ForumOst-Fahrzeuge
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Ost-Fahrzeuge
  5. Starten des Trabant 601 (Neulingsfragen)

Starten des Trabant 601 (Neulingsfragen)

Themenstarteram 6. Februar 2017 um 10:08

Hallo zusammen,

bitte nicht lachen, wenn diese Fragen für Euch selbstverständlich sind. – Für mich sind sie es leider nicht:)

Ich habe vor 2 Jahren mal eine Trabi-Tour an Müritz gemacht und mir einen Trabi ausgeliehen. Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, mir eventuell einen zu holen. Natürlich als Zweitwagen und mit Saisionkennzeichen.

Ist es möglich, einen Trabi ohne zu Treten der Kupplung einfach im Leerlauf zu starten? Weil damals an der Müritz war es glaube ich so, dass ich zum Starten IMMER den ersten Gang eingelegt haben muss und gleichzeitig Gas geben. Ich hatte auch einen Experten dabei und er meinte, dass das nicht anders möglich sei? Das kann ich mir nicht vorstellen?

Es muss doch möglich sein, wenn ich einsteige, dass ich nur den Motor im Leerlauf starten kann? Und sobald ich losfahren möchte, halt erster Gang rein und losfahren. Genauso war es, als ich an der Ampel anhielt, ging der Motor immer aus. Ist das normal? Wenn ich an die Ampel fahre, kann ich doch einfach Leerlauf machen und der Motor müsste anbleiben?

Oder kann mir das vielleicht einer mal erklären, warum das eventuell doch nicht so geht oder so gehen müsste wie ich gesagt? Wir sprechen hier um die „neueren“ Modelle Ende der 80er Jahre. Falls es hier Unterschiede geben sollte.

Danke!

Beste Antwort im Thema

Das ist der Bedienungsknopf für den Startvergaser. Der sitzt links von der Lenksäule unter dem Armaturenbrett.

Beim Kaltstart: Gang raus, Benzinhahn auf, Choke ganz raus ziehen und kein Gas geben. Wenn der Motor läuft, leicht Gas geben und den Choke zur Hälfte rein schieben. Zügig losfahren. Während der Fahrt, wenn der Motor dann etwas wärmer ist - Choke ganz rein schieben.

Laut Hersteller ist das Treten der Kupplung beim Startvorgang nicht erforderlich, weil der Widerstand des Getriebes geringer ist als der des Graphitringes des Ausrücklagers bei getretener Kupplung.

12 weitere Antworten
Ähnliche Themen
12 Antworten

Starten ohne Kupplung treten mit eingelegtem Leerlauf ist möglich.Im Standgas sollte er auch laufen.Natürlich musst Du auch das Zusammenspiel mit Choke und Betriebstemperatur beachten.Kalt:Choke ziehen nach ein paar Kilometern Choke reinschieben.Bei warmen Motor sowieso!

Gruss Jörn!

Themenstarteram 6. Februar 2017 um 15:42

Was ist Choke? Kann das eventuell bitte etwas genauer erläutert werden? Weil um ehrlich zu sein habe ich davon noch nie gehört. Meinst Du damit den Benzinhahn?

Das ist der Bedienungsknopf für den Startvergaser. Der sitzt links von der Lenksäule unter dem Armaturenbrett.

Beim Kaltstart: Gang raus, Benzinhahn auf, Choke ganz raus ziehen und kein Gas geben. Wenn der Motor läuft, leicht Gas geben und den Choke zur Hälfte rein schieben. Zügig losfahren. Während der Fahrt, wenn der Motor dann etwas wärmer ist - Choke ganz rein schieben.

Laut Hersteller ist das Treten der Kupplung beim Startvorgang nicht erforderlich, weil der Widerstand des Getriebes geringer ist als der des Graphitringes des Ausrücklagers bei getretener Kupplung.

Gestartet wird im Leerlauf. Und wenn alles richtig eingestellt ist gibt es auch ein Standgas wie bei jedem anderen Auto auch.

https://i.ytimg.com/vi/YOq-2N974iA/maxresdefault.jpg

So wird gestartet. Auf die linke Hand achten.

https://www.youtube.com/watch?v=gbcg-CyZZMo

So wird er gefahren. Und wieder auf die linke Hand achten.

https://www.youtube.com/watch?v=cqpi7BFEiC8

Zitat:

@Peter-a6 schrieb am 6. Februar 2017 um 18:24:49 Uhr:

 

...Und wenn alles richtig eingestellt ist gibt es auch ein Standgas wie bei jedem anderen Auto auch...

Damit meinst Du aber hoffentlich nicht das viel zu hohe Standgas aus Deinem ersten verlinkten Video? :confused:

Zitat:

@Hans-57 schrieb am 6. Februar 2017 um 19:02:50 Uhr:

Zitat:

@Peter-a6 schrieb am 6. Februar 2017 um 18:24:49 Uhr:

 

...Und wenn alles richtig eingestellt ist gibt es auch ein Standgas wie bei jedem anderen Auto auch...

Damit meinst Du aber hoffentlich nicht das viel zu hohe Standgas aus Deinem ersten verlinkten Video? :confused:

Bei minus 15 Grad ist das so. ;) Und ich habe auf ein Frage geantwortet und nicht das Video kommentiert.

Choke kommt eigentlich vom Englischen und heisst eigentlich "Würgen". Die Starterklappe wird teilweise geschlossen und die Drosselklappe etwas geöffnet um das Benzin-Luft-Gemisch anzureichern, da sich an den kalten Ansaugwegen Benzintröpfchen anlagern. Somit braucht man fetteres Gemisch. Saugrohreinspritzer machen das automatisch mit einem Startventil das mehr Benzin ins Saugrohr einspritzt, außerdem sind die Ansaugwege kürzer. Direkteinspritzer erhöhen einfach die Einspritzmenge. Dieselmotoren du funktionieren sowieso anders, die brauchen keine Anreicherung.

Allerdings wundert mich dass die Jungen keinen Choke kennen. Jeder Rasenmäher und andere Kleingeräte benötigen diese Einrichtung.

Zitat:

@V70_D5 schrieb am 10. Mai 2017 um 21:26:39 Uhr:

...

Allerdings wundert mich dass die Jungen keinen Choke kennen. Jeder Rasenmäher und andere Kleingeräte benötigen diese Einrichtung.

Wer keinen Umgang mit diesen Geräten hat, kann das auch nicht wissen. :D

Zitat:

@daniel2086 schrieb am 6. Februar 2017 um 15:42:51 Uhr:

Was ist Choke? Kann das eventuell bitte etwas genauer erläutert werden? Weil um ehrlich zu sein habe ich davon noch nie gehört. Meinst Du damit den Benzinhahn?

Choke ist eine Drosselklappe oben im Vergaser, die die Luftzufuhr drosselt. Ein kalter Motor braucht mehr Kraftstoff, da das Gemisch beim Starten an den kalten Ansaug/Zylinderwänden kondensiert. Deshalb muß es mit weniger Luftzufuhr, oder Anreicherung ausgeglichen werden. Den Choke Zug (Hebel oder Knopf) muß man bei älteren Motoren/Mofas/ Motorrädern für 1 - 3 Min ziehen. Bei hohen Außentemperaturen nicht, da springt ein Motor so an. Da der Trabi ein 2 Zylinder 2 Takt Motor hat, ist er noch empfindlicher, also mi dem Choke "spielen". Ich kam letzens mit einem Trabi nur 10 mtr weit, vergessen den Benzinhahn zu öffnen :confused:.

Da sieht man mal, wie verwöhnt man ist, um Auto zu fahren. Bei den heutigen FZ regelt das die Steuerelektronik (die ja auch gerne kaputt geht :rolleyes:) ohne das der Fahrer etwas merkt.

Das Problem mit dem Benzinhahn kann mit einem Magnetventil ganz komfortabel gelöst werden. Gibt halt dann aber keine "Reservestellung". :D

Wenn Du noch nie in einem "fremden" FZ gesessen hast, und Dir mit der Bedienung Dich keiner vertraut macht, sieht es dann schlecht aus, den Trabi zum Laufen zu bringen. Ich konnte diesen Wagen hier mit seinen diversen Knöpfen nicht zum Laufen bekommen. Eigentlich ganz einfach vor über 30 Jahren......, mehrmals an Tag gemacht.

Mit dem Trabi hab ich übrigens meine ersten Fahrversuche auf Feldwegen `76 als 16 Jähriger "Wessi" in Erfurt gemacht.

14-armaturenbrett-kranwagen

Auf den Benzinhahn sind viele hereingefallen. Besonders bei den früheren Modellen. Da war der Hahn noch im Fussraum des Beifahrers. Da war Akrobatik gefragt, auch wenn der Sprit zur Neige ging und es auf Reserve umgeschaltet werden musste. Die neueren Trabbis hatten dann eine so genannte Benzinhahnverlängerung. Der war dann etwas griffgünstiger über der Ablage unterm Armaturenbrett angeordnet.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Ost-Fahrzeuge
  5. Starten des Trabant 601 (Neulingsfragen)