hin, welches das untersagt. Schade für alle.
Gleiches gilt für den Parkplatz im Wald neben dem Sportplatz. Für wen ist der wohl gedacht? Vor solchen Apps gab es keine Probleme - auch nicht mit einem WoMo, was da hin und wieder mal stand. Nun darf keiner mehr.
Dabei ist das eigentlich so einfach.
Seinen Müll kann man in einen Müllsack tun und wieder mitnehmen. Man hat es ja mit Inhalt auch unterbekommen. Selbst wenn irgendwer kein Klo in seinem Selbstausbau-Van hat: nehmt einen Spaten mit, macht ein Loch im Wald und benutzt Recycling-Toilettenpapier. Das ist in 2 Wochen abgebaut.
Das geht alles, ohne Müll zu hinterlassen und der Umwelt zu schaden. Wenn wir von einem Freisteh-Ausflug zurückkommen, hab ich jedenfalls nen großen Müllsack für die Restmülltonne Zuhause.
Ich frag mich sowieso wieso alle Wild stehen wollen?! Hätte man statt des Wohnmobils nur ein Zelt/Tarp mit Schlafsack dabei, würde es sich die Mehrheit 5x Überlegen ob man sich einfach neben dem Weg sein Zelt aufbaut. 🙄
Wie dem auch sei, wie ich wahrscheinlich schon ein paar Seiten vorher schrieb. Meistens will man mit so einem Verbot die Lokalen Campingplätze unterstützen oder es sind die Rangiermöglichkeiten vor Ort die es weniger geeignet für WoWas machen. Ob nun ein Wohnwagengespann, ein Liner oder Bulli neben mir auf dem Platz steht...Hauptsache ich habe meine Ruhe....
Zitat:
@situ schrieb am 16. Dezember 2022 um 13:45:23 Uhr:
[...] Wanderparkplätze sind dafür angelegt, dass Wanderer dort ihre PKW abstellen können. Wenn da mal ein oder zwei Wohnmobil dabei stehen - OK; stört niemanden Sobald die Plätze im Internet beworben werden und abends einen auf Party gemacht werden - schwuppdiwupp muss ein Schild hin, welches das untersagt. Schade für alle.Gleiches gilt für den Parkplatz im Wald neben dem Sportplatz. Für wen ist der wohl gedacht? Vor solchen Apps gab es keine Probleme - auch nicht mit einem WoMo, was da hin und wieder mal stand. Nun darf keiner mehr.
Genau das habe ich zig mal erlebt!
- Freistehplatz gefunden durch selber suchen oder Mund-zu-Mund-Propaganda
- jahrelang behutsam genutzt, meist netter Schwatz mit Anwohnern
- überraschende Camperhorde am Platz, Müll, laute Partys in der Nacht
- fest gestellt - Oh nein den hat jemand bei P4N eingetragen
- +/- ein Jahr später VERBOTSSCHILD
Zitat:
@Badland schrieb am 16. Dezember 2022 um 14:36:07 Uhr:
Ob nun ein Wohnwagengespann, ein Liner oder Bulli neben mir auf dem Platz steht...Hauptsache ich habe meine Ruhe....
das ist bei uns der Grund fürs möglichst oft frei stehen.
Weil es uns durchaus schon öfter auf CP passiert ist, daß da gleich nebenan bis frühmorgens Party gemacht wird und niemand bremst das ein.
Das ist nicht unsere Vorstellung von Urlaub und Erholung, wir wollen aber auch niemandem den Spaß verderben.
Also wird nicht groß beschwert, sondern ein einsames Plätzchen gesucht.
Dafür ist unser Maxl so autark wie möglich. 3 Wochen Schweden waren mal kein Problem.
Es gibt da ja auch noch die Möglichkeit, ortsansässige Bauern zu fragen ob man mal eine Nacht z.b. an seinem Waldrad stehen darf. Bisher hat da noch keiner abgelehnt, besonders, wenn man anbietet, ein paar Euro dafür zu geben. Das waren oft die schönsten Plätze.
Das funktioniert in D und A besonders gut und ist deutlich günstiger, als die dortigen CPs 🙂.